PHOENIX (PHOENIX-Klasse)

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Raumschiff der PHOENIX-Klasse. Für weitere Bedeutungen, siehe: Phoenix.

Der San-Klipper PHOENIX war der Prototyp der PHOENIX-Klasse. (PR 3303 – Risszeichnung)

Technische Daten: PHOENIX (2249 NGZ)
Typ: Fernraumschiff
Größe: Länge 160 m, Breite 45 m, Höhe 29 m
Aufbau: Monocoque-Doppelrumpf mit sechseckigem Querschnitt, ausfahrbare Projektorsegel und Emitterspindeln
Masse: 8250 t
Bordrechner: Semitronik ohne Eigennamen, darauf lief die Kunstintelligenz Phoenix
Unterlichtantrieb: Gravopulstriebwerk
Beschleunigung: 0,2 km/s2
Überlichtantrieb: Hypertrans-Progressor (San-HTP)
Überlichtfaktor: 2,5 Mio. innerhalb von Galaxien, 350–400 Mio. außerhalb
Reichweite: 70 Mio. Lichtjahre
Offensivbewaffnung: leichtes Sublicht-MVH
Energieversorgung: 2 MTH-Reaktoren, 2 Hybrid-ZN-Traf-Speicher
Besonderheiten: Verstärkung der Maximalreichweite durch Fremdtechnologie von Shrell auf unbekannten Wert
Besatzung: max. 6
Hersteller: Organisation San
Abbildung
Risszeichnung: »San-Klipper Prototyp PHOENIX« (PR 3303) von Gregor Paulmann

PR3304Illu.jpg
Heft: PR 3304 – Innenillustration
© Heinrich Bauer Verlag KG

Technische Details

Der Schiffsrumpf ähnelt einem langgestreckten, geschliffenen Edelstein. (PR 3300)

Die Emitterspindeln des Überlichttriebwerks befinden sich an den Spitzen zweier nach vorne geschwungener, segelähnlicher Tragflächen, die für den Überlichtflug ausgefahren werden. Die Tragflächen bestehen aus Ynkalkrit-Fluidblech, ebenso wie vier trapezförmige Heckflossen, an denen ebenfalls Emitterspindeln sitzen. (PR 3300)

Das einzige Beiboot ist die BENU. (PR 3303)

Zur späteren Ausstattung gehörte ein Fiktivtransmitter der Wyconder, den die Besatzung als Geschenk erhalten hatte. Das Gerät ermöglichte den Transport ohne Empfangsstation am Zielort. Die Wyconder hinterließen außerdem eine verschlossene Kommode, deren Funktion zunächst unbekannt blieb. Am 15. Oktober 2266 NGZ wurde an Bord zudem der von Arion Mbinguni entwickelte Metadukt erprobt, ein Fiktivtransmitter terranischer Bauart. (PR 3400)

Unter den hyperphysikalischen Bedingungen des Tartaros wurde die Funktion zahlreicher höherwertiger Schiffssysteme beeinträchtigt. Liam Barstow konnte den San-Hypertrans-Progressor teilweise wiederherstellen. Seine Leistungsfähigkeit blieb jedoch auf kurze Überlichtsprünge über einige Hundert Kilometer begrenzt. (PR 3400)

Bug

Der Mannschaftsbereich befindet sich im Bug und ist im Vergleich zum Rest des Schiffes klein. Er umfasst drei Decks, von C- und B-Deck gibt es einen Zugang zur Lounge. (PR 3300)

C-Deck

Auf dem oberen Deck befindet sich der insgesamt 200 m² Grundfläche umfassende Wohnbereich. In Flugrichtung befinden sich zwei Kabinen vor der Lounge, weitere vier dahinter. Jede von ihnen verfügt über eine eigene Hygienezelle. (PR 3303, S. 49) Dazu kommen eine Messe für die Mannschaft und eine kleine Sporthalle (PR 3300) mit Spabereich (PR 3303).

