Der entfesselte Planet

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 761)
A761 1.JPG
© Pabel-Moewig Verlag KG
Innenillustration
Zyklus: Im Auftrag der Kosmokraten
Titel: Der entfesselte Planet
Untertitel: Eine Welt in Aufruhr
Autor: Peter Terrid
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Robert Straumann (1 x)
Erstmals erschienen: 1986
Hauptpersonen: Dhota, Seealee, Crahn, Atlan, Warlekaan Mextos, Jaara Senglar, Dasta Nyor
Handlungszeitraum: 3820
Handlungsort: Rawanor
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Der Planetar Dhota ist mit seiner Frau Seealee weit außerhalb der Stadt Rawargh unterwegs, um einen Platz für den Bau ihres Hauses zu finden. Die beiden Daila werden in einem hochgelegenen Tal fündig. Die Ausrüstung, bestehend aus einem Zelthaus, einer Wiederaufbereitungsanlage für Wasser, positronische Sicherungssysteme und allerlei andere Dinge, darunter auch Waffen, wird aus dem Gleiter ausgeladen. Der von Streben und einem Tragluftaggregat relativ stabile Kuppelbau ist schnell aufgebaut. Die dünne transparente Außenhaut ist schmutzabweisend, reißfest und verdunkelt sich bei Sonneneinstrahlung. Die Inneneinrichtung der einzelnen Zimmer übernimmt Seealee, während sich Dhota um die Energieversorgung kümmert.

Während sich Dhota zur Jagd aufmacht, bleibt Seealee allein im Haus zurück. Plötzlich hört sie den für die Springschnecken charakteristischen Zischlaut. Es ist ihr nicht möglich, Dhota zu Hilfe zu rufen, da die beiden Handfunkgeräte im Gleiter liegen. Den im Haus installierten Interkom wollte sie nicht benutzen, da der Hilferuf sonst öffentlich und zum Stadtgespräch werden würde. Zu ihrem Entsetzen muss Seealee feststellen, dass eine ganze Armee von Springschnecken über das Dach des Hauses hinwegzieht. Der Weg wird die Tiere zu der Steilkante führen. Mit schreckgeweiteten Augen beobachtet die Daila, wie eine der Schnecken ihren Stachel durch das Zeltdach bohrt. Ein Säuretropfen frisst sich durch die Abdeckung des Interkoms und zerstört das wertvolle Gerät. Bald gibt es einen wahren Säureregen, der die Einrichtungsgegenstände und die Stützkonstruktion zerstört. Zu all dem Unglück beginnt ein schweres Gewitter zu toben. Seealee beginnt laut nach Dhota zu rufen. Dieser ist tatsächlich zum Zelt zurückgekehrt und bohrt mit dem Jagdlaser ein Loch in die Zelthülle, die über seiner Frau zusammengebrochen ist und ihr kaum Luft zum Atmen lässt. Der Planetar schaufelt Unmengen von Sand auf die Plane, um den klebrigen Schleim zu neutralisieren. Erst jetzt kann Seealee vorsichtig aus ihrem Gefängnis hervorkriechen. Beim letzten Schritt bleibt ihr Schuh trotzdem kleben. Dhota fängt die Frau auf und reißt sie zur Seite. Seealee verliert im nassen Gras das Bewusstsein.

Als sie wieder zu sich kommt, sitzt Dhota bereits am prasselnden Feuer und grillt einen Braten. Der Gleiter ist nicht mehr zu gebrauchen. Die Schnecken haben ihn mit ihrem Schleim völlig verklebt. Die Funkgeräte sind zerstört. Die beiden Daila machen sich auf den Weg nach Rawargh auf, um die Bevölkerung zu warnen. Sie haben mehr als 100 Kilometer Luftlinie Fußweg vor sich. Die erste Nacht verbringen sie in einer Höhle.

Sie werden von Erdbeben geweckt, ein ungewöhnliches Phänomen für diese Gegend. Der Boden hebt und senkt sich, Spalten öffnen sich, ein etwa drei Kilometer entfernter Vulkan bricht aus und schleudert riesige Felsbrocken durch die Luft. Eine Bodenfläche von mehr als 300 Quadratmetern beginnt zu rutschen. Mitten auf dieser Platte liegen Dhota und Seealee und gleiten langsam in die Tiefe. Bald trifft sie auf den Lavastrom und schwimmt auf. Unglaubliche Hitze weht über die Plattform hinweg. Der Sauerstoff wird durch die Brände verbraucht. Dhota und Seealee verlieren die Besinnung. Stunden später kommt es zu einem neuerlichen Ausbruch des Vulkans. Dhota, der wieder zu sich gekommen ist, entdeckt einen Gleiter, der sich in langsamem Flug nähert. Mit seinem Hemd macht er den Piloten auf sich aufmerksam.

