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Stichwort: PERRYPEDIA
Institut: SK Uelzen Lüchow-Dannenberg
Kontoinhaber: PERRY RHODAN FAN ZENTRALEDeine Spenden helfen, die Perrypedia zu betreiben.Der Gefangene von Malora
| Überblick | ||
|---|---|---|
| Serie: | Perry Rhodan-Heftserie (Band 3392) |
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| Zyklus: | PEGASOS | |
| Titel: | Der Gefangene von Malora | |
| Untertitel: | Es ist eine Sterneninsel des Todes – doch Leben regt sich zwischen den Sonnen | |
| Autor: | Susan Schwartz | |
| Titelbildzeichner: | Dirk Schulz | |
| Innenillustrator: | Dominic Beyeler (1 x) | |
| Erstmals erschienen: | Freitag, 21. August 2026 | |
| Hauptpersonen: | Reginald Bull, Legende, Foersh, Aelor | |
| Handlungszeitraum: | ... todo ... | |
| Handlungsort: | Malora, Sternwürfel, PHOENIX, Agolei, Canephor, Wycosystem | |
| Leseprobe: | ||
| Glossar: | Brennendes Nichts / Geardal / Materiequelle / Trasse, kosmische | |
| Zusätzliche Formate: | E-Book, Hörbuch | |
| Leseprobe: | ||
| Hörprobe: | ||
Handlung
Reginald Bull befindet sich mit dem Sternwürfel, der Flotte der Leun und den Schiffen der Portuu in der abgeschotteten Galaxie Malora. Die Galaxis ist von den außer Kontrolle geratenen Trassenmachern nahezu vollständig in weitere Exemplare ihrer selbst umgewandelt worden. Die verbliebene Materie haben die Miniroboter zu so dichten Ballungen zusammengefügt, dass kein Licht aus ihnen dringt. Einst hatte Legende die Trassenmacher erschaffen, damit sie einer Materiequelle den Weg bahnen und dadurch zur Rettung des Universums beitragen konnten. Nach Beendigung ihrer ursprünglichen Aufgabe lösten sich einige von ihnen jedoch von ihrer Programmierung. Um zu verhindern, dass der von ihnen ausgelöste Umwandlungsprozess auf weitere Teile des Universums übergreift, wurde Malora durch das Malorische Siegel abgeschottet.
Die einzige bekannte Möglichkeit, sämtliche Trassenmacher in einem weiten Umkreis auszuschalten, besteht darin, ein Brennendes Nichts nach Malora zu bringen und dort zu löschen. Aelor, der letzte Ennu Malor und Jäger des letzten Brennenden Lichts, ist deshalb nach Jahrtausenden mit dem von ihm einst teilweise zerstörten Sternwürfel zurückgekehrt. In dessen Zentrum befindet sich das Brennende Nichts. Erlischt es, sollen die Trassenmacher deaktiviert und anschließend das Malorische Siegel aufgehoben werden können. Bis dahin wirkt das Siegel als Einbahnstraße: Es lässt sich nur von außen passieren, sodass der Sternwürfel und die Portuu-Flotte in Malora gefangen sind.
Zum Löschen des Brennenden Nichts wird allerdings eine Schattenhand benötigt. Da keine zur Verfügung steht, stellt Bull den Portuu-Kommandanten Uedim wegen dessen früherer Andeutungen zur Rede, es könne in Malora eine Alternative geben. Uedim berichtet von den Leichenpartikeln der Materiequelle Geardal, aus denen die Schattenhände bestehen. Nach Geardals explosivem Opfergang wurden diese Partikel über Malora verstreut. Die Portuu sammelten damals möglichst viele davon ein und verbargen einige nicht benötigte Überreste. Uedim kennt den Standort einer vollständigen Schattenhand, die in einer Hyperraumblase eingelagert wurde.
Der PHOENIX und Uedims Flaggschiff fliegen zu dem Versteck. Dort finden sie jedoch nur winzige Partikel. Eine gewaltige Explosion hat die Hyperraumblase und die darin befindliche Schattenhand zerstört.
