Menetekelnde Ephemeriden

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich unter anderem mit den Impulsgebern der Menetekelnden Ephemeriden. Für weitere Bedeutungen, siehe: Impulsgeber (Begriffsklärung).

Die Menetekelnden Ephemeriden oder kurz Ephemeriden (PR 1319) waren das Wunder der Galaxie Absantha-Gom.

Sie waren die Überbringer von unheilvollen Warnungen und Drohungen, die sowohl Kodextreue wie Frevler in täuschend reale Wahnvorstellungen stürzten und Angst und Schrecken verbreiteten. Sobald ihre Aufgabe erledigt war, lösten sie sich so schnell auf wie sie erschienen waren. (PR 1340)

Anmerkungen:
  • Wikipedia-logo.png»Menetekel« geht auf die biblische Überlieferung (Wikipedia-logo.pngBuch Daniel, Kap. 5) zurück. Der aus dem Griechischen stammende Begriff »ephemer« wird für etwas Flüchtiges, Vergängliches verwendet.
  • Mehrmals werden sie als »siebtes Wunder von ESTARTU« bezeichnet, unter anderem in PR 1307, Kap. 2.

Übersicht

Bei den Menetekelnden Ephemeriden handelte es sich um Schwärme von Pseudo-Psiqs, die in den Ephemeriden-Bojen von Nakken hergestellt wurden. Diese künstlichen fünfdimensionalen Partikel kursierten im Psionischen Netz der Galaxie Absantha-Gom. Es gab sie nur dort, in der Überlappungszone waren sie nur selten anzutreffen. Sie wurden von Fremdkörpern im Netz angelockt und stellten so für Gänger des Netzes und Enerpsi-Raumschiffe eine Gefahr dar. (PR 1307, PR 1340, PR 1349)

Normalerweise konnte ein Gänger des Netzes bei einem persönlichen Sprung eine Ansammlung von Ephemeriden rechtzeitig wahrnehmen und ausweichen. Wenn er aber ihren Einflüsterungen erlag, dann rissen sie ihn aus dem Netz zurück in den Normalraum, wo er dann von Granjcars Getreuen aufgesammelt werden konnte. Sehr große Schwärme waren imstande, psionische Feldbahnen abzuriegeln und auf diese Art und Weise eingefangene Objekte zu entmaterialisieren. (PR 1307, PR 1340, PR 1349)

Raumschiffe konnten die Menetekelnden Ephemeriden nicht orten, waren in der Regel aber auch nicht direkt gefährdet. Beim Verlassen des Psionischen Netzes folgten die Schwärme den Schiffen allerdings in den Normalraum. Dabei entstand eine hohe psionische Belastung für die Psyche der Raumschiffsbesatzungen, die häufig zu einer Psiphrenie führte. (PR 1307, PR 1349)

Ephemeriden-Sturm

Als Ephemeriden-Sturm bezeichnete man die massiven psionischen Ausstrahlungen, die von einem Schwarm der Menetekelnden Ephemeriden ausgingen. Es handelte sich um ein Art von Psi-Sturm, der gegen ein Raumschiff, eine Raumstation oder einen ganzen Planeten gerichtet war und unter den dortigen Lebewesen Panik und Schrecken verbreitete. Auf diese Weise sollten die Anhänger des Kriegerkults in ihrer Loyalität getestet und seelisch für den Permanenten Konflikt gestählt werden. (PR 1340)

Einerseits erlitten Lebewesen starke wahnhafte Visionen bis hin zu einem eingebildeten Tod, andererseits kam es zu Schäden an Raumschiffen und Maschinen. Allerdings konnten die Ephemeriden im Standarduniversum nur begrenzte Zeit existieren. Abhängig von der Größe eines solchen Schwarms dauerte der Auflösungsprozess längstens ein paar Stunden, danach endete der Sturm. (PR 1307)

Im Fall eines bevorstehenden Ephemeriden-Sturmes lösten die Nakken für das betreffende Gebiet vorab einen Ephemeriden-Alarm aus. (PR 1340)

Steuerung

Einmal in Umlauf gebracht, gingen die Pseudo-Psiqs – die kein Eigenbewusstsein besaßen – automatisch ihrer Aufgabe nach, Gänger des Netzes zu jagen. Einige von ihnen hatten die Ephemeriden bereits zur Strecke gebracht. (PR 1340)

Von den Ephemeriden-Bojen aus besaßen die Nakken die Möglichkeit, die Schwärme gezielt zu steuern. Mehrere Tausend von ihnen waren mit dieser Aufgabe befasst. (PR 1340, PR 1349)

Anmerkungen: Über die Funktionsweise der Menetekelnden Ephemeriden gibt es widersprüchliche Aussagen. Die Darstellung in diesem Artikel basiert auf Fakten, die entweder mehrfach belegt sind oder die aufgrund des Geschehens keine andere Deutung zulassen. Unklar bleibt:

Impulsgeber

Die Impulsgeber waren neben den verantwortlichen Nakken die Hüter und Lenker der Menetekelnden Ephemeriden. Alaska Saedelaere hielt sie für Aasgeier, die ausplünderten, was die Ephemeridenschwärme übrig ließen. (PR 1307)

Anmerkung: Mehr gibt die Quelle nicht her.

