Nurcrahn: Unterschied zwischen den Versionen

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Als Lichtfürst musste er Zaardenfoort oft verlassen, um an Regierungssitzungen auf [[Aarl]] teilzunehmen. Wie allgemein üblich, standen ihm dabei sechs Berater zur Verfügung. Einer davon war [[Woolsar]], der im Laufe der Zeit zum besten Freund Nurcrahns und dessen Familie wurde.
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Als [[Lichtfürst]] musste er [[Zaardenfoort]] oft verlassen, um an Regierungssitzungen auf [[Aarl]] teilzunehmen. Wie allgemein üblich, standen ihm dabei sechs Berater zur Verfügung. Einer davon war [[Woolsar]], der im Laufe der Zeit zum besten Freund Nurcrahns und dessen Familie wurde.
  
Im Jahre [[2642]] gebar seine älteste Tochter Irsocca ein [[dreiäugige]]s Kind. Das galt damals als großes Unglück. So ein Kind musste gemeldet, und den Behörden übergeben werden, die es dann umgehend hinrichteten. Als Nurcrahn seinen neugeborenen Enkelsohn sah, brachte er es jedoch nicht übers Herz, dies zu tun. Stattdessen verkündete er den vor seinem [[Muuke]] wartenden Nachbarn, dass er zwar ein normales Enkelkind geschenkt bekommen habe, dieses jedoch bei der Geburt verstorben sei. Fortan verbargen sie den Jungen, den sie [[Tirsoth]] nannten, in einem geheimen Raum, zu dem nur Nurcrahn, Irsocca, deren Gemahl [[Farthor]] sowie deren Tochter Pona Zutritt hatten. Nur sieben Tage nach dieser schicksalsschweren Geburt verstarb seine jüngste Tochter Jacca.
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Im Jahre [[2642]] gebar seine älteste Tochter [[Irsocca]] ein [[dreiäugige]]s Kind. Das galt damals als großes Unglück. So ein Kind musste gemeldet und den Behörden übergeben werden, die es dann umgehend hinrichteten. Als Nurcrahn seinen neugeborenen Enkelsohn sah, brachte er es jedoch nicht übers Herz, dies zu tun. Stattdessen verkündete er den vor seinem [[Muuke]] wartenden Nachbarn, dass er zwar ein normales Enkelkind geschenkt bekommen habe, dieses jedoch bei der Geburt verstorben sei. Fortan verbargen sie den Jungen, den sie [[Tirsoth]] nannten, in einem geheimen Raum, zu dem nur Nurcrahn, Irsocca, deren Gemahl [[Farthor]] sowie deren Tochter [[Pona]] Zutritt hatten. Nur sieben Tage nach dieser schicksalsschweren Geburt verstarb seine jüngste Tochter [[Jacca]].
  
