Heft 88 (1)

»Atlans erste Abenteuer« (1/16)

Ernst Vlcek

In der Spinnenwüste

Unter Verrätern und Mördern – ein Abenteuer des jungen Atlan aus dem Jahr 10.496 v. A.

Hauptpersonen

Atlan, Fartuloon, Eiskralle, Prontier, Komyal, Lay Manos, Waccor, Vafron

Handlungszeitraum

Anfang des Coroma 10.496 da Ark (8024 v. Chr.)

Handlungsort

Gortavor

Handlung

Der 17-jährige Atlan lebt im Jahre 10.496 da Ark, was dem Jahr 8024 v. Chr. irdischer Zeitrechnung entspricht, mit seinem Ziehvater Fartuloon auf der abgelegenen Welt Gortavor im Tarkihl, dem großen Palast des Tatos Armanck da Declanter. Nachdem sein leiblicher Vater Gonozal VII. vor Jahren von dessen Bruder ermordet wurde, der nun als Orbanaschol III. Imperator des Großen Imperiums ist, hat der Leibarzt des Ermordeten den jungen Kristallprinzen Mascaren da Gonozal in Sicherheit bringen können. Um Mascaren vor den Häschern des Mörders versteckt zu halten, gab er ihm den Namen Atlan, entsprechend dem ursprünglichen Namenswunsch seiner Mutter. Fartuloon hat dem jungen Arkoniden bisher nichts über seine Abstammung und den rechtmäßigen Thronanspruch erzählt.

Als sie einen Notruf aus Marauthans Ruinen erhalten, in denen mehrere rivalisierende Gruppen leben, brechen Atlan, Fartuloon und Eiskralle an Bord eines Drifters in die Spinnenwüste auf. Eiskralle ist ein Chretkor und besitzt einen durchsichtigen, humanoiden Körper von 1,35 Meter Größe, der alle inneren Organe erkennen lässt. Seinen Namen verdankt er der Fähigkeit, mit seiner krallenförmigen Hand organische Substanzen zu Eis gefrieren zu lassen. Die Spinnenwüste ist mit einem Geflecht etwa armdicker Silberstränge überzogen, das sich in zwei Metern Höhe befindet. Dieses Netzwerk kann durch Vibrationen und mysteriöse Töne Lebewesen beeinflussen. Eine Berührung der Stränge führt dazu, dass der betreffenden Person blitzartig sämtliche Körperflüssigkeit entzogen wird und das Blut verkocht, so dass sie anschließend aussieht wie verwelkt oder mumifiziert.

Während eines heftigen Sandsturms bricht der Drifter in den Boden ein. Auf diese Weise entdecken die Gefährten einen unversehrten Teil des Labyrinths Zagooth.

Auf ihrem Weg retten sie die Arkonidin Azhira, die Tochter des Archäologen Prontier, aus den Händen der Zagoren. Von ihr erfahren sie, dass ein Arkonide mit Namen Vafron mit vier Begleitern in den Ruinen aufgetaucht ist. Bei ihrer Ankunft in den Ruinen werden Atlan, Fartuloon, Eiskralle und Azhira von der Bande des Lay Manos entführt, der archäologische Schätze von Prontier erpressen will. Die drei Gefährten werden als Vermittler eingesetzt. Während der Chretkor bei Manos bleibt, begeben sich Atlan und Fartuloon mit Prontier zu der Gruppe des Voolynesers Komyal, der den Notruf ausgesandt hat. Dieser ist jedoch eine Falle, da Komyal mit Vafron zusammenarbeitet, der den jungen Kristallprinzen sucht. Fartuloon gelingt es jedoch, die Banden gegeneinander aufzuhetzen. Als sich der Kampf in die Spinnenwüste verlagert, kommen die Arkoniden um Vafron durch die Halluzinationen des Netzes um. Fartuloon identifiziert die Leichen als Kralasenen, Mitglieder eines Geheimdienstes Orbanaschols. Bei ihrer Rückkehr in das Tarkihl wird Fartuloon überraschend von den regulären Truppen des Tatos verhaftet.