Der geheimnisvolle Barbar

Aus Perrypedia
(Weitergeleitet von Quelle:A148)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Google translator: Translation from German to English.
Google translator: Překlad z němčiny do češtiny.
Google translator: Vertaling van het Duits naar het Nederlands.
Google translator: ドイツ語から日本語への翻訳
Google translator: Traduction de l'allemand vers le français.
Google translator: Tradução do alemão para o português.
Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 148)
A148 1.JPG
© Pabel-Moewig Verlag KG
Innenillustration
Zyklus: Der Held von Arkon
Unterzyklus: Der Stein der Weisen (Band 4/15)
Titel: Der geheimnisvolle Barbar
Untertitel: Der Kristallprinz und Ra – im Kampf gegen die Tücken der Ödwelt
Autor: Peter Terrid
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: 1974
Hauptpersonen: Atlan, Ra, Fartuloon, Corpkor, Eiskralle, Sarn Lartog, Ipraha, Grahn Tionte
Handlungszeitraum: 29. Prikur bis 5. Coroma 10.497 da Ark (8023 v. Chr.)
Handlungsort: Xiros
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Blauband 21

Kurz­zusammen­fassung

Während die KARRETON unterwegs ist, wagt die reguläre 43-köpfige Besatzung auf Initiative von Leutnant Sarn Lartog hin einen Ausbruch und tötet zunächst Corpkors Tiere. Dann greifen sie die Zentrale an. Im Verlauf des Kampfes geht die Kontrolle über das Schiff verloren, so dass es zu einer Bruch­landung auf einer öden Sauerstoffwelt kommt.

Beide Gruppen kooperieren zunächst, während das Schiff repariert wird. Eiskralle hat zuvor ein wichtiges Teil des Hyperfunksenders ausgebaut. Als das Schiff wieder startklar ist, baut Lartog ein unentbehrliches Teil für die Navigation aus und setzt sich mit mehreren Männern in die Wildnis ab. Atlan und Ra folgen, da alle Ersatzteile bei der Landung zerstört worden sind, und können die Flüchtenden erst nach einem Tag einholen. Im Verlauf dieser Zeit lernen sich die beiden besser kennen, obwohl Ra nach wie vor schweigt.

Obwohl sie das fehlende Teil zurückerobern, ist es durch die unsachgemäße Behandlung defekt. Die Überlebenden der regulären Besatzung entscheiden, lieber mit einem schwachen Sender aus einem Beiboot zurückzubleiben, während Atlan und seine Begleiter einen Verzweiflungsstart wagen. Nach der ersten Transition begegnen sie einem havarierten Frachter, dessen Besatzung an Strahlung gestorben ist. Atlan kann das fehlende Ersatzteil aus dem Frachter ausbauen, so dass die KARRETON nach Kraumon fliegen kann.

Handlung

An Bord der KARRETON versuchen die beiden Leutnants Sarn Lartog und Ipraha, aus dem leeren Stützmassentank, in den die gesamte 43köpfige Mannschaft von den Rebellen von Kraumon gesperrt worden ist, zu entkommen. Die beiden Männer manipulieren einen Projektor, der normalerweise ein Verdichterfeld abstrahlt, das die Stützmasse zusammenpresst und ihr Volumen verdichtet. Der Projektor soll für Sekundenbruchteile die Struktur der Wand des Tanks zerstören. Eine Stichflamme entweicht aus dem Projektor und versengt Grahn Tiontes Haar. Der eitle Kommandant stürzt auf Sarn Lartog los und prallt gegen die Wand des Stützmassentanks. Wie geplant gibt die Wand nach. Tionte stürzt auf den vier Meter tiefer gelegenen Korridor, bedeckt mit etwa 60 Kilogramm schweren hochverdichteten Metallstaubs.

In der Zentrale meint Eiskralle verdächtige Geräusche vernommen zu haben. Eine Videoüberprüfung ergibt, dass Corpkors Tiere in ihrem Lagerraum getötet worden sind. Als Verursacher des Gemetzels kommt nur die gefangene Besatzung der KARRETON in Frage. Zwei Männer sind den Tieren zum Opfer gefallen.

