Atto

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Die Atto sind die intelligenten Bewohner des Planeten Attorua in der Galaxie Andromeda.

Erscheinungsbild

Die Atto gleichen aufrecht gehenden terranischen Wikipedia-logo.pngKaninchen und haben eine durchschnittliche Körpergröße von 1,70 Metern. Sie haben zwar normal große Ohren, aber ein dichtes Fell und hervorstehende Hasenzähne. Ihr Fell färben sie je nach der herrschenden Mode mit Streifen, Punkten oder anderen Mustern. Die Atto haben kurze, stämmige Beine und Arme und Hände, die denen von Menschen ähneln. (Andromeda 3)

Die oben beschriebene Körperform bezeichnen die Atto als »Standardgestalt«. Sie wissen allerdings selbst nicht, ob es sich dabei um ihre Urform handelt. Möglicherweise hatten sie ursprünglich eine völlig andere Körperform und haben lediglich in einer lange zurückliegenden Vergangenheit kaninchenähnliche Lebewesen kopiert, die auf Attorua endemisch sind. (Andromeda 3)

Eine besondere Gruppe unter den Atto, die als Tefratto bezeichnet wird, lebt besonders eng mit den auf Attorua heimischen Tefrodern zusammen. Sie haben die Körperform von Tefrodern angenommen und behalten diese über Jahre hinweg bei, um mit ihren geliebten Partnern zusammenleben zu können. Es gibt eine weit verbreitete Theorie, derzufolge das Tloru im Lauf der Zeit abfärbt; tatsächlich sind Tefratto nicht mehr so sprunghaft und hemmungslos wie ihre »unverfälschten« Artgenossen. Die meisten von ihnen leben in Tefrostadt. (Andromeda 3)

Die Atto wissen selbst nicht, wie alt sie werden können. Sie zählen nur selten weiter als bis Drei, auch wenn sie es können. Verspüren sie Anzeichen eines hohen Alters, so kopieren sie einfach einen jüngeren Körper oder greifen auf eine frühere Kopie des derzeitigen Körpers zurück. (Andromeda 3)

Die Atto sterben an Übermut, Unfällen oder misslungenen Selbstversuchen. (Andromeda 3)

Parafähigkeit

Die Atto sind Physiokopisten. (Andromeda 3)

Das Beibehalten der Standardgestalt über einen längeren Zeitraum hinweg gilt unter den Atto als langweilig. Das Gestaltwandeln ist für sie eine Art Volkssport. Die Atto glauben, dass das paramorphische Feld (das Tloru), das zu jedem von ihnen kopierten Körper gehört, mit der Zeit auf sie »abfärbt«. Das führt dazu, dass sie auch die Charaktereigenschaften eines kopierten Wesens annehmen, wenn sie dessen Gestalt für längere Zeit beibehalten. (Andromeda 3)

Das Kopieren von Tierkörpern wird unterlassen, da das Tloru des Tierkörpers die Intelligenz mit der Zeit abnehmen lässt. Je höher das kopierte Tier entwickelt ist, desto länger kann ein Atto dessen Gestalt beibehalten, ohne auf die Fähigkeit zur Gestaltwandlung zu »vergessen«. (Andromeda 3)

Vor den Augen anderer Wesen die Gestaltwandlung durchzuführen, ist tabuisiert. Bei diesem Vorgang kann der Atto seine Umwelt nicht wahrnehmen. Die Gestaltwandlung dauert zwischen einigen Zehntelsekunden und mehreren Minuten und hängt vom körperlichen Unterschied zwischen altem und neuem Körper ab. Dann folgt eine Orientierungsphase, die etwa zehnmal so lange dauert wie die Verwandlung selbst. (Andromeda 3)

Implantate und andere fremde Bestandteile werden nur dann mitkopiert, wenn eine eng verwandte biologische Grundlage besteht, wie etwa ein von einem Angehörigen desselben Volkes stammendes Organ. (Andromeda 3)

Parapsychische Fähigkeiten des Originals werden nicht kopiert. Es wird nur der Körper nachgebildet, nicht jedoch der Geist. Auch keinerlei Erinnerungen, es sei denn »körperliche«, wie latente Krankheiten, Muskelkater oder noch nicht verheilte Wunden. (Andromeda 3)