Nach ihrer Rückkehr in die Steuerzentrale 5-5-5 beraten Bull, Legende, Foersh, Aelor, Uedim, Liam Barstow und Meghan Ontares über ihre verbliebenen Möglichkeiten. Legende schlägt vor, die in Malora verstreuten, subatomaren Leichenpartikel Geardals aufzuspüren und einzusammeln. Dafür entwickelt er ein Ortungsgerät, das Ontares als »Schattenschnüffler« bezeichnet. Zusätzlich werden Vorrichtungen benötigt, mit denen die Partikel eingefangen und aufbewahrt werden können.
Legende will aus dem Material mehrere Schattenhandschuhe herstellen. Diese werden erheblich schwächer sein als eine vollständige Schattenhand, weshalb mehrere Träger über einen längeren Zeitraum zusammenarbeiten müssen. Da die Handschuhe ihren Benutzern Vitalenergie entziehen, soll Ontares gemeinsam mit Leun-Medikern die Träger vitalenergetisch optimieren. Aelor und Barstow bereiten unterdessen ein Labor für die Fertigung der Handschuhe vor. Außerdem müssen die Maschinen des Innersanktums und das GRAVEN-Netz so aufeinander abgestimmt werden, dass der Sternwürfel nach dem Erlöschen des Brennenden Nichts stabil bleibt.
Eine Flotte fliegt erneut zu den Überresten der zerstörten Hyperraumblase. Legendes Schattenschnüffler weist dort tatsächlich Leichenpartikel Geardals nach. Nach mehreren Wochen kehren die Schiffe mit einer ausreichenden Menge zum Sternwürfel zurück. Während Legende und Aelor die Schattenhandschuhe konstruieren, bereitet Foersh als Oberhaupt der Sternspitze die Bevölkerung des Sternwürfels vorsichtig auf die bevorstehenden Ereignisse vor. Sie und Aelor meiden einander dabei weitgehend.
Die insgesamt sechs Handschuhe werden jeweils individuell an Legende, Aelor, Kaelom, Uedim, Foersh und Bull angepasst. Jeder erhält nur einen Handschuh, um den Verbrauch an Vitalenergie möglichst gering zu halten. Legende teilt Foersh außerdem mit, dass das Brennende Nichts im Sternwürfel siebendimensional mit seinen Ablegern verbunden ist. Wird es gelöscht, sollen deshalb gleichzeitig sämtliche noch existierenden Brennenden Nichts erlöschen.
Die ersten Tests der Schattenhandschuhe verlaufen erfolgreich. In Simulationen zeigt sich, dass beim Eintauchen eines Handschuhs in das Brennende Nichts und anschließenden Herausziehen Funken entstehen, die Legende als Mikrokeime des Brennenden Nichts identifiziert. Diese vergehen außerhalb des Zyklonwalls. Die sechs Träger sollen deshalb nacheinander immer mehr Mikrokeime entziehen, bis der Zyklonwall zusammenbricht.
Wenige Tage vor dem Einsatz lässt Foersh gezielt einzelne Informationen als angebliche Gerüchte unter der Bevölkerung verbreiten. Anschließend wendet sie sich offiziell an alle Leunvölker, spricht ihnen Mut zu und bittet um Geduld. Für den Fall des Erfolgs verspricht sie das größte Fest in der Geschichte des Sternwürfels. Die Bevölkerung bleibt daraufhin ruhig und wartet auf den Ausgang des Unternehmens. Foersh kann sich damit vollständig auf ihre eigene Beteiligung am Löschen des Brennenden Nichts konzentrieren.
Der Sternwürfel wird nahe dem Zentrum Maloras positioniert. In der Nacht vor dem geplanten Einsatz führt Aelor allein letzte Funktionstests durch. Für ihn steht nach den Jahrtausenden seines Scheiterns und der Wiedergewinnung seiner Erinnerungen zu viel auf dem Spiel. Seine Anspannung erinnert ihn an die Zeit, als er zum Ennu Malor bestimmt wurde und aufbrach, um seine Heimatgalaxis zu retten. Auf dem Rückweg fällt plötzlich das Licht aus. Aelor wird niedergeschlagen und verliert das Bewusstsein.
