Die Rebellen von Wanderer

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 3396)
PR3396.jpg
© Heinrich Bauer Verlag KG
Innenillustration
Zyklus: PEGASOS
Titel: Die Rebellen von Wanderer
Untertitel: Ein Konzept stirbt – und eine Superintelligenz ist verwirrt
Autor: Stefan Pannor
Titelbildzeichner: Alfred Kelsner
Innenillustrator: Dominic Beyeler (1 x)
Erstmals erschienen: Freitag, 18. September 2026
Hauptpersonen: Lua Virtanen, Vogel Ziellos, Wanderer, Toio Zindher, Shinae Zindher, Worja Dassun, Perry Rhodan
Handlungszeitraum: 15. November 2256 NGZ – 8. März 2257 NGZ
Handlungsort: Wanderer, Terra, Zermongul, Kheresterschong, Nimmeryn, Sintradal, Manegra, She'drach
Report:

Ausgabe 600

Glossar: Ambur-Karbush / ATLANC / Homunk / Wanderer
Zusätzliche Formate: E-Book,
Hörbuch
Leseprobe: Leseprobe.png © Heinrich Bauer Verlag KG
Hörprobe: Hörprobe.png © Eins A Medien GmbH, Köln

Handlung

15. November 2256 NGZ: Toio Zindher und Shinae Zindher-Bull brechen mit der von der Liga Freier Galaktiker bereitgestellten ANGULAR, einem Raumer der OXTORNE-Klasse, zur Suche nach Wanderer auf. Die Kunstwelt könnte als beweglicher Anker für die Bewusstseinsreste von ES dienen und damit eine Möglichkeit eröffnen, die Superintelligenz aus dem Sol-System zu entfernen, ohne sie vernichten zu müssen.

Einen Tag nach dem Aufbruch nehmen die Shinobi Dormen Iktodche und Scharwele Kontakt mit ihnen auf. Sie haben selbst nach Wanderer gesucht, unterbrechen ihre Suche jedoch, da sie sich künftig mit der verschollenen HELIOS, dem ersten Shinobi Jasper Cole und den Legaten des Ahnentums befassen wollen. Eine konkrete Spur zu Wanderer besitzen sie nicht. Sie stellen Zindher und Zindher-Bull jedoch ihre bisherigen Suchdaten zur Verfügung.

Der jüngste bekannte Informationsstand über Wanderer stammt aus dem Jahr 1552 NGZ, als Vogel Ziellos und Lua Virtanen die Aufgabe als Navigatoren der Kunstwelt übernommen hatten. Aufgrund verschiedener lebensverlängernder Maßnahmen halten Zindher und Zindher-Bull es für wahrscheinlich, dass beide noch leben. Da Wanderers frühere elliptische Bahn durch zahlreiche zeitliche und räumliche Veränderungen unberechenbar geworden ist, folgt die ANGULAR ihr abschnittsweise und kehrt nach kurzen Überlichtetappen immer wieder in den Normalraum zurück. Zindher setzt dabei ihre Vitaltelepathie ein, weil sie erwartet, eine von ES geprägte Welt deutlich wahrnehmen zu können.

29.–30. Dezember 2256 NGZ: Nach mehr als sechs Wochen gelingt es Zindher und Zindher-Bull, durch eine Art Mentaltriangulation die Quelle eines ungewöhnlichen Eindrucks zu bestimmen. Die Spur führt sie nach Zermongul, einer heißen Steppenwelt nahe der bekannten Wanderer-Bahn.

Das dort lebende Volk der Lao hat sich fast vollständig vom übrigen galaktischen Geschehen zurückgezogen und nutzt nur noch wenige einfache fünfdimensionale Technologien. Bereits beim ersten Funkkontakt verhaspelt sich der Lao Zeron auffällig beim Namen ES. Nach der Landung erklärt er, sein Volk wünsche sich, von der Superintelligenz vergessen zu werden.

Die Gesellschaft der Lao ist in Kontaktoren und Isolaten gespalten. Während die Kontaktoren wieder begrenzten Kontakt zum übrigen Universum zulassen wollen, lehnen die Isolaten dies strikt ab. Der Isolat Zertabal schlägt Zeron, den Mediator der Kontaktoren, nieder und lässt Zindher und Zindher-Bull gefangen nehmen. In einem unterirdischen Habitat werden seine Anhänger jedoch von den zahlenmäßig überlegenen Kontaktoren unter Zenia überwältigt.

