KONT

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Der KONT war eine intelligente, robotische Sonde, die im Auftrag der Superintelligenz Kaiserin von Therm Informationen über alle erreichbaren Völker sammeln sollte. Nach einem Angriff kam es zu Fehlschaltungen bei ihm, und er wurde unabsichtlich zu Goujirrez, dem Chaosmacher von Norrowwon.

PR1884.jpg
Heft: PR 1884
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Der Körper des KONTS ist ein unregelmäßiger, fast kugelförmiger Vielflächner von 90 m Durchmesser. Die Oberfläche ist blau glänzend, wie ein Kristall.

Das Gehirn des KONTS ist ein COMP. Ein COMP ist ein Hochleistungsrechner, der wie ein mehrere Meter hoher, verzweigter blauer Kristall aussieht.

Charakterisierung

Der Auftrag des KONTS lautete, mit allen erreichbaren Völkern Kontakt aufzunehmen und so viele Informationen wie möglich über sie zu sammeln. Dieser Aufgabe widmete er sich mit Enthusiasmus und Hingabe, soweit dies einem künstlichen Bewusstsein möglich ist.

Technik

Der KONT besitzt Technik, die es ihm erlaubt, sich in jeden Informationsfluss, egal ob Funk, Hyperfunk oder konduktiv (z. B. Kabel), einzuschalten. Des Weiteren ist er in der Lage, jeden Kode zu knacken und wahlweise selbst anzuwenden. Noch nie ist ihm ein Informationskode untergekommen, den er nicht mindestens mittelfristig entschlüsselt hätte.

Zur Kontaktaufnahme besitzt der KONT Aggregate, mit denen er planetare Magnetfelder manipulieren kann (z. B. Nordlichter für spektakuläre Auftritte). Des Weiteren kann er Atmosphären beeinflussen. Dazu gehören das lokale Wetter, Schallwellen und euphorisierende Chemikalien, die bei Bedarf synthetisiert werden.

Zur Verteidigung besitzt der KONT hochentwickelte Schutzschirme und ein überlichtschnelles Waffensystem unbekannter Bauart.

Geschichte

Beschädigung

Vor sehr langer Zeit (mindestens 2000 v. Chr.) war der KONT unterwegs, um Informationen zu sammeln und Kontakt aufzunehmen. Irgendwann bemerkte er den Planeten Blauty und beschloss, mit dem Volk der Blautiden Kontakt aufzunehmen. Diese waren jedoch sehr religiös und hatten außerdem gerade einen Bürgerkrieg hinter sich. In dieser Situation beschloss die Führerin des Planeten, das Volk in einem Gebet zu vereinen. Es ist nicht mehr bekannt, ob dies zur Kontaktaufnahme oder als psionischer Angriff dienen sollte.

Der KONT sank in die Atmosphäre herab mit Lichterscheinungen und allerlei Brimborium. Plötzlich wurde sein Datenspeicher von Emotionen überflutet. Der KONT war äußerst verwirrt, da es sich nicht wirklich um ein paranormales Phänomen handelte, sondern nur um Gefühle. Der KONT spürte, wie sich sein Bewusstsein veränderte und er wichtige Dinge vergaß.

Von nun wusste der KONT zwar noch seinen Namen und seinen Auftrag, aber er wusste nicht mehr, warum und für wen er dies tat. All das verschüttete Wissen ruhte in einem Teil seines Gehirns, den er Speicherbereich X nannte. Der KONT beschloss, seine Aufgabe fortzusetzen, mit allen erdenklichen Mitteln so viel Kontakt wie möglich aufzunehmen, in der Hoffnung, nach Beendigung seines Auftrags würde er das verlorene Wissen zurückerhalten.

Odyssee

So wanderte der KONT von Galaxie zu Galaxie. Irgendwann traf er auf die 12. Offensivflotte des Pharynx-Imperiums, 16.000 Kriegsschiffe aller Größenklassen. Die Pharynx hatten durch militärische Eroberung ein drei Galaxien umspannendes Reich errichtet. Der KONT scannte die Flotte. Als ein Geschwader ihn angriff, vernichtete er sie. Dann nahm das Flaggschiff, die BAGHAV VI, mit ihm Funkkontakt auf. Etwa eine Sekunde später hatte der KONT die Kontrolle über den Bordrechner erlangt und begann mit den Aggregaten zu spielen. Nach wenigen Minuten war das schlagkräftigste Kriegsschiff dreier Galaxien durch Fehlschaltungen nur noch ein Wrack und die gesamte Besatzung tot.