Er erwacht unter starken Schmerzen in einem Fesselfeld mehrere Meter über dem Boden. Foersh tritt vor ihn und erklärt, dass sie sich für die Zeit rächen will, in der Aelor ihren Körper und Geist beherrscht hat. Sie will ihn foltern und anschließend töten. Aelor versucht sie davon zu überzeugen, zumindest bis zum Erlöschen des Brennenden Nichts zu warten. Foersh weiß jedoch von Legende, dass Aelors Mitwirkung zwar die Erfolgsaussichten erhöht, sein Ausfall das Vorhaben aber nicht zwangsläufig scheitern lässt. Sie will ihre Zukunft nicht mit ihrer Rache belasten und die Angelegenheit deshalb vorher abschließen.
Bull greift ein. Seit Foersh begonnen hat, Legende nach der Notwendigkeit jedes einzelnen Beteiligten zu befragen, hat Bull mit einem solchen Versuch gerechnet und sie beobachtet. Foersh richtet einen leistungsfähigen Desintegrator auf ihn und erklärt, dass sie notfalls sowohl Aelor als auch Bull töten werde.
Bull macht ihr deutlich, dass sie Legendes Aussagen falsch einschätzt. Ohne Aelor sinken die Erfolgschancen erheblich, und auch auf Bull kann das Unternehmen nicht verzichten. Als Foersh schließlich erklärt, sie könne Aelor nicht einfach davonkommen lassen, spricht Bull über ihre gemeinsame Erfahrung als Gefangene. Er selbst war sechzig Jahre lang isoliert und ohne Aussicht auf Freiheit eingesperrt, hat jedoch inzwischen fünf Jahre Zeit gehabt, das Erlebte zu verarbeiten. Foersh war dagegen Gefangene in ihrem eigenen Geist und erinnert sich an alles, was während Aelors Kontrolle in ihrem Namen geschah.
Bull warnt sie davor, ihr weiteres Leben der Rache unterzuordnen. Sie werde dadurch keinen Frieden finden. Weder sie noch Aelor noch Bull würden nach allem Geschehenen jemals Freunde werden, doch ihnen biete sich die einmalige Möglichkeit, gemeinsam das letzte Brennende Nichts zu löschen und damit auch die Trassenmacher auszuschalten. Schließlich lässt Foersh Aelor frei.
Am folgenden Tag treten Bull, Legende, Aelor, Kaelom, Uedim und Foersh vor den Zyklonwall im Zentrum des Sternwürfels. Mediker und Techniker halten sich im Hintergrund bereit. Zunächst tauchen alle sechs gleichzeitig ihre Schattenhandschuhe in das Brennende Nichts. Die ersten herausgezogenen Mikrokeime vergehen als Funken. Anschließend koordiniert Legende den Einsatz und ruft die Träger abwechselnd auf, während die jeweils anderen pausieren und sich erholen.
Nach acht Stunden ist ein Wendepunkt erreicht: Dem Brennenden Nichts wird mehr Energie entzogen, als ihm noch zufließt. Nach zehn Stunden wird seine Schrumpfung auch optisch sichtbar. Gleichzeitig wird die Steuerung des GRAVEN-Netzes immer aufwendiger, da der Sternwürfel ohne das Brennende Nichts in seinem Zentrum instabil zu werden droht.
Nach zwölf Stunden und acht Minuten steht das Ende unmittelbar bevor. Obwohl Foersh an der Reihe wäre, ruft Legende Aelor auf. Dieser entzieht dem Brennenden Nichts den letzten Mikrokeim. Der Zyklonwall erlischt. Für Aelor erfüllt sich damit nach Jahrtausenden seine Aufgabe. Mit dem Erlöschen des letzten Brennenden Nichts ist zugleich der letzte Splitter des großen Risses geschlossen, den der Frieden hinter den Materiequellen verursacht hatte und zu dessen Heilung sich Geardal einst auf die lange Reise begeben und geopfert hatte.