Zenia führt die beiden Frauen zu einem Tor, dessen Bauart Zindher-Bull mit dem Turm des Navigators auf Wanderer in Verbindung bringt. Beim Berühren erleben Zindher und Zindher-Bull eine mentale Impression: eine grüne Wiese, einen Baum und eine kleine humanoide Hand, die über dessen Rinde streicht. Gleichzeitig erhalten sie die Botschaft, dies sei die vierte Erinnerung.

Zenia berichtet, dass die Lao einst ES bei der Entwicklung von Androiden unterstützten. Ihr Anteil war nach eigener Darstellung gering, doch die von ES geschaffenen Wesen erwiesen sich als aggressiv und töteten. Die Lao fühlten sich deshalb mitschuldig, zogen sich aus dem galaktischen Geschehen zurück und entsagten der Technik weitgehend.

Vor fünf Generationen, nach terranischer Zeitrechnung vor knapp 250 Jahren, erschienen Wesen, die von den Lao als Erschaffer bezeichnet werden. Sie erklärten, Wanderer befinde sich wieder in der Nähe, hinterließen die vierte Erinnerung und verschwanden. Das Ereignis führte zur Entstehung der Kontaktoren und Isolaten und stürzte die Gesellschaft der Lao in einen bis heute andauernden Konflikt.

Nach der Rückkehr zur ANGULAR folgern Zindher und Zindher-Bull aus der Bezeichnung der vierten Erinnerung, dass es weitere solcher Hinterlassenschaften geben muss. Aufgrund der kleinen humanoiden Hand vermutet Zindher, dass zumindest diese Spur von Lua Virtanen stammen könnte.

Januar 2257 NGZ: Eine weitere Spur führt auf die tote Steinwüste Kheresterschong. Dort stehen sechs identische Türme mit einer Höhe von jeweils 22.177 Metern. Zindher-Bull stellt fest, dass in ihr Baumaterial zahlreiche ÜBSEF-Konstanten eingebettet sind, ohne dass sie eine entsprechende Vitalenergie wahrnimmt. Sie zieht einen Vergleich mit einer Seelenfalle der Maahks und hält es für möglich, dass in den Türmen ÜBSEF-Konstanten Verstorbener konserviert sind.

Mit ihrer Gabe gelingt es Zindher-Bull, die Struktur eines Turms so zu beeinflussen, dass sich eine Öffnung bildet. Im Inneren nehmen die Frauen einen mehrstimmigen Gesang und geringe Spuren von Vitalenergie wahr. Nach einem langen Aufstieg erreichen sie einen Raum mit sieben unterschiedlich geformten Stühlen, obwohl die Anlage einem wiederkehrenden Muster von sechs zu folgen scheint.

Toio Zindher setzt sich auf einen der Stühle und erlebt eine weitere Erinnerung: ein Feld mit lilafarbenen Blüten und eine größere Hand, die über sie hinwegstreicht. Zindher hält es für möglich, dass sie Vogel Ziellos gehört. Unmittelbar darauf wird sie von einem mentalen Schlag getroffen, verliert das Bewusstsein und findet sich außerhalb des Turms wieder. Sie vermutet, dass die Anlage auf die durch ES geprägte Präsenz der beiden Frauen mit einer Abwehrreaktion reagiert hat. Die Hinterlassenschaft erweist sich als die sechste Erinnerung.

Zindher und Zindher-Bull erkennen, dass sie die fünfte Erinnerung offenbar übersprungen haben. Aus den bekannten Fundorten lassen sich zwei voneinander abweichende Wege rekonstruieren: die frühere Bahn Wanderers und die Route der Erschaffer. Da die Frauen inzwischen vermuten, dass es sich bei diesen um Lua Virtanen und Vogel Ziellos handelt, beschließen sie, deren Weg zu folgen.

Februar 2257 NGZ: Anfang des Monats erreichen sie Nimmeryn. Dort treffen sie auf Kroydt, eine Residentin der Fillym. Auch dieses Volk stand einst mit ES in Verbindung, wollte später jedoch von der Superintelligenz in Ruhe gelassen werden. Die Erschaffer hatten trotzdem eine Hinterlassenschaft zurückgelassen. Beim Berühren eines inzwischen stillgelegten Aggregats erlebt Zindher-Bull die elfte Erinnerung: einen Himmel mit Wolken und ein fliegendes  Wikipedia-logo.png libellenartiges Wesen.

