Erben der Leere

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Überblick
Serie: Perry Rhodan Neo (Band 354)
Neo354.jpg
© Heinrich Bauer Verlag KG
Zyklus: Imprint
Titel: Erben der Leere
Autor: Rüdiger Schäfer
Titelbildzeichner: Dirk Schulz / Horst Gotta
Erstmals erschienen: Freitag, 11. April 2025
Handlungszeitraum:    ... todo ...
Handlungsort:    ... todo ...
Zusätzliche Formate: E-Book, Hörbuch
Leseprobe: Leseprobe.png © Heinrich Bauer Verlag KG
Hörprobe: Hörprobe.png © Eins A Medien GmbH, Köln

Kurz­zusammen­fassung

Die MAGELLAN fliegt in den Sonnentransmitter von Sher 25 ein und kommt im Zwei-Sonnentransmitter von Xyris-Exon auf halber Strecke zwischen der Milchstraße und M 33 heraus. Dabei kommt es zunächst zu einer bedrohlichen Phasen-Inkonsistenz, weil der Sonnentransmitter wegen eines Hyperimpulses kein Empfangsfeld gebildet hat und die MAGELLAN willkürlich im System materialisiert ist. Der Hyperimpuls hat auch zwei Kosmische Kontore der Hamamesch zerstört, und deren Besatzung getötet. Thora stößt im Wrack des Kontors PHARIS auf Luisa Knoche, die zu den Meuterern um Rog Fanther gehörte, die während des Rücksturzes der SOL in das Jahr 8000 v. Chr. die SOL verlassen haben, um die Gegenwart im Dilatationsflug zu erreichen. Das hat nicht geklappt, die meisten Meuterer sind in den Kryotanks der Korvette TIME BREAKER gestorben. Als das Kelosker-Schiff THYRELIORA die Korvette nach 6532 Jahren Flugzeit aufbrachte, wiesen nur mehr Luisa, Rog Fanther und Gus Barnard schwache Lebenzeichen in ihren Kryotanks auf. Die Kelosker übertrugen die Bewusstseine der drei auf Bio-Avatare. Von Luisa Knoche erfahren Thora und ihre Gefährten viel über die Auffassungen der Kelosker, die 11-dimensional denken. Die Kelosker haben auch den Hyper-Impuls ausgelöst, der die Hamamesch auf den Kontoren getötet hat, weil diese einen Kipppunkt für die herrschenden Zustand im Kosmos herbeigeführt hätten. Die drei Meuterer zerstrahlen ihre Körper in den Kryotanks, wodurch auch ihre Bewusstseine in den Bio-Avataren sterben. Rhodan, den der Kelosker Onmark als Zeitträger erkannt hat, bekommt von diesem ein Artefakt, das Nyrr'Vahl, das die Essenz dessen, was noch kommen wird, in sich tragen soll. ...

Handlung

Halb so schnell wie das Licht rast die MAGELLAN in das Transportfeld des Sonnentransmitters von Sher 25 und kommt in einem System mit zwei gelben Normalsternen im Leerraum zwischen den Galaxien heraus. Rhodan stellt fest, dass er in die Polsterung des Sessels sinkt, dann durch den Boden und durch ein Technikdeck des Raumschiffes. Eer ist offenbar immateriell. Thora hingegen steigt auf. Ihr Logiksektor erklärt, dass eine Form von Quantenresonanz-Deformation die Synchronisation der Wellenstrukturen beim Transmittertransport gestört hat, was sich auf organische Gewebe stärker auswirkt als auf tote Materie. Durch einen richtig berechneten Hyperimpuls könnte man die Phasen-Inkonsistenz resynchronisieren, wenn dieser aber falsch berechnet ist, werden die betroffenen Subjekte dauerhaft in den nichtmateriellen Zustand übergeführt. Thora kann in ihrem nichtmateriellen aber nicht einmal Kontakt zu DIDEROT aufnehmen, der Positronik der MAGELLAN. Nach 32 Minuten und 16 Sekunden materialisiert die Besatzung von selbst wieder, zum Glück gibt es bei der Materialisation nur Knochenbrüche.

