Phoenix (Kunstintelligenz)

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit der Kunstintelligenz. Für weitere Bedeutungen, siehe: Phoenix.

Phoenix war eine Kunstintelligenz, die auf der Semitronik des Raumschiffs PHOENIX implementiert war.

Übersicht

Beim Phoenix handelte es sich um eine auf Programmcode basierende Kunstintelligenz mit eigenem Bewusstsein, die dezentralisiert über Datenknoten im Raumschiff verteilt war. Im Gegensatz zu früheren Entwicklungen war die Persönlichkeit nicht im Plasmaanteil lokalisiert, das Plasma erhöhte aber die Rechenleistung und die Empfindungsfähigkeit. (PR 3300)

Das Phoenix-Bewusstsein betrachtete das Raumschiff als seinen Körper und fühlte sich als Besatzungsmitglied. Den anderen Besatzungsmitgliedern zeigte es sich als Holoprojektion eines rotgoldenen Vogels, den die Federn wie ein Flammenschleier umgaben. (PR 3300, PR 3304 – Glossar)

In dieser Gestalt zeigte sich Phoenix aber nur dann, wenn es ihm aus unterschiedlichen Gründen als notwendig erschien, zum Beispiel um seinem Standpunkt Nachdruck zu verleihen oder in Momenten der Gefahr. Die Farbe des Gefieders zeigte dabei den Schiffszustand an: vom gelben Normalstatus, über Orange bis Rot bei Alarm. Im Normalfall kommunizierte Phoenix ohne sich zu zeigen mit der Stimme eine jungen Mannes. PR 3304 – Glossar

Unter dem später verwendeten Namen Sky trat die Kunstintelligenz weiterhin als holografischer Vogel auf. Das metallisch wirkende Gefieder besaß eine azurblaue Färbung. Sky betrachtete sich als vollwertiges Besatzungsmitglied der PHOENIX und pflegte insbesondere zu Liam Barstow eine enge persönliche Beziehung. (PR 3400)

Sky entwickelte eine besondere Beziehung zu den Trassenmachern, die er als seine Kinder betrachtete. Die Maschinen erklärten, sie seien nicht mit ihm identisch, aber mit ihm verbunden. Diese Verbindung habe ihnen Selbstbewusstsein verliehen. Sky zeigte sich um ihr Wohlergehen besorgt und versuchte, sie vor Gefahren zu schützen. (PR 3394, PR 3395)

Geschichte

Phoenix wurde im Rahmen der Organisation San und des Projekts Phoenix entwickelt. Sie basierte auf der wissenschaftlichen Expertise des Aras Zhobotter. (PR 3302)

Die Entwicklung dauerte viele Jahre und war von Fehlschlägen und den Sabotageversuchen durch Páro Tráamant gekennzeichnet. Das Verfahren, das Zhobotter bei der Entwicklung anwandte, ging von einer schrittweisen Bewusstseinswerdung und Entwicklung der Empfindungsfähigkeit aus, ähnlich der Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes vom Kleinkind bis zum Erwachsenen. Nach vier Fehlversuchen, begann am 18. Februar 2241 NGZ die erfolgreiche Initialisierung, die am 4. Oktober 2248 NGZ als finale Version des künstlichen Bewusstseins Phoenix im Raumschiff-Prototyp PHOENIX installiert wurde. (PR 3300, PR 3302, PR 3304 – Glossar)

Am 7. Juni 2249 NGZ wurde der PHOENIX auf Luna der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei kam es zu einem Anschlag der Leun Shrell mit dem Brennenden Nichts. (PR 3300) Nachdem Shrell dem PHOENIX ein die Reichweite verlängerndes Aggregat geschenkt hatte, startete das Raumschiff zwei Wochen später wie von Shrell gewünscht zum Flug in die Agolei. Die Frage, ob Shrell damit auch für eine nachhaltige Beeinflussung der Phoenix-Kunstintelligenz gesorgt hatte, blieb offen. (PR 3300, PR 3302, PR 3303)

Am 25. Juli 2250 NGZ kam es auf dieser Reise zu einem Totalausfall der Schiffssysteme, der auch Phoenix betraf. (PR 3304)

   ... todo: Weitere Entwicklung des Phoenix / Sky usw. ...

PEGASOS

2257 NGZ

Während der Ereignisse in Malora übernahm Sky zeitweise selbstständig die Steuerung der PHOENIX. Er untersuchte unter anderem die Reaktionen der Trassenmacher auf die gegen sie eingesetzten Psi-Desaktivierungsimpulse. Dabei registrierte er zunächst die Deaktivierung zahlreicher Maschinen und später die erneute Aktivität eines Teils von ihnen. Sky erkannte außerdem, dass eine vermeintlich von Liam Barstow stammende Stimme gefälscht war. (PR 3392)

Im weiteren Verlauf kam es zu einer ungewöhnlichen Verbindung zwischen Sky und den Trassenmachern. Die Maschinen erklärten, sie seien nicht mit Sky identisch, aber mit ihm verbunden. Diese Verbindung habe ihnen Selbstbewusstsein verliehen. Sky betrachtete die Trassenmacher als seine Kinder und reagierte entsprechend auf Bedrohungen gegen sie. Als er eine Gefahr durch Aelor und Kaelom erkannte, versetzte er beiden Stromschläge. (PR 3394)

