Mrothyr, der Todesbote

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 707)
A707 1.JPG
© Pabel-Moewig Verlag KG
Innenillustration
Zyklus: Im Auftrag der Kosmokraten
Titel: Mrothyr, der Todesbote
Untertitel: Atlan im Palast der Mächtigen
Autor: H. G. Francis
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Robert Straumann
Erstmals erschienen: 1985
Hauptpersonen: Atlan, Chipol, Mrothyr, Grareika, Tarlos, Uaru
Handlungszeitraum: 3819 = 232 NGZ
Handlungsort: Manam-Turu, Zyrph
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Atlan wurde von einem Aradik gestochen. Das Gift wirkt bei normalen Lebewesen binnen Sekunden tödlich, aber sein Zellaktivator kann den unmittelbaren Tod verhindern. Dennoch ist Atlan dem Tode näher als dem Leben; er kann sich nicht mehr bewegen und gleitet immer wieder in die Bewusstlosigkeit hinüber. Chipol bleibt an seiner Seite und kümmert sich liebevoll um ihn. In einem unbeobachteten Moment setzt Tarlos dem Arkoniden einen weiteren Aradik auf die Brust und provoziert die Skorpionspinne, Atlan zu stechen. Aber Chipol kommt rechtzeitig hinzu und kann den Aradik töten. Er glaubt, dass Tarlos den Arkoniden vor dem tödlichen Tier beschützen wollte. Als es Atlan endlich gelingt, sich wieder verständlich zu machen, klärt er den Daila über die Situation auf.

Die beiden befinden sich in einer verlassenen Fabrik hoch oben in den schneebedeckten Bergen. Es gibt hier nur vier Gleiter, die allesamt streng bewacht werden. Die einzige Möglichkeit zur Flucht besteht in einer großen metallenen Schüssel, die als Schlitten verwendet wird. Davor legt Chipol sie noch mit Decken aus, bettet Atlan rein, deckt ihn zu und bringt den Schlitten in Schwung, bevor er zusteigt. Der Schlitten lässt sich nur schwer lenken und schon gar nicht bremsen, und die beiden Gefährten kommen von einer brenzligen Situation in die nächste. Sie müssen Bäumen ausweichen, rasen einen Steilhang hinunter, überspringen eine Schlucht, dann kommt noch ein steiler Hang, schließlich eine von Transportfahrzeugen stark befahrene Straße. Die Überquerung letzterer gelingt nicht, die Schüssel bricht durch die Abdeckung eines LKW und bleibt auf der Ladefläche liegen. Erbost steigt der Fahrer auf und stellt die beiden zur Rede. Da sieht er, wie an Atlans Brust aus seinem Hemd ein Aradik hervor kriecht. Das Tier war also die ganze Zeit nah bei ihm, hat ihn zum Glück aber nicht gestochen. In seinem geschwächten Zustand wäre das der Tod gewesen. Der Fahrer glaubt, in Atlan einen Invast vor sich zu haben; diese gelten als sehr hohe religiöse Würdenträger. Er entschuldigt sich überschwänglich und bietet Atlan an, ihn überall hinzubringen wohin er möchte.

Atlan ist die Richtung egal, er will bloß erst zu Kräften kommen können. Also setzt das Fahrzeug seinen Weg fort, kommt aber nicht weit, weil vor ihnen ein Waffentransport der Naldrynnen von Mrothyr und dessen Gefährten überfallen wird. Atlan glaubt, dass Mrothyr ihn verdächtigt, Tarlos und Brutus eingeschleust zu haben, damit diese das Camp der Terroristen an die Behörden verraten können, und versucht, vor ihm zu entkommen. Dazu entwenden sie das vorderste Gefährt ihrer angehaltenen Kolonne und brechen durch den in Flammen stehenden Waffentransport durch. Weder Atlan noch Chipol wissen, wie man diesen Wagen bremsen kann, und da die Straße jetzt stark abschüssig wird, erhöht sich ihre Geschwindigkeit stark. Sie werden obendrein nicht nur von den anderen Fahrern, sondern auch Gleitern der Naldrynnen verfolgt. In einer Serpentinenstraße kann der Wagen endlich an einem Gegenhang ausrollen, doch dahinter sind schon die Verfolger. Ein paar Schüsse treiben sie zurück, es taucht ein bewaffneter Gleiter auf, der sie an Bord bittet.

