Der Positiv-Kontakt

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Serie: Atlan-Heftserie (Band 123)
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© Pabel-Moewig Verlag KG

 

Zyklus: Im Auftrag der Menschheit
Unterzyklus: Das Erbe der Bernaler (Band 2/8)
Titel: Der Positiv-Kontakt
Untertitel: Er begegnet den Zeitnomaden – und erkennt die Gefahr für Ammavol
Autor: Hans Kneifel
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: 1974
Hauptpersonen: Lelle Salgouz, Kervania Reallah, Meinja Idrak, Plantez Garvarenz, Pasqua, Bruno
Handlungszeitraum: Anfang Dezember 2842
Handlungsort: Ammavol
Zusätzliche Formate: E-Book

Kurz­zusammen­fassung

Im Dezember 2842 existiert auf dem Planeten Ammavol eine Kolonie des Solaren Imperiums. Immer wieder stürzen Gebäude ein. Die Kolonisten wollen jedoch ihre Siedlung nicht aufgeben und sperren sogar den zuständigen USO-Spezialisten Plantez Garvarenz ein, um eine Meldung zu verhindern.

Außerhalb der Stadt lebt der eigenbrötlerische Hundezüchter Lelle Salgouz mit den Frauen Meinja Idrak und Kervania Reallah in einer Höhle. Salgouz kommt mit bernalischen Genen in Kontakt und kann nun nach Belieben das Zeitflimmern aufsuchen, wo er von den Bernalern lernt. So erfährt er von einer alten lemurischen Station am Nordpol des Planeten, die eine Besiedelung des Planeten verhindern soll. Da ihm niemand glaubt, befreit er Garvarenz und zerstört mit ihm die Station und damit die Vibrationsspange, die die Gebäude zum Einsturz gebracht hat.

Handlung

Der Planet Ammavol steht im Ammuses-System, 23.120 Lichtjahre von Sol entfernt. Er gehört zur Kategorie der sekundär besiedelten Welten des Solaren Imperiums und die 15.000 Kolonisten leben vor allem in und um der Stadt Quandvec. Nicht dazu gehört der eigenbrötlerische Lelle Salgouz, der sich in mehreren Höhlen am Meeresstrand eingerichtet hat. Bei ihm leben die beiden Frauen Kervania Reallah und Meinja Idrak, die trotz seiner Macken und Schrullen seine Geliebten geworden sind. Gemeinsam betreiben sie die Aufzucht von Wolfshunden, die er den Kolonisten als Helfer für die Jagd verkauft. Salgouz ist in Quandvec nicht gerade beliebt, da er bei jeder Gelegenheit Reden hält, in der er die Vertreibung der Siedler von Ammavol prophezeit. Er begründet seine Ansprachen damit, dass seit dem Sommer des Jahres 2842 seltsame Erdbeben stattfinden, bei denen immer wieder Gebäude zerstört werden. Es kursieren die wildesten Gerüchte, da die Statik der Gebäude nicht zu wünschen übrig lässt und allgemein wird nur vom Problem gesprochen. Schlimm genug dass dem Problem schon zahlreiche Kolonisten zum Opfer gefallen sind.

Anfang Dezember 2842 begibt sich Salgouz mit einem Lastengleiter in die Stadt, um Besorgungen zu machen. Als er den 30 Meter hohen Vorratsturm des Fischereibetriebes an der Küste erreicht, beginnt der Turm aus hochwertigem Stahlplastik zu zerbröckeln und in sich zusammenzufallen. Mit diesem neuerlichen Unglück ist die Zahl der Opfer bereits auf mehr als 1600 angewachsen.

Lelle Salgouz befürchtet, dass der Inspektor der USO, Plantez Garvarenz, bald nicht mehr umhin könne, als Ammavol räumen zu lassen. Nach dem Einkauf in Degoschus Laden fliegt er zum zentralen Platz von Quandvec. Hier erheben sich die Gebäude der Administration mit den Amtsräumen der Planetaren Räte. Etwa 2000 Siedler haben sich hier eingefunden, um auf eine Entscheidung der Räte und des USO-Inspektors zu warten.

