Forrest J Ackerman

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© Forrest J Ackerman, Homepage

Forrest James Ackerman (*24. November 1916 in Los Angeles, USA; † 4. Dezember 2008 in Hollywood) – auch bekannt unter den Namen Forry, „4e“ oder „4SJ“ – war einer der ältesten, noch aktiven SF-Fans der Welt. Ab den 1930ern verkürzte er seinen zweiten Vornamen auf ein »J« ohne Punkt. Diese Schreibweise wurde sein Markenzeichen.

Sein Leben und Einfluss auf die SF-Szene

Schon 1926 begann er, SF-Romane zu lesen, doch das reichte ihm nicht: 1935 korrespondierte er mit 127 anderen SF-Fans weltweit und organisierte 1939 den ersten Science-Fiction-Weltkongress mit 8 Teilnehmern. Ein Foto vom 4. Juli 1939 zeigt Ackerman in seinem "Futuristikkostüm", womit er das Cosplay vorwegnahm.

Er wurde 1948 Gründer eines Fanclubs und engagierte sich außerdem als SF-Autor, Literaturagent, Herausgeber, Lektor, Redakteur, Übersetzer und Schauspieler. Als Redakteur arbeitete er bei Zeitschriften wie "Famous Monster of Filmland", "Monsterworld" und "Spacemen". Er war Mitbegründer der "Los Angeles Science Fantasy Society" und der "National Fantasy Fan Federation".

Forrest war auch der Erfinder der Kurzschreibweise von Science Fiction: Sci-Fi, welche er erstmals 1954 nutzte.

Er half persönlich vielen später berühmten Autoren auf ihren ersten literarischen Schritten. Bekannte Beispiele sind Ray Bradbury, Isaac Asimov, L. Ron Hubbard, Andre Norton, Curt Siodmak, A. E. van Vogt, Jack Williamson, Stanley G. Weinbaum, Stephen King uvm. Auch half er jungen Filmemachern wie John Landis, Joe Dante, Rick Baker, Steven Spielberg, James Cameron, Tim Burton ...

Er kannte die berühmtesten Schauspieler und Regisseure des Sci-Fi- oder Horror-Movie-Genres wie Vincent Price, Boris Karloff, Bela Lugosi, Peter Lorre, George Pal, Ray Harryhausen, Fritz Lang.

Forrest J Ackermann spielte in 47 Filmproduktionen mit, unter anderem in: The Time Travelers (1964), Dracula vs. Frankenstein (1971) The Howling (1981), Thriller (1983), Amazon Women on the Moon (1987), Innocent Blood (1992), Berverly Hills Cop III (1994) und Vampirella (1996).

Er legte eine der größten Sammlungen zu den Themen SF, Fantasy und Horror mit 300.000 Stücken an. Sie lagerte in seinem 18-Zimmer-Haus, das bald als "Ackermansion in Horrowood in Karloffornia" bekannt war. Im Zeitraum zwischen 1951 und 2002 besuchten gut 50.000 Fans das Museum. 2002 musste Ackerman die meisten Stücke der Sammlung und das Haus verkaufen, um Geld für einen Rechtsprozess über die Besitzrechte des Magazins "Famous Monsters of Filmland" zu beschaffen. Seitdem lebte er in einem 4-Zimmer-Apartment. Auch erlitt er in diesem Jahr einen Schlaganfall. Trotzdem war er immer noch aktiv in der SF-Szene, oder, wie er 2005 sagte: "Mit 88 auf dem Weg zu 100 werde ich der George Burns des Science Fiction."

Er verstarb im Alter von 92 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes und fand seine letzte Ruhestätte in Glendale (Kalifornien).

Perry Rhodan

1966 lernten die Ackermans bei einem Fantastischen Filmfestival in Triest Walter Ernsting kennen. Bei einem Abendessen erzählte Ernsting den Ackermans über Perry Rhodan und wie er zu seinem Pseudonym Clark Darlton gekommen war und dass er es bedauerte, mit diesem „amerikanischen“ Namen nie in den USA veröffentlicht zu haben. Forry erklärte, dass sei, weil niemand in den Verlagen dort Deutsch lesen könne. Seine Frau Wendayne Ackerman sagte, sie könnte einen Roman übersetzen und das gratis! Per Handschlag wurde Ackerman der Herausgeber der Perry-Rhodan-Serie in den USA. Den Disput über die deutsche oder englische Aussprache des Namens der Titelfigur entschied er vehement fürs Englische "Rhoud'n". (Homepage Forry Ackerman)

In seiner Funktion als Literaturagent brachte er Perry Rhodan 1966 in die USA. Er selbst kümmerte sich dabei wenig um die Übersetzungen selbst, sondern mehr um Verkauf und Vermarktung.

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Nr. 100
© ACE books

Er nahm einige Veränderungen an den Romanen vor. So wurde aus Gucky »Pucky«, Reginald Bull zu »Reginald Bell« (den Namen Bull gibt es zwar als Familiennamen, doch wird der Name im englischen Sprachraum auch in obszönen Wortspielen missbraucht) und Crest zu »Krest« (Englische Lautschrift). Er entfernte jeglichen Zigarettenkonsum aus der Handlung, es sei denn, es rauchte ein Bösewicht (Ackerman war überzeugter Nichtraucher). Darüber hinaus führte er die Kapitelaufteilung der englischen Version und eine LKS unter dem Titel "The Perryscope" ein.

Von 1966 bis 1968 versuchte Forry, Perry Rhodan diversen US-Verlagen anzubieten, hatte aber keinen Erfolg. Erst Donald A. Wollheim von ACE Books gab der Serie in den USA eine Chance.

Seine Ehefrau Wendayne übersetzte, später mit der Hilfe von Sig Wahrman und Stuart J. Byrne, die meisten Heftromane ins Englische. Leider war die Serie in den USA kein anhaltender kommerzieller Erfolg. Sie wurde 1977 nach dem Doppelband Nr. 117&118 (PR 125/126) vom Verlag Ace Books eingestellt.

In Eigenregie führte Ackerman die Reihe für Abonnenten bis zur Nr. 137 (PR 145) fort, bis er aufgab.

Siehe auch: Perry Rhodan englisch (USA) und Atlan englisch (USA)

Im Jahre 1974 erhielt er den deutschen HUGO für seine Verdienste um die Herausgabe der Perry-Rhodan-Serie in den USA und seine Unterstützung des SFCD. (PR 731-LKS) Auf dem Titelbild von Nr. 100 ist Forry neben bekannten Figuren der Serie abgebildet. (PR 803, LKS)

Einen neuen Versuch startete Vector Enterprises 1997, als sie die Rechte für den amerikanischen Markt kauften und Ackerman als Herausgeber einsetzten. Leider stellte es sich als ungünstig heraus, mit Heft 1800 anzufangen, und so wurde die Serie ein zweites Mal eingestellt.

Im Dezember 1999 war Forry Ackerman als Ehrengast zum Weltcon 2000 nach Deutschland eingeladen.

Weblinks

Quellen