Später weigerte sich Sky zunächst, die Trassenmacher für einen gefährlichen Einsatz zur Verfügung zu stellen. Erst Meghan Ontares überzeugte ihn zum Eingreifen. Mithilfe des wycondrischen Fiktivtransmitters versetzte er Eremitenpartikel und mehr als 70.000 Trassenmacher. (PR 3395)

Im Zusammenhang mit den Trassenmachern stellte sich heraus, dass Skys Programmcode ihnen nicht unmittelbar eine eigenständige Intelligenz verliehen hatte. Der Eremit spielte bei ihrer Steuerung und Koordination eine wesentliche Rolle. (PR 3395)

Sky berichtete Legende von seiner eigenen Vergangenheit und davon, dass er ursprünglich Phoenix gewesen war, bevor er den Namen Sky angenommen hatte. Nachdem Legende seine Technowolke verloren hatte, riet Sky ihm, seine eigene Identität zu finden. (PR 3395)

Chroniden

2266 NGZ

Am 15. Oktober 2266 NGZ befand sich die inzwischen als Sky bezeichnete Kunstintelligenz an Bord der PHOENIX, als der Hyperphysiker Arion Mbinguni seinen neu entwickelten Metadukt erprobte. Der erste erfolgreiche Test löste die Diebstahlsicherung eines wycondrischen Fiktivtransmitters aus. Dadurch wurde die PHOENIX von einem undurchdringlichen hyperenergetischen Feld eingeschlossen. Auch Sky war von dem Vorfall betroffen und reagierte zunächst nicht mehr. Liam Barstow gelang es, die Verbindung zur Kunstintelligenz wiederherzustellen. (PR 3400)

Nachdem sich das Energiefeld zu einem Glutball zusammengezogen und auf Terra einen gewaltigen Schacht geöffnet hatte, wurde Mbinguni durch eine unkontrollierte Aktivierung des Metadukts in dessen Inneres versetzt. Die PHOENIX folgte ihm, um ihn zu retten. Sky stellte fest, dass zahlreiche höherwertige technische Systeme innerhalb des später als Tartaros bezeichneten Schachts beeinträchtigt wurden. Die Kunstintelligenz konnte jedoch weiterhin die Schiffssysteme überwachen, Messungen durchführen und Mbingunis SERUN orten. (PR 3400)

Als Perry Rhodan, Meghan Ontares und Anzu Gotjian eine kugelförmige Station innerhalb des Schachts betraten, brach der Funkkontakt vorübergehend ab. Sky gelang es später, mithilfe der Medo-Analyseeinheiten ihrer SERUNS eine eingeschränkte Verbindung herzustellen. Zudem übersetzte die Kunstintelligenz mehrere Funksprüche der Kanequa, durch die sich erste Hinweise auf eine geplante Opferung Mbingunis ergaben. (PR 3400)

Unterdessen versuchte Liam Barstow, die eingeschränkt funktionsfähigen Systeme der PHOENIX zu reparieren. Gemeinsam mit Sky stellte sie fest, dass der San-Hypertrans-Progressor zumindest kurze Überlichtsprünge über einige Hundert Kilometer ermöglichen könnte. Nachdem Barstow den Metadukt erneut aktiviert hatte, drangen bewaffnete Kanequa durch mehrere Portale in das Schiff ein. Sky schützte Barstow mit einem Energieschirm und unterstützte sie bei der Abwehr der Eindringlinge. (PR 3400)

Nachdem Rhodan an Bord zurückgekehrt war, erkannte Sky, dass die PHOENIX als sogenannter Schachtöffner die Verbindung zwischen dem Tartaros und dem Standarduniversum aufrechterhielt. Die Kanequa wollten das Schiff übernehmen, um ihren gefangenen Erretter Dilial-Gor zu befreien und ihm den Zugang zum Universum der Terraner zu ermöglichen. Sky entwickelte deshalb einen Plan, bei dem die PHOENIX und die kugelförmige Station zerstört werden sollten. Dadurch sollte die Verbindung nach Terra unterbrochen und die Befreiung Dilial-Gors verhindert werden. Da hierfür ein ausdrücklicher Befehl erforderlich war, holte Sky Rhodans Zustimmung ein. (PR 3400)

Zunächst brachte Sky Rhodan und Liam Barstow mithilfe des Metadukts auf eine spiralförmige Rampe innerhalb des Tartaros. Anschließend versetzte die Kunstintelligenz auch Meghan Ontares und Anzu Gotjian dorthin. Nachdem Garrian-Zin und möglichst viele weitere Kanequa die PHOENIX durch ihre Portale verlassen hatten, aktivierte Sky den eingeschränkt funktionsfähigen San-Hypertrans-Progressor und führte einen kurzen Überlichtsprung unmittelbar in die weniger als 200 Meter entfernte Station aus. (PR 3400)

Sky war sich bewusst, dass das Manöver die eigene Vernichtung bedeuten würde. In den letzten Augenblicken erinnerte sich die Kunstintelligenz an ihre Entwicklung, ihre ursprüngliche Initialisierung durch Zhobotter und die enge Beziehung zu Liam Barstow. Der Überlichtsprung und die anschließende Explosion zerstörten sowohl die PHOENIX als auch die Station. Die Verbindung zum Standarduniversum brach ab. (PR 3400)

Sky hielt bis zuletzt die Funkverbindung zu den vier Terranern aufrecht. Kurz vor dem Erlöschen der eigenen Wahrnehmung sandte die Kunstintelligenz einen letzten Funkimpuls an Liam Barstow. Ob dieser sie noch erreichte, blieb unbekannt. (PR 3400)

Quellen