Blodgahn

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Blodgahn war der Wächter des Goldenen Vlieses in der Dunklen Region auf Pthor. Er lebte in seiner Burg und hatte die Aufgabe, alle Eindringlinge abzufangen, die auf der Suche nach dem geheimnisvollen Objekt waren. (Atlan 323)

Er wurde von den Herren der FESTUNG mit »Lebenskapseln« versorgt (vermutlich wurden sie vom Lebensmagier Wortz hergestellt), von denen ihm jede einzelne Kapsel mehrere Monate Leben verschaffte. Mehrere auf einmal eingenommene Kapseln potenzierten seine Lebensenergie für kurze Zeit, aber danach war er völlig ausgebrannt. Wenn er danach binnen einer Woche keine weitere Kapsel einnehmen konnte, würde er sterben müssen. (Atlan 323)

Erscheinungsbild

Er war ein Gnom von höchstens 120 cm Größe und bucklig. Die Füße waren viel zu groß geraten, seine Finger lang und dürr, sein Gesicht faltenreich, weiß und von langen grauen Haarsträhnen umrahmt, die ihm bis auf die Schultern fielen. Im Widerspruch dazu stand seine unverhältnismäßig große Körperkraft. (Atlan 323)

Blodgahn war meist mit einem farbenfrohen Umhang gekleidet, der ihm bis zu den Knöcheln reichte. Er besaß einen etwa 30 cm langen Stab, der starke Stromstöße austeilen konnte. (Atlan 323)

Charakterisierung

Er hasste alles Lebende, mit Ausnahme seiner Raubtiere, die ihm halfen, die Eindringlinge in die Dunkle Region zu schnappen und einzukerkern. Je nach Lust und Laune verfütterte er die Gefangenen – nach einer entsprechenden Phase des Leidens – früher oder später an seine Raubtiere. Sein Hass auf alles Lebende machte ihn zum zeternden Giftzwerg, der, wenn nicht alles nach seinen Vorstellungen verlief, die Verkörperung des Bösen schlechthin war. Es bereitete ihm unglaublichen Spaß, Andere in ausweglose Situationen zu bringen und leiden zu sehen; für ihn war der Tod anderer Lebewesen nur ein fröhliches Spiel. (Atlan 323)

Mit der Riesenfledermaus Phiancha lebte er in einer Symbiose. Zwischen den beiden ungleichen Lebewesen entwickelte sich ein Gefühls- und Gedankenaustausch, welcher Phiancha eine gewisse Art Intelligenz verlieh und Blodgahn ermöglichte alles zu erfahren, was die Riesenfledermaus mit ihren paranormalen Sinnen erfasst hatte. Für diesen Erfahrungsaustausch war aber große körperliche Nähe notwendig. (Atlan 323)

Blodgahn frönte gern dem Kweel, einem stark alkoholhaltigen Getränk. Binnen kürzester Zeit versetzte ihn der Genuss in einen Rausch, in dem er kaum noch zu vernünftigen Handlungen und Überlegungen in der Lage war. Er hatte dazu auch ein Gegenmittel, das angeblich von den Magiern stammte. Wenn er das einnahm und wenige Minuten später (nachdem er aufgehört hatte, zu röcheln und vor Pein im Kreis zu laufen) sehr viel Wasser trank, war er binnen kürzester Zeit wieder nüchtern. Danach verfluchte er regelmäßig sowohl den Eingeborenenstamm, der das Kweel braute, als auch die Magier, die ihm so ein höllisch schmerzendes Gegenmittel gegeben hatten. Doch beim nächsten kleineren Anlass griff er erneut zur Flasche. (Atlan 323)

Außer den Raubkatzen und Phiancha duldete er nur den Dello Taros in seiner Nähe. Und auch ihm raubte er zu Beginn ihrer Zusammenarbeit jede Gefühlsregung, sodass sich der Android auf die ihm gestellten Aufgaben konzentrieren konnte, ohne von den Gräueltaten an den Gefangenen abgelenkt zu werden, an denen Taros mithelfen musste. (Atlan 323)

Geschichte

Einst war Blodgahn der Hofnarr der Herren der FESTUNG gewesen, bis er den Sinn der Späße, die diese bevorzugten, nicht mehr verstand und aus der FESTUNG verstoßen wurde. Er bekam die undankbare Aufgabe, in der Dunklen Region alle Sucher nach dem Goldenen Vlies abzufangen, auf dass dieses gefährliche Machtmittel niemals in den Besitz Anderer kommen sollte. In all den Jahrtausenden, die er diese Aufgabe inne hatte, gelang es nur einem einzigen, das Goldene Vlies zu sehen, aber nicht, es in Besitz zu nehmen. Das war der Valjare Kruden. (Atlan 323)

Im Jahre 2648 kamen Atlan, Razamon, Fenrir, Koy der Trommler und Kolphyr in seine Burg und wurden eingekerkert. Taros ermöglichte ihnen jedoch die Flucht und sie konnten durch das Höhlensystem unter Blodgahns Burg ins Emmorko-Tal entkommen. Dabei verlor der Gnom die meisten seiner geliebten Raubkatzen und die überlebenden waren verletzt. (Atlan 323)

Also machte er sich allein mit dem Pelchwagen auf zur Schlossruine, in der das Vlies aufbewahrt wurde. Am Talrand wartete er mit einer Flasche Kweel darauf, dass die Eindringlinge bereits an den Mutanten scheitern würden, was aber zu seiner Freude nicht der Fall war – er wollte sie ja leiden sehen. Er betrat das Ruinenschloss und begab sich in die für ihn eingerichtete Überwachungskammer. Hier löste er im Vollrausch zwar Fallen aus, diese konnten die Eindringlinge aber nur kurzzeitig stoppen und eine davon brachte sogar Blodgahn in arge Gefahr, denn in seinem Suff hatte er Schalter miteinander verwechselt. Er machte sich mit dem Gebräu der Magier wieder nüchtern. Als er sah, dass die Eindringlinge reale Chancen hatten, das Vlies zu erobern, musste er sich zu einem entscheidenden Schritt durchringen: er nahm alle ihm verbliebenen zwölf Lebenskapseln auf einmal ein und erlangte dadurch ein Vielfaches an Körperkraft. In seiner Euphorie der Unbesiegbarkeit brach er sich sogleich einmal die rechte Hand, indem er gegen eine Steinmauer drosch; die Lebenskapseln verliehen ihm zwar Superkräfte, machten aber nicht unverwundbar. Aber auch nur mit der linken Hand war er ein übermächtiger Gegner, der Atlan attackierte und in große Bedrängnis brachte. Der Arkonide überlebte die Angriffe nur, weil er bereits das Goldene Vlies angelegt hatte und deshalb Blodgahn – knapp aber doch – töten konnte. (Atlan 326)

Quellen

Atlan 323, Atlan 326