In der Administration verhandeln die Räte mit Garvarenz, um zu verhindern, dass dieser einen für Ammavol negativen Bericht an seine übergeordnete Dienststelle abschickt. Garvarenz verlässt die Administration aus Sicherheitsgründen durch den Hinterausgang, um die Hyperfunknachricht aus seinem Stützpunkt abzusetzen.

Die aufgebrachte Menschenmenge verfolgt ihn. Garvarenz kann einen Gleiter starten, in dem der Sicherheitsschlüssel steckt. In rasender Fahrt durch enge Gassen des Stadtzentrums versucht er, die Ausfallstraße zu seinem Stützpunkt zu erreichen. Querfeldein will er den Verfolgern entkommen. Er schafft es nicht, in den Stützpunkt zu gelangen. Vor dem Eingang wird er von Pasqua abgefangen. Der Rat will eine dreimonatige Schonfrist bis zur nächsten planmäßigen Meldung an die USO erzwingen. Er schießt Garvarenz mit einem schweren Schocker nieder. Die Verfolger werden von Pasqua weggeschickt, um in den nächsten drei Monaten den unerklärlichen Zerstörungen auf die Spur zu kommen.

Pasqua entfernt aus dem Hyperfunkgerät ein wichtiges Bauteil und lässt Garvarenz in sein Anwesen bringen, wo dieser unter Hausarrest gestellt wird. Nun hat Plantez Garvarenz genügend Zeit, um an seinem Hobby zu arbeiten und Gedichte zu Papier zu bringen.

Das alles interessiert Salgouz zunächst nicht, zumal sich seine Zucht soeben um sechs Welpen vergrößert. Sein Interesse gilt vielmehr seinem Lieblingsrüden Bruno, der sich plötzlich überaus intelligent verhält. Salgouz ist anfangs begeistert, dann erkennt er, dass Bruno ein bestimmtes Stück Strand wie sein Eigentum sieht und aggressiv reagiert, wenn er sich dort nähert.

Während eines schweren Gewitters wird Lelle Salgouz vom Wimmern seiner Hunde geweckt. Er begibt sich zu den Käfigen und sieht mit Erstaunen, wie Bruno den Riegel öffnet. Mit leisem Wimmern schnappt Bruno nach Lelles Hand und zieht ihn vom Käfig weg. Dann verschließt der Hund das Gatter wieder mit dem Riegel. Bruno läuft in die Wohnhöhle, springt auf den Tisch, nimmt ein Messer zwischen die Zähne und ritzt in die Tischplatte eine Art Kreis. Übergangslos lässt der Hund das Messer fallen und springt Salgouz an, der aber ausweichen kann. Bruno springt auf Meinjas Schlafstätte und verbeißt sich in den Felldecken. Lelle reißt den Hund zurück, der sodann aus der Höhle flüchtet. Bruno hetzt mit großen Sprüngen Richtung Quandvec, von Lelle mit dem Gleiter verfolgt. Erst am Hafen der Stadt holt er den Hund ein, der in einen Kampf mit zwei Männern verwickelt ist. Bruno wird in die Flucht geschlagen. Am Stadtrand gelingt es Salgouz, Bruno mit seinem Energiestrahler zu töten. Das seltsame Verhalten des Hundes ist Lelle ein Rätsel.

Am nächsten Morgen erwacht Salgouz mit dem Gefühl, als ob irgendetwas auf ihn übertragen worden ist und findet sich in einer fremden Umgebung wieder, die von milchigem Nebel erfüllt ist. Von weit her sind Stimmen zu vernehmen. Plötzlich beginnt er durch den Nebel zu fallen und ist wieder in seiner Wohnhöhle, bedrängt von seinen beiden Frauen, die ihm erklären, dass er für fünf Minuten verschwunden war und wieder aufgetaucht ist. Den Mädchen fällt auf, dass mit Lelle eine Veränderung vor sich geht. Er scheint klüger zu werden (wie zuvor Bruno?!).

Am Strand wechselt Salgouz erneut in den Nebel über. Diesmal richtet er gezielt formulierte Fragen an die geheimnisvollen Stimmen, die mit ihm Kontakt aufnehmen und sich als Zeitnomaden bezeichnen.

