Anti-Molkex-Bombe

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Die von Wissenschaftlern des Vereinten Imperium entwickelten Anti-Molkex-Bomben erlauben es, den Molkexpanzer der Blues-Schiffe zu zerstören. Sie werden auch als H2O2-Bomben bezeichnet.

Funktionsweise

Die Gataser bearbeiteten Molkex mit dem durch das so genannte B-Hormon stabilisierten Wasserstoffperoxyd. Das dazu notwendige hyperphysikalisch aktive Hormon gewannen sie von ihren Neugeborenen. (PR 173 E)

Beim Unternehmen Nautilus auf Gatas entwendeten die USO-Spezialisten Lemy Danger und Melbar Kasom größere Mengen an B-Hormon. Terranische Wissenschaftler vermischten es mit hochkonzentriertem H2O2 und erhielten eine Substanz, die sich als Waffe gegen Molkexpanzerungen einsetzen ließ. Beim ersten Test der Substanz destabilisierte sich das Molkex sofort, war nicht mehr als Panzer nutzbar (PR 173 E) und wurde zu Neo-Molkex. (PR 174 E) Es unterlag dem so genannten Drive-Effekt. (PR 173 E) Basierend auf diesen Erkenntnissen wurden Raketenbomben entwickelt, die mit der neuen Substanz (B-HO-H2O2) bestückt waren. Die zigarrenförmigen Flugkörper hatten chemische Antriebe, konnten mit leichten Kunststofflafetten abgeschossen und mittels optischer Zielvorrichtungen ins Ziel gesteuert werden. (PR 174 E)

Das von den Wissenschaftlern des Vereinten Imperiums synthetisch hergestellte B-Hormon war nicht hyperphysikalisch aktiv. Es musste durch einen Hypertron hyperphysikalisch aktiviert werden. Die Aktivierung war nicht von Dauer. Wenn die Bestrahlung des künstlichen B-Hormons nicht wiederholt wurde, verlor es den stabilisierenden Effekt und das H2O2 explodierte. Siganesen und Swoon konstruierten eine Miniaturausgabe eines leistungsfähigen Hypertrons mit integriertem H2O2-Konzentrierer. Diese Geräte wurden mit den Bomben gekoppelt und erst kurz vor deren Abschuss mittels eines Funkimpulses aktiviert. Daraufhin wurde das H2O2 in den zylindrischen Tanks der Bomben auf 100 Prozent angereichert und mit dem künstlichen B-Hormon stabilisiert. Die Geräte arbeiteten 45 Minuten lang vollautomatisch und verhinderten den H2O2-Zerfall. Innerhalb dieser Frist musste die Bombe abgeschossen werden. Hierfür wurden Transformkanonen verwendet. (PR 176 E)

Geschichte

24. Jahrhundert

Die Gataser verließen sich jahrtausendelang völlig auf die scheinbar unzerstörbare Molkexpanzerung und waren ohne diesen Schutz leicht zu besiegen, da sie die Entwicklung anderer Waffensysteme vernachlässigten. (PR 169 E) Während des Unternehmens Nautilus im Oktober 2327 gewann das Vereinte Imperium wichtige Erkenntnisse über das Molkex und das B-Hormon. Eine Substanz, die Molkexpanzerungen zur Auflösung brachte, wurde entwickelt. (PR 173 E) Proben des B-Hormons wurden auf Terra untersucht. 50 H2O2-Raketenbomben wurden von der ASUBAJA an Bord genommen und am 26. November 2327 auf Tauta erfolgreich gegen einen 1000-Meter-Raumer der Gataser eingesetzt. Der Molkexpanzer löste sich auf, woraufhin das Schiff mit Energiewaffen zerstört werden konnte. (PR 174 E)

Auf Terra, Arkon III und Aralon wurde an der Herstellung von synthetischem B-Hormon zur Stabilisierung von H2O2 und mithin zur Herstellung von Anti-Molkex-Bomben gearbeitet. Tyll Leyden kam auf die Idee, das künstliche, nicht hyperstrahlende Produkt mit einem Hypertron zu bestrahlen und somit zur Abgabe von Hyperstrahlung anzuregen. (PR 175 E) Nach der Eichung der Hypertrone wurden erste Erfolge erzielt. Die DONAR und 500 USO-Schiffe wurden mit Anti-Molkex-Bomben bestückt. Sie zerstörten einige in M 13 eingefallene gatasische Kampfraumer. Das H2O2 wurde jedoch nach einiger Zeit erneut instabil. Leyden erkannte, dass die einmalige Bestrahlung des B-Hormons nicht ausreichte. Siganesen und Swoon modifizierten die Anti-Molkex-Bomben mit miniaturisierten Hypertronen. Der Einsatz dieser Waffen führte zur Wende. Die Gataser erkannten, dass ihre Molkexpanzerungen keinen Schutz mehr boten und zogen sich zurück. (PR 176 E)

Der größte Einsatz von Anti-Molkex-Bomben fand 2328 im Verth-System statt, als sämtliche Molkexvorräte auf Gatas von den Terranern unschädlich gemacht werden.

Ein Teil des durch den Drive-Effekt verschwundenen Neo-Molkex wurde 2329 im Whilor-System entdeckt.

...

35. Jahrhundert

Wie um 3433 beim Kontakt mit den Accalauries bekannt wurde, landete ein Teil des Neo-Molkex im Antimaterie-Universum der Accalauries.

Über den Sonnentransmitter Gercksvira in Andromeda gelangte Molkex auch über den Schlund im Mahlstrom der Sterne auf den Planeten Gragh-Schanath in Ploohn-Nabyl. Die in dieser Galaxie beheimateten Ploohns verwendeten das Molkex als Dünger für ihre Pflanzen; Gragh-Schanath war ihre einzige Quelle von Molkex. Daher wurden die letzten verbliebenen 120 Anti-Molkex-Bomben im Juni 3460 bei dem Konflikt mit den Ploohns eingesetzt. Erst als die Terraner die verheerende Wirkung von zwei Anti-Molkex-Bomben gegen Gragh-Schanath demonstrierten, fanden sich die Ploohns zu einem Friedensvertrag bereit. (PR 694)

Quellen

PR 174, PR 175, PR 176, PR 177, PR 694, ...