B-Deck

Eine kleine, spartanisch eingerichtete Medostation, ein Labor und Lager für Ausrüstung und Roboter. (PR 3300, PR 3303).

A-Deck

Hier befindet sich ein kleiner Hangar für Gleiter und Roboter. Über eine Schleuse mit angeschlossener Rampe aus Fluidblech kann man das Raumschiff verlassen. (PR 3303 – Risszeichnung).

Lounge

Die Wände der zwölf Meter durchmessenden kugelförmigen Lounge können transparent geschaltet oder als Projektionsflächen für Holos oder Medienwiedergaben genutzt werden. Bei transparent geschalteten Loungewänden und zur Seite gefahrenen Bordwänden ist ein ungehindeter Blick ins Weltall möglich. (PR 3300) In der Lounge befindet sich eine kleine Bar, die auch Vurguzz im Repertoir hat. (PR 3304)

Im Jahr 2266 NGZ befand sich in der Lounge ein von den Wycondern überlassener Fiktivtransmitter. Außerdem wurde dort der von Arion Mbinguni entwickelte Metadukt für seine ersten Versuche aufgebaut. Der Metadukt bestand aus einem käfigartigen Gestell aus Metallstangen. (PR 3400)

Darstellungen

Bekannte Besatzungsmitglieder

Geschichte

Im Herbst (PR 3304) 2215 NGZ begann Dr. Liam Barstow unter strenger Geheimhaltung mit der Arbeit am PHOENIX. (PR 3300)

Am 4. Oktober 2248 NGZ wurde das Bewusstsein von Phoenix in der Semitronik des Raumschiffes installiert. (PR 3304 – Glossar) Entwickelt wurde es von Zhobotter, der gleichzeitig auch für ihre Erziehung zuständig war. (PR 3312)

Am 7. Juni 2249 NGZ wurde der PHOENIX in der Hamiller-Werft getauft. Anwesend waren unter anderem Gucky, Perry Rhodan, Sichu Dorksteiger, Icho Tolot, Homer G. Adams, Thina Maynard, Akasha Pal, Maciej Temmister, Cameron Rioz und Lyta Hasan. Dabei kam es zu einem Anschlag der Leun Shrell mit dem Brennenden Nichts, das bei seiner Aktivierung den Rand der Werft erreichte. Shrell wollte mit dem Anschlag Perry Rhodan dazu bringen, mit dem PHOENIX in die Agolei zu fliegen, um dort Reginald Bull zu töten. Rhodan rettete durch einen Rammstoß mit dem PHOENIX einige Besucher der Werft aus dem Besucherzentrum, indem er eine Scheibe zerstörte, wodurch ein Fluchtweg frei wurde. Der PHOENIX erlitt dadurch keine größeren Schäden (PR 3301) und wurde anschließend von Sichu Dorksteiger zur Überprüfung und Reparatur zur Raumstation DAIDALOS gebracht. (PR 3300)

Am 10. Juni wurde der PHOENIX auf dem Asteroiden Styx von Shrell mit einem neuen Aggregat ausgerüstet, um seine Reichweite zu vervielfachen und ihm dadurch die Reise in die Agolei zu ermöglichen. (PR 3302)

Am 11. Juni war der PHOENIX von Styx wieder in die Oortsche Wolke zurückgekehrt. Liam Barstow stellte fest, dass das von Shrell übermittelte Aggregat mit seiner achteckigen Grundfläche anschlussgerecht in einen ausgesparten Raum im Maschinenbereich passte, der ursprünglich in den Bauplänen überhaupt nicht vorgesehen gewesen war. Diese Abweichung von den Bauplänen hatte Barstow bereits 2244 NGZ entdeckt. Damals hatte die Kunstintelligenz Phoenix angegeben, den Raum als Rückzugsort für seinen Avatar angelegt zu haben. Die neue Entwicklung ließ allerdings vermuten, dass Shrell hier manipuliert hatte. Diese Frage konnte mangels Informationen nicht geklärt werden. (PR 3302)

