BIC: NOLADE21UEL
Stichwort: PERRYPEDIA
Institut: SK Uelzen Lüchow-Dannenberg
Kontoinhaber: PERRY RHODAN FAN ZENTRALEDeine Spenden helfen, die Perrypedia zu betreiben.Eremit (Entität)
Der Eremit war eine aus zahlreichen miniaturisierten Robotern zusammengesetzte Entität, die in der Galaxie Malora auftrat und eng mit den Trassenmachern verbunden war. Die Einzelkomponenten konnten sich zu einer organisch wirkenden Gestalt zusammenschließen. (PR 3393, PR 3395)
Erscheinungsbild
Der Eremit war etwa 1,80 Meter groß. Bei vollständig aufgerichteter Haltung hätte er annähernd zwei Meter gemessen. Sein Körper war S-förmig gekrümmt und wirkte dadurch beinahe bucklig. Der weit vorgeneigte Kopf erinnerte an einen
Marder oder Hund, der Oberkörper war sehnig und muskulös. Der Unterkörper endete in einem stark verlängerten Muskelstrang, der wie eine Stütze wirkte. Seine kräftigen Beine ähnelten denen eines Hundes, während seine Arme
anthropomorph waren. (PR 3393)
In seiner rechten Augenhöhle befand sich ein defektes Implantat. Seine Kleidung war fleckig, abgetragen und zerrissen. Er verströmte einen starken Geruch nach Essig und Verwesung. Meghan Ontares hielt Unterernährung für möglich; runzlige Hautfalten im Bauchbereich konnten auf Gewichtsverlust zurückzuführen sein. (PR 3393)
Sein Auftreten war nervös und zappelig. (PR 3393)
Charakterisierung
Der Eremit reagierte häufig reizbar und wechselte rasch zwischen Aggression, spöttischem Lachen und zugänglicherem Verhalten. Fragen beantwortete er oft ausweichend. Reginald Bull gewann den Eindruck, dass der Eremit sich auf Manöver und Manipulation verstand. (PR 3393)
Das Konzept individueller Namen war ihm nach eigener Aussage fremd. Erst Meghan Ontares gab ihm vorläufig die Bezeichnung »Eremit«, die er anschließend akzeptierte. Auch mit dem Begriff der Individualität konnte er zunächst wenig anfangen. (PR 3393)
Der Eremit hatte offenbar sehr lange isoliert gelebt. Ein Gehirnscan zeigte stark degenerierte Neuralbahnen, wie sie nach extremer Isolation auftreten konnten. Wie lange dieser Zustand bereits bestand und wie alt der Eremit tatsächlich war, blieb offen. (PR 3393)
Einsamkeit spielte für ihn eine wesentliche Rolle. Er erklärte, Legende habe mit den Trassenmachern etwas vollbracht, was ihm selbst nicht gelungen sei: Leben oder zumindest die Grundlage dafür geschaffen. Dies bezeichnete der Eremit als ein mögliches Mittel gegen die Einsamkeit. Auf die Frage, ob er selbst nach einem solchen Mittel suche, antwortete er nicht. Kurz vor seinem Tod erwähnte er erneut seine Einsamkeit und äußerte, dass diese bald enden werde. (PR 3393)
Nach eigener Aussage suchte er in Malora nach Frieden. Darüber hinaus sprach er von weiteren Aufgaben in anderen Galaxien. (PR 3393)
Aufbau
Die genetischen Informationen des Eremiten lagen nicht in Form von DNS vor. Stattdessen waren sie in hochkomplexen
Lipoproteinen beziehungsweise
Peptiden codiert. Die Speicherung seiner genetischen Informationen ähnelte damit derjenigen der Trassenmacher. Eine Verwandtschaft oder ein gemeinsamer Ursprung mit Legende beziehungsweise dessen Schöpfungen wurde von den Beteiligten erwogen, blieb jedoch Spekulation. (PR 3393)
Der äußerlich geschlossen wirkende Körper des Eremiten bestand aus zahlreichen
käferartigen Kleinstmaschinen. Bei einem Angriff Legendes zerfiel er vollständig in diese Einheiten, die sich voneinander lösten und einzeln flüchteten. Legende ging davon aus, dass sie sich später erneut zum Eremiten zusammensetzen konnten. (PR 3393)
Spätere Untersuchungen beschrieben den Eremiten als Konglomerat miniaturisierter Roboter, deren Bauform sich eindeutig von den Trassenmachern ableitete. Die einzelnen Roboter konnten sich miteinander verklammern und organische Formen überzeugend nachahmen. (PR 3395)
