Gazini-Verteidigungssystem

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Das Gazini-Verteidigungssystem, auch Gazini-Barriere, war ein Energieschutzschirm der Houhhom im Roten Universum.

Allgemeines

Die eigentliche Natur des Schirmfelds ist ebenso unbekannt wie die Art seiner Entstehung. Bekannt ist, dass es sich um einen parabewussten, sechsdimensionalen Schild handelte, in dem sich ununterbrochen hochkomplexe Rechenoperationen mit Mentalimpulsen zu einer Art Raum-Zeit-Labyrinth verwoben. Die Oberfläche des Schirms änderte ihre Struktur innerhalb von Millisekunden, die Mentalimpulse fügten dem Verteidigungssystem eine intuitive Komponente hinzu. So war die Reaktion des Systems zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar und konnte auch von den Quantroniken des Roten Imperiums nicht berechnet werden. Es gab eine zentrale Schnittstelle, den Paramental-Generator, in der sich Algorithmen und Intuition trafen und von der alles abhing. (Das Rote Imperium 3)

Das Gazini-Verteidigungssystem umschloss eine Raumkugel mit einem Durchmesser von 3 Punkt 2321 Lichtjahren und bildete die Houhhom-Enklave mitten im Einflussbereich des Roten Imperiums. Darin befanden sich insgesamt elf Sonnen, acht davon wurden von Planeten umkreist. Zu den bewohnten Sonnensystemen gehörten das Houhla-System und das Jeffa-Schadrinninc-System. (Das Rote Imperium 3)

Ein unautorisiertes Raumschiff, das die Barriere durchdringen wollte, konnte buchstäblich davon zerlegt werden. Da das Verteidigungssystem sich auch in den Hyper- und Linearraum erstreckte, stellte es den perfekten Schutz für die Houhhom-Enklave dar. Die Houhhom verzichteten deshalb auf die Errichtung planetarer Abwehranlagen. (Das Rote Imperium 3)

Geschichte

Die vom Gazini-Verteidigungssystem geschützte Houhhom-Enklave blieb nach der Gründung des Roten Imperiums im Jahr 949 Innerzeit frei und entwickelte sich in den folgenden Jahrhunderten allein aufgrund ihrer Existenz zu einem Stachel im Fleisch des Imperiums. Besonders Johari Ifama war daran gelegen, die von den Houhhom besiedelten Welten endlich zu erobern. Es gelang den Quantroniken des Imperiums jedoch nie, das Gazini-Verteidigungssystem zu knacken. (Das Rote Imperium 3)

Um doch noch zum Ziel zu kommen, bediente Johari Ifama sich des aus dem Standarduniversum geholten Terraners Perry Rhodan, den sie ins Mentale Symposion eingliederte und an einer Lösung für das Gazini-Problem arbeiten ließ. Während seiner Scheinexistenz als New Yorker Privatdetektiv Ryland Walker gelang ihm dies tatsächlich. Er hatte zu diesem Zeitpunkt keine Ahnung, wer er wirklich war und welche Auswirkungen seine Handlungen hatten. Ein fiktiver Auftraggeber setzte ihn brutal unter Druck, um ihn zur Suche nach den ebenso fiktiven »Gazini-Smaragden« zu zwingen. Er knackte den Code des »Safes«, in dem sich die »Diamanten« befanden, und besiegte eine Entität in der Gestalt eines Houhhom beim »Hütchenspiel«. (Das Rote Imperium 3)

Diese irrealen Gedankenkonstrukte waren nichts anderes als »Eselsbrücken« für Rhodans Verstand. Die Entität war vermutlich mit der zentralen Schnittstelle des Verteidigungssystems identisch. Aufgrund seiner arkonidischen Hypnoschulung und jahrelanger Erfahrung konnte Rhodan die Struktur des Verteidigungssystems intuitiv erfassen. Gleichzeitig lenkten seine Vitalimpulse sowie die Impulse seines Zellaktivators die parabewusste Komponente des Verteidigungssystems ab beziehungsweise weckten dessen Neugier. (Das Rote Imperium 3)

Rhodans Lösung wurde von den imperialen Quantroniken auf Virenhaken gesetzt und auf die Barriere abgeschossen. Das Verteidigungssystem degenerierte und zerbrach, die Reste wurden mit Transformkanonen und Antimateriebomben vernichtet. Trotzdem verlor das Imperium beim Vorstoß in das Houhla-System noch insgesamt 24 Raumschiffe. (Das Rote Imperium 3)

Quelle

Das Rote Imperium 3