Zwei Wochen nach Shrells Anschlag stießen Atlan und Meghan Ontares zur Besatzung des PHOENIX, der auf der Werftplattform DAIDALOS in der Oortschen Wolke stationiert war. Von dort brachen die beiden zusammen mit Perry Rhodan, Liam Barstow und Zhobotter in die Agolei auf. Der PHOENIX war in diesen zwei Wochen für die lange Reise noch adaptiert worden. Es musste Raum für die Besatzung geschaffen werden, rein wissenschaftlichen Zwecken dienende Geräte wurden ausgebaut. Bis auf zwei Geräte wurden auch alle Suspensions-Alkoven ausgebaut, wodurch Energie gespart werden sollte. Weitere Veränderungen bezogen sich zum Beispiel auf den Einbau eines HÜ-Schirms, bei der Bewaffnung wurde ein Paralysatormodus eingebaut. Möglichkeiten für die Energieerzeugung und -speicherung wurden hinzugefügt. Platz für ein Beiboot wurde geschaffen. (PR 3303) An der Überarbeitung des PHOENIX vor dem Flug in die Agolei, waren auch die Firmen Wylon Hypertech und Plophotech beteiligt. (PR 3303, S. 49)

Am 25. Juli 2250 NGZ wurde der Flug des PHOENIX in die Agolei durch einen Totalausfall der Schiffssysteme unterbrochen. Eine Gruppe Wyconder enterte das Raumschiff. Sie brachten den PHOENIX und seine Besatzung zur Raumstation OBJEKTIV 2414. Es stellte sich heraus, dass Shrell das dem PHOENIX geschenkte Aggregat zur Reichweitenverlängerung vor über fünfzig Jahren von den Wycondern gestohlen hatte. (PR 3304)

   ... todo: ... ...

Nach dem Einsatz in der Agolei nahm der PHOENIX die Suche nach Gucky und dem Sternwürfel auf. Erster Ansatz waren Koordinaten, die Reginald Bull von Terrybor erhalten hatte. An Bord befanden sich nur noch Bull, Ontares und Barstow. Sowie Anzu Gotjian, die in einen Suspensions-Alkoven gelegt werden musste, um den drohenden explosiven Zellverfall zu verzögern. Des Weiteren waren Atlan und Sichu Dorksteiger mit dabei, die am 17. August 2255 NGZ, bei NGC 5885, mit der YDUA das Schiff verließen und zur Milchstraße zurückkehrten. (PR 3356)

Am 10. November 2255 NGZ erreichte der PHOENIX die Zielkoordinaten und fand dort das Technogewölk vor. (PR 3356) Am 15. November ging es, zusammen mit der Legende, weiter zur Galaxie Grasoci, die der PHOENIX am 21. November erreichte. Dort traf man in der Peripherie der Welteninsel auf drei Tetraederschiffe des Peripheren Raumrettungsnotdienstes. Danach besuchte man das Gebiet der Lanathan und folgte der Spur des Mayordenkers Tuumrath Wyym nach Tareen. (PR 3361)

   ... todo: ... ...

Nach einer schweren Beschädigung wurde die PHOENIX von den Wycondern wiederaufgebaut. Dabei veränderten sie das Schiff und ergänzten seine technische Ausstattung. Die ursprünglich als Phoenix bezeichnete Kunstintelligenz verwendete später den Namen Sky.