Charakterisierung

Die Atto sind gutherzig und hilfsbereit, aber disziplinlos und verspielt. Sie sind leidenschaftliche Köche, essen jedoch kein Fleisch – es könnte sich schließlich um einen Artgenossen handeln, der gerade ein Tier kopiert hat. Jeder Atto besitzt ein Gewächshaus, in dem Spezialitäten gezüchtet und meist gleich vor Ort zubereitet werden. Besonders gern spielen sie anderen Atto oder Fremdwesen teilweise sehr derbe Streiche, bei denen sie ihre gestaltwandlerischen Fähigkeiten hemmungslos einsetzen. (Andromeda 3)

Sie lieben es, Gäste zu bewirten. (Andromeda 3)

Begriffe wie Treue und Besitzdenken sind den meisten Atto fremd. (Andromeda 3)

Bekannte Atto

Gesellschaft

Sie haben eine halbnomadische Kultur, leben mit ständig wechselnden Partnern in offenen Beziehungen. Eifersuchtsgefühle kennen sie dabei nicht. (Andromeda 3)

Wirtschaft

Obwohl sie das Konzept der Geldwirtschaft kennen, betreiben sie hauptsächlich Tauschhandel mit Waren und Dienstleistungen. Mit Vorliebe arbeiten sie im Tourismus. Da die Gestaltwandler nur den Körper kopieren können, nicht aber die Kleidung, entwickelten sie erstaunliche handwerkliche Fähigkeiten. Die Produkte der Schneider, Schuster, Weber und so weiter gelten in Andromeda als einzigartig und werden von Kennern äußerst geschätzt. (Andromeda 3)

Ein weiterer florierender Wirtschaftszweig sind die angebotenen Dienstleistungen, die von Freizeit- und Sportangeboten, Naturheilkunde und Physiotherapie bis hin zu Liebesdiensten reichen. Diese Liebesdienste sind in der Gesellschaft der Atto hoch angesehen, allerdings werden sie niemals unter Zwang ausgeübt. Von den Atto kann man fast alles haben, aber nichts fordern oder käuflich erwerben. (Andromeda 3)

Sitten und Gebräuche

Die Atto haben einige Tabus, deren Nichtbeachtung bestraft wird. Atto dürfen keine stark bewusstseinsverändernden Drogen zu sich nehmen (so genannte »weiche« Drogen sind bei ihnen aber sehr beliebt) oder Geräte benutzen, die Hyperenergie verwenden. (Andromeda 3)

Das strengste Tabu betrifft das Gestaltwandeln. So ist es den Atto verboten, die Gestalt eines kopierten Lebewesens mehr als nur in ganz kleinen Details abzuwandeln, oder bei Änderung der Gestalt beobachtet zu werden. Wer ein Tabu bricht, wird für einen bestimmten Zeitraum von den anderen Atto isoliert und mit Nichtachtung gestraft. (Andromeda 3)

Geschichte

Die Atto wissen nicht, wie lange sie schon auf Attorua leben und ob sie sich auf diesem Planeten entwickelt haben. Kein Atto kennt sein eigenes Alter, möglicherweise ist dieses Volk aufgrund seiner gestaltwandlerischen Fähigkeiten sogar unsterblich. (Andromeda 3)

Als Andromeda 1312 NGZ vom Gelben Meister angegriffen wurde und der Sektor Jessytop sich zu einem Rückzugsgebiet für Flüchtlinge entwickelte, zeigten die Atto eine große Hilfsbereitschaft. Sie versorgten die Flüchtlinge in ihren eigenen Heimen und halfen in Krankenhäusern auf besondere Weise: Sie kopierten die Körper von Verletzten und stellten diesen dann Austauschorgane aus ihren eigenen Körpern zur Verfügung. (Andromeda 3)

Am 15. April 1463 NGZ wurde während des Kampfes gegen die Frequenz-Monarchie und der Schlacht um Hibernation-3 der Atto RourSi von Truppen der MICHAEL FREYT III an Bord eines havarierten Gaid-Raumers entdeckt, gefangen genommen und auf die MICHAEL FREYT III gebracht. (PR 2545) Dort wurde er verhört, und sein Versuch zu entkommen scheiterte. (PR 2546) Kurz darauf wurde RourSi auf die JV-1 gebracht, wo er Atlan und Gucky von seinen Erkenntnissen über die Okrivar berichtete. (PR 2547)

Am 25. April 1463 NGZ gehörten Raumschiffe der Atto zu einer Flotte von 15.000 Raumschiffen aus verschiedenen Völkern Andromedas, die an der Seite des Bundes von Sicatemo bei den Distribut-Depots KJALLDAR und HASTAI gegen die Frequenz-Monarchie kämpfte. (PR 2548)

Quellen