Nokturner

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Als Nokturner wurden die Bewohner des Planeten Talu von den Terranern bezeichnet.

Erscheinungsbild und Physiologie

Anatomie

Der Rumpf der Nokturner war sehr menschenähnlich. Ihr unbehaarter Kopf glich einer auf der Spitze stehenden vierseitigen Pyramide mit einer anschließenden flachen viereckigen Kopfplatte. Als Ohren dienten Öffnungen auf den leicht gebrochenen Kanten des aus vier Dreiecken geformten fünfzehn Zentimeter hohen Kopfes. Der Mund wirkte menschlich, die Nase war schwach entwickelt. Ein im oberen Kopfdrittel befindliches und fünf Zentimeter breites, von Doppellidern geschütztes Augen-System reichte bis an die flache Kopfplatte. Die Augen zogen sich um den ganzen Kopf herum, so dass die Nokturner nach allen Seiten sehen konnten. Sie konnten ihren Kopf heben und senken, jedoch nicht drehen. (PR-TB 3)

Physiologie

Nokturner atmeten eine für Menschen zuträgliche Atmosphäre. Nach der Ansiedlung in der Hohlwelt Talu wandelten sich die Augen-Anlagen der Nokturner, so dass sie zu reinen Infrarotsehern wurden. Gleichzeitig wurde Licht in den für Terranern sichtbaren Wellenlängen für Nokturner tödlich. Nur wenige Mutanten der Nokturner konnten neben dem Infrarot auch das für Menschen sichtbare Lichtspektrum ungefährdet sehen. Einige von ihnen wurden zu den »Lichtsuchern« die wussten, dass es Dinge gibt, die außerhalb der Verbote und Regeln der Priester existierten. Nokturner waren zweigeschlechtlich und wurden 70 bis 110 Jahre alt. (PR-TB 3)

Bekannte Nokturner

Gesellschaft

Regierung

Cant wurde von den in der Hohlwelt Talu lebenden Nokturnern gottähnlich verehrt. Die eigentliche Macht übten jedoch seine Priester aus, gegen deren Umtriebe auch der Cant kaum etwas unternehmen konnte. (PR-TB 3)

Sitten und Gebräuche

Das Übertreten einiger strenger Verbote wie der Erwähnung, dass es Leben außerhalb Talus, oder Wahrnehmungen außerhalb des Infrarotbereiches gab, wurden streng bestraft. Üblich war die Enzephalisation, das Extrahieren des Gehirns, das in einen der auf Tramp existierenden Roboter verbannt wurde. (PR-TB 3)

Technik

Die Nokturner waren sehr fortgeschritten, sie beherrschten die Materiewandler und konnten z.B. innerhalb der Hohlwelt dreizehn Mikrokosmen errichten. Im Lauf der Zeit ging dieses und anderes Wissen jedoch verloren. (PR-TB 3)

Geschichte

Um 138.000 v. Chr. lebten auf ihrer Heimatwelt Talu einige Milliarden Nokturner. Sie hatten die gesamte Galaxis vermessen und planten den ersten intergalaktischen Flug. Ein ellipsoides Schiff mit neun Kilometern Durchmesser und 26.000 Nokturnern an Bord startete zu diesem Zweck. Mehr als 20.000 Besatzungsmitglieder waren Wissenschaftler. Leiter der Expedition war Cant. Als die Heimatwelt der Nokturner durch eine Nova vernichtet wurde, beschloss der Cant, eine neue Heimat zu schaffen und die Hohlwelt Talu wurde in einem Zeitraum von 108 Jahren erbaut. Zuvor hatte Cant noch zwanzig Raumschiffe der Nokturner erreichen und herbeirufen können. Ein einundzwanzigstes Schiff ging auf dem Flug nach Talu verloren. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde das Gehirn Cants in eine Maschine verpflanzt, die es am Leben erhielt. Seither regierte er kompromisslos und schlug Aufstände und Revolten gegen seine Herrschaft nieder. (PR-TB 3)

