Siedler für Golcrona

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8. Guy Nelson-Abenteuer

Überblick
Serie: Perry Rhodan-Planetenromane (Band 260)
PR-TB-260.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG
Titel: Siedler für Golcrona
Untertitel: Raumkapitän Nelson im Netz eines raffinierten Verbrechens
Autor: H. G. Ewers
Titelbildzeichner: Alfred Kelsner
Erstmals erschienen: November 1984
Handlungszeitraum: 102 NGZ (siehe hier)
Handlungsort: Lepso, Terra, Rolfth
Zusätzliche Formate: Autoren­bibliothek 36

Handlung

Raumkapitän Guy Nelson sitzt mit seinem berühmten Raumschiff, der H. B. M., auf dem Planeten Lepso fest, nachdem sein letztes Geschäft mit Howalgonium leider geplatzt ist. Er ist hochverschuldet, und das Schiff wurde gepfändet.

Auf einem Roboterfriedhof birgt Nelson die Überreste eines medizinischen Spezialroboters, die er für die Reparatur seines treuen Roboters George verwenden will. Dann begibt er sich in die Kneipe Arthur's Pub, wo er einige Flaschen Bourbon leert. Er kommt ins Gespräch mit dem Springer Gnachos und wird von diesem als Transportunternehmer angeheuert: Nelson soll mit der H. B. M. einige Zehntausend Siedler vom Primitivplaneten Gongkar abholen und auf den provconischen Siedlungsplaneten Golcrona bringen, wo sie beim Anbau von Tana-Weizen eingesetzt werden.

Der Roboter George wird von Nelson repariert und umgebaut. Patriarch Gnachos übernimmt alle Schulden Nelsons und löst so die H. B. M. aus. Anschließend besprechen beide die Modalitäten, die relativ kompliziert sind: Die H. B. M. soll zunächst den Planeten Rolfth anfliegen, wo das Schiff für den Personentransport eingerichtet werden wird. Außerdem soll dort die Positronik mit aktualisierten Navigationsdaten versehen werden. Erst dann geht es weiter nach Gongkar, von dort zurück nach Rolfth, wo die Siedler geimpft werden sollen, und schließlich zum Zielplaneten Golcrona. Nelson wundert sich zwar ein wenig, befolgt aber zunächst die Anweisungen. Währenddessen fällt immer öfter ein merkwürdiges Verhalten von George auf, der zum Beispiel über medizinische Probleme spricht. Nelson erkennt, dass sich beide Roboterpersönlichkeiten verbunden haben, unternimmt aber zunächst nichts deswegen.

Durch eine Fehlfunktion des Schiffes ist Nelson gezwungen, zur astronomischen Beobachtung in den Weltraum zu gehen. Er macht eine erstaunliche Entdeckung, denn er scheint sich verflogen zu haben und ist auf direktem Wege in das Solsystem! Daraufhin ändert Nelson den Kurs und geht wieder in den Linearraum. Seine Überraschung ist umso größer, als er am Ende der Flugetappe in einem System ist, das verblüffend an das Solsystem erinnert. Kann er sich denn so verflogen haben? Der Versuch eines kurzen Linearfluges nach Alpha Centauri scheitert, das Schiff simuliert den Flug nur! Daraufhin ergibt sich Nelson in sein Schicksal, und er beschließt, den dritten Planeten, der Gongkar heißen soll, anzufliegen. Die Welt erinnert eindeutig an die Erde, ist aber von einer primitiven technischen Kultur bewohnt und leidet unter starker Umweltverschmutzung.

Guy landet nach Funkkontakt mit dem provconischen Kontaktmann, und 10.000 Gongkarer gehen an Bord der H. B. M. Der Rückflug nach Rolfth beginnt. Die Gongkarer ähneln Menschen, aber sie scheinen nicht zu wissen, dass sie an Bord eines Raumschiffes sind. Da stellen Mabel und Guy Nelson eine merkwürdige Allergie mit rotem Ausschlag und Juckreiz an sich fest. Eine Untersuchung unter dem Mikroskop zeigt Nelson, dass sie von Menschenflöhen gebissen worden sind. Flöhe sind aber seit Ende des 20. Jahrhunderts ausgestorben, womit nur eine Erklärung bleibt: Die H. B. M. ist in der Erdvergangenheit gelandet! Damit besteht die Gefahr eines Zeitparadoxons.

