Spiegeljunge

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 2856)
PR2856.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG
Innenillustration
Zyklus: Die Jenzeitigen Lande
Titel: Spiegeljunge
Untertitel: Er ist auf der Suche nach sich selbst – seine Vergangenheit birgt ein schreckliches Geheimnis
Autor: Verena Themsen
Titelbildzeichner: Dirk Schulz
Innenillustrator: Dirk Schulz / Horst Gotta (1 x)
Erstmals erschienen: Freitag, 13. Mai 2016
Hauptpersonen: Germo Jobst, Halin Evorett, Lukio-Varin, Gula Jobst, Ch'Daarn
Handlungszeitraum: 10 Jahre bis Anfang November 2577 NGZ
Besonderes:

»Prequel« zum Unterzyklus: Die Falsche Welt (5/5)
Leseprobe zu PR-Neo 121 »Schlacht um Arkon«

Zusätzliche Formate: E-Book, Hörbuch

Handlung

Im Tamanium des 26. Jahrhunderts Neuer Galaktischer Zeitrechnung herrscht der Matan über die gesamte Milchstraße. Zu seinen wichtigsten Helfern gehören die parabegabten Mutanten aus der Schule der Gnade. Werden Kinder mit latenten Parafähigkeiten entdeckt, so werden diese im Hort der Geistesblüte und anderen Heimen untergebracht. Dort wird geprüft, ob ihre Fähigkeiten geweckt werden können und um welche es sich handelt. Zusätzlich erhalten die Kinder eine normale Schulbildung. Bei weitem nicht alle werden schließlich in die Schule der Gnade überstellt. Einige bleiben als Ausbilder in den Horten, wie die Schulleiterin AnMarkon, andere kehren in ein ganz normales Leben zurück. Manchen Rekruten, die eine entsprechende Veranlagung zeigen, aber nicht zu den Nativen mit von Natur aus vorhandener Parabegabung gehören, werden Psi-Induktoren implantiert. Viele Native bezeichnen sich selbst als Ultimate. Sie betrachten die Implantatträger (Induzierte) als minderwertig oder gar behindert. Zu den Induzierten gehört der zehnjährige Halin Evorett, ein heimatloser Waisenjunge. Seit ihm der Prototyp eines topmodernen Reihe-8/2-Induktors eingesetzt wurde, hat er Albträume sowie Gedanken und Gefühle, die seine eigenen sein müssen, aber völlig fremd wirken. Manchmal kippt seine Wahrnehmung der Welt regelrecht und es kommt ihm vor, als sei er nicht er selbst. Er weiß irgendwann nicht mehr, ob er sich die eigene Vergangenheit nur einbildet.

Halin findet Trost und Zuwendung bei der etwas älteren Suggestorin Iraide. Er tut sich schwer damit, den per operativ eingesetzten Nervenbahnen mit seinem Gehirn verbundenen Induktor durch Denkimpulse zu steuern. Iraide bringt Halin mit Lukio-Varin zusammen, einem sechzehnjährigen Induzierten, dessen Gabe in der Manipulation von Metallen besteht. Lukio-Varin kann Drähte aus metallischen Objekten ziehen und diese zu Monofilamenten verdünnen. Die beiden Jungen werden zu besten Freunden. Halin vertraut sich nur Lukio-Varin an. Er berichtet ihm von den fremden Gedanken, die ihn quälen. Mit Lukio-Varins Hilfe lernt Halin seine Parafähigkeiten kennen. Die erste Gabe ist ein Zwischending aus Telepathie und Empathie. Die zweite – Halin kann Flüssigkeiten manipulieren, wenn Wasser darin enthalten ist – tritt allmählich hervor, nachdem Halin von dem nativen Telekineten Rudnar und anderen Ultimaten brutal zusammengeschlagen wurde, weil er für ihren Geschmack zu selbstsicher geworden ist. Ein Ausbilder beendet die Auseinandersetzung, aber Halin hat den Verdacht, dass der Mann in die Sache verwickelt war. Er vertraut den Ausbildern nicht mehr, verbirgt seine wahre Stärke und konzentriert sich auf die Schulausbildung. Dabei zeigt sich Halins Talent in den Fächern Mathematik und Informationstechnologie.

Rudnar findet heraus, dass Halin starke Paragaben hat. Diesmal attackieren die Ultimaten nicht nur Halin, sondern auch Iraide. Um sie zu schützen, setzt Halin Hydrokinese ein, um Rudnar zu töten, was er sofort bereut. In dieser Situation zeigt sich die dritte Psi-Fähigkeit: Halin teleportiert mit Rudnar in die Medostation. Der Tote kann wiederbelebt werden, verschwindet in der Folge allerdings aus dem Hort. Jetzt hat Halin Ruhe, denn er hat sich bei den Ultimaten Respekt verschafft. Einige Zeit später erhält Lukio-Varin ein experimentelles Induktor-Update, das er nicht kontrollieren kann. Halin will ihm helfen, kann aber nicht verhindern, dass sich Lukio-Varin mit den selbst erschaffenen Drähten umbringt. Halin befürchtet, irgendwann ebenfalls als Versuchskaninchen für tödliche Tests missbraucht zu werden. Monatelang bereitet er seine Flucht vor. Er besteigt ein Raumschiff, das ihn zum Mond Maiter im Retilon-System bringt. Auf Maiter gibt es große Khalumvatt-Vorkommen. Halin hofft, dass die Strahlung der Hyperkristalle seine Individualimpulse überdecken wird.