Etwa um diese Zeit ereignete sich eine rätselhafte Todesserie auf Zaardenfoort. Immer wieder wurden einzelne Eripäer tot in ihren Muuken aufgefunden, sie waren ohne erkennbare Gewalteinwirkung erstickt. Es bildete sich eine Geheimorganisation, die sich [[Streiter des Lichts]] nannten und die Eripäer verunsicherten. Mit der Zeit hetzten sie sie gegen dunkelhäutige Nicht-Eripäer, rotteten sich in der Nacht zusammen und überfielen die Angehörigen der Nachkommen von Flüchtlingen, die es bis in die Lichtung geschafft hatten. Im Jahre [[2644]] fand seine Enkelin Pona einen übel zugerichteten [[Ubilaner|Ubilanen]] namens [[Talato-Cors]] am Strand und brachte ihn zu ihrem Muuke. Nach kurzem Zögern nahm ihn Nurcrahn bei sich auf und ließ ihn gesund pflegen. Als er eines Tages früher als erwartet von einer Sitzung auf Aarl zurückkehrte, überraschte er seinen Schwiegersohn Farthor, der den Fremden erwürgen wollte. Nurcrahn schlug ihn nieder und verstieß ihn aus seiner Familie. Farthor wurde ein bislang leer stehendes Muuke überlassen. Einige Tage später brachte ihm Woolsar die Nachricht, dass Farthor erstickt aufgefunden worden war.
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Etwa um diese Zeit ereignete sich eine rätselhafte Todesserie auf Zaardenfoort. Immer wieder wurden einzelne [[Eripäer]] tot in ihren Muuken aufgefunden, sie waren ohne erkennbare Gewalteinwirkung erstickt. Es bildete sich eine Geheimorganisation, die sich [[Streiter des Lichts]] nannten und die Eripäer verunsicherten. Mit der Zeit hetzten sie sie gegen dunkelhäutige Nicht-Eripäer, rotteten sich in der Nacht zusammen und überfielen die Angehörigen der Nachkommen von Flüchtlingen, die es bis in die [[Lichtung der Eripäer|Lichtung]] geschafft hatten. Im Jahre [[2644]] fand seine Enkelin Pona einen übel zugerichteten [[Ubilaner|Ubilanen]] namens [[Talato-Cors]] am Strand und brachte ihn zu ihrem Muuke. Nach kurzem Zögern nahm ihn Nurcrahn bei sich auf und ließ ihn gesund pflegen. Als er eines Tages früher als erwartet von einer Sitzung auf Aarl zurückkehrte, überraschte er seinen Schwiegersohn Farthor, der den Fremden erwürgen wollte. Nurcrahn schlug ihn nieder und verstieß ihn aus seiner Familie. Farthor wurde ein bislang leer stehendes Muuke überlassen. Einige Tage später brachte ihm Woolsar die Nachricht, dass Farthor erstickt aufgefunden worden war.
  
 
In den nächsten Jahren gewannen die Streiter des Lichts immer mehr Anhänger. Auch die Appelle Nurcrahns an die Bevölkerung konnten dies nicht verhindern, denn noch immer ereigneten sich die rätselhaften Todesfälle, was den Extremisten einen fruchtbaren Boden für ihren Populismus bereitete. <small>([[Quelle:A381|Atlan&nbsp;381]])</small>  
 
In den nächsten Jahren gewannen die Streiter des Lichts immer mehr Anhänger. Auch die Appelle Nurcrahns an die Bevölkerung konnten dies nicht verhindern, denn noch immer ereigneten sich die rätselhaften Todesfälle, was den Extremisten einen fruchtbaren Boden für ihren Populismus bereitete. <small>([[Quelle:A381|Atlan&nbsp;381]])</small>  
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[[2648]] ereilte Nurcrahn der nächste Schicksalsschlag: Seine geliebte Enkelin Pona sollte im Rahmen ihrer Ausbildung einige Tage auf einer [[Raumstation]] verbringen, wurde dort aber von [[Krolocs]] entführt. Diese Nachricht brachte ihn so stark aus dem Gleichgewicht, dass er beschloss, zu sterben. Er ging an den Strand, wo er in der Finsternis zusammenbrach. Sein Schicksal hätte ihn wohl ereilt, wäre ihm Talato-Cors nicht nachgegangen und ihn (gegen seinen Willen) gerettet. Als sie ihr Muuke wieder erreichten, kam ihnen Woolsar entgegen, der sofort auf Talato-Cors schoss, angeblich weil er glaubte, der Ubilane hätte Nurcrahn in diesen Zustand versetzt. In Wahrheit hatte er den Fremden erkannt. Denn als dieser vier Jahre zuvor schwerverletzt von Pona gefunden worden war, gehörte Woolsar zu den Personen, die ihn halbtot geschlagen hatten.
 
[[2648]] ereilte Nurcrahn der nächste Schicksalsschlag: Seine geliebte Enkelin Pona sollte im Rahmen ihrer Ausbildung einige Tage auf einer [[Raumstation]] verbringen, wurde dort aber von [[Krolocs]] entführt. Diese Nachricht brachte ihn so stark aus dem Gleichgewicht, dass er beschloss, zu sterben. Er ging an den Strand, wo er in der Finsternis zusammenbrach. Sein Schicksal hätte ihn wohl ereilt, wäre ihm Talato-Cors nicht nachgegangen und ihn (gegen seinen Willen) gerettet. Als sie ihr Muuke wieder erreichten, kam ihnen Woolsar entgegen, der sofort auf Talato-Cors schoss, angeblich weil er glaubte, der Ubilane hätte Nurcrahn in diesen Zustand versetzt. In Wahrheit hatte er den Fremden erkannt. Denn als dieser vier Jahre zuvor schwerverletzt von Pona gefunden worden war, gehörte Woolsar zu den Personen, die ihn halbtot geschlagen hatten.
  