Gleichzeitig erlischt in der Agolei das Brennende Nichts, das nach der Vernichtung des Mentatrons auf der ELDA-RON entstanden war und im Leerraum von Wycondern und zurückgebliebenen Leun bewacht wird. Auch das Brennende Nichts, das sich durch die künstliche Welt Canephor frisst, schrumpft und verschwindet. Im Wycosystem beobachtet Terrybor, wie dasselbe mit dem Brennenden Nichts geschieht, das einst den Planeten Wengir vernichtet hat. Auf den Welten der Wyconder brechen daraufhin Feiern aus: Shrells Fluch ist beendet, sämtliche Brennenden Nichts existieren nicht mehr.
Im Sternwürfel wartet man nun darauf, ob auch der zweite Teil des Plans funktioniert. Das Erlöschen des Brennenden Nichts hat eine psionische Schockwelle erzeugt, die Legende als Psi-Desaktivierungsimpuls bezeichnet. Sie breitet sich konzentrisch mit 21.000-facher Lichtgeschwindigkeit aus und soll sämtliche Trassenmacher deaktivieren oder zerstören. Wegen der Größe Maloras wird es jedoch einige Zeit dauern, bis die gesamte Galaxis erfasst ist.
Foersh erkundigt sich bei Legende, wie Geardal einst von seinen Trassenmachern transportiert werden konnte, obwohl diese nicht überlichtfähig waren. Legende erklärt, dass seine Trassenmacher Geardal mithilfe ihrer Dematerialisatoren innerhalb von zwölf Millionen Jahren über 900 Lichtjahre transportiert hätten, was er als 75-fache Lichtgeschwindigkeit bezeichnet. Dabei sei die umgebende Raumzeit negiert worden, wodurch auch die dort geltenden physikalischen Gesetzmäßigkeiten aufgehoben worden seien. Die heutigen Trassenmacher können diese Methode aufgrund der vor fast tausend Jahren erfolgten Hyperimpedanz-Erhöhung jedoch nicht mehr nutzen. Damit können sie die mit Transitionstriebwerken ausgestattete Flotte und den Sternwürfel nicht auf überlichtschnellem Weg verfolgen.
Leun und Portuu haben Erkundungsschiffe zu zahlreichen Trassenmacher-Ballungen ausgesandt. Auch der allein von Sky gesteuerte PHOENIX beteiligt sich an den Beobachtungen. Schließlich meldet Sky, dass die Schockwelle seinen Standort erreicht und die von ihm beobachteten Trassenmacher deaktiviert hat. Eine anschließend ausgesetzte Sonde wird von ihnen nicht mehr in weitere Trassenmacher umgewandelt. Weitere Schiffe bestätigen diese Beobachtung. Bei ungefähr der Hälfte der Trassenmacher zerstören sich die Positroniken selbst, die übrigen werden inaktiv. Legende geht davon aus, dass der Impuls etwa anderthalb Jahre benötigen wird, um ganz Malora zu durchqueren.
Foersh verkündet den Erfolg im Sternwürfel, wo die Bewohner zu feiern beginnen. Uedim erläutert Bull, wie die Portuu ihre verwüstete Heimat wieder aufbauen wollen. Mithilfe von Legendes Technologie möchten sie die Materie der Trassenmacher in Energie oder Gase umwandeln und daraus neue Sterne und Planeten erschaffen. Es handelt sich um ein Jahrmillionenprojekt, doch für die sehr langlebigen Portuu sind solche Zeiträume vorstellbar. Uedim hofft auf Unterstützung durch die Leun und Legende. Dieser lehnt jedoch ab, da er seine Zeit auf der kosmischen Bühne für beendet hält. Stattdessen empfiehlt er den Portuu, die Hilfe der im Sternen- und Planetenbau erfahrenen Wyconder zu suchen.
Die Feiern werden abrupt unterbrochen, als Sky widersprüchliche Messwerte meldet. Eine weitere von ihm ausgesetzte Sonde wird wieder zerlegt, und an ihrer Stelle entstehen neue Trassenmacher. Weitere Beobachtungsposten bestätigen, dass diejenigen Trassenmacher wieder aktiv sind, deren Positroniken sich beim ersten Psi-Desaktivierungsimpuls nicht selbst zerstört hatten. Damit ist etwa die Hälfte der Trassenmacher betroffen.
