Orcizu

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Orcizu war ein Frerin aus der Scheibenwelt Frerino bei TALIN ANTHURESTA und bekleidete zeitweise das Amt des Apostuls.

Erscheinungsbild

Vor den schicksalhaften Ereignissen, die sich im Gerichtssaal von Frer, der Hauptstadt von Frerino abspielten, hatte Orcizu das ganz normale Aussehen eines Frerin. Er war ein »Neutrum« und noch jung, hatte noch nicht ganz das Alter erreicht um eine Trifamilie zu gründen.

Durch die Ereignisse im Gerichtssaal wurde Orcizu schwer entstellt und verunstaltet. Er wurde unfruchtbar und auch sein Geist schien Schaden genommen zu haben. Allerdings täuschte Orcizu die geistige Umnachtung nur vor: aus Scham wegen seines verunstalteten Körpers und aus Selbstmitleid. Später legte er diese Haltung wieder ab.

Charakterisierung

Orcizu stammte aus der Schrannensiedlung, einem Viertel der Unterschicht von Frer. Seine drei Eltern arbeiteten bei der Müllabfuhr. Er selbst galt als klug, als das größte Talent der Siedlung. Er war der beste Nachwuchs-Laienprediger seines Jahrgangs, hatte einen Ehrenpreis für sein Abendstudium der Heilsmysterien erhalten und den ersten Platz beim regionalen Metaphysik-Wettbewerb belegt. Durch seine Ausbildung war er religiös gefestigt und teilte den religiösen Eifer der meisten Bewohner von Frerino.

Geschichte

Aufgrund seiner Ausbildung wurde Orcizu ausgewählt, als neutraler Beisitzer und Vertreter des Volkes vor Gericht bei den sogenannten Gnadentagen zu fungieren. Diese Position wollte eine Gruppe von Ketzern ausnutzen, um Informationen über die Zerstörungen, die sich an den Rändern und in der Atmosphäre von Frerino abspielten und die von den Machthabern der Frerin geleugnet wurden, an die Öffentlichkeit zu bringen. Dazu entführten sie Orcizu und manipulierten Orcizus Dabeibrett. Die darauf gespeicherten Daten sollten am nächsten Gerichtstag von Orcizu unwillentlich in das öffentliche Fernsehnetz eingespeist werden.

Obwohl hypnotisiert, konnte sich Orcizu am folgenden Tage gerade noch rechtzeitig an die Gefahr erinnern, die vom Dabeibrett ausging. Als er gerade dabei war, das Dabeibrett in den dafür vorgesehenen Schlitz in seinem Pult im Gerichtssaal zu schieben, wies er die anwesenden Wachen an, auf ihn und das Brett zu schießen, um die Gefahr abzuwenden. Die Wachen kamen der Aufforderung nach und Orcizu wurde schwer verletzt.

Aufgrund dieser selbstlosen Tat galt Orcizu in der Folge als Märtyrer und wurde von der Generalvikarin zum Apostul ernannt, einer Position im mittleren Klerus. Er wurde zur Leitfigur der »Permanenten Remissionierung« ernannt, mit der der Glaube der Bewohner in den Randgebieten von Frerino gefestigt werden sollte. Gleichzeitig wurde er mit der Agentin Sebyri und dem Schauspieler Fortela verheiratet. Da der Pontifex und das Generalkonsulat die Informationen aus Orcizus Dabeibrett rekonstruiert hatten und nun der Gefahr gewahr waren, die Frerino drohte, wurden die drei auf die Ketzer angesetzt, die Orcizus Dabeibrett manipuliert hatten.

Nachdem Sebyri den Stützpunkt der Ketzer auf einem abgelegenen Bauernhof in der Nähe der Kleinstadt Gnaaz ausfindig machen konnte, erkannte Orcizu bei seiner ersten Begegnung Licafa als den Anführer seiner Entführer wieder. Durch dieses Ereignis verflog bei Orcizu jeglicher Anflug von geistiger Umnachtung und er übernahm das Kommando bei den weiteren Aktionen. Um seine Position zu stärken, forderte er von der Generalvikarin die Heilige Reliquie an. Nachdem er diese in den Händen hielt, entwickelte sich bei ihm die Parafähigkeit eines Hypnos. Mit dieser Fähigkeit schlug er die Besucher der Eröffnungsveranstaltung der »Permanenten Remissionierung« in der Kleinstadt Gnaaz in seinen Bann. (PR 2554)

Ausgelöst wurde Orcizus Parafähigkeit durch eine geringe Menge an Psi-Materie, die sich im Inneren der Heiligen Reliquie befand. Orcizu nutzte seine neue Fähigkeit auch, um das Team um Licafa dazu zu zwingen, erneut zum Rand von Frerino aufzubrechen. Dort erlebten Orcizu und Sebyri selbst, welche vernichtende Kraft am Werke war, und nur mithilfe der Gruppe um Perry Rhodan gelang der Rückweg. Bei der Aktion erlitt Orcizu schwere Verbrennungen.

Zurück im Lager der Gnostiker versuchte Sebyri, die Generalvikarin vom Ausmaß der drohenden Gefahr zu überzeugen und eine Evakuierung der Randbereiche Frerinos zu erreichen. Da die Generalvikarin Sebyris Vorschlag aus Angst um die eigene Position ablehnte, wurde beschlossen, sich gemeinsam mit dem Team um Perry Rhodan in die Hauptstadt Frer zu begeben und in die Pontifikalklause eindringen, um mit dem Pontifex persönlich zu sprechen. Dort angekommen stellte man fest, dass es sich bei der Generalvikarin um einen Cyborg handelte, eine uralte Frerin, die mithilfe kybernetischer Implantate am Leben gehalten wurde. Der Pontifex war schon seit längerem tot, die Generalvikarin und die anderen Machtinhaber innerhalb der Pontifikalklause bedienten sich der Leiche des Pontifex wie einer Marionette.

Die Ankunft der Gruppe um Perry Rhodan und Orcizu löste Kämpfe zwischen den einzelnen Gruppen aus, die schon seit längerem um die Vorherrschaft innerhalb der Pontifikalklause kämpften. Dabei wurde die Klause fast vollständig zerstört. Die Generalvikarin fand man in einer geheimen Kammer in den Katakomben tief unter der Klause. Dort wurde sie von Clun'stal getötet. Außerdem entdeckte Perry Rhodan dort einen defekten Transferkamin des Polyport-Netzes. Über diesen waren über lange Zeit hinweg technische Neuerungen nach Frerino gelangt, die der Klerus aber streng geheim gehalten hatte.

Nach Beendigung der Kämpfe und nachdem MIKRU-JON die Zustände am Rande von Frerino mit Hilfe der Zuführung von »gesunder« Psi-Materie stabilisiert hatte, kam es zu einer Neuordnung innerhalb des Klerus der Frerin: Orcizu machte Fortela zum neuen Pontifex, Sebyri wurde Generalvikarin und Orcizu selbst übernahm die Führung der Medienkongregation. (PR 2555)

Quellen

PR 2554, PR 2555