Im Jahre [[2649]] kam Pona völlig unerwartet wieder in die Lichtung zurück; sie war von zwei [[Pthorer]]n namens [[Balduur]] und [[Razamon]] befreit und in einem [[Raumjäger]] der [[Satalas]] aus der Raumfestung [[Hyrconia]] entkommen. Die Wiedersehensfreude war groß, währte aber nur kurz. Denn auf einer der nächsten Regierungssitzungen beschuldigte ihn ausgerechnet sein engster Berater Woolsar, einen Dreiäugigen zu beherbergen, woraufhin Nurcrahn gefangen genommen, und seine Familie unter Hausarrest gestellt wurde. [[Gurankor]], ''der [[Eripäer (Titel)|Eripäer]]'', hatte dieses Urteil festgesetzt. Woolsar wurde vorläufig als neuer Lichtfürst [[Luuk]]s eingesetzt.
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Im Jahre [[2649]] kam Pona völlig unerwartet wieder in die Lichtung zurück; sie war von zwei [[Pthorer]]n namens [[Balduur]] und [[Razamon]] befreit und in einem [[Raumjäger]] der [[Satalas]] aus der Raumfestung [[Hyrconia]] entkommen. Die Wiedersehensfreude war groß, währte aber nur kurz. Denn auf einer der nächsten Regierungssitzungen beschuldigte ihn ausgerechnet sein engster Berater Woolsar, einen Dreiäugigen zu beherbergen, woraufhin Nurcrahn gefangen genommen, und seine Familie unter Hausarrest gestellt wurde. [[Gurankor]], »der [[Eripäer (Titel)|Eripäer]]«, hatte dieses Urteil festgesetzt. Woolsar wurde vorläufig als neuer Lichtfürst [[Luuk]]s eingesetzt.
  
 
Das Schicksal wollte es, dass während dieser Zeit Razamon und Balduur die Lichtung erreichten, aber als Spione der Krolocs bezichtigt wurden. Gurankor setzte ihnen eine siebentägige Frist, um die rätselhaften Todesfälle aufzuklären, wobei ihnen Pona helfen durfte. Nurcrahn blieb allerdings im Gefängnis. Das scheinbar Unmögliche geschah, sie fanden die Todesursache heraus: Es waren die von Unbekannten (Agenten der Krolocs) beeinflussten Muuker selbst. Bei der Suche nach dem Mörder entpuppte sich der neue Lichtfürst als Anführer der Streiter des Lichts&nbsp;– Woolsar hatte also jahrelang Nurcrahns Vertrauen missbraucht, um seinen eigenen Machthunger zu stillen. Nurcrahn wurde rehabilitiert und konnte die Eripäer wieder zur Vernunft bringen, wodurch sein verloren gegangenes Ansehen wiederhergestellt wurde.
 
Das Schicksal wollte es, dass während dieser Zeit Razamon und Balduur die Lichtung erreichten, aber als Spione der Krolocs bezichtigt wurden. Gurankor setzte ihnen eine siebentägige Frist, um die rätselhaften Todesfälle aufzuklären, wobei ihnen Pona helfen durfte. Nurcrahn blieb allerdings im Gefängnis. Das scheinbar Unmögliche geschah, sie fanden die Todesursache heraus: Es waren die von Unbekannten (Agenten der Krolocs) beeinflussten Muuker selbst. Bei der Suche nach dem Mörder entpuppte sich der neue Lichtfürst als Anführer der Streiter des Lichts&nbsp;– Woolsar hatte also jahrelang Nurcrahns Vertrauen missbraucht, um seinen eigenen Machthunger zu stillen. Nurcrahn wurde rehabilitiert und konnte die Eripäer wieder zur Vernunft bringen, wodurch sein verloren gegangenes Ansehen wiederhergestellt wurde.
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Um die Bevölkerung zu täuschen, wurde er wegen des Versteckens eines Dreiäugigen angeklagt. Zeitgleich änderte Gurankor aber die Gesetze und erlaubte erstmals den Eripäern, ihren Lichtfürsten direkt zu wählen, was Nurcrahn aufgrund der wiederhergestellten Reputation problemlos gelingen sollte. Und da der Wille des Volkes mehr zählte als ein Spruch der Richter, kam es nie zu einer Verurteilung. <small>([[Quelle:A382|Atlan&nbsp;382]])</small>
 