PEGASOS

2257 NGZ

Während der Ereignisse in Malora wurde die PHOENIX in die Auseinandersetzungen um Legende, den Eremiten und die Trassenmacher verwickelt. Ihre Bordintelligenz Sky übernahm zeitweise selbstständig die Steuerung des Schiffes. Dabei untersuchte sie unter anderem die Auswirkungen von Psi-Desaktivierungsimpulsen auf die Trassenmacher und registrierte deren teilweise Deaktivierung und spätere Reaktivierung. (PR 3392)

Im weiteren Verlauf entstand eine ungewöhnliche Verbindung zwischen Sky und den Trassenmachern. Die Bordintelligenz betrachtete die Maschinen als ihre Kinder. (PR 3394)

Bei einem späteren Einsatz wurden mithilfe des wycondrischen Fiktivtransmitters Eremitenpartikel und mehr als 70.000 Trassenmacher transportiert. (PR 3395)

Chroniden

2266 NGZ

Am 15. Oktober 2266 NGZ befand sich die PHOENIX im Orbit über Terra. An Bord wurde der von Arion Mbinguni entwickelte Metadukt erstmals erprobt. Der erfolgreiche Transport eines Metallwürfels löste die Diebstahlsicherung des ebenfalls an Bord befindlichen wycondrischen Fiktivtransmitters aus. Die PHOENIX wurde daraufhin von einem undurchdringlichen hyperenergetischen Feld eingeschlossen. Nachdem die Wyconderin Terrybor die Sicherung deaktiviert hatte, zog sich das Feld zu einem Glutball zusammen, der im Indischen Ozean einschlug und den gewaltigen Schacht Tartaros öffnete. (PR 3400)

Als Mbinguni durch eine unkontrollierte Aktivierung des Metadukts in den Schacht versetzt wurde, folgte ihm die PHOENIX unter dem Kommando Perry Rhodans. Im Inneren wurden zahlreiche höherwertige technische Systeme durch eine hyperphysikalische Hemmung beeinträchtigt. Das Schiff konnte seine Fallgeschwindigkeit von etwa 300 Kilometern pro Stunde nicht erhöhen. Unter anderem fielen die Flugaggregate der SERUNS sowie der Suspensionsalkoven von Anzu Gotjian aus. Die Bordschwerkraft und die Lebenserhaltung blieben dagegen funktionsfähig. (PR 3400)

In 980 Kilometern Tiefe erreichte die PHOENIX eine kugelförmige Station, in der sich Angehörige des Volkes der Kanequa aufhielten. Während Rhodan, Meghan Ontares und Anzu Gotjian die Station betraten, blieb Liam Barstow an Bord zurück. Ihr gelang es, den San-Hypertrans-Progressor eingeschränkt funktionsfähig zu machen und den Metadukt zu reparieren. Kurz nach dessen erneuter Aktivierung öffneten sich mehrere Portale, durch die bewaffnete Kanequa in die PHOENIX eindrangen. (PR 3400)

Von Garrian-Zin, dem Mundschenk des Erretters Dilial-Gor, erfuhren die Terraner, dass die PHOENIX durch ihre Anwesenheit die Verbindung des Tartaros zum Standarduniversum aufrechterhielt. Die Kanequa bezeichneten das Schiff deshalb als Schachtöffner. Sie wollten es in ihren Besitz nehmen und nach der Befreiung Dilial-Gors als dessen Streitwagen verwenden. (PR 3400)

Um die Verbindung nach Terra zu unterbrechen und die Befreiung Dilial-Gors zu verhindern, entwickelte die Bordintelligenz Sky einen Plan zur Zerstörung der PHOENIX und der kugelförmigen Station. Nach Rhodans Zustimmung versetzte Sky ihn, Liam Barstow, Meghan Ontares und Anzu Gotjian mithilfe des Metadukts auf eine spiralförmige Rampe innerhalb des Tartaros. (PR 3400)

Nachdem Garrian-Zin und möglichst viele weitere Kanequa die PHOENIX durch ihre Portale verlassen hatten, aktivierte Sky den eingeschränkt funktionsfähigen San-Hypertrans-Progressor und führte einen kurzen Überlichtsprung unmittelbar in die weniger als 200 Meter entfernte Station aus. Die PHOENIX und die Station wurden bei der anschließenden Explosion zerstört. Damit brach die Verbindung des Tartaros nach Terra ab. Sky wurde bei dem Manöver ebenfalls vernichtet. (PR 3400)

Quellen