Drinnen wartet Mrothyr auf sie. Er verdächtigt Atlan nicht der Kollaboration, sondern nimmt sie in eines seiner Verstecke mit. Er beschließt, gemeinsam mit ihnen in die Hauptstadt Mhyn des gleichnamigen Bundesstaates, des mächtigsten auf Zyrph, zu reisen. Mit acht Gleitern brechen sie auf und überfliegen zufällig einen geheimen Stützpunkt der Naldrynnen, der die Gleiter abstürzen lässt. Nach einem Kampf gegen eine Handvoll Naldrynnen müssen sie mit nur vier Gleitern weiterfliegen und überqueren mehrere riesige Fabrikgelände, die die Zyrpher von den Naldrynnen hatten kaufen müssen; die dort produzierten Waren sind aber nicht zu gebrauchen und rotten vor sich hin. Dann macht Atlan Verfolger aus; um sie zu täuschen, verlassen die Gefährten ihre Gleiter, verstecken sich und lassen diese mit Autopilot weiterfliegen, bis sie abgeschossen werden. Niemand scheint Verdacht zu schöpfen.

Zu Fuß kommen sie zu einer Fabrik, aus der auf sie geschossen wird. Die Zyrpher verteidigen sich und töten zwei Naldrynnen. Dann untersuchen sie die Fabrik und entdecken Dutzende Kleinraumschiffe der Naldrynnen. Mrothyr will sie zerstören, Atlan überzeugt ihn, dass es besser sei, ein paar schwer zu ersetzende Positronikteile zu entwenden, womit man sich vor Racheaktionen der grünen Wesen nicht so sehr fürchten müsse. Die Besatzungen werden nur paralysiert. Bei der Weiterreise mit einem gefundenen großen Gleiter hören sie in den regionalen Nachrichten, dass Mrothyr und seine Kämpfer einen Stützpunkt der Naldrynnen überfallen und alle Naldrynnen rücksichtslos getötet hätten. Die Propagandamaschinerie gegen sie läuft also bereits auf Hochtouren.

Es gelingt ihnen, unerkannt nach Mhyn einzureisen und in den Regierungspalast zu gelangen. Präsidentin Grareika gewährt Mrothyr, Atlan und Chipol Asyl. Am nächsten Tag werden sie zu Grareika gerufen. Anwesend sind auch noch Tarlos, der Invast, einige Naldrynnen unter ihrem Befehlshaber Uaru und Vertreter der Exekutive, die nach den Terroristen fahnden. Grareika verkündet ein Friedensangebot und möchte noch am selben Tag eine Freundschaftsrede an alle Zyrpher und Naldrynnen richten. Uaru möge dann ebenfalls eine Rede halten, in der er die Vorteile der wirtschaftlichen Zusammenarbeit der beiden Völker schildert. Das wird von den Medien live auf dem gesamten Planeten ausgetragen.

Die drei Gefährten können sich aus dem Palast stehlen, vereinigen sich mit den Freiheitskämpfern Mrothyrs wieder und besetzen eine Rundfunkstation. Sie zwingen den Sendungsverantwortlichen, während der Redeübertragung von Uaru Aufnahmen der still gelegten riesigen Fabrikanlagen mit den für die Zyrpher absolut wertlosen Zeug einzublenden. Nach der Rede brechen auf ganz Zyrph Kämpfe gegen die Naldrynnen aus, die aber rasch aufhören, weil tausende naldrynnische Raumschiffe auf Zyrph landen – viele davon in der Nähe des Regierungspalastes auf Mhyn. Atlan entdeckt hier auch drei Hyptons, die in der Nähe von Uaru sind, als er, Mrothyr und Chipol verhaftet werden. Da weiß er, wer die eigentlichen Drahtzieher sind. Die drei Gefährten werden zum sofortigen Tod verurteilt. Tarlos will das Urteil eigenhändig vollstrecken, doch ein übergeordneter Befehl aus der soeben gelandeten ZYRPH'O'SATH verhindert dies. Stattdessen werden Atlan und Chipol an Bord des großen Raumschiffes gebracht. Die Naldrynnen werden von Zyrph abziehen, nur wenige von ihnen werden zurückbleiben. Weitere Kredite an die Zyrpher wird es in Zukunft nicht mehr geben, die Handelsbeziehungen werden weitgehend eingestellt.

Innenillustration