Die Ortung ergibt, dass sich der Sonnentransmitter zwischen der Milchstraße und M 33 befindet, und M 33 1,5 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Zol analysiert, dass sich im Sonnentransmitter kein Empfangsfeld gebildet hat, die MAGELLAN daher ziemlich willkürlich materialisiert ist, was auch die Ursache der Phasen-Inkonsistenz war. Im System befinden sich auch zwei Kosmische Kontore, PHARIS und CHRONA, beide ausgefaltet, aber beschädigt und verlassen, sowie zwei Frachter der Hamamesch. Zuerst schickt man Erkundungstrupps zu den beiden Frachtern, und findet aus deren Datenspeichern heraus, dass die Hamamesch dem System die Bezeichnung Xyris-Exon gegeben haben, und dass es vor nicht allzu langer Zeit einen starken Hyperimpuls gegeben hat, der den Transmitter lahmgelegt und die Schäden an den beiden Schiffen und den Kontoren ausgelöst hat. Dann werden zwei Erkundungstrupps zu den Kontoren ausgesandt, Rhodan, Atlan, Bull und Ras Tschubai zur CHRONA und Thora, Gucky, John Marshall und Aveline Celestaris zur PHARIS.

Thora und ihre Gruppe können mit der Space-Disk durch ein offenes Hangartor in die PHARIS einfliegen. Drinnen ist alles verlassen, die Verkaufshallen sind leer, und sie finden Leichen von Hamamesch. Und dann fangen sie einen Funkspruch auf: Es ist die Kennung der SOL, aber aus dem Jahr 2102, dem Jahr ihrer Indienststellung. Schließlich kommen sie zu einem Tor, das sich nicht öffnen lässt und durch das sie Gucky hindurch teleportieren muss. Dahinter stellen sie fest, dass die Funkverbindung zur MAGELLAN abgerissen ist, dann werden sie angegriffen, zuerst von Robotern, am Ende Thora von einer Terranerin. Die Angreiferin hat Thora nicht erkannt und ist im Nachhinein schockiert, dass sie beinahe Perry Rhodans Frau getötet hat. Thora erkennt sie: Es ist Luisa Knoche, die Pilotin der Korvette, mit der Rog Fanther, Gus Barnard und die anderen Meuterer während des Rücksturzes in die Vergangenheit von Arkon, circa 8000 v. Chr. die SOL verlassen haben, weil sie Rhodans Plan, mit Hilfe der Atorakte und des Zeitbrunnens auf der Elysischen Welt die Gegenwart zu erreichen, misstraut haben und die Gegenwart lieber durch einen Dilatationsflug erreichen wollten. Luisa Knoche erzählt, was ihr inzwischen widerfahren ist. Dabei stellen Gucky und Marshall etwas fest, das sie Gedankennarben nennen: Luisa lügt nicht, aber ihre Erinnerungen sind wie Funken, die aufglühen und gleich wieder erlöschen.

Vergangenheit: Plötzlich erwacht Luisa im Kryotank in der TIME BREAKER, wie sie die Korvette genannt haben. Sie sind nicht 10.000 Jahre in die Zukunft gekommen, sondern nur 6532 Jahre. Die Positronik hat sie geweckt, weil etwas den Kurs des Schiffes gebremst hat. Auch Rog Fanther, mit dem Luisa früher eine Beziehung hatte, und Gus Barnard sind geweckt worden, die anderen Besatzungsmitglieder in der Zwischenzeit in ihren Tanks verstorben. Sie hatten die Postronik derart programmiert, dass sie sie beim Ausfall eines Tanks nicht wecken sollte, weil frühzeitig Erwachte ohnehin nicht genug Vorräte gehabt hätten, um die fehlende Zeit zu überbrücken. Und weil der Dilatationsflug nicht nur die Zeit, sondern auch die Entfernung von Thantur-Lok zur Milchstraße überbücken sollte, hätten sie in einem derartigen Fall auch nicht einfach ein nahe gelegens Sonnensystem anfliegen können.

