Remmet-Pog

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Remmet-Pog war ein kanequaischer Runenmacher und gehörte als Inkuba dem dritten Geschlecht seines Volkes an. (PR 3401)

Erscheinungsbild

Remmet-Pog besaß einen schmalen, drahtigen Körperbau. Sein großer Kopf saß auf einem dünnen Hals und hatte spitze Ohren. Die Haut schimmerte am Kopf türkisblau, ging über den Schultern in Moosgrün über und wurde zum Bauch hin olivbraun. (PR 3401)

Im Oktober 2266 NGZ war Remmet-Pog 219 Jahre alt und zeigte deutliche Alterserscheinungen. Sein Gesicht war von Falten geprägt. Nach der statistischen Lebenserwartung der Kanequa blieben ihm zu diesem Zeitpunkt noch ungefähr zehn Lebensjahre. (PR 3401)

Charakterisierung

Remmet-Pog litt unter zunehmender Altersvergesslichkeit. Sein nachlassendes Gedächtnis beeinträchtigte selbst die Erinnerung an wichtige Ereignisse und eigene Handlungen. Aufgrund seiner Ausbildung als Runenmacher konnte es sich bestimmte Runenfolgen jedoch weiterhin vergleichsweise gut einprägen. (PR 3401)

Es verfügte über umfangreiche Kenntnisse der Nanomitter und des damit verbundenen Transportsystems der Kanequa. Nach eigenen Angaben konnte es als Runenmacher Zugriffsberechtigungen für dieses System erteilen und entziehen. (PR 3401)

Um seinem Gedächtnisverlust entgegenzuwirken, katalogisierte Remmet-Pog die Runen des Transportsystems, obwohl dies unter Todesstrafe stand. Gegenüber Perry Rhodan und dessen Begleitern trat es hilfsbereit auf, verfolgte jedoch zugleich eigene Absichten. Es hoffte, die Fremden als Verbündete gegen den Mundschenk und dessen Stellvertreter gewinnen zu können, nahm später aber einen Auftrag Lillepen-Urns an, sie lebend zu ihm zu bringen. (PR 3401)

Geschichte

2266 NGZ

Im Oktober 2266 NGZ befand sich Remmet-Pog wegen des unerlaubten Katalogisierens von Runen auf der Flucht vor den Kanequa. Aufgrund seiner fortschreitenden Vergesslichkeit konnte es sich zunächst nicht mehr daran erinnern, welches Verbrechen es begangen hatte. Auf einem belebten Markt entkam es seinen bewaffneten Verfolgern und erreichte nach der Bestechung zweier Wachposten einen Steg über einem gewaltigen Schacht. Dort warf es seine positronische Zeichenscheibe in die Tiefe, um die Beweise für seine Tat zu vernichten. Ob die Scheibe tatsächlich zerstört wurde, blieb unbekannt. (PR 3401)

Als einer seiner Verfolger einen Lichtpunkt weit oben im Schacht bemerkte, erkannte Remmet-Pog, dass der Tartaros erstmals seit seiner Reformation geöffnet worden war und sich ein fremdes Raumschiff darin bewegte. Es rechnete damit, dass die Kanequa das Schiff in ihre Gewalt bringen wollten, und beschloss, den Fremden zu helfen. Remmet-Pog hoffte, sie als Verbündete gegen den Mundschenk und dessen Stellvertreter gewinnen zu können. Mit seiner letzten Notfallkreide zeichnete es ein Portal und entkam seinen Verfolgern. (PR 3401)

Remmet-Pog gelangte zu einer Nanomitter-Nebenstation am Grenzposten 21. Eigentlich hatte es den Grenzposten 22 erreichen wollen, aufgrund seiner Vergesslichkeit jedoch die falsche Runenfolge verwendet. Als ein allgemeiner Sammelruf ertönte, begab es sich unter die dort versammelten Kanequa. Diese erfuhren von der Zerstörung der Schachtöffner-Station und dem Verschwinden des Mundschenks Garrian-Zin. (PR 3401)

Garrian-Zins Stellvertreter Lillepen-Urn ließ die Aufzeichnungen der Gürtelkameras auswerten. Die Bilder zeigten vier fremde Wesen, deren Erscheinungsbild Remmet-Pog merkwürdig vertraut vorkam. Es fühlte sich an alte Runen und Graffiti aus Schachttiefe 2 erinnert. Die Kanequa vermuteten, dass die Fremden Angehörige der dort angeblich ausgestorbenen Bevölkerung waren, die sie als »Abscheuliche« bezeichneten. (PR 3401)