Um die Bevölkerung zu täuschen, wurde er wegen des Versteckens eines Dreiäugigen angeklagt. Zeitgleich änderte Gurankor aber die Gesetze und erlaubte erstmals den Eripäern, ihren Lichtfürsten direkt zu wählen, was Nurcrahn aufgrund der wiederhergestellten Reputation problemlos gelingen sollte. Und da der Wille des Volkes mehr zählte als ein Spruch der Richter, kam es nie zu einer Verurteilung. <small>([[Quelle:A382|Atlan&nbsp;382]])</small>
  
Nachdem Gurankor selbst als Dreiäugiger entlarvt, abgesetzt und eingesperrt wurde, besuchten ihn Razamon und Balduur auf Zaardenfoort. Er teilte ihnen mit, dass sich Pona mit Waaylon in einer Höhle versteckt hielt, und führte sie damit zu ihnen. Sie konnten sowohl Tirsoth als auch Gurankor befreien, die sich fortan versteckt hielten. Nurcrahn gelang es in diesen Jahren geschickt, der Bevölkerung allmählich die Angst vor den Dreiäugigen zu nehmen und außerdem Hoffnungen zu schüren, Gurankor könnte noch irgendwo leben. Die Tatsache, dass Gurankors Nachfolger [[Tekalhor]] mit den Regierungsgeschäften überfordert war, und sich obendrein kein besserer Kandidat dafür finden ließ, halfen ihm dabei. Nach vielen Jahren schlug die Stimmung in der Bevölkerung soweit um, dass die meisten über eine Rückkehr Gurankors erfreut gewesen wären. Als es soweit war, trat dieser tatsächlich an die Öffentlichkeit. Die ihm angebotene Rolle als ''Eripäer'' lehnte Gurankor allerdings zugunsten Tirsoths ab. <small>([[Quelle:A391|Atlan&nbsp;391]])</small>
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Nachdem Gurankor selbst als Dreiäugiger entlarvt, abgesetzt und eingesperrt wurde, besuchten ihn Razamon und Balduur auf Zaardenfoort. Er teilte ihnen mit, dass sich Pona mit Waaylon in einer Höhle versteckt hielt, und führte sie damit zu ihnen. Sie konnten sowohl Tirsoth als auch Gurankor befreien, die sich fortan versteckt hielten. Nurcrahn gelang es in diesen Jahren geschickt, der Bevölkerung allmählich die Angst vor den Dreiäugigen zu nehmen und außerdem Hoffnungen zu schüren, Gurankor könnte noch irgendwo leben. Die Tatsache, dass Gurankors Nachfolger [[Tekalhor]] mit den Regierungsgeschäften überfordert war, und sich obendrein kein besserer Kandidat dafür finden ließ, halfen ihm dabei. Nach vielen Jahren schlug die Stimmung in der Bevölkerung soweit um, dass die meisten über eine Rückkehr Gurankors erfreut gewesen wären. Als es soweit war, trat dieser tatsächlich an die Öffentlichkeit. Die ihm angebotene Rolle als »Eripäer« lehnte Gurankor allerdings zugunsten Tirsoths ab. <small>([[Quelle:A391|Atlan&nbsp;391]])</small>
  
 
Nurcrahns weiteres Schicksal ist unbekannt.
 
Nurcrahns weiteres Schicksal ist unbekannt.

Aktuelle Version vom 2. August 2020, 21:39 Uhr

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Der Eripäer Nurcrahn war einer der vier Lichtfürsten Zaardenfoorts. Er hatte zwei Töchter, Irsocca und Jacca, sowie zwei Enkelkinder namens Pona und Tirsoth.

Charakterisierung

Er galt als umsichtiger Politiker mit einer stark humanistisch ausgeprägten Ideologie.