In unmittelbarer Nähe der Korvette ist ein Raumschiff, das sie Form einer Blüte hat. Es reagiert nicht auf Funkanrufe, dann nähern sich mehrere kleine Beiboote und weil sie unbedingt Hilfe brauchen, öffnet Fanther das Frachtschott. Die kleinen Beiboote entlassen schwarze Kugeln, die durch die Korvette schweben und sie offenbar erkunden, dann erscheint eine pulsierende grüne Kugel aus Energie in der Zentrale und fordert sie offenbar auf, ihr zu folgen. Über eine Energiebrücke erreichen sie das andere Raumschiff. Dort führt sie die Kugel zu einer Art Lavagestalt, die sich Onmark nennt. Die Verständigung ist schwierig, Onmark meint, die drei Überlebenden würden sich durch Räume bewegen, deren Ganzheit sie nicht erfassen könnten, was Anomalien erzeuge, ihr Sein würde sich im Moment manifestieren, in der gegenwärtigen Phase, was ineffizient sei, und dass die Zeit der Kern des Problems sei. Der Name des Blütenschiffes ist THYRELIORA, was Ewige Verknüpfung bedeutet. Sie bekommen Quartiere zugewiesen, und erforschen das Innere des Raumschiffes. Dieses ist ein geradezu alptraumhaftes Labyrinth, die innere Architektur scheint zu fließen, es gibt keine klaren Linien oder rechten Winkel, das Raumschiff scheint in einem Schwebezustand zwischen den Dimensionen zu existieren. Die Logik und das Wahrnehmungsvermögen der Menschen werden permanent überfordert. Die Verpflegung besteht aus einem graugrünen Brei, enthält aber alle notwendigen Nährstoffe. Und sie können Onmark schließlich überzeugen, dass der menschliche Organismus Phasen benötigt, in denen es dunkel ist und die Wände nicht in den verschiedensten Farben leuchten dürfen.

In Gesprächen mit Onmark, der mit mindestens fünfzig weiteren Wesen seiner Art an Bord des Schiffes ist, wird Luisa immer mehr klar, dass er nicht in vier Dimensionen denkt, sondern in Parallelrealitäten, Wahrscheinlichkeitsebenen, Variationen physikalischer Gesetzmäßigkeiten, und dass er Dinge sehen kann, die für sie nur theoretisch existieren, wie alternative Entwicklungen eines Ereignisses. Er meint, dass Wesen seiner Art in 11 Dimensionen denken, und er den Eindruck hat, dass Luisa und die Wesen, die an einen linearen Zeitablauf gebunden sind, nur den Schatten sehen, den eine Figur wirft, während er die ganze Figur sieht. Dann zeigt er Luisa seine wahre Gestalt: Ein plumper Körper, mindestens drei Meter hoch, vier dicke Stummelbeine, am Schädel vier Höcker. Thora erkennt während der Schilderung, dass die Beschreibung auf den Kelosker Dobrak zutreffen würde, den Perry im Transmitterwald getroffen hat.

Langsam wird die Langeweile schlimm. Onmark hüllt sich über die Ziele, die man an Bord der THYRELIORA verfolgt, in Schweigen, und sie können nicht einmal verlangen, dass sie zur Erde gebracht werden, weil dort 3500 Jahre in der Vergangenheit gerade erst die Pyramiden gebaut werden. Dann befindet sich Luisa während einer Wanderung durch das Schiff plötzlich auf einer Wüstenebene, versucht, deren Ende zu erreiche, geht, bis sie zusammenbricht, erwacht in ihrer Kabine, und ihre Gefährten berichten, dass sie von Robotern zurückgebracht wurde und zwei Tage bewusstlos war. Weitere Belastungstests folgen, alle unangekündigt und plötzlich. Dann erklärt Fanther, dass sie einen Fluchtversuch unternehmen wollen. Barnard hat eine Halle entdeckt, in deren Mitte kopfgroße Blasen, wie Seifenblasen, vom Boden zur Decke schweben, und in der Mitte eine faustgroße, spiegelglatte schimmernde Kugel, die Barnard Perle nennt und die er holen will. Plötzlich tauchen in Luisas Geist Gedanken auf wie „Die Leere atmet dich ein, doch du atmest sie nicht aus“, „Du bist eine Möglichkeit, die sich selbst verleugnet“ etc., dann fällt sie in Trance und bekommt noch mit, dass Onmark sie in ihr Quartier trägt.

Onmark erklärt später, dass die Blasen das Tyh'Morin darstellen, das sie mit ihrem Bewusstsein in Schwingung versetzen und das sie mit Erkenntnis belohnt. Einige derartige Gedanken hat auch Luisa mitbekommen. Die Perle ist das Nyrr'Vahl, die Ewige Erinnerung, es besteht nicht aus Materie, sondern aus Möglichkeiten, ist gleichzeitig an vielen Orten, in vielen Zuständen, verfügt über eine Geometrie, die sich in Raum und Zeit entfaltet, ist Information, die sich immer wieder neu ausrichtet. Luisa erinnert das an die terranische Quantenphysik, Onmark meint, das sei der Vergleich eines Tropfens mit einem Ozean. Und dann meint er, wenn er und seine Artgenossen sie nicht abgeschirmt hätten, hätten sie die Nähe zum Thy'Moryn nicht überlebt.