Lillepen-Urn erkannte Remmet-Pog in der Menge und ließ es festnehmen. Bei einem anschließenden Verhör konfrontierte er den alten Runenmacher mit seinem Verbrechen. Remmet-Pog hatte das aktuelle Runensystem der Kanequa einschließlich der Zielorte und möglicher Sonderfunktionen auf einer positronischen Zeichenscheibe festgehalten, um seinem Gedächtnisverlust entgegenzuwirken. Lillepen-Urn betrachtete dies als Verrat, da die Aufzeichnungen den verhassten Zaliden helfen könnten, erneut Zugang zum Transportnetz der Kanequa zu erhalten. (PR 3401)

Obwohl auf die Tat die Todesstrafe stand, bot Lillepen-Urn dem Runenmacher einen Handel an. Remmet-Pog sollte die fremden Eindringlinge lebend zu ihm bringen. Der Stellvertreter hoffte, ihre möglicherweise außergewöhnlichen Fähigkeiten im Kampf um die Freiheit der Kanequa nutzen zu können. Remmet-Pog nahm den Auftrag an, da es ohnehin beabsichtigte, Kontakt zu den Fremden aufzunehmen. (PR 3401)

Am 16. Oktober 2266 NGZ traf Remmet-Pog auf Perry Rhodan, Anzu Gotjian, Meghan Ontares und Liam Barstow, die auf einer spiralförmigen Rampe im Tartaros von bewaffneten Kanequa bedrängt wurden. Rhodan hatte mit erbeuteter Nanomitterkreide ein Portal geöffnet, konnte es wegen fehlender Zugriffsberechtigung jedoch nicht benutzen. Remmet-Pog erklärte sich bereit, der Gruppe zu helfen, und erhielt von Rhodan ein Stück Kreide. (PR 3401)

Mehrere Versuche, eine neue Verbindung herzustellen, scheiterten. Remmet-Pog erklärte schließlich, dass Lillepen-Urn den vorgesehenen Zugang verriegelt hatte. Als Ausweichziel wählte es einen Zufluchtsort bei den Zaliden unterhalb von Schachttiefe 21. Während die Kanequa die Terraner angriffen, gelang es Remmet-Pog, ein Portal zu öffnen, durch das jeweils zwei Personen gleichzeitig treten konnten. Als Rhodan versehentlich eine der Glyphen beschädigte, reparierte er die Zeichnung selbst und konnte seinen Begleitern als Letzter folgen. (PR 3401)

Die Gruppe gelangte in eine alte Transmitterstation im Abschnitt 8 der Schachttiefe 21. Dort entdeckten die Terraner eine Orientierungstafel mit einer schematischen Darstellung des Tartaros. Remmet-Pog erläuterte, dass zahlreiche Kavernen an den Schacht angeschlossen waren. Viele davon waren bewohnt, einige erreichten sogar planetare Ausmaße. (PR 3401)

Rhodan stellte Remmet-Pog mehrfach wegen seiner weiterhin bestehenden Zugriffsberechtigung zur Rede. Das Inkuba behauptete, dass nur es selbst diese Berechtigung löschen könne. Zugleich bestätigte es, dass es den Terranern eigene Berechtigungen erteilen könnte, verweigerte ihnen dies jedoch. Das Misstrauen der Gruppe gegenüber Remmet-Pog nahm dadurch zu. (PR 3401)

Anschließend führte Remmet-Pog die Terraner in eine große Kaverne mit einer teilweise verfallenen Stadtlandschaft. Rhodan vermutete dort ein ehemaliges Regierungsviertel. Auf einem weitläufigen Platz geriet die Gruppe in einen Hinterhalt bewaffneter Kanequa, die aus den umliegenden Gebäuden angriffen. Während des Gefechts verplapperte sich Remmet-Pog und gab zu erkennen, dass es die Terraner im Auftrag Lillepen-Urns hergebracht hatte. (PR 3401)

Nachdem die Terraner überwältigt worden waren, erschien Lillepen-Urn persönlich. Remmet-Pog entschuldigte sich bei ihm, doch der Stellvertreter bestätigte, dass der Runenmacher seinen Auftrag erfüllt hatte und die vereinbarte Belohnung erhalten sollte. Er ließ das Inkuba von zwei Kriegern aufhelfen und fortbringen. (PR 3401)

Quelle

PR 3401