Kroydt berichtet, dass die Erschaffer vor 98 Jahren auf Nimmeryn gewesen seien. Dadurch können Zindher und Zindher-Bull ihre Reiseroute und ungefähre Geschwindigkeit besser abschätzen. Die ermittelten Werte zeigen, dass Wanderer sich auf seiner bekannten Bahn ungewöhnlich langsam bewegt haben müsste. Die beiden Frauen schließen daraus, dass sich Kurs oder Geschwindigkeit der Kunstwelt verändert haben.

In den folgenden Wochen stoßen sie auf weitere Hinterlassenschaften. Auf Sintradal finden sie die dreizehnte Erinnerung, auf Manegra die vierzehnte. Beide Welten sind tot. Andere Erinnerungen zeigen dagegen natürliche Motive und Tiere.

16. Februar 2257 NGZ: Zindher und Zindher-Bull erreichen die lavaüberzogene Glutwelt She'drach. Dort finden sie die sechzehnte Erinnerung, die einen Vogel zeigt, der nach einem Wurm hackt.

5. März 2257 NGZ: Nach fast fünf Monaten Suche ortet die ANGULAR schließlich Wanderer.

Die Kunstwelt reagiert zunächst nicht auf Funkrufe. Erst als Zindher ankündigt, landen zu wollen, meldet sich Lua Virtanen und fordert sie auf, den Anflug abzubrechen. Wanderer stehe nicht jedem offen. Nach weiterer Diskussion gestattet sie schließlich ausschließlich Zindher und Zindher-Bull den Zutritt.

Wanderer hat sich stark verändert. Die Scheibenwelt besitzt gegenwärtig einen Durchmesser von etwa 4800 Kilometern bei nur rund 350 Kilometern Dicke. Große Teile der früher künstlich geprägten Oberfläche werden von wilder Natur bedeckt. Ambur-Karbush und andere technische Anlagen sind kaum noch zu erkennen.

Zindher und Zindher-Bull versuchen zunächst mit einer Space-Jet, die Maschinenstadt zu erreichen. Wanderers Bodenforts eröffnen jedoch das Feuer und zwingen sie trotz mehrerer Ausweichmanöver zur Umkehr. Kurz darauf nähert sich der ANGULAR die LUGÜLA, ein Kunstprodukt Wanderers von jenem Typ, mit dem einst Atlan sein erster Zellaktivator überbracht wurde. Mit diesem Schiff gelangen die beiden Frauen schließlich auf die Kunstwelt.

Dort treffen sie auf Lua Virtanen und Vogel Ziellos. Die Navigatoren bringen sie zunächst nach Ambur-Karbush. Die Maschinenstadt wirkt weitgehend verlassen und teilweise unfertig oder beschädigt. Zahlreiche Bauten weisen Lücken auf oder haben keine Dächer mehr. Der Turm des Navigators und die Halle des Physiotron gehören zu den wenigen vollständig wirkenden Anlagen.

Auf einer Insel, die den Navigatoren inzwischen als Exil dient, erläutern Virtanen und Ziellos die Entwicklung Wanderers. Nach dem Verschwinden von ES war die Kunstwelt weitgehend entvölkert. Die Navigatoren ließen zunächst Roboter die Maschinenstadt beleben und begannen später, Wanderer mit künstlich erschaffener Natur neu zu gestalten. In den Laboren der Kunstwelt erzeugten sie anhand genetischer Vorlagen verschiedener Welten Pflanzen und Tiere und statteten diese mit der Fähigkeit zur weiteren Evolution aus.

Als der Planet Chit'ax infolge einer Katastrophe unbewohnbar wurde, retteten Wanderers Roboter mehrere Tausend Bewohner und brachten sie auf die Kunstwelt. Virtanen und Ziellos siedelten die Chit'axer schließlich auf einer Insel an.

Mit Wanderer besuchten die Navigatoren zudem frühere Hilfsvölker der Superintelligenz und hinterließen dort Geschenke beziehungsweise Erinnerungen. Damit bestätigen sie, dass sie selbst die von Zindher und Zindher-Bull gesuchten Erschaffer sind. Einige der besuchten Völker hatten sich inzwischen bewusst von ES abgewandt. Zu ihnen gehören die Lao von Zermongul, die Fillym und die Kynalen von Kheresterschong. Letztere hatten ihre ÜBSEF-Konstanten mit ihren Türmen verbunden, um ihre Unabhängigkeit zu bewahren.

Währenddessen geriet Wanderer zunehmend aus dem Gleichgewicht. Die von Virtanen und Ziellos geschaffene Natur breitete sich aus und verdrängte technische Strukturen. Der hochintelligente Wanderer-Roboter Scyllus protestierte gegen die Veränderungen, da sie seiner Ansicht nach die über Jahrtausende gewachsene Struktur und damit die »Seele« Wanderers verletzten.

