Simultane Emotio- und Mnemo-Transmission

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Die simultane Emotio- und Mnemo-Transmission (SEMT) ermöglicht die Übertragung der Gedanken und Gefühle einer Person auf eine andere Person.

Allgemeines

SEMT ist eine Weiterentwicklung der SERT-Technik, bei der eine paramechanische Mensch-Maschine-Schnittstelle (die SERT-Haube) zur Umwandlung von Gedankenbefehlen in positronische Steuerimpulse eingesetzt wird. Anders als bei der SERT-Technik wird hierfür keine besondere Ausbildung oder Begabung benötigt. Das Verfahren birgt Risiken, weil die empfangenen Gedanken und Gefühle des »Senders« die des »Empfängers« überlagern, so dass der Empfänger einem erhöhten sensorischen Stress ausgesetzt ist. Dieser Effekt kann durch Eingewöhnung überwunden werden. Danach ist der Empfänger in der Lage, die fremden Gedanken quasi zu sortieren.

Die SEMT-Technik kann somit auch als »technische Telepathie« bezeichnet werden.

SEMT-Haube

Der erste Prototyp der SEMT-Technik bestand aus zwei umgebauten SERT-Hauben. Die undurchsichtigen Hauben mit transparenten Visieren aus Panzertroplon waren über ein Steuerterminal miteinander verbunden. Eine Haube diente als Abnehmer von Gedanken und Erinnerungsengrammen. Die andere war umgepolt und fungierte als Empfänger. (PR 2703)

Geschichte

Die Erforschung der SEMT-Technik lag offiziell aus moralischen Gründen längere Zeit brach. Das gewaltsame Eindringen in die Gedankensphäre eines Individuums galt als fragwürdig.

Im 16. Jahrhundert NGZ arbeiteten verschiedene Personen dennoch an entsprechenden Projekten. Der auf Terra arbeitende Mediker Dr. Lhukas Scalsi erzielte im Jahre 1514 NGZ einen Durchbruch und stellte den ersten funktionierenden Prototypen fertig. Er testete das Gerät in Simulationen, wobei er Sichu Dorksteiger als Probandin berücksichtigte. Er ging davon aus, dass die Ator besser als ein Terraner in der Lage sein würde, den Überlagerungseffekt zu ertragen. Dorksteiger wurde nicht über Scalsis private Forschungen unterrichtet. (PR 2703)

Am 23. Juni 1514 NGZ erhielt Dorksteiger eine Nachricht von Scalsi. Er behauptete, die Befragung Tasso Cormacs, des einzigen Überlebenden eines von den Onryonen vernichteten terranischen Hilfskonvois, sei möglich, obwohl der Mann im Koma lag. So erfuhr Dorksteiger von der Existenz der SEMT-Technik. Obwohl diese noch nicht ausgereift war, ließ Dorksteiger den Einsatz zu, denn sie erhoffte sich Hinweise auf die von den Onryonen verwendeten Linearraumtorpedos. Dorksteiger stellte sich selbst als Empfänger zur Verfügung. Sie erlebte die Zerstörung der HILDEGARD VON BINGEN durch die Augen Cormacs mit und erfuhr, dass der mit einer Sensorboje versehene Flugschreiber des Schiffes irgendwo im Trümmerfeld trieb. Als der Stress überhand zu nehmen drohte, ließ sie sich mit dem Beruhigungsmittel Enke-Statherin behandeln. (PR 2703)

Am 19. September wurde das SEMT-Verfahren eingesetzt, um Attilar Leccores Erinnerung an die von ihm wahrgenommene ÜBSEF-Konstante des Atopen Matan Addaru Dannoer zu visualisieren. (PR 2724)

Der Rechner ANANSI konnte mittels SEMT-Technik auf mentalem Wege mit Lebewesen kommunizieren und durch ihre Augen sehen. (PR 2746) Das gängige Bild, das sich dabei einem ungeübten Benutzer der SEMT-Haube bot, war eine Veranda, auf der er stand und sich mit ANANSI austauschte. (PR 2972, S. 36)

Eine tefrodische Anwendung der SEMT-Technologie stellte im Jahre 1550 NGZ die damals noch experimentelle Begegnungskammer dar. (PR-Olymp 5, S. 31)

Mitte des 16. Jahrhunderts NGZ wurde die SEMT-Technologie bereits so allgemein zugänglich, dass sie sogar für die Partnersuche verwendet wurde. So nahmen zum Beispiel kontaktwillige Terraner Sinneseindrücke der eigenen Körper (sogar ihren Geruch und die Hautbeschaffenheit) auf und gaben sie frei, um eventuell Interessierten vermitteln zu können, wie sie riechen oder sich anfühlen. (PR 2961, S. 5)

Ende September 1551 NGZ wurde die SEMT-Haube zur Klärung des Mordes an Kiimafill bei Vogel Ziellos und Ben Jello angewandt. Das Ergebnis war jedoch enttäuschend, da die Verdächtigen sich an die Tat gar nicht erinnern konnten. (PR 2901, S. 51)

Viel erfolgreicher war der Einsatz der SEMT-Haube bei der Untersuchung des Telepathischen Archivs der Nachtherolde. Vom 25. bis zum 28. Oktober 1551 NGZ konnten mit diesem Gerät die Wahrnehmungen Guckys aufgezeichnet werden. Daraus extrahierte man an Bord der BJO BREISKOLL die im Archiv gespeicherten Impressionen zur Geschichte der Galaxie Sevcooris sowie die Koordinaten des Orionslandes. (PR 2938, S. 16)

Der Versuch, ANANSI von dem Einfluss des pilzsporenverseuchten Seims mithilfe der SEMT-Technologie zu befreien, gelang Donn Yaradua am 11. Dezember 1551 NGZ. (PR 2945, S. 44–47)

Ende November 1551 NGZ gelang erstmals im Rahmen des Projektes Genesis die Übertragung von Informationen auf eine Biophore durch die Modulation der ÜBSEF-Konstante eines Forschers unter der Verwendung einer SEMT-Haube. (PR 2948, S. 45)

Mitte April 1552 NGZ wurde eine SEMT-Haube bei Tamareil und Zau angewandt, um deren Erlebnisse beim Pedotransfer in die Bewusstseinsfäden der Hooris-Prozessoren direkt an ANANSI weiterzuleiten. (PR 2972, S. 36)

Quellen