Vurguzz

Aus Perrypedia
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Google translator: Translation from German to English.
Google translator: Překlad z němčiny do češtiny.
Google translator: Vertaling van het Duits naar het Nederlands.
Google translator: ドイツ語から日本語への翻訳
Google translator: Traduction de l'allemand vers le français.
Google translator: Tradução do alemão para o português.

Vurguzz ist ein bekanntes und beliebtes alkoholisches Getränk.

Herstellung

Hergestellt wird er als alkoholischer Extrakt der Vurga-Frucht, die nur auf dem Planeten Vurga gedeiht. Er ist grün und äußerst hochprozentig (»160 % Alkohol, davon 60 % im Hyperraum«).

Die Vurga-Frucht, auch Vurga-Beere genannt, ist eine faustgroße, Wikipedia-logo.pngKiwi-ähnliche Frucht. Ihr wird eine lebensverlängernde Wirkung nachgesagt.

Wirkung

Es kursieren Gerüchte, dass der Konsument bei entsprechendem Genuss Gegenstände in dreifacher Ausfertigung bewundern konnte, und das ganz ohne Multiduplikator. Der Vorstandsvorsitzende des Regy Bullna-Verlages verweigerte hierzu allerdings jeden Kommentar.

Atlan findet offenbar keinen Gefallen an dem Getränk – er vergleicht den Geschmack mit dem von Desinfektionsmittel. (PR 2812, Kap. 8)

Geschichte

Bereits im Jahre 10.500 da Ark wurde Vurguzz seit einiger Zeit im Großen Imperium getrunken. Der Siegeszug über die bekannte Galaxis war ungewöhnlich. Den meisten Konsumenten war weder bekannt, woraus sich dieses Getränk zusammensetzte, noch woher es kam und die Bedeutung des seltsamen Namens. (Atlan 288)

Der Planet Vurga wurde von einem Raumschiff der Explorerflotte (EX-313) entdeckt, das dort abstürzte. Frank Sattros und Helen Mertens, zwei Besatzungsmitglieder des Schiffes, überlebten den Absturz und entdeckten die heilende Kraft der Vurga-Beeren. Da man kein Medikament daraus herstellen konnte, verarbeitete man sie zu wohlschmeckendem Likör. Der Name »Vurguzz« stammt angeblich von Gucky; in der Ilt-Terminologie bedeutet »Uzz« so viel wie »Himmelstränen«. Der Ilt bezeichnete den Likör übrigens als »Raketentreibstoff«. (PR 554)

Anmerkung: Da Vurguzz bereits im 9. Jahrtausend v. Chr. im Großen Imperium bekannt und beliebt war, ist der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte jedoch zweifelhaft. (Atlan 158, S. 52, Atlan 164, S. 62) Vermutlich handelt es sich um ein zum Zweck der Verkaufsförderung erdachtes Märchen der PR-Abteilung der Vurguzz Company.

Mit Reginald Bull ist eine prominente Person an der Vurguzz Company beteiligt. Seine aus einer Laune heraus getätigte Investition an dem mit »Vurguzz – Himmelstränen aus der Milchstraße« beworbenen Getränk, machte sich im Laufe des 25. Jahrhunderts bezahlt. (Kosmos-Chroniken 1) Im Jahr 2435 lag das Herstellungsmonopol immer noch in Händen der Familie Sattros. (PR-TB 412)

Im Jahre 1551 NGZ konnte Vurguzz ohne Weiteres in Terrania erworben werden. (PR 2906, S. 25) Es wurde ebenfalls in Quinto-Center angeboten. (PR 2942, S. 23) Die Spirituose wurde auch als Zutat für die arkturischen Gorengkekse verwendet. (PR 2949, S. 4)

Reale Welt

Vurguzz.jpg
Das Original VURGUZZ-Etikett von Wikipedia-logo.pngWolfgang Thadewald

Erfinder des fiktiven Vurguzz

In Fandomkreisen hält sich hartnäckig das Gerücht, der Erfinder des literarischen Vurguzz sei der Wikipedia-logo.pngNASA-Pressesprecher und SF-Autor Wikipedia-logo.pngJesco von Puttkamer gewesen, der das Getränk für einen seiner Romane erfand (siehe Jürgen Marzi: »Das Fan-Lexikon des SFCD«, Wikipedia-logo.pngScience Fiction Club Deutschland e.V., 1. Auflage 1991). Dafür kämen lediglich zwei in Frage, wie Wikipedia-logo.pngWolfgang Thadewald in »Die Geschichte des Vurguzz« (SFGH-Chroniken Nr. 181, Science Fiction Gruppe Hannover, Dezember 1997) schlüssig nachweist: »Der Unheimliche vom anderen Stern« (1957) und »Galaxis ahoi!« (1959, gemeinsam mit Clark Darlton), beide im Dörner-Verlag als Leihbücher erschienen. Spätere Romane können außer Acht gelassen werden, da nur diese vor der tatsächlichen Herstellung des Getränks erschienen sind.