Um sich leichter auf der Kunstwelt bewegen zu können, ließen sich Virtanen und Ziellos KORPUS-Module implantieren, die ihnen unter anderem Kommunikation und Antigravitation ermöglichen. Der Widerstand der Roboter nahm jedoch weiter zu. Sie führten Anweisungen zunehmend langsamer oder widerwillig aus, stellten schließlich die Versorgung der Navigatoren ein und machten ihre Unterkünfte in der Maschinenstadt unbewohnbar. Virtanen und Ziellos zogen sich daraufhin auf die Insel der Chit'axer zurück.

Obwohl sie weiterhin als Navigatoren beziehungsweise Steuerleute Wanderers gelten, haben sie die tatsächliche Kontrolle über die Kunstwelt weitgehend verloren. Wanderer befindet sich in einem instabilen Gleichgewicht zwischen seinen technischen Systemen, der sich ausbreitenden Natur und seinen Bewohnern.

6.–7. März 2257 NGZ: Die Stimme Wanderers fordert Zindher und Zindher-Bull erneut auf, die Kunstwelt zu verlassen. Kurz darauf wird die LUGÜLA durch eine Explosion schwer beschädigt und unbrauchbar. Gleichzeitig verhindert Wanderers Schutzschirm die Rückkehr zur ANGULAR.

Roboter nähern sich der Exil-Insel. Virtanen erkennt, dass sie offenbar die Navigatoren und die beiden ES-Hüterinnen gefangen nehmen wollen. Gemeinsam mit Ziellos, Zindher und Zindher-Bull flieht sie ins Inselinnere. Die Chit'axer stellen sich den Robotern entgegen und verschaffen ihnen dadurch Zeit. Die Maschinen könnten die Insel und ihre Bewohner mit ihren Waffen problemlos überwältigen, vermeiden jedoch eine Vernichtung der Chit'axer.

Als die Gruppe schließlich eingekreist wird, droht Ziellos damit, Wanderer zu vernichten. Die Roboter stellen daraufhin ihre Angriffe vorübergehend ein. In diesem Moment tritt ein Chit'axer hervor und gibt sich als das Konzept Worja Dassun zu erkennen.

Unterdessen findet am 7. März 2257 NGZ auf Terra eine Krisenberatung statt. Perry Rhodan ist inzwischen bereit, die Vernichtung von ES als letzten Ausweg in Betracht zu ziehen, wenn sich keine andere Möglichkeit findet. Im Residenzpark trifft er auf Antonia Bancroft, Dormen Iktodche und Worja Dassun. Iktodche befindet sich auf dem Weg nach PEGASOS, wo sein Schiff UBIVOLEUR für einen Weiterflug nach Andromeda vorbereitet werden soll. Dort will er sich an der Suche nach der HELIOS und Jasper Cole beteiligen.

Bancroft bezweifelt Iktodches Einschätzung, dass die Legaten des Ahnentums die akuteste Bedrohung für Elysion seien, und verweist auf ES, das sich den Chaotarchen angeschlossen hat.

In einem Konferenzraum der Stahlorchidee treffen sie auf Farye Sepheroa und den gefesselten Flint Cole. Liga-Residentin Olga Moynhatta nimmt per Hyperfunk an der Beratung teil. Cole eröffnet die Sitzung mit der Forderung, über die Vernichtung von ES zu beraten. Rhodan weist darauf hin, dass der ÜBSEF-Kollektor zerstört wurde und damit eine geeignete Waffe fehlt. Trotz Coles Taten empfindet Rhodan weiterhin Sympathie für ihn.

Dassun erklärt, eine Vernichtung von ES sei zumindest bislang nicht notwendig. Wanderer könnte als beweglicher Ersatz für NATHAN dienen, der gegenwärtig nur als behelfsmäßiger Anker für die im Solsystem gebundenen Bewusstseinsreste der Superintelligenz fungiert. Iktodche berichtet deshalb von der an Zindher und Zindher-Bull delegierten Suche.

Dassun erklärt anschließend, seit der Ankunft der Sphärenflotte eine instabile sechsdimensionale Verbindung zu Wanderer aufbauen zu können. Er will diese nutzen, um sein Bewusstsein auf einen geeigneten Träger auf der Kunstwelt zu übertragen. Dabei nimmt er in Kauf, dass sein gegenwärtiger Körper auf Terra verloren geht.