Danach werden die drei weiteren Tests unterzogen, aus Wänden kommen Tentakel, etc., bis sie sich nicht mehr aus ihren Quartieren trauen. Doch dann finden die Tests in den Quartieren selbst statt. Eines Tages wird Luisa von Erschütterungen geweckt. Sie eilt zu den anderen, gemeinsam rennen sie durch die Korridore der THYRELIORA, die plötzlich leer sind, und erreichen eine Außenschleuse, die in eine Art Hangar führt. Sie durchforschen getrennt ein Labyrinth von Gängen, und schließlich stößt Luisa auf eine Gruppe, die sie nicht erkennt und sofort angreift. Das war die Begegnung mit Thora.

Gegenwart: Luisa ist geschockt, als sie erfährt, dass man nicht mehr das Jahr 2102, sondern 2462 schreibt. Und sie ist beeindruckt, dass Thora mit der legendären MAGELLAN ins System gekommen ist. Thora fragt sie, ob sie ihre Gruppe zur THYRELIORA bringen kann, und Luisa führt sie zum Hangar, in dem das Raumschiff liegt. Als Thora, Gucky und Marshall auf das Schiff zugehen, werden sie plötzlich von Kampfrobotern überrascht. Gucky kann schwer verletzt zu Aveline zurückteleportieren, und diese kann erstmals Eidolon kontrolliert materialisieren lassen. Der zerstört die Roboter und rettet dadurch auch Thora und Marshall. Dann meldet sich eine Stimme, dass eine Rekalibrierung der Interaktionsebene notwendig ist, um die Muster passend zu ordnen, Onmark zeigt sich Onmark und eine Verständigung beginnt. Onmark bewirkt beim schwer verletzten Gucky die Verwirklichung einer alternativen Eventualität, wodurch dessen biologisch unbeständiges Muster in eine stabile Konfiguration übergeführt wird.

Nachdem die Kelosker das Dämmfeld abschalten, bekommt Thora Kontakt zu Rhodan. Dieser ist erleichtert und stößt zu ihnen. Onmark erkennt ihn als Va'shentar, als Vektor des Gleichgewichtes im Kontinuum, Stabilisator des Pfades. Damit ist offenbar Rhodans Eigenschaft als Zeitträger gemeint. Onmark erklärt dann, dass die Existenz und die Nutzung des Sonnentransmitters durch die Hamamesch eine Störung der harmonischen Wahrscheinlichkeiten dargestellt hat, weshalb sie sie durch den Hyperimpuls ausgelöscht haben. Perry will ihm klar machen, dass tausendfacher Mord moralisch verwerflich ist, scheitert damit aber. Der Kelosker meint, es sei ein Kipppunkt und die einzige Möglichkeit gewesen, einen erhaltenswerten Zustand zu konservieren.

Onmark erklärt, dass die MAGELLAN von den Keloskern nicht festgehalten wird. Die drei Meuterer aber können nicht mitkommen. Onmark führt sie zu drei Kryotanks, in denen die Körper von Luisa Knoche, Rog Fanther und Gus Barnard liegen. Die Kelosker haben die TIME BREAKER gefunden, doch nur in diesee dreien waren noch schwaches Leben. So haben sie die Kryotanks auf ihr Schiff geholt. Dann konnten sie die Bewusstseine auf Bio-Avatare transferieren, die sie verschiednen Tests unterzogen haben. Um einen Systemkollaps zu verhindern, haben sie innerhalb der Avatare das Bewusstsein immer wieder gelöscht, manchmal nach zwei, oft nach fünf, manchmal auch erst nach 10 Jahren, und dann neu gestartet. Barnard ruft, dass die Kelosker sie in ein riesiges Hamsterrad gesteckt haben, und zerstrahlt seinen Körper im Tank. Luisa und Rog Fanther tun dasselbe. Ohne Anker im Ursprungskörper können auch die Bewusstseine in den Bio-Avataren nicht mehr weiter existieren, Luisa und Rog Fanther umarmen sich noch einmal und brechen zusammen. Barnard, der den meisten Lebenswillen hatte, bricht als letzter zusammen. Die Kelosker verstehen nicht, warum sie das getan haben.

Das Schicksal der Meuterer erschüttert auch die Mannschaft der MAGELLAN, obwohl sie Arkoniden sind. Ein Angriff auf die THYRELIORA kommt aber nicht in Frage. Zum Abschied übergibt Onmark das Nyrr'Vahl an Rhodan. Es trägt die Essenz dessen in sich, was noch kommen wird. ...