Geschichte

Ab etwa Mitte 445 NGZ wurde immer häufiger beobachtet, dass sich die Menetekelnden Ephemeriden von Absantha-Gom in gefährlichen Konzentrationen zusammenballten. Der Grund war zunächst nicht bekannt; man vermutete, dass der Ewige Krieger Granjcar dahintersteckte. (PR 1307)

Auch die Gänger des Netzes bemerkten den zunehmenden Aufruhr. Alaska Saedelaere bekam einen Orakelspruch der Demeter-Jenny-Hybride zu hören, demzufolge weder Granjcar noch die Animateure verantwortlich waren. (PR 1329)

Schließlich begann Saedelaeres psionischer Symbiont Testare in der zweiten Jahreshälfte 446 NGZ auf eigene Faust mit Nachforschungen, bei denen er auf Ernst Ellert traf. Im Verlauf mehrerer Wochen beobachteten die beiden, wie die Nakken in Granjcars Auftrag die Ephemeriden über die Galaxie ausschwärmen ließen und gegen Ende Oktober die Störquelle entdeckten, eine gewaltige Ansammlung eines Psichogons in der Nordseite von Absantha-Gom. Zwei Sonnensysteme, Shant und Argom, konnten exakt lokalisiert werden. (PR 1340)

Zum Ende des Jahres 446 NGZ sammelten sich immer mehr Ephemeriden in der Umgebung des Vier-Sonnen-Reichs der Kartanin. (PR 1342)

Die Nakken veranlassten sie, das Raumgebiet in Form einer zunächst fünfzehn, im Januar 447 NGZ bereits nur noch zehn Lichtjahre durchmessenden Sphäre einzuschließen. Beobachtungen im Rest der Galaxie zeigten, dass sich anscheinend sämtliche Ephemeriden dort sammelten. Dennoch blieben Lücken offen, die sowohl von Netzgängern als auch von Raumschiffen mit Enerpsi-Antrieb genutzt werden konnten. (PR 1349)

Dem Vormarsch der Ephemeriden entgegen wirkten die Esper der Kartanin. Mit ihren psionischen Kräften errichteten sie eine Abschirmung um den Paratau, um die durch ein Zusammentreffen mit den Ephemeriden drohende Katastrophe abzuwenden. Letztendlich zeichnete sich allerdings ab, dass sie das Unglück lediglich hinauszögern, aber nicht verhindern konnten. (PR 1349)

Erst als Perry Rhodan, Atlan und Eirene mit Unterstützung Ijarkors ein Treffen zwischen der Kartanin Mia-San-K'yon und dem Nakken Dobaril arrangierten, konnte die Lage entschärft werden. Durch eine psionische Affinität erkannten die beiden, dass Kartanin und Nakken eine gemeinsame Vergangenheit haben mussten. Dobaril erklärte sich daraufhin bereit, alles zu tun, um die dem Tarkanium drohende Gefahr abzuwenden. Er überzeugte seine Artgenossen in den Ephemeriden-Bojen, die Menetekelnden Ephemeriden aufzuhalten. (PR 1349)

Am 31. Januar des Jahres 447 NGZ kam es dann allerdings doch noch zu der bereits abgewendet geglaubten Katastrophe. Reginald Bull konnte nicht rechtzeitig über die neue Lage informiert werden. Dies führte dazu, dass er zusammen mit einer aus 12.000 Einheiten bestehenden Flotte der Elfahder den ursprünglichen Plan zur Vernichtung der Ephemeriden ausführte. Die Schiffe der Elfahder stießen durch die nach wie vor von den pseudopsionischen Informationsquanten um den Sektor Tarkanium gebildete Sphäre und zogen beim Verlassen des Psionischen Netzes die fünfdimensionalen Partikel mit in den Normalraum. Unbeabsichtigt entfesselten sie dadurch gewaltige psionische Kräfte, die auf die Paratau-Lager der Kartanin übergriffen und die dort gelagerten circa vier Milliarden Paratautropfen zündeten. (PR 1349)

Quellen

PR 1307, PR 1319, PR 1340, PR 1342, PR 1349