Die verlorene Kolonie

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Planetenromane (Band 174)
PR-TB-174.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG
Titel: Die verlorene Kolonie
Untertitel: Sie bewahren das böse Erbe der Vergangenheit – und bringen einander den Tod
Autor: Harvey Patton
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: 1977
Handlungszeitraum: 2204, 3212
Handlungsort: Trigon
Zusätzliche Formate: Autoren­bibliothek 31

Handlung

Im Jahr 2204 soll das Auswanderer­schiff CALLIOPE des Solaren Imperiums 2000 Kolonisten von der Erde zur 77 Lichtjahre entfernten Sonne Phekda bringen. Durch einen Fehlsprung des noch mit einem Transitionstriebwerk ausgerüsteten Schiffes kommt es jedoch nie an, sondern gilt seitdem als verschollen.

Im Jahr 3212 ist Reginald Bull in seiner Funktion als Chef der Explorerflotte sehr erzürnt: Ein Bericht der EX-12019 über die Entdeckung einer verlorenen Kolonie, die circa 14.000 Lichtjahre von der Erde entfernt ist, lag seit dem Jahr 3192 unbearbeitet herum und wurde vergessen. Bull macht den Vorgang zur Chefsache. Eine Anfrage an NATHAN führt zu der Vermutung, dass es sich um Nachkommen der CALLIOPE-Passagiere handeln könnte. Bull fliegt mit dem Spezialkreuzer FALCON, der besonders für Erstkontaktmissionen mit verlorenen Kolonien ausgelegt ist, los. Fellmer Lloyd begleitet ihn, da Gucky gerade auf dem Mars Urlaub macht.

Bull kann nicht wissen, was inzwischen auf dem Planeten, den seine Bewohner Trigon nennen, passiert ist. Bereits ein Dilatationsflug nach dem Fehlsprung hatte zu starken Konflikten zwischen den beiden ethnischen Gruppen an Bord der CALLIOPE, nämlich Italienern und Nordamerikanern, geführt. Die Gruppen waren sich bei der Landung so feindlich gesinnt, dass sie sich trennten. In den folgenden Jahrhunderten fiel die Zivilisation in die Primitivität zurück. Es entstanden zwei feindliche Völker, die sich Talos und Yangs nannten. Schließlich hatten sie wieder etwa den Stand des 20. Jahrhunderts auf Terra erreicht und belauerten sich in einem Kalten Krieg mit zahlreichen Atomraketen. Beide Staaten sandten jeweils eine erste Raumexpedition zum nächsten Nachbarplaneten.

Zu diesem Zeitpunkt traf ein Erkundungsschiff einer fremden, annähernd humanoiden Rasse, der Menakkos, im System ein. Die Menakkos, eine telepathische Rasse, suchten neues Siedlungsgebiet, stellten aber enttäuscht fest, dass das System bereits bewohnt war, und das auch noch von einer sehr aggressiven Rasse. Sie machten Meldung nach Menakko, doch dann kam es zur Katastrophe: Durch eine Fehlfunktion stürzte ihr Schiff auf die Hauptstadt der Yangs, und die folgende Atomexplosion zerstörte sie vollständig. Dieses Ereignis vor circa einem Jahr hatte den totalen Atomkrieg auf Trigon zur Folge, den nur sehr wenige Menschen überleben sollten. Eine größere Gruppe überlebender Yangs suchte in einem ausgedehnten Höhlensystem Zuflucht.

Soldaten unter Hauptmann Gran Turmack stießen hinzu. In der Folgezeit degenerierte jede Disziplin und Ordnung. Faktisch terrorisierten die Soldaten die Zivilisten und entwickelten sich zu einer Art Räuberbande. Da die Vorräte knapp wurden, führte Turmack regelmäßige Raubzüge in die Umgebung durch. Dabei stießen seine Leute eines Tages auf eine merkwürdige, sehr breite Straße aus einem fremden Material. Sie legten sich auf die Lauer und erkannten, dass eigenartige, offenbar sehr moderne Fahrzeuge darauf fuhren. Es gelang, die Fahrzeuge regelmäßig durch Blockade der Straße zu stoppen und sie auszuplündern, insbesondere, da sie keine Insassen hatten. Auf diese Art vergingen die Monate.

Schließlich kam es zu einer unerwarteten neuen Entwicklung: Ein angehaltenes Fahrzeug hatte sechs Insassen, zwei Yangs, zwei Talos – und zwei fremde Wesen. Ein Feuergefecht war die Folge, in dem einige der Soldaten und eines der fremden Wesen getötet wurden. Die anderen flohen mit dem Fahrzeug, nachdem sie eine Ultraschallwaffe eingesetzt hatten, aber Turmack gelang es, einen der Talos zu überwältigen. Dieser stellte sich als junge Frau heraus. Turmack wollte sie sofort erschießen, aber der Unteroffizier Rask Colman überzeugte ihn, dass sie als Gefangene viel wertvoller wäre. Die Talo-Frau wurde also mitgenommen.