Geschichte

Als Lichtfürst musste er Zaardenfoort oft verlassen, um an Regierungssitzungen auf Aarl teilzunehmen. Wie allgemein üblich, standen ihm dabei sechs Berater zur Verfügung. Einer davon war Woolsar, der im Laufe der Zeit zum besten Freund Nurcrahns und dessen Familie wurde.

Im Jahre 2642 gebar seine älteste Tochter Irsocca ein dreiäugiges Kind. Das galt damals als großes Unglück. So ein Kind musste gemeldet und den Behörden übergeben werden, die es dann umgehend hinrichteten. Als Nurcrahn seinen neugeborenen Enkelsohn sah, brachte er es jedoch nicht übers Herz, dies zu tun. Stattdessen verkündete er den vor seinem Muuke wartenden Nachbarn, dass er zwar ein normales Enkelkind geschenkt bekommen habe, dieses jedoch bei der Geburt verstorben sei. Fortan verbargen sie den Jungen, den sie Tirsoth nannten, in einem geheimen Raum, zu dem nur Nurcrahn, Irsocca, deren Gemahl Farthor sowie deren Tochter Pona Zutritt hatten. Nur sieben Tage nach dieser schicksalsschweren Geburt verstarb seine jüngste Tochter Jacca.

Etwa um diese Zeit ereignete sich eine rätselhafte Todesserie auf Zaardenfoort. Immer wieder wurden einzelne Eripäer tot in ihren Muuken aufgefunden, sie waren ohne erkennbare Gewalteinwirkung erstickt. Es bildete sich eine Geheimorganisation, die sich Streiter des Lichts nannten und die Eripäer verunsicherten. Mit der Zeit hetzten sie sie gegen dunkelhäutige Nicht-Eripäer, rotteten sich in der Nacht zusammen und überfielen die Angehörigen der Nachkommen von Flüchtlingen, die es bis in die Lichtung geschafft hatten. Im Jahre 2644 fand seine Enkelin Pona einen übel zugerichteten Ubilanen namens Talato-Cors am Strand und brachte ihn zu ihrem Muuke. Nach kurzem Zögern nahm ihn Nurcrahn bei sich auf und ließ ihn gesund pflegen. Als er eines Tages früher als erwartet von einer Sitzung auf Aarl zurückkehrte, überraschte er seinen Schwiegersohn Farthor, der den Fremden erwürgen wollte. Nurcrahn schlug ihn nieder und verstieß ihn aus seiner Familie. Farthor wurde ein bislang leer stehendes Muuke überlassen. Einige Tage später brachte ihm Woolsar die Nachricht, dass Farthor erstickt aufgefunden worden war.

In den nächsten Jahren gewannen die Streiter des Lichts immer mehr Anhänger. Auch die Appelle Nurcrahns an die Bevölkerung konnten dies nicht verhindern, denn noch immer ereigneten sich die rätselhaften Todesfälle, was den Extremisten einen fruchtbaren Boden für ihren Populismus bereitete. (Atlan 381)

2648 ereilte Nurcrahn der nächste Schicksalsschlag: Seine geliebte Enkelin Pona sollte im Rahmen ihrer Ausbildung einige Tage auf einer Raumstation verbringen, wurde dort aber von Krolocs entführt. Diese Nachricht brachte ihn so stark aus dem Gleichgewicht, dass er beschloss, zu sterben. Er ging an den Strand, wo er in der Finsternis zusammenbrach. Sein Schicksal hätte ihn wohl ereilt, wäre ihm Talato-Cors nicht nachgegangen und ihn (gegen seinen Willen) gerettet. Als sie ihr Muuke wieder erreichten, kam ihnen Woolsar entgegen, der sofort auf Talato-Cors schoss, angeblich weil er glaubte, der Ubilane hätte Nurcrahn in diesen Zustand versetzt. In Wahrheit hatte er den Fremden erkannt. Denn als dieser vier Jahre zuvor schwerverletzt von Pona gefunden worden war, gehörte Woolsar zu den Personen, die ihn halbtot geschlagen hatten.