Halin schlägt sich auf den Straßen von Rorans Stolz durch, einer Siedlung, in der hauptsächlich Minenarbeiter leben. Eines Tages wird Halin von Halbstarken verprügelt, an deren Vorräten er sich vergriffen hat. Da er in ständiger Angst vor Verfolgern lebt, verzichtet Halin auf den Einsatz seiner Paragaben. Er wird von einer jungen Frau namens Gula Jobst gerettet. Gula und ihre Mutter Patiri nehmen Halin bei sich auf und geben ihn als Verwandten aus. In Erinnerung an einen Freund aus seiner Kindheit nennt sich Halin künftig Germo – Germo Jobst. Um sich zu revanchieren, arbeitet Germo für die Familie in den Khalumvatt-Minen. Er gewöhnt sich an dieses Leben und verbringt ein Jahr auf Maiter. Er hackt sich in die Computernetze, um seinen Weiterzug vorzubereiten. Es kommt zu mehreren merkwürdigen Kontakten, die in einer Nachricht MUTTERS gipfeln. Germo soll den Gefolgsleuten mitteilen, dass der Seher bald eintreffen wird. Er spricht mit Patiri darüber. Sie achtet die Gefolgsleute. Germo erfährt, wer der Seher ist und was es mit der »Lichten Welt« auf sich hat, deren Kommen er verkündet. Germo nimmt am Auftritt des Sehers teil und bringt diesen per Teleportation in Sicherheit, als die Versammlung von Sicherheitskräften gesprengt wird.

Der Seher, ein alter Topsider namens Ch'Daarn, behauptet, er sei wegen Germo nach Maiter gekommen. Ch'Daarn kennt viele Geheimnisse Germos. Die beiden schließen ein Bündnis. Germo steht dem Seher bei öffentlichen Auftritten zur Seite und Ch'Daarn hilft Germo bei der Suche nach dessen wahrer Vergangenheit. Germo wird zum Korr'teh des Topsiders, also zu seinem Ziehsohn und Schüler. Mit Ch'Daarns und MUTTERS Hilfe findet Germo heraus, dass Halin nicht sein richtiger Name ist und dass er vor der Überstellung in den Hort der Geistesblüte keineswegs wie bisher angenommen im Waisenhaus Wanderflussheim gelebt hat. Offensichtlich wurden seine Erinnerungen manipuliert. Die Frage nach dem Warum bleibt offen. Antworten, so glaubt Germo, wird er nur im Hort finden, aus dem er vor vier Jahren geflohen ist. MUTTERS Mittel und Möglichkeiten erlauben es Germo, in den Hort einzudringen und die Positronik der Schulleiterin auszulesen. Durch die dort gespeicherten Informationen werden seine Vermutungen bestätigt. Da erscheint Iraide. Sie sieht immer noch aus wie eine Vierzehnjährige. Germo erfährt, dass ihr Name Iraide AnMarkon lautet – sie ist die Schulleiterin. Mit ihrer Suggestivkraft hat sie Germos Gedächtnis manipuliert. Sie besitzt außerdem »temporale Fähigkeiten« und altert nicht. Iraide behauptet, Luko-Varin habe nie existiert. Auch die Existenz seines besten Freundes wurde Germo/Halin nur suggeriert.

Iraide sagt, sie habe Germo schützen wollen. Sie habe lange nach jemandem wie ihm gesucht, dem perfekten Empfänger für ihren besten Induktor. Da seine Eltern Hochverräter gewesen seien, hätte er einer Gensäuberung unterzogen werden müssen. Das konnte Iraide nicht zulassen, denn dann wäre er für sie verloren gewesen. In der Identität einer Mitschülerin war es ihr möglich, ihn in die gewünschte Richtung zu lenken. Sogar seine Flucht war beabsichtigt; auf diese Weise sollte er sich weiterentwickeln. Germo ist jetzt angeblich geeignet, in den inneren Kreis des Matan aufgenommen zu werden. Daran hat er aber kein Interesse. Wegen eines von Iraide aktivierten Psidämpfers kann Germo nicht fliehen. Nachdem er deutlich gemacht hat, dass er lieber sterben will, als sich vom Matan instrumentalisieren zu lassen, lässt Iraide ihn gehen. Zurück in MUTTER fragt er sich, welche Behauptungen Iraides der Wahrheit entsprechen. Weitere Recherchen bestätigen immerhin einen Teil der Geschichte. Germos Eltern waren Rebellenführer und haben Selbstmord begangen, als er sechs Jahre alt war. Er ist damals ins Ungewisse geflohen und hat sich einer Bande von Straßenkindern angeschlossen, deren Oberhaupt jener Germo war, dessen Namen er angenommen hat.

Ch'Daarn meint, Germo solle die Vergangenheit ruhen lassen. Er verkündet, ein Funke sei unterwegs, der das Tor zur Lichten Welt öffnen werde.

Innenillustration