Meteoritenraumschiff

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Das Meteoritenraumschiff wurde durch das Volk der Paramags gebaut und eingesetzt. Seine Besonderheit war das Vorhandensein großer Mengen des PEW-Metalls, ohne das die Paramags den Meteoriten nicht zum Raumschiff umgebaut hätten.

Technische Daten

Technische Daten: Meteoritenraumschiff
Größe: ≈200 km Durchmesser
Unterlichtantrieb: Impulstriebwerke, Antigrav
Überlichtfaktor: Interportabler Stützmassenhebelaufriss (ähnlich einem Transitionsantrieb)
Reichweite: bis zu 9300 Lichtjahre je Sprung
Defensivbewaffnung: Schutzschirm unbekannter Art

Der Meteorit hatte einen Durchmesser von etwa 200 Kilometern. Er war mit einem dem Transitionstriebwerk verwandten Antrieb ausgestattet, der Sprünge bis zu 9300 Lichtjahren ermöglichte. Durch die Anwendung des interportablen Stützmassenhebelaufrisses wurde das gigantische Raumschiff in die Lage versetzt, mit einer vergleichsweise geringen Energiemenge in den Hyperraum einzudringen. (PR 590)

Mithilfe von leistungsfähigen Impulstriebwerken, die im Heckteil untergebracht waren, wurde der Meteorit zuvor bis auf die erforderliche Eintrittsgeschwindigkeit für eine Transition beschleunigt, was bis zu fünf Stunden dauerte. Zusätzlich war er mit Antigrav-Projektoren ausgestattet. Die Steuerung der Antriebseinheiten erfolgte durch mehrere, im Inneren verteilten Positroniken, während für die Kursbestimmung nur eine Navigationspositronik zur Verfügung stand. Das Innere des Meteoriten war mit einer für Menschen atembaren Sauerstoffatmosphäre gefüllt.

Die positronischen Anlagen und technischen Installationen im Zentrum des Meteoriten wurden durch eine Heerschar hochspezialisierter Roboter gewartet. Für Sicherheitsaufgaben standen bewaffnete Kampfroboter zur Verfügung. (PR 591)

Im Kern des Meteoriten gab es eine ovale Halle von 1,3 Kilometern Länge, einem Kilometer Breite und einer Deckenhöhe von 420 Metern. Sie diente als Planetarium und Kommandozentrale, in der nach jeder Transition die aktuelle Position des Meteoriten überprüft wurde. (PR 592)

Als Defensivwaffe verfügte der Meteorit über einen Schutzschirm unbekannter Natur, der auch für Teleporter undurchdringlich war. (PR 586)

Geschichte

Das Meteoritenraumschiff von Asporc wurde etwa 46.566 v. Chr. im Paramag-Alpha-System als eines von insgesamt neun Raumschiffen gebaut. Grund dafür waren die Erkundungsergebnisse des Forschungsschiffes PARGAT, dass etwa 100 Jahre vorher mit den Angaben über einen weiteren, PEW-Metall-haltigen Planeten zurückgekehrt war. Der besagte Planet war der solare Zeut, und die lemurische Zivilisation stellte nach Ansicht der Paramags eine mögliche Bedrohung dar. Die Paramags beanspruchten alle PEW-Vorkommen für sich und würden dafür auch Krieg führen. Daher wurde ein geeignetes Trümmerstück des ehemaligen Planeten Pordypor zu diesem Raumschiff umgerüstet, mit dem der neue PEW-Planet erobert werden sollte. Durch einen Transmitterunfall gelangten der Haluter Icho Tolot, der Mausbiber Gucky sowie die terranischen Altmutanten in die Vergangenheit und konnten die Startvorbereitungen des Meteoritenraumschiffes verfolgen. Um die drohende Invasion des Solsystems durch die Paramags zu verhindern, wurde die Steuerung des Meteoriten durch Icho Tolot und Gucky umprogrammiert. Durch die neue Programmierung wurde das Meteoritenraumschiff nach Erreichen des Zielsystem in eine weitere Transition gezwungen, die mit dem Absturz auf den Planeten Asporc endete. (PR 593)

Anmerkung: Die in PR 593 angegebene Zeitangabe des zweiten Zeitsprungs um 60.000 Jahre ist ein Autorenfehler. Zu dieser Zeit war Zeut bereits seit über 3400 Jahren zerstört und die PARGAT konnte demnach nicht um 46.656 v. Chr. von Zeut zurückkehren.