Zwischen dem Eremiten und verschiedenen Kleinstmaschinen bestand eine intensive Funkverbindung. Die Zerstörung solcher Maschinen schwächte ihn erheblich. Ob diese Einheiten tatsächlich ausgelagerte Bestandteile seiner eigenen Existenz waren oder die enge Verbindung lediglich eine vergleichbare Wirkung hervorrief, blieb zunächst ungeklärt. (PR 3393)
Fähigkeiten und Technik
Der Eremit verfügte über umfassende Kenntnisse der Trassenmacher-Technologie. In einem verborgenen Labor seines Raumschiffs fertigte beziehungsweise bearbeitete er Trassenmacher in zahlreichen unterschiedlichen Bauformen und Entwicklungsstadien. Die Exemplare reichten von wenigen Millimetern bis zu mehr als einem Meter Länge und unterschieden sich unter anderem in der Zahl ihrer Beine und Materialisatoren. (PR 3393)
Untersuchungen ergaben, dass seine Trassenmacher nicht einfach von Legendes ursprünglichen Exemplaren abstammten. Ihre sogenannte Tech-DNS wies deutliche Abweichungen auf. Liam Barstow fand jedoch eine Peptidsequenz, die mit Material aus Legendes Erbgut vergleichbar war, und vermutete, dass der Eremit eigene Trassenmacher unter Verwendung eigenen Erbguts nach dem Vorbild von Legendes Schöpfungen entwickelt hatte. Diese Vermutung wurde nicht bestätigt. (PR 3393)
Die Programmierung seiner Trassenmacher beruhte auf sogenannten Hybits, deren Codierung nicht binär oder hexadezimal erfolgte. Sie basierte auf der Superposition nicht kollaborierender Wellenfunktionen und ermöglichte vier Basiszustände. Der Eremit konnte Programmcodes der Trassenmacher darstellen, analysieren und verändern. (PR 3393)
Er war in der Lage, Trassenmacher gezielt zu aktivieren und stillzulegen. Während einer Auseinandersetzung brachte er mehrere Maschinen augenblicklich zum Stillstand. (PR 3393)
Der Eremit verfügte außerdem über einen etwa 40 Zentimeter langen Impulsgeber. Im Inneren befand sich ein gewundener, kugelförmiger Kern aus einer ungewöhnlichen, farbig schillernden Substanz. Das Gerät besaß eine siebendimensionale sowie eine temporale Komponente und erzeugte mikroskopische Chronoverzerrungen. Legende hielt die verwendete Technik für hochwertiger als alles, was er bis dahin untersucht hatte. Mit diesem Impulsgeber hatte der Eremit die Trassenmacher Maloras reaktiviert. (PR 3393)
Über ein an Legendes Stirn angebrachtes Gerät versuchte der Eremit offenbar, auf dessen Wissen beziehungsweise Gedächtnisinhalte zuzugreifen. Das Gerät verwendete ebenfalls Hybit-Technologie. (PR 3393, PR 3395)
Der Eremit kopierte darüber hinaus Teile von Skys Programm und übertrug sie auf eine unbekannte Zahl von Trassenmachern. (PR 3394, PR 3395)
Barstow vermutete später, dass der Eremit und die Trassenmacher möglicherweise im siebendimensionalen Bereich miteinander kommunizierten. Eine gesicherte Bestätigung dafür lag nicht vor. (PR 3395)
Raumschiff
Das Raumschiff des Eremiten war äußerlich ein etwa 15 Meter langer zylindrischer Kleinraumer. Sein sichtbarer Innenbereich wirkte stark verwahrlost und technisch primitiv. Er verfügte unter anderem über einfache Feldtriebwerke und Torpedowaffen. Bull und Foersh stellten fest, dass diese Technik nicht ausreichen konnte, um den zweiten Impuls zur Reaktivierung der Trassenmacher auszulösen. (PR 3392, PR 3393)
Ein großer Teil des verfügbaren Schiffsvolumens war zunächst verborgen. Hinter einer Wandverkleidung entdeckten Barstow und Legende einen geheimen Zugang zu einem weitläufigen Labor. Dort befanden sich Arbeitsplätze, technische Geräte, Ersatzteile sowie zahlreiche Trassenmacher in unterschiedlichen Fertigungsstadien. (PR 3393)
Der Eremit konnte Vorgänge auf seinem Schiff offenbar auch dann überwachen, wenn andere ihn für abwesend oder hilflos hielten. Zwei Techniker des PHOENIX wurden bei der Untersuchung seines Schiffs überwältigt und in Stasis versetzt. (PR 3392)
Geschichte
Malora