Der Versuch Nelsons, mit einem Datenträger und einem Funksender eine Warnung an die Kosmische Hanse zu übermitteln, scheitert, wie ihm Gnachos und Polton-Kar nach der Rückkehr eröffnen, denn die Betreiber des Zeittransmitters, eine Gruppe Hyptons, hatten die Botschaft abgefangen. Nelson hat aber noch einen »Plan B«, und zwar gelingt es ihm, die beiden zur Berührung eines Unterrocks seiner Schwester Mabel zu bewegen, den er als scheinbare Waffe unter seiner Uniform verborgen hatte.

Wenig später haben beide Männer auffallenden Ausschlag, und sie wissen nicht, wodurch dieser verursacht worden sein kann. Der Roboter George, dem Nelson bekanntlich Teile eines medizinischen Spezialroboters eingesetzt hatte, diagnostiziert Verdacht auf Beulenpest und versetzt die beiden Verbrecher so in Panik. Durch geschickte Argumentation leitet sie Nelson zu dem Schluss, ein Gegenmittel sei nur auf der Erde der Vergangenheit problemlos erhältlich, und im Übrigen müsse man die entführten Menschen zurückbringen, denn sie seien gefährliche Seuchenträger. Überzeugt reisen die beiden mit Nelson und der H. B. M. noch einmal durch den Zeittransmitter.

Auch die Hyptons kommen mit an Bord, damit sie die Erinnerung der Entführten manipulieren können. George informiert Nelson, dass er die Verbrecher belogen hat, um sie davon abzuhalten, Nelson und seine Schwester sofort zu töten.

Die H. B. M. landet, und die Siedler werden auf der Erde freigelassen. Guy Nelson fliegt nach London, um das »Gegenmittel« zu kaufen. Der Roboter George hat ihm hierzu Rubelscheine auf Toilettenpapier nachgedruckt, die Nelson in einer Bank in Pfund Sterling eintauscht. Anschließend macht er einen Besuch am Trafalgar Square mit Blick auf die Nelsonsäule und kauft in einer Apotheke fünf Liter Rizinusöl. Kurz darauf wird der Apotheker offenbar verhaftet, und Nelson hört gerade noch Worte, die wie »russischer Spion« klingen, verlässt aber mit Fluganzug und Deflektor ohne Probleme wieder London.

Auf der H. B. M. macht Nelson Gnachos und Polton-Kar weis, das Rizinusöl sei das Gegenmittel gegen die Pest. Sie trinken daraufhin gierig große Mengen. Nelson kann aber auch nicht verhindern, dass seine Schwester »sicherheitshalber« von der »Medizin« trinkt. Es kommt wie erwartet, und die beiden Kriminellen bekommen starken Durchfall. Es gelingt Nelson schließlich, sie mit einem Trick zu überwältigen.

Dann werden die Hintergründe des ganzen Falles bekannt: Polton-Kar hatte als Siedlungskommissar Gelder veruntreut, die eigentlich zu einer mikrobiologischen Untersuchung Golcronas bestimmt waren. Dies führte zum Tod der ersten provconischen Siedler, den Polton-Kar vertuschen wollte. Die Hyptons wurden von Gnachos und Polton-Kar mit der Drohung erpresst, auf den Besitz eines Zeittransmitters stehe angeblich die Todesstrafe, und so zur Kooperation gezwungen. Guy Nelson informiert sie über die Wahrheit.

Die H. B. M. fliegt wieder durch den Zeittransmitter zurück. Polton-Kar wird von den betrogenen Hyptons psionisch beeinflusst und verlässt das Raumschiff, während es die Zeitreise durchführt. Damit ist er in der Vergangenheit des Planeten Rolfth gestrandet ...

In der Gegenwart angekommen, verhaftet die mittlerweile eingetroffene Kosmische Hanse Gnachos. Die Hyptons erhalten eine neue Existenz auf dem Medoplaneten Tahun.

Anmerkung

Personenregister

Guy Nelson Der Raumkapitän erlebt eine Zeitreise
George Guy Nelsons treuer Roboter
Gnachos Ein skrupelloser Springer
Mabel Nelson Guy Nelsons Schwester
Polton-Kar Ein verbrecherischer Lare