Nun erreicht die FALCON das System, aber ihre Besatzung muss entsetzt erkennen, dass der Planet Trigon radioaktiv verseucht ist. Zunächst hält Bull noch einen Überfall einer feindlichen raumfahrenden Rasse für denkbar. Dann werden jedoch Funksignale der Raumfahrer vom siebten Planeten empfangen, die deutlich auf den Bruderkrieg hinweisen. Eine nähere Untersuchung des Planeten zeigt, dass fast alle Landmassen radioaktiv strahlendes Ödland sind. Nur in einer schmalen Pufferzone eines der Kontinente könnte menschliches Leben möglich sein, und genau dort machen die Terraner eine erstaunliche Entdeckung: Sechs Städte, die unter Energieschirmen liegen und einen sehr modernen Eindruck machen. Die vermutete Technologie der Yangs und Talos kann diese Städte niemals gebaut haben, also muss eine fremde Rasse auf Trigon gelandet sein.

Währenddessen verhört Turmack die gefangene Talo, die Myra Frecoli heißt. Sie versucht ihn zu überzeugen, dass der Krieg schon lange vorbei ist und dass die Menakkos den Menschen beim Wiederaufbau helfen, aber Turmack bleibt stur. Er geht von einer Invasion aus und würgt schließlich die Frau mit der Absicht, sie zu töten. Rask Colman, dem die Frau sympathisch ist und der schon länger an Turmack zweifelt, greift ein, wird aber überwältigt, degradiert und verbannt. Er schafft es jedoch nach einiger Zeit, zurückzukehren, in die Höhle einzudringen und Myra Frecoli zu befreien. Beide fliehen in die nahegelegenen Wälder.

Bull und Lloyd landen zu dieser Zeit mit einigen Begleitern mit einem Beiboot in der Nähe der Höhlen, da dort zahlreiche Menschen geortet wurden. Lloyd kann aus den Städten keine Gedankenimpulse empfangen und vermutet ein Antipsifeld. Kurz nachdem die Menschen das Beiboot verlassen haben, treffen sie zu ihrer Überraschung auf Myra Frecoli und Rask Colman. Sie hatten die Landung beobachtet, glaubten aber an ein Fahrzeug der Menakkos. Dennoch kommt schnell ein friedlicher Kontakt zustande, durch den die Terraner von den Menakkos erfahren. Doch in diesem Moment greifen die Soldaten Turmacks an und dank des Überraschungsmoments nehmen sie die Terraner gefangen. Im letzten Moment kann der Pilot die Space-Jet verriegeln.

Alle Gefangenen werden in die Höhlen geschafft. Turmack verlangt von Bull, die Städte der Menakkos anzugreifen und zu zerstören. Dieser weigert sich und wehrt sich, wird aber betäubt. Als er erwacht, fehlt sein Zellaktivator. Damit droht ihm binnen 62 Stunden der Tod. Funkkontakt zur FALCON ist wegen der Dicke der Höhlendecke nicht möglich.

Turmack versucht inzwischen, mit schweren Waffen und Sprengstoff die Space-Jet zu knacken, scheitert aber am Terkonitstahl. Er droht daraufhin Bull mit der Tötung seiner Gefährten. Bull pokert auf Zeit, sieht aber keinen richtigen Ausweg, bis ihm eine Idee kommt: Die Menakkos sind Telepathen. Vielleicht kann Lloyd mit ihnen Kontakt aufnehmen. Dies gelingt tatsächlich und eine Rettungsmission der Menakkos greift die Höhlen mit Betäubungsgasen und Ultraschall an. Die Terraner werden gerettet, nachdem die Soldaten überwältigt wurden, und Bull bekommt den Zellaktivator rechtzeitig zurück.

Ein friedlicher Kontakt zwischen Terranern und Menakkos ist die Folge, aber die Menakkos erklären, dass sie weiterhin isoliert bleiben wollen, da die aggressiven Gedanken der Menschen – selbst der Terraner des Solaren Imperiums – für sie auf Dauer nicht zu ertragen sind. Das Imperium wird den Überlebenden Trigons helfen.

Personenregister

Reginald Bull Chef der Explorerflotte
Fellmer Lloyd Telepath
Gucky Der Mausbiber hat Urlaub.
Gran Turmack Der Yang-Hauptmann regiert mit harter Hand.
Rask Colman Ein junger Yang
Myra Frecoli Eine junge Talo-Frau