Im Jahre 2649 kam Pona völlig unerwartet wieder in die Lichtung zurück; sie war von zwei Pthorern namens Balduur und Razamon befreit und in einem Raumjäger der Satalas aus der Raumfestung Hyrconia entkommen. Die Wiedersehensfreude war groß, währte aber nur kurz. Denn auf einer der nächsten Regierungssitzungen beschuldigte ihn ausgerechnet sein engster Berater Woolsar, einen Dreiäugigen zu beherbergen, woraufhin Nurcrahn gefangen genommen, und seine Familie unter Hausarrest gestellt wurde. Gurankor, »der Eripäer«, hatte dieses Urteil festgesetzt. Woolsar wurde vorläufig als neuer Lichtfürst Luuks eingesetzt.

Das Schicksal wollte es, dass während dieser Zeit Razamon und Balduur die Lichtung erreichten, aber als Spione der Krolocs bezichtigt wurden. Gurankor setzte ihnen eine siebentägige Frist, um die rätselhaften Todesfälle aufzuklären, wobei ihnen Pona helfen durfte. Nurcrahn blieb allerdings im Gefängnis. Das scheinbar Unmögliche geschah, sie fanden die Todesursache heraus: Es waren die von Unbekannten (Agenten der Krolocs) beeinflussten Muuker selbst. Bei der Suche nach dem Mörder entpuppte sich der neue Lichtfürst als Anführer der Streiter des Lichts – Woolsar hatte also jahrelang Nurcrahns Vertrauen missbraucht, um seinen eigenen Machthunger zu stillen. Nurcrahn wurde rehabilitiert und konnte die Eripäer wieder zur Vernunft bringen, wodurch sein verloren gegangenes Ansehen wiederhergestellt wurde.

Allerdings blieb da noch das Problem mit seinem dreiäugigen Enkelsohn, das endgültig gelöst werden musste. Nurcrahn wurde zusammen mit Tirsoth, Pona und Irsocca auf ein Raumschiff gebracht, angeblich um Tirsoth auf Aarl verurteilen und hinrichten zu lassen. Doch Gurankors Pläne sahen anders aus, da er selbst ein Dreiäugiger war. Tirsoth sollte heimlich als sein Nachfolger ausgebildet werden, wozu sein Tod vorgetäuscht werden musste. Nur Razamon, Balduur und Pona wurden eingeweiht, Nurcrahn und Irsocca durften nichts davon wissen. Als Nurcrahn von dem angeblich tödlichen Unglücksfall erfuhr, erlitt er einen Herzanfall und starb. Allerdings konnte er von Waaylon wiederbelebt und geheilt werden.

Um die Bevölkerung zu täuschen, wurde er wegen des Versteckens eines Dreiäugigen angeklagt. Zeitgleich änderte Gurankor aber die Gesetze und erlaubte erstmals den Eripäern, ihren Lichtfürsten direkt zu wählen, was Nurcrahn aufgrund der wiederhergestellten Reputation problemlos gelingen sollte. Und da der Wille des Volkes mehr zählte als ein Spruch der Richter, kam es nie zu einer Verurteilung. (Atlan 382)

Nachdem Gurankor selbst als Dreiäugiger entlarvt, abgesetzt und eingesperrt wurde, besuchten ihn Razamon und Balduur auf Zaardenfoort. Er teilte ihnen mit, dass sich Pona mit Waaylon in einer Höhle versteckt hielt, und führte sie damit zu ihnen. Sie konnten sowohl Tirsoth als auch Gurankor befreien, die sich fortan versteckt hielten. Nurcrahn gelang es in diesen Jahren geschickt, der Bevölkerung allmählich die Angst vor den Dreiäugigen zu nehmen und außerdem Hoffnungen zu schüren, Gurankor könnte noch irgendwo leben. Die Tatsache, dass Gurankors Nachfolger Tekalhor mit den Regierungsgeschäften überfordert war, und sich obendrein kein besserer Kandidat dafür finden ließ, halfen ihm dabei. Nach vielen Jahren schlug die Stimmung in der Bevölkerung soweit um, dass die meisten über eine Rückkehr Gurankors erfreut gewesen wären. Als es soweit war, trat dieser tatsächlich an die Öffentlichkeit. Die ihm angebotene Rolle als »Eripäer« lehnte Gurankor allerdings zugunsten Tirsoths ab. (Atlan 391)

Nurcrahns weiteres Schicksal ist unbekannt.

Quellen

Atlan 381, Atlan 382, Atlan 391