Corpkor teilt Paralysatoren aus. Auch Ra erhält eine Waffe, deren Bedienung für ihn überhaupt kein Problem darstellt. Fartuloon versucht, die Reserveleitstelle der KARRETON zu erreichen, während sich Atlan, Corpkor, Eiskralle und Ra darauf einrichten, die Kommandozentrale zu verteidigen. Bei der ersten Welle gelingt es, sechs der Angreifer auszuschalten. Plötzlich legt Ra seine Waffe beiseite und macht sich an der Abdeckung der Schaltpulte zu schaffen. Fartuloon meldet sich. Er wird von der ehemaligen Besatzung der KARRETON arg bedrängt. Sachkundig hantiert Ra an den zahllosen Kabeln und Reglern. Er verbindet die Feldregler des Antigravschachts mit dem Funkgerät. Als im Schacht Männer auftauchen, werden sie im Rhythmus eingehender Funksignale durchgeschüttelt.

Grahn Tionte startet einen Sturmangriff auf die Zentrale. Gasbomben kommen zum Einsatz und verursachen eine euphorische Wirkung, allerdings nicht nur bei den Verteidigern, sondern auch bei den Angreifern. Die Kraftwerksreaktoren des Schiffs beginnen, außer Kontrolle zu geraten. Geistesgegenwärtig löst ein Leutnant Alarm aus. Atlan aktiviert die Klimaanlage, um das Gas abzusaugen. Gleichzeitig leitet er die überschüssigen Energien auf die Triebwerke um. Die KARRETON beschleunigt mit wahnwitzigen Werten. Erst dann schickt er Reaktorenergie auf die Andruckneutralisatoren. Die noch aktionsfähigen Besatzungsmitglieder übernehmen die Stationen in der Zentrale und versuchen, das Schiff zu stabilisieren. Doch die Lage wird immer bedrohlicher. Mit einer Kurztransition versuchen die Männer, die überschüssigen Energien der Reaktoren loszuwerden.

Die Schäden an der KARRETON lassen sich nur auf einem Planeten beheben. Um den Funkverkehr zu unterbinden, nimmt Eiskralle einen wichtigen Bauteil, den Impulswandler des Funkgeräts, an sich. Der ursprünglichen Besatzung und den Rebellen um Atlan bleibt nichts anderes übrig, als zusammenzuarbeiten. Die Landung auf dem einzigen Planeten einer unbedeutenden blassroten Sonne wird vorbereitet. Der Planet wird von einer dünnen, aber trotzdem atembaren Atmosphäre eingehüllt. Die Schwerkraft liegt bei 0,6 Gravos, die mittleren Temperaturen werden mit 17 Grad ermittelt. Beim Anflug wird festgestellt, dass der explodierte Reaktor  Wikipedia-logo.pngradioaktive Strahlung freigesetzt hat, die die Lebensmittel- und Wasservorräte ungenießbar gemacht hat.

Knapp vor dem Aufsetzen auf der Planetenoberfläche fallen die Antigravtriebwerke aus. Drei Landestützen halten dem heftigen Anprall nicht stand, und die KARRETON beginnt zu kippen. Die Außenhülle schlägt auf den Boden auf und verbeult sich. Löcher werden in die Bordwand gerissen, Triebwerksdüsen hängen an Leitungen aus dem Ringwulst. Eine Menge Arbeit liegt vor den Männern.

Ra macht sich auf die Suche nach Wasser und findet bald eine Quelle. Kurze Zeit später kehrt er mit einem erlegten Stück Wild zum Landeplatz zurück. Bei der Zubereitung der Jagdbeute über offenem Feuer hantiert der Barbar geschickt mit seinem Faustkeil. Während der Braten gart, stimmt Ra einen wehmütig klingenden Gesang an. Bis jetzt hat er sich nur durch Handzeichen und Knurrlaute verständigt.

Die Arbeiten an der KARRETON schreiten trotz der dünnen Atmosphäre zügig voran. Die Antigravprojektoren sind bald wieder in funktionsfähigem Zustand, und die KARRETON kann aufgerichtet werden. Neue Landestützen werden eingebaut. Dabei fällt Fartuloon auf, dass Ra, der mit seinem Faustkeil geschickt umzugehen versteht, fehlende Druckausgleichsregler aus dem im Lagerraum herrschenden Chaos problemlos ausfindig macht und mit traumwandlerischer Sicherheit und Schnelligkeit in die Landestützen einbaut, als würde der Barbar diese Tätigkeit tagtäglich durchführen.