Barstow, Aelor und Legende untersuchen die Daten. Nach etwa einer Stunde berichten sie, dass ein zweiter Psi-Impuls die zuvor deaktivierten Trassenmacher reaktiviert hat. Daraus schließen sie, dass sich noch jemand in Malora befindet, der einen solchen Impuls auslösen kann. Der ungefähre Ursprungsort lässt sich bestimmen.
Der PHOENIX wird zurückbeordert. Bull, Barstow, Ontares, Aelor, Legende und Foersh gehen an Bord. Uedim stellt ihnen zusätzlich ein Geschwader von Kristallraumern zur Verfügung, dem sich Kaelom anschließt. Der Sternwürfel zieht sich währenddessen in das Randgebiet Maloras zurück.
Etwa 500 Lichtjahre vom bisherigen Standort des Sternwürfels entfernt beginnt der PHOENIX mit der Suche. Nach mehreren Stunden entdeckt er ein nur 15 Meter langes zylindrisches Raumschiff. Grußbotschaften bleiben unbeantwortet. Als sich der PHOENIX bis auf 100.000 Kilometer nähert, startet das fremde Schiff einen Torpedo. Der konventionelle Sprengsatz kann dem Schutzschirm nichts anhaben. Anschließend beschleunigt das Schiff und vollführt eine Transition über anderthalb Lichtjahre.
Sky folgt der angemessenen Strukturerschütterung. Das fremde Schiff feuert erneut und flieht abermals per Transition. Nachdem sich das Manöver wiederholt hat, zerstört Sky mit einem gezielten Schuss dessen ungeschützte Antriebssektion.
Bull und Foersh wechseln mit dem Pentaferer an Bord. Sie finden zunächst kein Besatzungsmitglied. Das Schiff ist voller Müll und verdorbener Essensreste und stinkt unerträglich. Alles vermittelt den Eindruck, dass hier seit langer Zeit ein einzelnes Wesen unter verwahrlosten Bedingungen lebt. Auch der primitive technische Standard des Schiffs passt dazu und scheint auszuschließen, dass von dort der zweite Psi-Impuls ausgelöst wurde, für den sechsdimensionale Technik erforderlich ist.
Bull entdeckt jedoch eine teilweise verborgene Ecke, die im Gegensatz zum übrigen Schiff frei von Müll ist. Zudem fehlen die Schrauben an einem Wandpaneel. Um einen möglicherweise versteckten Bewohner hervorzulocken, kündigt Bull laut gegenüber Sky an, das Schiff nach ihrer Rückkehr zu vernichten.
Daraufhin springt die Wandverkleidung auf. Ein Wesen erscheint und schleudert zwei Dolche nach Bull und Foersh, die beide knapp verfehlen. Anschließend verschwindet es in einem Labyrinth schmaler Gänge hinter den Wänden. Foersh verfolgt es und kann es schließlich überwältigen. Das Wesen beschuldigt Bull und seine Begleiter, mit einem zweiten Impuls die Geißel Maloras erneut entfesselt zu haben. Als es sich losreißt, betäubt Foersh es mit einem Narkosestrahler.
An Bord des PHOENIX untersucht Ontares den Fremden. Er ist etwa 1,80 Meter groß, sein Körper S-förmig gekrümmt, der nach vorn geneigte Kopf erinnert an einen Marder oder Hund. In seiner rechten Augenhöhle befindet sich ein defektes Implantat. Seine Kleidung besteht fast nur noch aus Fetzen, am Bauch besitzt er mehrere runzlige Hautlappen. Von ihm geht ein intensiver Geruch nach Essig und Verwesung aus.
