Speckmoos

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Das Speckmoos war ein moosartiges, anspruchsloses und schnell wachsendes Gewächs. Es gedieh bei einer Mindesttemperatur von +14 °C und in einer Atmosphäre von hohem Wasserdampfgehalt. Zudem blühte es ununterbrochen und sandte dabei in Wolken seine mikroskopisch kleinen Sporen aus.

Nährwert

Diese waren die einzige Nahrung der Robotiker von Mechanica, die sie durch Lungen- und Hautatmung aufnahmen. Die Sporen des Speckmooses besaßen einen extrem hohen Nährwert, da sie zu 80 % Träger von essentiellen Fetten waren und zu 20 % aus Eiweißen und Kohlenhydraten bestanden. Spurenelemente und Vitamine waren nicht enthalten. (PR 118, PR 120)

Experimente der Terraner ergaben, dass ein Durchschnittsterraner innerhalb knapp vier Wochen zu einem Koloss verfettete, wenn er ununterbrochen den Speckmoossporen ausgesetzt wurde. Jeder Atemzug entsprach einer Mahlzeit mit einem Nährwert von 20 bis 1110 Kalorien, je nach der Dichte des Sporenfluges. (PR 120)

Aussaat und Ernte

Auf geeigneten Welten, die von dem Scoutschiff (RABOTAX I) erkundet wurden, wurde das Speckmoos mit dem Saatschiff (RABOTAX II) ausgebracht. Nachdem die Atmosphäre durch die Saatroboter mit den Sporen gesättigt war, erschien das Ernteschiff (RABOTAX III) und saugte die Sporen mit Saugfeldern ab. Im Ernteschiff wurden sie zu einem Nährbrei verarbeitet und nach Mechanica transportiert. Dort wurde der Nährbrei in die Atmosphäre abgeblasen und wiederum eingesammelt. In den Speisesälen der echsenartigen Robotiker wurde die flüssige Nahrung als Aerosol versprüht.

Dieser Rhythmus von Säen und Ernten wurde seit Jahrtausenden durchgeführt. Aufgrund eines Fehlers in der Funkverbindung blieb das Ernteschiff inaktiv, und die Zivilisation auf Mechanica verhungerte.

Direkt nach der Ernte mit den Saugfeldern verwelkte das Speckmoos auf der Planetenoberfläche. Die Robotiker von Mechanica stellten so sicher, dass die eventuell vorhandenen Lebewesen auf den von dem Scoutschiff ausgesuchten Welten nicht andauernd gefährdet wurden.

Bekämpfung und Eindämmung

Bis zur Entdeckung des Ernteschiffes standen noch verschiedene andere Strategien zur Bekämpfung des Speckmooses zur Diskussion. Allerdings waren einige dieser Methoden aufgrund zu hoher Kollateralschäden – planetenweites Versprühen von Herbiziden, planetare Bestrahlung mit UV-Licht – oder einem zu hohen technischen Aufwand – atmosphärische Abkühlung – nicht durchführbar.

Als erfolgreicher, wenn auch nicht allzu beliebt, stellten sich die Eindämmungsregelungen für betroffene Welten heraus. So mussten alle von Arkon II startenden Schiffe ihre Lebenserhaltung für einen festgelegten Zeitraum auf Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes einstellen, damit alle Sporen innerhalb der Schiffsatmosphäre abgetötet werden.

Geschichte

Azgola

Den Terranern wurde das Speckmoos ab dem Jahre 2104 bekannt, als es auf dem Planeten Azgola mit seinem subtropischen Klima zu einer Katastrophe führte. Die ansonsten chronisch mageren Azgonen starben an Überernährungserscheinungen wie Herzverfettung und Atemversagen, nachdem das Saatschiff ihren Planeten mit dem Speckmoos impfte.

Snarfot

Auf dem Planeten Snarfot fand im August 2104 die Aussaat durch das Saatschiff statt. Terranern gelang es, das Saatschiff noch während der Aussaat durch die Saatroboter auszuschalten.

Arkon II

Auf Arkon II kam es im August 2104 beinahe zur Katastrophe, als arkonidische Wissenschaftler, die auf Anweisung Atlans als Gonozal VIII. Speckmoosproben untersuchen sollten, durch Nachlässigkeit einige Sporen in die Atmosphäre gelangen ließen. In der Folge verwandelte sich Arkon II in eine vom Speckmoos bedeckte Welt, die unter Quarantäne gestellt wurde. Arkonidischen Ärzten gelang es, die akute Überernährung der Bevölkerung zu verhindern. Das Problem wurde im September 2104 durch das Eintreffen des reaktivierten Ernteschiffes gelöst. (PR 120)

Weitere Planeten

Im Herbst 2104 wurden weitere vier Planeten bekannt, auf denen das Speckmoos blühte, darunter zwei bewohnte. Die Bevölkerung wurde in die kalten Polgegenden evakuiert, wo die Sporen abstarben, ehe sie eingeatmet werden konnten. (PR 120)

Quellen

PR 118, PR 119, PR 120, PR 121