Der Gleiter bringt Dhota und Seealee, der es nicht gut geht, in die Hauptstadt. Dhota wird darüber informiert, dass ein riesiger Haufen toter Springschnecken gefunden wurde. Zudem sind an der Küste des Südmeeres Hunderttausende von Fischen ans Ufer geschwemmt worden, zwei Schiffe sind wegen plötzlich auftretender Riesenwellen gesunken. Die Natur scheint ohne ersichtlichen Grund verrückt zu spielen. Der Planetar lehnt eine medizinische Versorgung ab und begibt sich sofort zu seinem Amtssitz. Dort wird er von Crahn erwartet, der ihm von blutrotem Wasser, das aus dem Boden dringt, gelbem Staub, der alles bedeckt, und ähnlichen kuriosen Dingen berichtet. Auf einer Karte hat er diese Orte mit roten Markierungen gekennzeichnet. So stellt sich heraus, dass all diese Geschehnisse sich in unmittelbarer Nähe von Siedlungen der Daila ereignet haben. Dhota schickt Gleiter aus, um diese Beobachtung zu untermauern. Crahn vertritt die Meinung, dass das Schlimmste bereits hinter ihnen liegt. Nur Sekunden später gellt der Alarm durch die Stadt.

Im Naturkundemuseum sind prähistorische Tiere zu neuem Leben erwacht und verwüsten das Gebäude. Ein Eurypterus fischeri stürzt mit einem Teil der Glasfassade aus dem zehnten Stock auf die Straße. Ihm folgen Riesensaurier, Flugechsen mit Spannweiten von sieben Metern, Reptilien mit messerscharfen Zähnen, fellbedeckte kleine Nagetiere, meterlange Schlangen und andere lebende Fossilien. Auch ein Schwarm Taubsurrer macht sich auf den Weg durch die Stadt.

Dhota und Crahn holen aus dem Krankenhaus zwei schwere Stahlflaschen mit Narkosegas. Sie öffnen die Ventile der Flaschen und lassen das Gas entströmen. Diese Vorgehensweise zeigt eine durchschlagende Wirkung. Die Hauptzahl der Fossilien befindet sich noch im Museum. Das Gas verteilt sich im Gebäude und schaltet die Tiere aus. Vor den Augen der Daila sterben die Tiere. Bald sind nur noch faulende Kadaver zu finden, die sich schnell zersetzen. In Dhota verstärkt sich das Gefühl, dass eine unsichtbare Macht auf dem Planeten zuschlägt.

Unvermittelt verdichten sich die Wolken über der Stadt und es beginnt heftig zu schneien. Kileen erscheint im Krankenhaus und soll auf Opallos Wunsch Seealee, die sich erholt hat, zu Dhota bringen. Die beiden Frauen machen sich trotz des Schneesturms zum Amtssitz des Planetars auf. Trotz der Thermoanzüge werden die Glieder der Daila schnell starr. Die Frauen müssen immer mehr Kräfte mobilisieren. Mit letzter Kraft gelangen sie in den Amtssitz. Opallo führt Seealee in die Wohnräume des Planetars. Seealee stellt die These auf, dass die eigentlich »normalen« Daila von Rawanor zu parapsychisch begabten Mutanten geworden sind und unbewusst für die Phänomene auf dem Planeten verantwortlich sind. So ist sie beispielsweise der Meinung, dass der Sturm bald zu Ende sein wird, da das Unterbewusstsein der betreffenden Daila das veranlassen wird. Und wirklich wird der seit zwei Tagen tobende Sturm schwächer und der Himmel hellt sich auf.

