Heft 96 (3)

»Atlans erste Abenteuer« (3/16)

Hans Kneifel

Hetzjagd durch das Blasse Land

Ihr Weg führt durch die Eisöde vier Menschen auf der Flucht in eine andere Welt

Hauptpersonen

Atlan, Fartuloon, Eiskralle, Farnathia da Declanter, Umman

Handlungszeitraum

Ende des Coroma 10.496 da Ark (8024 v. Chr.)

Handlungsort

Gortavor

Kurzzusammenfassung

An der Grenze des Blassen Landes hat Fartuloon einen Stützpunkt. Zu diesem will Atlan mit seinen Begleitern wegen des OMIRGOS' – eines Kristalls – flüchten. Trotz Schneegeistern und Stürmen erreichen Fartuloon und seine Begleiter die Siedlung Adjover, wo Fartuloon den lokalen Tyrannen Umman überwältigen kann, um frische Ausrüstung zu erlangen.

Erst kurz vor der Station werden die Flüchtenden von den Kralasenen eingeholt. Die Station selbst liegt im Tal Kermant, wo auch noch moderne Technik versagt. In dem Nebel können die Kralasenen Farnathia entführen. Atlan, Fartuloon und Eiskralle werden von dem OMIRGOS mit einem Transmitter-Effekt von Gortavor abtransportiert.

Handlung

Fartuloon, Atlan, Eiskralle und Farnathia befinden sich in der Siedlung Seuders Weiße Zelte. Atlan versucht, ein ziemlich heruntergekommenes sechsrädriges Fahrzeug wieder in Gang zu bringen, mit dem die Gefährten Fartuloons Stützpunkt im Blassen Land erreichen wollen.

Nach einigen Reparaturen kann die Fahrt durch Schnee und Eis beginnen. Bald begegnen sie den ersten Schneegeistern. Auf einem zugefrorenen See schlagen die Schneegeister zu. Sie bringen die Eisdecke zum Bersten. In einer Höllenfahrt erreicht das dampfgetriebene Gefährt das rettende Ufer des Sees. Die Kameraden suchen in einer Felsenhöhle Zuflucht. Nach einer ereignislosen Nacht geht die wilde Fahrt weiter. Auch eine von den Schneegeistern ausgelöste Lawine kann das Fahrzeug nicht stoppen. Nach sechs Tagen Fahrt erreichen sie das Tal des Dampfes. Dann ist am Horizont Adjover zu erkennen.

Immer mehr Teile des Antriebs des Raupenfahrzeugs fallen aus. Bevor das Gefährt seinen Dienst aufgibt, erreichen die Gefährten Adjover. Als sich die verwahrlosten Männer aus Adjover auf Farnathia stürzen wollen, lernen sie die Kampfkraft Fartuloons und Atlans kennen. Erst als Eiskralle in den Kampf eingreift und den Kopf eines der Männer zu Eis erstarren lässt, stellen die Angreifer die Versuche ein, Farnathia in ihre Gewalt zu bekommen. Umman, der Herrscher über Adjover, meldet sich und befiehlt Fartuloon und seinen Begleitern, zu seiner Festung im Zentrum der Siedlung zu kommen. Atlan stellt das Raupenfahrzeug direkt vor dem Bauwerk ab und schließt alle Sicherheitsventile. Der Druck im Dampfkessel steigt immer mehr an. Atlan, Fartuloon, Eiskralle und Farnathia sind ausgestiegen und laben sich an einem Brunnen. Als der Kessel endlich explodiert, sprinten die Vier auf Ummans Festung zu, deren Mauern eingedrückt und dessen Eingangsschott aus den Angeln gerissen wurde. Der überraschte Umman wird genötigt, ihnen Gastrecht zu gewähren und in den nächsten Tagen ihre Befehle auszuführen.

Während Fartuloon den Kergonen unter Beobachtung hat, suchen Atlan, Farnathia und Eiskralle eine ihnen zugewiesene, relativ komfortable Unterkunft auf. Nach einem erquickenden Bad und Versorgung mit neuer, sauberer Kleidung nehmen sie eine ausgiebige Mahlzeit aus den Vorräten Ummans zu sich. Nach langem Schlaf – die Bewachung des Kergonen wird unter ihnen aufgeteilt – finden sie einen Schlitten, mit dem sie ihre Reise ins Tal Kermant fortsetzen wollen. Die fünf kräftigen Hr'seecs legen ein ordentliches Tempo vor.

Ein Trupp von dreizehn Kralasenen ist den Gefährten dicht auf den Fersen. In Adjover erfahren sie von Umman, dass die Gesuchten ins Tal Kermant unterwegs sind. Mit einigen Schüssen aus einer Impulskanone, die auf dem Dach seiner Behausung installiert ist, verbreitet Umman Terror in Adjover. Er bezweckt damit die Bereitstellung von Rollenschlitten, die er den Kralasenen übergibt, um die Verfolgung aufnehmen zu können. Da außerhalb der Siedlung keinerlei Energieaggregate funktionieren, sind die Kralasenen und selbstverständlich auch Fartuloon und seine Begleiter auf diese primitiven Fortbewegungsmittel angewiesen. Diese rätselhafte Zone erstreckt sich vom Warmen Auge bis zum planetaren Nordpol.

Nach einer rasenden Fahrt über den Asaka sind die Zugtiere der Erschöpfung nahe. In einer verborgenen Höhle hat Fartuloon zwei Markas versteckt, mit denen sie nun den Weg fortsetzen. Es gilt, die dreißig Kilometer lange Gletscherzunge des Asaka zu überwinden. In halsbrecherischer Fahrt bezwingen sie den Gletscher, verfolgt von den Kralasenen. Es gelingt den Gefährten, einen Marka, besetzt mit sieben Kralasenen, abzuschießen. Kurze Zeit später feuert Fartuloon auch auf den zweiten Marka und tötet den Bremser des Schlittens. Die Kralasenen werden getötet oder bleiben schwer verwundet am Fuß des Gletschers liegen.

Atlan, Fartuloon, Eiskralle und Farnathia werden vom im Tal Karmant herrschenden Nebel verschluckt. Im Zentrum des Tales befindet sich der Stützpunkt des Caluriers. Im Umkreis des flachen, weißen und fensterlosen Gebäudes gibt es keinen Nebel. Bäume, ein plätschernder Bach und Blumen prägen diese Idylle. Als Schönheitsfehler sind etwa einhundert Schneegeister zu betrachten, die zwischen den Kameraden und dem Stützpunkt warten. Beim Sturm auf das Gebäude fallen zahlreiche Schneegeister den Waffen der Gefährten zum Opfer. Trotzdem gelingt es drei plötzlich auftauchenden Kralasenen, Farnathia zu überwältigen und im Nebel unterzutauchen. Fartuloon hindert Atlan an der Verfolgung. Die beiden Männer und Eiskralle ziehen sich in das Gebäude zurück.

Dort befindet sich ein OMIRGOS-Kristall, mit dessen Hilfe Fartuloon den Planeten verlassen möchte. Fartuloon, Atlan und Eiskralle gehen durch die Oberfläche des Kristalls und verlassen damit Gortavor.