Der Tag des Starts rückt näher. Sarn Lartog und Ipraha wenden sich an Grahn Tionte, um ihm ihren Plan zu unterbreiten, Atlan und seine Freunde zu überlisten. Sie bauen einen Decoder aus, der den Kartentank mit der Positronik verbindet. Damit ist die KARRETON orientierungslos. Gemeinsam mit sechs Mann verlassen die beiden Leutnants das Schiff und ziehen sich weit in die wüstenartige Landschaft zurück. Sie hoffen, dass Atlan ihnen folgen wird und es gelingt, die an Bord verbliebenen Rebellen zu überwältigen und mit dem Schiff abzufliegen.

Atlan ist tatsächlich gezwungen, den acht Männern zu folgen. Da die Gleiter unbrauchbar gemacht worden sind, muss er das zu Fuß tun. Ra begleitet ihn und erweist sich als exzellenter Fährtensucher. Die beiden Männer müssen vor einem heranziehenden Sandsturm Schutz suchen. Dabei brennt Ra mit dem Desintegrator schnell passgenaue Höhlungen in die Felsen, in die sich Atlan und der Barbar zurückziehen. Dabei hantiert er mit der Waffe äußerst geschickt. Atlan kommt der Verdacht, dass Ra bei Bedarf Informationen abrufen kann, die unmöglich aus dem Wissensschatz seines Volkes stammen können. Die Benutzung der sanitären Anlagen an Bord der KARRETON hat ihm Atlan beispielsweise erst erklären müssen. Mit technisch komplizierten Anlagen versteht Ra jedoch hervorragend umzugehen.

Sandverwehungen drohen, die beiden Männer zu verschütten. Ra setzt den Impulsstrahler ein. Die entstehenden Wirbel fegen die Sandkörner wieder weg. Atlan folgt dem Beispiel des Barbaren. Als der Sturm endlich vorbei ist, setzen sie ihre Suche nach Sarn Lartog fort.

Dschebe Noion landet vor den Beinen der Männer und überbringt eine Nachricht Corpkors. Der Vogel soll als Kurier dienen. Dem Tiermeister gelingt es, Dschebe Noion soweit zu bringen, dass er die Suche nach Lartog aus der Luft aufnimmt. Der Vogel bringt Atlan und Ra wieder näher an Lartog heran. Sie gelangen in ein bewaldetes Tal. Auf einer von Sand bedeckten Lichtung entspringt eine Quelle. Atlan nähert sich dem lebensnotwendigen Nass und beginnt im Treibsand zu versinken. Ra wirft ihm ein handgeflochtenes Seil zu und zieht den Kristallprinzen langsam aus der tödlichen Falle. Atlan unterstützt Ras Anstrengungen mit Schwimmbewegungen. Das um den Arm gewickelte Seil schneidet ihm tief ins Fleisch. Unter Aufbietung der letzten Kräfte kommt Atlan frei.

Dschebe Noion hat das Geschehen größtenteils aus der Luft beobachtet und ist zur KARRETON zurückgekehrt. Er überbringt Corpkor die Nachricht vom vermuteten Tod Atlans. Die Gefährten sind bestürzt. Die Besatzung der KARRETON hat über Interkom mitgehört und stürmt die Zentrale. Fartuloon, Corpkor und Eiskralle werden überwältigt und in ihren Kabinen gefesselt. Grahn Tionte übernimmt wieder das Kommando über sein Schiff.