Bald zeigt sich das nächste Problem. Die Kanalisationssysteme können das Schmelzwasser nicht aufnehmen. Das Wasser steht kniehoch und fließt nur sehr langsam ab. Crahn wird vermisst. Immer mehr Meldungen treffen im Amtssitz des Planetars ein, die von verschwundenen Daila berichten. Eine Auswertung ergibt, dass jeder der etwa 30 Verschwundenen, egal ob Mann oder Frau, einen wichtigen Posten in der Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft oder Raumfahrt bekleidet. Seealee empfiehlt, Aklard um Hilfe zu bitten. Opallo ist damit nicht einverstanden und warnt davor, Mutanten nach Rawanor zu holen. Die Mehrheit der anwesenden Daila schließt sich Opallos Meinung an. Plötzlich öffnet Crahn die Tür. Er weiß nichts davon, dass er verschwunden war. Auch von den Wetterkapriolen hat er nichts mitbekommen. Crahn erinnert sich nur, mit Dhota zusammen im Museum gewesen und auf dem kürzesten Weg in den Amtssitz gekommen zu sein.

Opallo bewegt sich mit verzerrtem Gesicht auf das offene Fenster zu. Seealee erkennt seine Absicht und schlägt mit voller Wucht zu. Opallo bricht betäubt zusammen. Als er wieder zu sich kommt, kann er sich nicht erinnern, dass er aus dem Fenster springen wollte. Da Dhota keine Mehrheit findet, Aklard zu informieren, will er noch einen Tag warten.

Doch erneut kommt es anders als geplant. Die Daila laufen nur mehr herum und sträuben sich gegen Ordnung in diesem Durcheinander. Eine ordentliche Beschlussfassung in einem Gremium ist durch die Teilnahmslosigkeit der Verantwortlichen nicht mehr möglich. Aufgaben werden vernachlässigt, doch niemand beschwert sich darüber. Die Zahl der Selbstmorde steigt sprunghaft an, doch auch das interessiert niemanden. Der Planetar will jedoch unbedingt einen Beschluss im zuständigen Gremium, ehe er Hilfe von Aklard anfordert. Seealee fordert ihren Mann wiederholt auf, von den Notstandsvollmachten endlich Gebrauch zu machen. Die Schäden in der Stadt werden nur noch von Robotern beseitigt, Müll sammelt sich an. Auf der Straße erkennen Dhota und Seealee einen merkwürdig aufgequollenen Daila. Als sie ihm näher kommen, stellen sie fest, dass die entstellte Gestalt zusammenzubrechen droht. Dhota fängt den Daila auf. Seine Hände berühren eine kalte, gallertartige Masse. Die vorbeigehenden Passanten beachten das Geschehen nicht. Sie gehen mit gesenkten Blicken einfach weiter. Der Missgestaltete bricht zusammen und stirbt. Der Körper beginnt zu schrumpfen. Nach wenigen Minuten erinnert nichts mehr an das Monstrum. Ein toter Daila im mittleren Alter liegt vor Seealee und Dhota. Seine Haut ist jedoch noch immer stumpfgrau.

Zurück im Büro beginnt Dhota, eine Hyperfunkverbindung nach Aklard herzustellen. Er wird durch den eintretenden Crahn dabei gestört. Im Gegensatz zu den letzten Tagen macht dieser einen aufgeweckten Eindruck. Auch Crahn hat die körperlichen Veränderungen an den Daila bemerkt. Trotzdem versucht er, Dhota hinzuhalten, Hilfe anzufordern. Er will noch einige Tage warten und beobachten. Crahn verlässt die Räumlichkeiten. Seealee findet ein reiskorngroßes blaues Kügelchen, das Crahn anscheinend verloren hat. Sie eilt in das Krankenhaus, um ihr Fundstück von Gareen untersuchen zu lassen. Diese findet schnell heraus, dass die Perle ein hochwirksames Mittel zur Bekämpfung von Bakterien darstellt und zu explosivem Zellwachstum führt, wenn man sie in lebendes Gewebe einpflanzt. Zudem ist das Kügelchen mit keinem bekannten Material auf Rawanor vergleichbar. Gareen ist der Meinung, dass es auch nichts auf den Welten Manam-Turus entspricht. Sie vermutet, dass die Perle aus einem anderen Universum stammt.

