Kerim Chmal

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Kerim Chmal war einer von drei akonischen Todeskandidaten, die gezwungen wurden, den Planeten Tombstone zu zerstören.

Erscheinungsbild

Er war nicht allzu groß, aber kräftig und stiernackig. Er machte einen verschlagenen Eindruck, hatte eine niedrige Stirn und einen unsympathischen Blick. (PR 178, S. 8, 13)

Geschichte

Im Jahr 2328 wurde Kerim Chmal wegen des Schwarzhandels mit »verbotenen Waren der Klasse eins« (Hypnogeneratoren) zum Tod im Exekutionsschacht verurteilt. Kurz vor der Hinrichtung wurde ihm eine Alternative angeboten. Gemeinsam mit dem Wissenschaftler Ak-Ther Chaan und der Rauschgifthändlerin Adan, die ebenfalls zum Tode verurteilt worden waren, sollte er an einem Himmelfahrtskommando teilnehmen. Sie sollten Arkonbomben auf einem Planeten verteilen, bei dem es sich – wie die drei Akonen erst vor Ort erfuhren – um Tombstone handelte, die Heimat der Schreckwürmer, von denen die Gataser den Grundstoff für ihre unüberwindlichen Molkexpanzer bezogen. Diese Bedrohung sollte durch die Vernichtung Tombstones ein für alle Mal beseitigt werden. Chmal akzeptierte das Angebot. (PR 178 E)

Das kleine Raumschiff, mit dem die Todeskandidaten nach Tombstone flogen, wurde von einem Kampfverband in die Nähe des Ziels gebracht. Kommandant Themul Paiin konnte alle Funktionen des Schiffes fernsteuern und er konnte die Delinquenten mit internen Kameras überwachen. Er sprach mehrmals per Funk mit den Todeskandidaten und ließ keinen Zweifel daran, dass er die im Schiff gelagerten Arkonbomben fernzünden werde, falls sie nicht kooperierten. Das war eine leere Drohung, denn die Mission musste unbedingt zum Erfolg führen. Paiin konnte es sich nicht leisten, das Trio zu töten. Es war aber auch klar, dass Paiin nach Abschluss des Einsatzes allenfalls Adan, die er für sich gewinnen wollte, am Leben lassen würde. (PR 178 E)

Unterwegs sorgte Chmal für Ablenkung, indem er so tat, als wolle er sich über Adan hermachen. Er bedrohte Chaan zum Schein mit einer Waffe, woraufhin es zu Handgreiflichkeiten zwischen Chmal und Adan kam. So hatte Chaan Gelegenheit, die Selbstzerstörungsanlage zu deaktivieren. Zur Strafe manipulierte Paiin den Antigrav und erhöhte die Schwerkraft dermaßen, dass sich Chmal und seine Gefährten vorübergehend nicht mehr bewegen konnten. Nach der Landung legten sie wie befohlen 28 Arkonbomben. Sie nahmen an, sie könnten sich einfach weigern, die Bomben zu zünden, und den Rest ihres Lebens auf dem Planeten verbringen. Die Bomben waren jedoch mit Zeitzündern ausgestattet und explodierten ohne Zutun der Todeskandidaten. Chaan zerlegte den Transitionsantrieb des Raumschiffes, musste aber feststellen, dass es eine zusätzliche Sicherung gab, die er mit Bordmitteln nicht überwinden konnte. Paiin befahl dem Trio, zum Mutterschiff zurückzukehren, sonst werde er sie mit dem Antigrav zerquetschen. Adan zerstörte den Antigrav, so dass Paiin kein Druckmittel mehr hatte. Eine Flucht von dem im Atombrand vergehenden Planeten war nun allerdings nicht mehr möglich. (PR 178 E)

Wenig später wurden die drei Akonen von Fred Heidinger, Jay Fenwick und Lester Pitts kontaktiert, den letzten überlebenden Terranern der AKOLUS. Ihr Schiff hatte Schreckwürmer nach Tombstone transportiert und war durch die Explosion einer Arkonbombe zerstört worden. Die beiden Gruppen verbündeten sich. Gemeinsam bauten sie das Schiff so um, dass sie die von den Schreckwürmern freigesetzte Hyperenergie nutzen konnten, um die Sperre des Überlichtantriebs zu überwinden. Nach dem Start nahm das Schiff automatisch Kurs auf Paiins Einheit und landete in einem Hangar. Inzwischen wurde der akonische Verband von Schlachtkreuzern des Vereinten Imperiums angegriffen. Paiin hatte daher keine Zeit, sich um die zurückkehrenden Todeskandidaten zu kümmern. 12 akonische Schiffe wurden vernichtet, der Rest floh, darunter Paiins Schiff. Die drei Terraner überwanden den Transitionsschock schneller als die Akonen. Sie besetzten die Zentrale, entwaffneten die Besatzung und kaperten das Schiff. Chmal revanchierte sich bei Paiin, indem er ihm einen Kinnhaken verpasste. (PR 178 E)

Die Todeskandidaten und die Terraner konnten aufgrund der Brisanz der politischen Situation nicht einfach mit dem akonischen Schiff weiterfliegen. Sie beschlossen, an einem neutralen Ort abzuwarten und von dort aus Funkkontakt mit einer terranischen Flottenstation aufzunehmen. Der Großteil der akonischen Besatzung sollte mit Beibooten in der Nähe Akons ausgesetzt werden. Nach Beruhigung der Lage sollte Paiin der akonischen Gerichtsbarkeit überantwortet werden, denn er hatte nicht das Recht, über das Leben Chaans, Chmals und Adans zu entscheiden. (PR 178 E)

Quelle

PR 178