Der Eremit hielt sich in der toten Galaxie Malora auf und wurde dort im Zusammenhang mit der Reaktivierung der Trassenmacher auffällig. Sein etwa 15 Meter langes Raumschiff wurde vom PHOENIX-Verband entdeckt. (PR 3392)
Nach seiner Gefangennahme untersuchte Meghan Ontares den Eremiten. Dabei wurden seine ungewöhnliche
peptidbasierte Biochemie und die durch lange Isolation geschädigten Neuralbahnen festgestellt. Da er keinen Namen nannte und das Konzept individueller Benennung als fremd bezeichnete, gab Ontares ihm die Bezeichnung »Eremit«. (PR 3393)
Reginald Bull und seine Begleiter versuchten herauszufinden, welche Rolle der Eremit bei der Reaktivierung der Trassenmacher spielte. Dieser erklärte zunächst, selbst den Verursacher des zweiten Impulses zu suchen. Zugleich gab er an, in Malora Frieden gesucht zu haben und die Trassenmacher wieder deaktivieren zu wollen, damit die Galaxie erneut mit Leben erfüllt werden könne. Seine Aussagen blieben jedoch widersprüchlich. (PR 3393)
Liam Barstow und Legende entdeckten schließlich das verborgene Labor des Eremiten. Dort fanden sie zahlreiche von ihm bearbeitete oder geschaffene Trassenmacher sowie den Impulsgeber, mit dem die Maschinen Maloras reaktiviert worden waren. (PR 3393)
Der Eremit zeigte besonderes Interesse an Legende, der nach seiner Auffassung Leben oder zumindest die Grundlage für künftig entstehendes Leben geschaffen hatte. Er erklärte jedoch, die Begegnung mit Legende nicht geplant und nicht mit ihr gerechnet zu haben. (PR 3393)
Bei einem Angriff Legendes zerfiel der Körper des Eremiten in zahlreiche
käferartige Kleinstmaschinen. Diese konnten einzeln fliehen und sich nach Legendes Einschätzung später wieder zusammensetzen. (PR 3393)
Später verschlechterte sich der Zustand des Eremiten zunehmend. Die Zerstörung mit ihm verbundener Mikroeinheiten schwächte ihn, bis schließlich seine Körperfunktionen versagten. Wiederbelebungsversuche Ontares' blieben erfolglos. Der in Malora aufgetretene Körper des Eremiten starb. (PR 3393)
Kurz vor seinem Tod berichtete er von weiteren Aufgaben. Malora sei nicht die einzige Galaxie, die geeignete Voraussetzungen biete. Eine weitere, vollständig isolierte und den Terranern vertraute Galaxie sollte Schauplatz seiner nächsten Aufgabe werden, die er als den »zweiten Keim des Friedens« bezeichnete. Ontares vermutete Andromeda, doch der Eremit bestätigte dies nicht. (PR 3393)
Nachwirkungen
Nach dem Tod des Eremiten blieb sein Leichnam zu Untersuchungszwecken an Bord des PHOENIX. Die Erforschung seines Körpers und seiner Technik brachte zunächst nur geringe Fortschritte. (PR 3394)
Unmittelbar vor der Explosion seines Raumschiffs entkam ein Objekt, das zunächst wie eine Rettungskapsel wirkte und später die Form zahlreicher
käferartiger Kleinstmaschinen annahm. Ob sich darin ein weiterer Körper des Eremiten, eine Kopie, ein Handlanger oder lediglich von ihm gesteuerte Maschinen befanden, blieb ungeklärt. (PR 3394)
In der Folge wurden einzelne Maschinen beziehungsweise Partikel des Eremiten untersucht. Sie konnten zwischen großen Ansammlungen von Trassenmachern verborgen bleiben und waren nur schwer aufzuspüren. Die Forschung unterschied dabei zwischen Eremitenteilen, Eremitensplittern und Eremitenpartikeln. (PR 3394, PR 3395)
Die Eremitenpartikel verwendeten dieselbe grundlegende Hybit-Technologie wie die Trassenmacher. Ihre Anordnung ähnelte Legendes früherer Technik zur Kommunikation mit der Technowolke. Liam Barstow vermutete daher, dass sie Bestandteil eines höherdimensionalen Kommunikationssystems waren. (PR 3395)
Auch nach dem Tod seines Körpers blieben vom Eremiten veränderte beziehungsweise mit ihm verbundene Maschinen aktiv. Ob darunter weitere vollständige Manifestationen des Eremiten existierten, blieb ungeklärt. (PR 3394, PR 3395)
Quellen
PR 3392, PR 3393, PR 3394, PR 3395