Dhota ist skeptisch. Er sucht mit seiner Frau Crahn in dessen Haus auf. Dieser streitet zunächst ab, das die Perle etwas mit ihm zu tun habe. Doch im Verlauf des Gesprächs fordert Seealee das Kügelchen zurück, das Crahn noch immer in der Hand hält. Als er die Faust öffnet, liegen plötzlich zwei Perlen darin. Er lässt nach einiger Konzentration eine dritte Perle erscheinen. Nun wird Crahn gesprächiger. Die Ausscheidung der Perlen ist nicht schmerzhaft. Der Vorgang tut ihm sogar gut. Er ist danach weniger ängstlich, schläft ruhiger und ist körperlich und seelisch weitaus belastbarer. Crahn übergibt an den Planetar eine Dose mit Hunderten der kleinen Glitzerperlen. Nun hat Gareen genügend Proben für weitreichendere Experimente zur Verfügung.

Doch die Wissenschaftlerin findet keine Neuigkeiten heraus. Dhota verlangt von ihr, eine Perle einem der körperlich Verformten einzupflanzen. Gareen tut es. Der Patient erholt sich nach kurzer Zeit. Die Schwellungen des Körpers bilden sich zurück. Die drei Daila verlassen das Krankenzimmer. Ein ausgelöster Alarm ruft sie zurück. Das Bett ist leer, der Kranke verschwunden.

Der von Dhota abgesetzte Notruf wird auf Aklard sehr ernst genommen. Die STERNSCHNUPPE erhält den Auftrag, auf Rawanor nach dem Rechten zu sehen. Als Unterstützung haben Atlan, Chipol und Mrothyr die dailanischen Mutanten Warlekaan Mextos, Jaara Senglar und Dasta Nyor mitgenommen. Da die Daila von Rawanor von einem Angriff einer geheimnisvollen Macht berichtet haben, wendet Atlan beim Anflug auf den Planeten größte Sorgfalt an. Doch die Ortungssysteme melden keine fremden Raumschiffe im Sytt-System. Auf dem Raumhafen von Rawargh werden sie von Dhota und Seealee erwartet und mit einem Gleiter zum Amtssitz des Planetars geflogen. Bereits während des Fluges macht sich Atlan erste Gedanken. Ihm fällt der etwas heruntergekommene Zustand der Stadt auf, ebenso die resignierenden und verdrossen dreinblickenden Bewohner. Jaara Senglar bestätigt dein Eindruck des Arkoniden. Die Daila von Rawanor sind völlig entmutigt und würden sich am liebsten in einem Winkel verkriechen, bis alles vorbei ist. Alles ist ihnen egal, sie sehnen sich nur nach Ruhe. Eine Beeinflussung kann die Telepathin jedoch nicht feststellen.

Atlan erfährt, dass alle körperlich veränderten Daila mit den Glasperlen behandelt worden sind. Dasta Nyor wirft Seealee an den Kopf, dass sie dadurch die Bedauernswerten in den Tod geschickt haben. Die Hoffnung, dass die auf die Behandlung Verschwundenen einige Zeit später wieder auftauchen, wie auch bei Crahn geschehen, hat sich bisher nicht erfüllt. Die von den Verschwundenen ausgeschiedenen Perlen sind gesammelt worden. Dhota berichtet, dass die Absonderung der Perlen aufgehört hat, als die STERNSCHNUPPE im System der Sonne Sytt materialisiert ist.

Als der Behälter mit den Perlen geöffnet wird, schießt eine Fontäne aus Glitzerperlen daraus hoch und breitet sich im Raum aus. Chaos bricht aus. Dhota und seine Frau prallen zusammen und stürzen zu Boden. Chipol wirft sich auf Jaara, um sie zu schützen. Mextos und Dasta Nyor schlagen um sich, als wollten sie einen Mückenschwarm vertreiben. Mrothyr zieht seine Waffe. Die Perlen konzentrieren sich auf die drei Mutanten. Bevor sie deren Körper berühren, zerplatzen sie. Anscheinend sind die Kügelchen leer. Doch Warlekaan Mextos, Jaara Senglar und Dasta Nyor wälzen sich schreiend auf dem Boden. Etwas scheint in sie eingedrungen zu sein. Nach etwa 30 Sekunden wird es still. Die Mutanten erheben sich. Die Perlen bedecken als feiner blauer Glasstaub den Boden. Warlekaan meint, etwas Psionisches gespürt zu haben, das in ihn eindringen wollte. Doch es scheint alles normal zu sein. Atlan ist sich sicher, dass der Unsichtbare zum entscheidenden Schlag ausholen wird.

Innenillustration