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Die Schattenhandschuhe waren von Legende und Aelor entwickelte Hilfsmittel, die die Wirkung einer Schattenhand nachahmten. Sie dienten dazu, das letzte Brennende Nichts im Sternwürfel zu beseitigen.
Beschreibung
Die Schattenhandschuhe wurden aus Partikeln der Materiequelle Geardal hergestellt. Für ihre Konstruktion wurden mindestens Tausende bis Hunderttausende dieser Partikel benötigt. Da nicht genügend Material zur Verfügung stand, um echte Schattenhände zu erzeugen, entwickelten Legende und Aelor stattdessen Handschuhe, die deren Eigenschaften mit deutlich geringerer Leistungsfähigkeit und geringerem Fassungsvermögen simulierten. (PR 3392)
Die Handschuhe waren schwarz und wurden individuell an ihre jeweiligen Träger angepasst. Sie lagen eng an und sollten sich möglichst wie eine zweite Haut anfühlen. Jeder Träger verwendete nur einen Handschuh. Insgesamt wurden Exemplare für Legende, Aelor, Reginald Bull, Kaelom, Uedim und Foersh hergestellt. Zusätzlich wurden Reservehandschuhe vorbereitet. (PR 3392)
Funktionsweise
Die Handschuhe ermöglichten ihren Trägern, in ein Brennendes Nichts hineinzugreifen und ihm sogenannte Mikrokeime zu entziehen. Diese wurden beim Herausziehen als kurz aufleuchtende Funken sichtbar und vergingen anschließend. Durch die fortgesetzte Entfernung der Mikrokeime wurde dem Brennenden Nichts seine Existenzgrundlage entzogen. Der Vorgang sollte so lange wiederholt werden, bis das Phänomen in sich zusammenfiel und erlosch. (PR 3392)
Die Benutzung erforderte Willenskraft und Konzentration. Der Träger musste lernen, die Mikrokeime möglichst effizient zu erfassen und herauszulösen. Legende verglich das Vorgehen sinngemäß mit einer Ernte. Vor dem eigentlichen Einsatz wurden die Träger daher an einer Simulation des Zyklonwalls mit den Handschuhen vertraut gemacht. (PR 3392)
Wie die ursprünglichen Schattenhände entzogen auch die Handschuhe ihren Trägern Vitalenergie. Die Belastung konnte sie bis an die Grenze ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit bringen. Sobald sich eine starke Erschöpfung bemerkbar machte, musste der Einsatz unterbrochen werden. Insbesondere bei Bull bestand wegen seines Zellaktivators ein zusätzliches Risiko. Legende versuchte die Wechselwirkung zwischen diesem und Bulls Handschuh zu minimieren. (PR 3392)
Es war zunächst unklar, ob sich die Handschuhe während des Einsatzes selbst entladen würden. Deshalb wurden Reservehandschuhe hergestellt. Außerdem bestand die Möglichkeit, gebrauchte Exemplare während der Ruhephasen mit weiteren Partikeln Geardals wieder aufzuladen. (PR 3392)
Geschichte
Im Sternwürfel plante die Besatzung, das letzte der ursprünglich neun Brennenden Nichtse zu beseitigen. Da die dafür geeigneten Schattenhände aus Fragmenten Geardals bestanden, wurden zunächst über einen Zeitraum von mehreren Tagen möglichst viele verbliebene Partikel der Materiequelle gesammelt. Ihre Menge reichte jedoch nicht aus, um neue Schattenhände zu erzeugen. Legende schlug deshalb vor, daraus schwächere Handschuhe herzustellen. Gemeinsam mit Aelor entwickelte und testete er die Geräte. (PR 3392)
Die sechs für den Einsatz vorgesehenen Träger waren Reginald Bull, Legende, Aelor, Kaelom, Uedim und Foersh. Vor dem Einsatz wurden die Handschuhe individuell angepasst und an einer Simulation des Zyklonwalls erprobt. Wegen des starken Verbrauchs an Vitalenergie standen medizinische Teams bereit, um die Träger während ihrer Ruhephasen zu versorgen. (PR 3392)
Beim Angriff auf den Zyklonwall griffen die sechs Träger mit den behandschuhten Händen in das Brennende Nichts und entfernten nach und nach dessen Mikrokeime. Zu Beginn verlief der Vorgang langsam, beschleunigte sich jedoch zunehmend, nachdem der Schrumpfungsprozess eingesetzt hatte. Nach zwölf Stunden und acht Minuten entfernte Aelor den letzten Mikrokeim. Daraufhin erlosch das letzte der ursprünglich neun Brennenden Nichtse. Aufgrund seiner siebendimensionalen Verbindung verschwanden gleichzeitig auch seine drei noch existierenden Ableger. (PR 3392)