Es gibt aber eine weitere Spur, auf die ebenfalls Wolfgang Thadewald hinweist. In »Munich Round Up« Nr. 6 vom April/Mai 1959, dem satirischen Wikipedia-logo.pngFanzine der SF-Gruppe Wikipedia-logo.pngMünchen, erschien ein Witz, in dem einer der beiden Protagonisten »sein fünftes Glas Vurguzz« trank. In den folgenden Ausgaben tauchte der Begriff immer wieder in verschiedenen Zusammenhängen auf. In MRU Nr. 8 beispielsweise veröffentlichte der MRU-Herausgeber und Redakteur Wikipedia-logo.pngWaldemar Kumming eine »Anzeigenseite«, in der es unter anderem heißt (Zitat): »VURGUZZ-Verschnitt, das Getränk, daß garantiert jeden umhaut, 250Vol.% pro gescheertes Faß nur UCr [unleserlich]«.

Im Zuge eines Briefwechsels mit Willi Diwo seit Anfang 1996 erwähnte Kumming dazu folgendes:

»Die Sache mit Vurguzz fing eigentlich auch in MRU an. Dazu muß ich vorausschicken, daß MRU im Gegensatz zu allen anderen damals erscheinenden Fanzines nicht tiefernst war. Unter anderem erfand ich damals den Planeten Monstros und weil das für irgendeine Story notwendig war, das Getränk VURGUZZ, das 250 % Alkoholgehalt aufweisen sollte (die über 100 % hinausgehenden Prozente waren im Hyperraum). Dies ließ nun Franz Ettl keine Ruhe, bis er ein Gesöff zusammengebraut hatte, das neben etwa 80 % Alkoholgehalt auch noch einen Wirkungsbeschleuniger in sich hatte, sodaß Fans nach Genuß größerer Mengen sehr schnell besoffen wurden; die Wirkung hielt allerdings nicht lange an. Was dieser Zusatz war, kann ich leider nicht mehr feststellen, da Franz Ettl schon vor vielen Jahren gestorben ist.
Auf vielen Cons der damaligen Zeit wurde VURGUZZ ausgeschenkt und da auch einige PR-Autoren auf diesen Cons waren, kam er wohl auf diesem Weg auch in PR-Hefte.
Sehr viel später wurde auch von einem Getränkehersteller in Übersee (am Chiemsee) VURGUZZ verkauft. Er war aber lange nicht so stark wie das Original; ob er den Beschleuniger enthielt, weiß ich nicht. Auch ist mir nicht bekannt, ob der Hersteller noch besteht und ob er noch VURGUZZ herstellt.«

Eine weitere Erwähnung des Getränks findet man in »Wanderer zwischen drei Ewigkeiten« (auch 1959) von Clark Darlton. Dort heißt es:

»In der Bar „Zu den dreieinhalb Planeten“ am Rand des Landefelds saßen einige Stunden später die fünf Offiziere der FORTUNA und nahmen Abschied. [...] „Routine!“ erklärte Maxwell und schüttete den vierten Vurguzz, einen starken Venusschnaps, in sich hinein. Er schüttelte sich und bestellte den nächsten. [...] Das scharfe Zeug erweckte den Eindruck, als wolle es Löcher durch die Magenwände brennen, war im Wesentlichen jedoch harmloser als Schwefelsäure. Immerhin warf es auf Dauer auch den stärksten Mann um.«

Die »Bar zu den dreieinhalb Planeten« ist ein Schauplatz, der ebenfalls ab MRU Nr. 6 mehrfach Erwähnung fand. Walter Ernsting war zur damaligen Zeit, obschon in Wikipedia-logo.pngIrschenberg wohnend, eine der Galionsfiguren der Münchener SF-Gruppe.

Erfinder des realen Vurguzz

Der Erfinder des realen Vurguzz aber war Franz Ettl, der den nach Wikipedia-logo.pngPfefferminze schmeckenden Schnaps Mitte August 1960 aus neun verschiedenen Schnäpsen seiner Hausbar kreierte. Bei der Mixtur der ersten Flasche war auch der bereits genannte Wolfgang Thadewald zugegen, der das Etikett dieser Flasche gemalt hatte.

Eine mögliche Inspiration für Vurguzz könnte der italienische Kräuterlikör »Centerba72« sein, der nicht nur eine grünliche Färbung, sondern auch stolze 70 Umdrehungen aufweist.

Mitte der 1990er Jahre gab es Vurguzz unter der Bezeichnung »Vurguzz medium« als Wikipedia-logo.pngLikör in Flaschen zu 0,5 l oder 20×0,02 l zu kaufen. Zum Weltcon 2000 wurde eine Sonderabfüllung mit dem Titelbildmotiv von PR 1013 und dem Con-Logo auf dem Etikett vertrieben.

Vurguzz-Box-Offen.jpg
Offene Vurguzz-Box
Vurguzz-Flasche u. Karte.jpg
Vurguzz-Flasche zu 2 cl und Aufstellkarte
Vurguzz-Set 2000.jpg
Vorlage für das Etikett: PR 1013

Weblinks

Quellen