Ein Gehirnscan zeigt degenerierte Neuralbahnen, wie sie als Folge sehr langer Isolation auftreten könnten. Ontares bezeichnet den Fremden deshalb vorläufig als Eremiten. Noch bemerkenswerter ist dessen Biochemie: Seine Erbinformation liegt nicht in Form von DNS vor, sondern ist in Peptiden innerhalb hochkomplexer Lipoproteine codiert. Bislang ist Legende das einzige bekannte peptidbasierte Lebewesen, dem die Gruppe begegnet ist.
Legende reagiert überrascht, da er sich für einzigartig gehalten hat. Ontares weist jedoch darauf hin, dass eine ähnliche biochemische Grundlage keine nahe Verwandtschaft bedeuten muss und peptidbasiertes Leben durchaus mehrfach unabhängig voneinander entstanden sein könnte. Da auch die von Legende aus Teilen seiner selbst geschaffenen Trassenmacher peptidbasiert sind, vermutet sie einen möglichen Zusammenhang mit dem Interesse des Eremiten an ihnen.
Nachdem der Fremde wieder geweckt worden ist, beschuldigen sich beide Seiten zunächst gegenseitig, den zweiten Psi-Impuls ausgelöst zu haben. Bull beendet die Auseinandersetzung und verspricht, das Fesselfeld zu deaktivieren, wenn der Eremit ruhig bleibt. Anschließend erklärt er ihm, dass sie aus einer fremden Galaxis gekommen sind, um die Trassenmacher auszuschalten, und dass der erste Impuls von ihnen stammt.
Auf die Frage nach seinem Namen erklärt der Eremit, dieses Konzept nicht zu kennen. Auch andere Fragen beantwortet er nicht konkret. Bull erkennt, dass der Fremde geschickt ausweicht und versucht, seine Gesprächspartner zu manipulieren. Ontares versorgt ihn zunächst mit Nahrung und Flüssigkeit.
Der Eremit verlangt, auf sein Schiff zurückkehren zu dürfen. Bull bietet stattdessen an, das beschädigte Fahrzeug reparieren und mit Vorräten ausstatten zu lassen und ihm bis dahin ein Quartier auf dem PHOENIX zur Verfügung zu stellen. Der Fremde stimmt zu.
Barstow und Legende wechseln mit einem Pentaferer auf das kleine Schiff. Offiziell sollen sie dessen Antrieb reparieren, tatsächlich will Bull das Fahrzeug gründlich untersuchen lassen. Seine Zweifel an der Geschichte des Eremiten sind nicht ausgeräumt.
Bei ihrer Suche stoßen Barstow und Legende hinter einer Wandverkleidung auf Kriechströme, die sich technisch nicht erklären lassen. Dahinter zeigen ihre Messgeräte keinerlei Werte an. Schließlich lösen sie einen versteckten Mechanismus aus, woraufhin sich die Wand öffnet.
Zur gleichen Zeit erscheint außen auf dem kleinen Schiff ein Trassenmacher. Die begleitenden Kristallraumer eröffnen sofort das Feuer, doch der Roboter beginnt sich bereits zu reproduzieren. Der Eremit reagiert panisch auf die Nachricht, dass die Trassenmacher sein Schiff angreifen.
Hinter der geöffneten Wand betreten Barstow und Legende einen Raum, dessen Ausmaße die äußeren Dimensionen des gesamten Schiffs um ein Vielfaches übertreffen. Die gegenüberliegende Wand ist nicht zu erkennen. Reihen von Arbeitstischen sowie zahllose Regale und Schränke füllen die Halle. Anders als im sichtbaren Teil des Schiffs herrscht hier penible Ordnung. Metallteile sind wie dreidimensionale Puzzles gestapelt, außerdem befinden sich große Mengen an Proviant in dem Raum.
Barstow erkennt, dass die Verwahrlosung des Schiffs lediglich eine Inszenierung war. Legende stellt gleichzeitig fest, dass seine Geräte in dem verborgenen Raum versagen. Auf den Arbeitstischen entdecken sie schließlich zahlreiche Trassenmacher unterschiedlichster Bauart. Legende ist fassungslos. Seit ihrer Erschaffung hat nach seinem Wissen nur ein einziger Typ von Trassenmachern existiert, dessen alleiniger Schöpfer er selbst war.