Atlan und Ra erreichen das Lager Lartogs. Ihm sind nur noch zwei Männer geblieben. Mit vorgehaltener Waffe und von Ra gedeckt, untersucht Atlan die drei Männer. Bei Sarn Lartog findet er den unersetzlichen Decoder. Nun beginnt der beschwerliche Rückzug zur KARRETON. Dort angekommen, müssen sie feststellen, dass Grahn Tionte wieder Kommandant des Schiffes ist. Ra paralysiert Ipraha, Lartog und den dritten Mann der Schiffsbesatzung, reißt den Decoder an sich und läuft vom Schiff weg. Tionte schickt seine Männer dem Barbaren hinterher. Atlan nutzt die Gelegenheit und schleicht sich durch eine offenstehende Schleuse an Bord der KARRETON. Er überwältigt die Wache vor Eiskralles Quartier und befreit den Freund. Auch Corpkor und Fartuloon sind bald ihre Fesseln los. In der Zentrale beobachten einige wenige Männer, wie Ra aufgespürt wird. Völlig überrascht lassen sich Tionte und seine Männer widerstandslos abführen. Fartuloon ruft Ra über die Außenlautsprecher an Bord zurück. Der Decoder wird in den Kartentank installiert. Doch nichts rührt sich. Nach oftmaligem Ein- und Ausbau des Geräts fällt Atlan auf, dass eine kleine Platine mit aufgedampften Schaltungen fehlt. Der Kristallprinz fordert Leutnant Lartog auf, in die Zentrale zu kommen. Überlegen grinsend betritt dieser den Kommandostand.

Alles Zureden und selbst die Anwendung roher Gewalt durch Ra können Lartog nicht dazu bewegen, das fehlende Teil herauszurücken. Erst als dem Leutnant angeboten wird, eines der fluguntüchtigen Beiboote wieder instand zu setzen, gibt Lartog das Plättchen her. Doch der Kartentank erwacht erneut nicht zum Leben. Fassungslos starrt Lartog die schwarz bleibenden Bildschirme an. Mit diesem Ergebnis hat er nicht gerechnet.

Tionte und seine Männer verlassen die KARRETON. Ein Funkgerät aus einem Beiboot und einige Roboter werden ihnen überlassen. Auch Lartog und Ipraha sind unter ihnen.

Atlan und seine drei Freunde starten die KARRETON. Mühsam löst sich das Schiff vom Boden. Immer wieder fallen Triebwerke aus. Mit heftigen Schlingerbewegungen erreicht das Schiff nach 30 Minuten eine Höhe von zwei Kilometern. Als der Antrieb für einige Minuten einwandfrei arbeitet, erreicht die KARRETON den Weltraum.

Atlan programmiert einen Kurs ohne den Kartentank mit den astronomischen Koordinaten benutzen zu können. Die nicht exakt arbeitenden Sprunggeneratoren laufen an und reißen das Schiff in den Hyperraum. Die Ent- und Rematerialisierungsschmerzen sind so gewaltig, dass selbst Ra Wirkung zeigt. Der Panoramabildschirm zeigt eine planetenlose weißblaue Sonne, die von Atlan eigentlich nicht als Ziel auserkoren worden ist.

Eiskralle ortet ein 500 Meter durchmessendes Kugelraumschiff mit einem für arkonidische Schiffe typischen Ringwulst. Das Schiff fliegt energie- und antriebslos mit hoher Geschwindigkeit durchs All. Die KARRETON passt ihre Geschwindigkeit der des unbekannten Raumschiffes an. Atlan setzt über. Hohe radioaktive Strahlung wird angemessen. Mit einem Desintegrator schießt Eiskralle ein Loch in die Hülle, durch das Atlan in das fremde arkonidische Schiff eindringt. Auf dem Weg zum Maschinenleitstand trifft er immer wieder auf die Leichen von Arkoniden. Es gelingt Atlan, einen Reaktor hochzufahren, der Energie für die Schwerkraftprojektoren und die Beleuchtung liefert. In der Kommandozentrale des Frachtschiffes findet er im Kartentank einen Decoder, der der KARRETON fehlt. Er baut das wichtige Teil aus und verlässt auf schnellstem Weg das strahlende Totenschiff. Die KARRETON entfernt sich vom Frachter, der durch die Explosion des reaktivierten Reaktors vergeht.

Nach dem Einbau des erbeuteten Decoders funktioniert der Kartentank der KARRETON einwandfrei. Voll Freunde tanzt Ra laut brüllend durch die Zentrale. Die Freunde sind plötzlich wieder im Spiel.

Anmerkung

  • Im Heft wird der Handlungsort Xiros nicht erwähnt.

Innenillustration