Nach über zehntausend Jahren traten die ersten Mutationen auf: Es wurden Nokturner geboren, die nur im Infrarotbereich sehen konnten. (PR-TB 3)

Der Überlieferung der Nokturner nach schaffte der Cant die Gesetze der Heimatwelt ab und erließ neue, als nur noch Infrarotseher geboren wurden. Gleichzeitig ließ er die Erinnerung an die alte Heimat und das Leben außerhalb der Hohlwelt tilgen. Diese Überlieferung war jedoch gefälscht, und die entsprechenden Gesetze wurden erst später von den Priestern des Cant erlassen. Um weiteren Raum zu schaffen, ließ der Cant von den Wissenschaftlern zwei Mikrokosmen vom Volumen Talus erstellen, die später auf dreizehn erweitert wurden. Aus den Verwaltern dieser dreizehn Welten wurden die Priester des Cant. (PR-TB 3)

Nachdem ein künstliches Schwerefeld geschaffen worden war, um das Talu kreisen konnte, brach eine Epoche der religiösen Begeisterung an. Angefacht von den Priestern wurden die Wissenschaftler getötet, und das inzwischen auf hundert Millionen Nokturner angewachsene Volk schrumpfte auf einige Millionen zusammen. Auch einige der Mikrokosmen verfielen, alle Fragen nach der Herkunft der Nokturner hatten aufgehört. (PR-TB 3)

Um 58.000 v. Chr. begann eine von den Priestern im Namen des Cant angeführte neue Blütezeit. (PR-TB 3)

Spätestens um 43.000 v. Chr. wurde von den den Nokturnern auf Tramp mindestens eine Roboterfabrik gebaut. Die Gehirne der zur Enzephalisation verurteilten Nokturner wurden in die dort erbauten Roboter gebracht. Um 38.000 v. Chr. gab es den letzten Kontakt zwischen den Nokturnern und den Robotern auf Tramp. (PR-TB 3)

Nach der Zerstörung der Tramp-Roboter im Jahr 1975 wurden die nach Talu führenden Koordinaten von dem Nokturner Noin auf Tramp hinterlassen. Damit sollten fremde Intelligenzwesen nach Talu gelockt werden, um ihre Hirne in die dreizehn Welten Talus zu integrieren. Das von diesen Hirnen gewonnene Wissen sollte den nokturnischen Priestern helfen ihre Herrschaft auf die Milchstraße auszudehnen. (PR-TB 3)

Am 19. Januar 1990 kehrte das Forschungsschiff INVEST I von einem Flug nach Tramp nach Terrania zurück und lieferte die zu den Erbauern der auf Tramp vorgefundenen Robotern führenden Koordinaten. Danach brachen Perry Rhodan, Reginald Bull, Gucky, Fellmer Lloyd, Ras Tschubai und Tako Kakuta an Bord der INVEST II auf, um das Rätsel zu lösen. Bei der Annäherung an den Planeten wurde das Raumschiff von den Nokturnern mit einer unbekannten Technologie zur Landung gezwungen und dort festgehalten. Als die Priester und Anführer der Nokturner die Terraner und Gucky zur Enzephalisation verurteilten, lehnten diese sich gegen das Urteil auf. Da es der terranischen Expedition gelang, Kontakt zum Cant herzustellen, beschlossen die Priester den Cant zu töten. Dabei besiegelten sie ihren eigenen Untergang, denn ihre Vorfahren hatten das Überleben der Welt Talu an das des Cant gebunden. Nachdem der sterbende Cant sich noch ein letztes Mal seinen Priestern und den Terranern mitteilen konnte, wurde Talu innerhalb kürzester Zeit zerstört, so dass die INVEST II im letzten Moment starten konnte. (PR-TB 3)

Quelle

PR-TB 3