Barstow und Legende können weder Sky per Funk erreichen noch mit dem Pentaferer zum PHOENIX zurückkehren. Als sich die Eingangstür des Raums hinter ihnen schließt, erkennen sie die Falle. Weder ihre technischen Geräte noch Waffen oder körperliche Gewalt können die Tür öffnen.
Dann aktivieren sich die Trassenmacher auf den Arbeitstischen. Barstow und Legende eröffnen das Feuer, doch die Zahl der Maschinen ist zu groß. Kurz bevor die ersten sie erreichen, erscheint im Hintergrund des Raums eine humanoide Gestalt.
An Bord des PHOENIX versucht Bull unterdessen vergeblich, Barstow und Legende zu erreichen. Die Kristallraumer bekämpfen weiterhin die sich auf der Außenhülle vermehrenden Trassenmacher, wobei sie ihre Waffen zunächst so einstellen, dass das fremde Schiff möglichst unbeschädigt bleibt.
Schließlich meldet sich scheinbar Barstow und erklärt, der Antrieb sei repariert. Er und Legende würden das Schiff fortbringen. Bull reagiert irritiert. Gleichzeitig bestätigt Foersh, dass sich tatsächlich dessen Transitionstriebwerk aktiviert.
Die Verbindung bricht ab. Dann quellen plötzlich unzählige Trassenmacher aus der Außenhülle und umschließen das gesamte Schiff. Bull befiehlt den Kristallraumern, nun ohne Rücksicht auf das Fahrzeug zu feuern. Nachdem sämtliche sichtbaren Trassenmacher vernichtet worden sind, ist auch das fremde Schiff verschwunden. Es wurde jedoch weder eine Strukturerschütterung noch ein anderer Hinweis auf eine Entmaterialisierung registriert.
Der Eremit behauptet, die Trassenmacher hätten sein Schiff vollständig aufgefressen. Bull bringt ihn anschließend in ein Quartier, damit er allein sein kann.
In der Zentrale berät Bull mit Aelor, Foersh und Ontares über das Geschehen. Er hält die angebliche Vernichtung des Schiffs für eine Inszenierung. Sky bestätigt seinen Verdacht: Die zuvor gehörte Stimme stammte nicht von Barstow. Sie war sehr gut nachgeahmt, doch Sky kennt seine Mutter zu genau, um die Täuschung nicht zu erkennen.
Die Gruppe geht deshalb davon aus, dass Barstow und Legende entführt wurden. Zudem erinnern sie sich daran, dass der Eremit bei seinem ersten Anblick Legendes für einen kurzen Moment auffällig reagiert hatte. Bull vermutet außerdem, dass der Fremde unbemerkt technische Geräte mit auf den PHOENIX gebracht hat. Sie beschließen, ihm gegenüber weiterhin den Eindruck zu erwecken, seiner Geschichte zu glauben.
Der Namenlose zieht sich unterdessen in der Nasszelle seines Quartiers zurück. Aus einer Hautfalte holt er einen winzigen Empfänger hervor. Dessen Anzeige zeigt ihm Aufzeichnungen aus dem verborgenen Labor: Barstow und Legende beim Auffinden des Raums und bei ihren vergeblichen Versuchen, der Falle zu entkommen. Besonders Legendes Erkenntnis über die Täuschung bereitet ihm Vergnügen.
Barstow und Legende befinden sich inzwischen in Stasistanks und werden von Trassenmachern umschwirrt. Vor allem auf Legende hat der Namenlose es abgesehen. Dass sie sich ausgerechnet jetzt begegnet sind, betrachtet er als einen der bedeutendsten Augenblicke seines Lebens.
Aus einer seiner Hautfalten lässt der Namenlose fünfzehn fingernagelgroße Mikrotrassenmacher hervorkriechen, die ihm vollständig gehorchen und bald zum Einsatz kommen sollen. Anschließend will er seinen uralten Feind konfrontieren. Dafür muss er nicht in das verborgene Labor zurückkehren: Obwohl er sich weiterhin in der Nasszelle des PHOENIX befindet, ist er zugleich dort.
Innenillustration