Dort verblieb das Raumschiff bis zum März des Jahres 3444. Die Paramag-Besatzung verblieb entweder in den inneren Räumlichkeiten des Meteoriten oder überdauerte die Zeit in entstofflichter Form im Zustand der Paratransdeformation. Ein möglicher Hinweis auf die Besatzung wurde in Form der Stadt im Lavameer gefunden. Tief im Inneren des Meteoriten, und mehrere Kilometer unter der eigentlichen Planetenoberfläche, wurde durch eine terranische Expedition eine Ruinenstadt an einem Lavastrom gefunden, die in der Nähe einer heiligen Stätte der Asporcos lag. (PR 575)

Als die Absturzstelle des Meteoritenraumschiffes Mitte März des Jahres 3444 durch die Terraner auf Asporc entdeckt worden war, steckte es tief in der Kruste des Planeten fest. Im Zentrum eines Kontinentes erhob sich ein 300 Kilometer durchmessendes, hufeisenförmiges Gebirge von bis zu 20 Kilometern Höhe, das möglicherweise durch den Aufprall des Meteoritenschiffes aufgetürmt worden war. Der Meteorit steckte in einem steilen Winkel in der Planetenkruste und überragte die Oberfläche am höchsten Punkt um 70 Kilometer. Etwa zwei Drittel der Gesamtmasse war in den Planeten eingedrungen. (PR 574)

Das PEW-Metall übte in der Folge eine außerordentliche Wirkung auf die Asporcos aus. Sie bauten in Bergwerken das PEW-Metall aus dem Meteoriten ab und benutzen das »Himmelsmetall«, wie sie es nannten, um Kopfspangen zu fertigen. Diese Spangen aus PEW-Metall förderten die geistige Entwicklung der Asporcos und kehrten sogar die Wirkung der Verdummungsstrahlung während der Schwarmkrise um.

Später wurde das Schiff durch die im PEW-Metall entstandene Paradox-Intelligenz, sowie der vorherigen Aktivitäten der Altmutanten aktiviert und kehrte in das Trümmersystem der Paramags zurück. Am 14. Juni 3444 hob sich der Meteorit mithilfe von Antigravfeldern und Strahltriebwerken und löste sich aus der Planetenkruste. Die folgende planetare Katastrophe kostete viele Asporcos das Leben und verwüstete die Umgebung des Startplatzes völlig. Erdbeben, Flutwellen, Kontinentalverschiebungen und Stürme umliefen den gesamten Planeten. Das Meteoritenraumschiff selbst hatte den Aufprall und die Zeit in der Planetenkruste fast unbeschadet überstanden. Es wurde vermutet, dass der in das flüssige Magma reichende Teil durch Kraftfelder vor der Zerstörung bewahrt worden war. (PR 586)

Die ehemalige Besatzung war nicht mehr in der Lage, die Steuerung des Meteoritenraumschiffes zu übernehmen. Auch die Erinnerung über den eigentlichen Auftrag des Fluges war verloren gegangen. Aufgrund des bekannten Alters des Meteoritenraumschiffes und seines Kurses, der direkt in Richtung des ehemaligen Sonnensechseckes führte, gingen Perry Rhodan und Atlan zeitweilig von falschen Zusammenhängen aus. Ihre Vermutung war, dass sich das Meteoritenraumschiff über den Sonnentransmitter nach Andromeda absetzen wollte. (PR 590)

Die ursprünglichen Besatzungsmitglieder wurden von den Bewohnern des Trümmersystems als so genannte Zeitgeschädigte bezeichnet und vor dem Einflug in das Trümmersystem überwältigt. Dazu enterten sie mithilfe eines PEW-Bezugstransdeformators den Meteoriten auf eine Entfernung von einer Lichtwoche. Die Paramags des Heimatsystems übernahmen die Steuerung des Meteoriten für den Endanflug und dockten das Meteoritenraumschiff in der ursprünglichen Position an das bestehende PEW-Schienennetz an. (PR 592)

Quellen

PR 574, PR 575, PR 586, PR 590, PR 591, PR 592