Marcus Merten

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Marcus Merten war ein Korporal an Bord der IMASO.

Charakterisierung

Der Terraner galt als leidenschaftlicher 3-D-Schach-Spieler. Merten war ein ruhiger, unkomplizierter Mann, der lediglich lockere Freundschaften pflegte. Zu seinen Fähigkeiten gehörte es, komplexe Zusammenhänge rasch zu analysieren und Lösungen zu erkennen. Dies hatte ihm schon während seines Studiums die meisten Vorlesungen erspart. Er hatte lieber die entsprechenden Bücher gelesen.

Geschichte

Beruflicher Werdegang

Marcus Merten fand nach seinem Studium eine Anstellung bei der Whistler-Company, wo er als Assistenzentwickler für die Roboterfertigung im Haus- und Freizeitbereich eingesetzt wurde. Nach nur vier Monaten, in denen er sich um die Optimierung des Volumenstroms von Sauggebläsen für Reinigungsroboter bemüht hatte, wechselte er zu einem Unternehmen, wo er sechs Monate lang für die Wartung der Transportbänder eines kleineren Frachtraumhafens von Terrania zuständig war. Diesem Job folgten zwei Jahre der Herstellung von Industrie-Vakuumpumpen.

Während dieser Zeit war er kurzfristig mit Ylvie de la Martinez liiert, an der er jedoch bald das Interesse mangels interessanter Gesprächsthemen verlor.

Marcus Mertens erhielt auf Ferrol die Stelle eines Positronikspezialisten in der öffentlichen Verwaltung und wurde bald zum Stellvertretenden Abteilungsleiter der Melderegistratur Thorta-Süd befördert. Noch ehe ihn sein Chef Tarax mit dessen beleibter Tochter verkuppeln konnte, setzte sich Marcus Merten mit der KUN-I von Ferrol ab.

Patriarch Kunbus brachte ihn nach Olymp. Als Gegenleistung musste Merten ununterbrochen notwendige Reparaturen an der KUN-I durchführen.

Gleich am Raumhafen von Trade-City wurde er von Emmet Tscheschek engagiert. Er sollte im Auftrag der Miller & Croydon Inc. am Bau eines Staudamms in den noch unerschlossenen Dschungelgebieten Olymps mitarbeiten. Sechs Wochen später fand sich Merten im Untersuchungsgefängnis von New Larisa wieder. Sein Auftraggeber hatte unter anderem die GCC um mehrere hundert Millionen geprellt. Marcus Merten wurde freigesprochen und aus dem Gefängnis entlassen.

Merten verkaufte seinen letzten Wertgegenstand, einen Anhänger aus Luurs-Metall an einer ultraleichten Kette aus molekülverdichtetem Titan, den er von seinem Vater zum 16. Geburtstag bekommen hatte. Mit dem Geld besuchte er eine der Kneipen entlang der zwölf Ringhäfen in Terrania. Dort begegnete er Schwester Mildred, die ihn im Orden der Anständigen aufnahm. Nachdem er von der Ordensfrau wieder auf den Weg zum Leben gebracht worden war, nahm er nach einigen Jahren unter Tränen Abschied.

USO-Karriere

Im Jahre 3108 verpflichtete sich Marcus Merten bei der USO. Nach zwei Jahren Grundausbildung und weitern 18 Monaten Dienst auf verschiedenen Stationen war er Techniker Erster Klasse. Im Jahre 3112 diente er an Bord der IMASO.

Im April 3112 rätselte der Techniker ebenso wie die gesamte Besatzung der IMASO über die im Abstand von 2 Minuten und 36 Sekunden erfolgenden Transmittersprünge von Jumper nach Zartiryt und zurück. Ebenso zerbrach er sich den Kopf darüber, warum die Erstfusion in den Reaktoren des Raumschiffs nicht startete.

Die Techniker schafften es nicht, die Temperatur des Plasmas über 98 Millionen Grad anzuheben, damit der Fusionsprozess ablaufen konnte.

Während der anlaufenden Evakuierung der IMASO fiel Merten die Lösung des Problems ein. Er nahm mit Major Naileth Simmers Verbindung auf und ließ die Räumung des Schiffes stoppen.

Problemlösung

Der Techniker hatte die Raumanzüge an Bord der IMASO als Grund für die andauernd stattfindenden Transmittersprünge identifiziert. Die automatischen Prüfroutinen der Anzüge liefen im Abstand von zwei Minuten und 36 Sekunden. Der Impulsgeber des Situationstransmitters auf Jumper hatte sich an diesem positronischen Impuls orientiert. Damit alle an Bord befindlichen Raumanzüge den Wartungsimpuls gleichzeitig abstrahlten, hatte die Positronik der IMASO die Synchronisierung übernommen.

Merten vermutete, dass die Transmissionen eingestellt werden würden, wenn alle 606 Raumanzüge völlig stillgelegt waren. Die Besatzung machte sich an die Arbeit. Doch der erhoffte Erfolg blieb aus. Auch nach Desaktivierung der Anzüge setzte der Transmitter seine todbringende Aktivität fort.

Marcus Merten fand heraus, dass die Bordpositronik der IMASO, die die Intervalle der Raumanzüge synchronisierte, ebenfalls ein Signal ausschickte. Naileth Simmers befahl die nicht ungefährliche Notabschaltung der Positronik. Der Bordrechner war in etwa vergleichbar mit dem menschlichen Gehirn. Er steuerte aufgrund seiner Rechenkapazität Zehntausende von Prozessen, wertete Daten von hunderttausenden Sensoren aus und reagierte auf die Ergebnisse. Die Abschaltung glich einem Selbstmord. In der Geschichte der terranischen Raumfahrt gab es nur sehr wenige Menschen, die einen solchen Schritt gewagt hatten, und noch weniger, die es überlebt hatten.

Lebensgefährliche Mission

Da der Kern des Rechners sich in einer Vakuumkammer befand und kein Schutzanzug mehr zur Verfügung stand, rechnete Merten für sich mit dem Schlimmsten. Der Techniker war verwundert, dass Milton Elks auf ihn wartete und die Aufgabe Mertens übernehmen wollte.

Doch der Techniker schob den Marsianer zur Seite. Er begab sich in den Zylinder des Positronikkerns. In dem Moment, als die IMASO den Transmittersprung über Zartiryt beendete, drückte Merten auf die Schaltflächen und löste so die Notabschaltung aus. Noch bevor er infolge des Sauerstoffmangels einschlief, schaffte er es, den Neustart der Bordpositronik zu initiieren. Die Reaktivierung der Positronik gelang ohne größere Komplikationen. Am 16. April 3112 sprang die Erstfusion in den Energieerzeugern wieder an und die Transitionen waren zu Ende.

Marcus Merten wurde aus der Vakuumkapsel geborgen und in die Bordklinik gebracht, wo er sich von den Strapazen erholen konnte.

Quelle

Monolith 2