Rhodan gibt zu bedenken, dass Wanderer bei seiner bekannten Geschwindigkeit Jahrzehnte oder Jahrhunderte bis zum Solsystem benötigen könnte. Dassun deutet jedoch an, dass es wesentlich schneller gehen werde, und setzt seinen Plan um.

Auf Wanderer übernimmt das Konzept den Chit'axer Serx'zon als Trägerkörper. Zindher-Bull erkennt bei einer vorsichtigen mentalen Untersuchung acht in ihm vereinte Einzelbewusstseine.

Dassun versucht, die Wanderer-Roboter von seiner Autorität zu überzeugen und fordert, zur Halle des Physiotron gebracht zu werden. Dort tritt ein Android hervor, der Homunk ähnelt, aber offenbar nicht mit ihm identisch ist. Lua bezeichnet ihn gedanklich als Pseudo-Homunk. Dieser fordert die Übergabe des Konzepts. Dassun willigt ein und folgt ihm in die Halle, woraufhin die Roboter ihre Jagd auf Zindher, Zindher-Bull und die Navigatoren zunächst einstellen.

Zindher und Zindher-Bull erfahren, dass sich unterhalb der Halle ein Zugang zum Tempodis befindet, dem temporaldimensionalen Distortionsantrieb Wanderers. Gemeinsam mit Virtanen und Ziellos folgen sie Dassun.

In einer unterirdischen Anlage stehen sechs große Türme kreisförmig um ein Miniaturabbild Wanderers. Dassun bezeichnet den Bereich als das Herz der Kunstwelt. Der Tempodis beschleunigt Wanderer nicht unmittelbar, sondern verändert den Zeitablauf des umgebenden Kontinuums. Dadurch kann sich die Kunstwelt für Außenstehende scheinbar mit enormer Geschwindigkeit bewegen. Für einen Flug ins Solsystem würde außerhalb ungefähr ein Tag verstreichen, während auf Wanderer selbst rund 870.000 Jahre vergehen könnten.

Bevor Wanderer aufbrechen kann, dringen Roboter in die Anlage ein und eröffnen erneut das Feuer. Dassun wird schwer getroffen und verliert einen Arm. Dennoch erreicht er die zentrale Struktur und berührt einen der Türme. Nach einem weiteren Treffer stellen die Roboter ihr Feuer ein.

Auch Pseudo-Homunk ist inzwischen schwer beschädigt. Zunächst erklärt er mit weicher Stimme, es tue ihm leid. Dann verändert sich seine Stimme und er sagt, es tue Wanderer leid.

Beim Tod Worja Dassuns werden die acht in ihm vereinten Bewusstseine freigesetzt. Da ES gegenwärtig nicht als aufnahmefähige Superintelligenz existiert, gehen sie in Wanderer auf. Pseudo-Homunk erklärt, dass Wanderer um ES trauere und inzwischen mit dem Plan der ES-Hüterinnen einverstanden sei. Die Kunstwelt soll in das Solsystem gebracht werden.

Virtanen, Ziellos, Zindher und Zindher-Bull verlassen Wanderer und kehren zur ANGULAR zurück, bevor der Tempodis-Flug beginnt. Wanderer wird nach den Berechnungen der Navigatoren am folgenden Tag das Solsystem erreichen, unabhängig davon, wie viel Eigenzeit während des Fluges auf der Kunstwelt verstreicht.

8. März 2257 NGZ: Perry Rhodan hilft in Terrania bei der Versorgung der weiterhin unter PIAD leidenden Bevölkerung, als NATHAN eine Nachricht der ANGULAR übermittelt. Eine Verbindung zu Zindher kommt zustande. Sie meldet, dass Wanderer das Solsystem erreicht habe und sich zwischen den Bahnen von Terra und Mars befinde. Damit könne die geplante Aktion Anker eingeleitet werden.

Die Verbindung bricht jedoch abrupt ab. Stattdessen meldet sich die Stimme Wanderers über sämtliche Frequenzen des Solsystems. Sie erklärt, einen Täuschungsversuch erkannt zu haben. Eine auf Wanderer befindliche disparate Wesenheit versuche, sich der Kunstwelt zu bemächtigen, sei jedoch nicht ES. Um den unbefugten Zugriff zu beenden, müssten Wanderer und seine unrechtmäßigen Benutzer gleichermaßen vernichtet werden.

Kurz darauf bestätigt NATHAN, dass Wanderer Fahrt aufgenommen hat. Die Extrapolation seines Kurses ergibt, dass die Kunstwelt unmittelbar auf Terra zuhält. Wanderer befindet sich auf Kollisionskurs mit der Erde.

Innenillustration