Salgouz erfährt die Geschichte der Bernaler und nützt die Gelegenheit, um diesen an Intelligenz und Wissen weit überlegenen Wesen telepathisch Fragen über den Planeten Ammavol und die drohenden Gefahren dieser Welt zu stellen. Salgouz erhält tatsächlich Informationen, die ihm aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt unverständlich bleiben. Er beginnt sich von den Zeitnomaden zu entfernen und stürzt aus dem Zeitflimmern. Unmittelbar vor Kervania Reallah taucht er wieder am Strand auf. Panikerfüllt sucht das Mädchen das Weite, von Lelle verfolgt. Im Gespräch erklärt ihr Salgouz, wo er gewesen ist, dass er mit den Zeitnomaden Kontakt aufgenommen hat und jederzeit ins Zeitflimmern überwechseln kann. Er erzählt auch von der Vibrationsspange, einer Hinterlassenschaft der Lemurer, die für die Vernichtung der Oberflächenbauten auf Ammavol verantwortlich ist.

Mit diesem Wissen sucht Lelle Salgouz umgehend die Planetaren Räte Pasqua und Drol'th auf. Doch diese glauben seine haarsträubende Geschichte von Bernalern, Zeitnomaden, Lemurern und Vibrationsspange nicht.

Salgouz begibt sich zu Pasquas Haus, um mit Plantez Garvarenz in Verbindung zu treten. Heimlich dringt er ins Zimmer des USO-Spezialisten ein und bittet ihn, zum planetaren Nordpol mitzukommen, um die Vibrationsspange abzuschalten. Garvarenz lässt sich insbesondere nach der Demonstration des Überwechselns ins Zeitflimmern überzeugen. Die beiden Männer verschwinden unbemerkt aus dem Haus.

Im USO-Stützpunkt rüsten sie sich mit allerlei Gerätschaften, Ausrüstungsgegenständen und einem schweren Gleiter aus. Nächstes Ziel ist die Fürstenburg. Dort beladen sie den USO-Gleiter mit Proviant, Schnaps und nehmen Kervania Reallah, Meinja Idrak und zwei Hunde an Bord. Dann geht es in rasendem Flug zum Nordpol.

Während der Reise nimmt Salgouz Kontakt mit den Zeitnomaden auf. Er erhält die Positionsangaben der lemurischen Station auf dem planetaren Nordpol. Meinja fühlt sich zu Garvarenz hingezogen, doch der USO-Spezialist verhält sich abweisend, um keinen Konflikt mit Salgouz heraufzubeschwören.

Endlich finden die Gefährten die markante Felsnase, unter der die Station vor rund 50.000  Jahren errichtet worden ist. Die Hunde finden den von Eis und Schnee bedeckten Eingang zu den Kabeln, die die in der Felsnase installierten Projektoren der Vibrationsspange mit Energie versorgen. Mit Strahlwaffen schmelzen Salgouz und Garvarenz das Eis und legen den Eingang frei. In einer Tiefe von rund 20 Metern platzieren sie Bomben, die bei der Explosion eine Hitzewelle von mehreren zehntausend Grad entwickeln. Durch die gigantische Wärmeentwicklung wird das Eis durchsichtig und lässt die lemurischen Gebäude tief unter der Oberfläche erkennbar werden. Die Eisdecke zerbirst und beginnt zu verdampfen. Die vier Menschen und die beiden Hunde können mit dem Gleiter dem Inferno entkommen. Die aktivierte Selbstzerstörungsanlage der alten Lemurer schleudert Unmengen von kleineren und großen Eisbrocken hoch in die Luft. Die Vibrationsspange ist außer Funktion gesetzt.

Zurück in Quandvec werden die vier Gefährten bejubelt. Die Planetaren Räte entschuldigen sich für ihr Verhalten bei Lelle Salgouz. Garvarenz erhält den Bauteil des Hyperfunkgeräts zurück. Er wird keine Alarmmeldung an die USO absetzen. Garvarenz wird in der kommenden Zeit Salgouz im Auge behalten müssen, der zu einem Mutanten geworden ist. Lelle Salgouz lädt alle Räte in die Fürstenburg ein, wo mit reichlich Alkohol die Abwendung der Gefahr von Ammavol gefeiert wird.