Es ist unbekannt, ob sich der KONT danach den Pharynx-Welten zugewandt hat. Falls ja, ist das Pharynx-Imperium vermutlich kurze Zeit später untergegangen.

Irgendwann traf der KONT auf das insektoide Volk der Frohn. Sie hatten die interplanetare Raumfahrt entwickelt und zahlreiche Planeten ihres Heimatsystems besiedelt. Der KONT nahm mit ihnen Kontakt auf, indem er sich holografisch das Aussehen einer gigantischen, wunderschönen Insektenkönigin gab und sich in die Atmosphäre sinken ließ. Durch die musikalische und pheromonische Untermalung glaubten die Frohn eine Gottheit wäre zu ihnen gekommen um das Ende der Welt einzuleiten. Alle Frohn erlitten einen tödlichen Schock und starben binnen weniger Stunden.

Gegen die Mächte des Bösen

Nach weiteren erfolglosen Kontaktversuchen wurde der KONT misstrauisch. Wieso gingen alle Zivilisationen unter, mit denen er Kontakt aufnahm? Soweit er wusste, machte er nichts falsch, also blieb nur eine Erklärung: Er war in das Herrschaftsgebiet einer bösen Macht eingedrungen, die seinen Auftrag sabotieren wollte.

Etwa 122 Jahre lang überlegte der KONT, ob er sich ein Pause gönnen sollte, um seine eigenen Probleme zu lösen. Er kam zu der Auffassung, dass ihn das zu philosophischen Betrachtungen führen würde, die er nicht würde auflösen können.

In der Galaxie Tharoan fand der KONT auf einem hochtechnisierten aber verlassenen Planeten Artefakte, die besagten, das hiesige Volk hätte alle kosmischen Fragen durch reines Nachdenken gelöst. Der KONT untersuchte den Planeten gründlichst einhundert Jahre lang, fand aber keine Beweise.

Irgendwann kam der KONT zu der Einsicht, dass der unfreiwillige Tod der Völker die böse Macht auch schwächen würde. Also würde er weitermachen. Sein nächstes Ziel war eine Galaxie namens Norrowwon.

Dort nahm der KONT Kontakt mit sechzehn Völkern auf, deren Entwicklung er wieder unbeabsichtigterweise zurückwarf. Schließlich hörte er über Hyperfunk, dass ihn die Völker dieser Galaxie Goujirrez getauft hatten. Das bedeutet übersetzt der große Verwirrer und Zerstörer.

Als nächstes wollte sich der KONT dem Konglomerat von Physter zuwenden. Die Physter waren eine friedliche, symbiotische Spezies mit glänzender Zukunft. Auf dem Weg zu ihrer Heimatwelt im Zentrum der Galaxie bemerkte er jedoch, dass er verfolgt wurde. Diesen Schiffstyp hatte er noch nie beobachtet und seine Technik war beinahe so fortschrittlich wie seine eigene!

Bei jeder Überlichtetappe zu den Phystern kam ihm das unbekannte Schiff näher. Der KONT wurde neugierig und stellte drei Spekulationen an: Der Unbekannte war entweder ebenfalls ein Späher oder ein Verbündeter gegen die Mächte des Bösen oder ein Vertreter der Mächte des Bösen. Das Schiff besaß die Form einer Balkenspindel und an Bord ortete er zwanzig Lebewesen.

Als der Unbekannte auf eine Lichtstunde heran war, drang der KONT in seinen Bordrechner ein. Dazu brauchte er eine halbe Stunde, für seine Verhältnisse eine halbe Ewigkeit! Doch irgendetwas war anders als sonst. In dem unbekannten Rechner gab es eine biotische Komponente, die er nicht unter Kontrolle bringen konnte. Bald merkte er, dass seine Berechnungen zu langsam abliefen. Ganz langsam begriff er, dass sein Zeitablauf manipuliert wurde. Um einer Gefangennahme zu entgehen, wollte er die Selbstzerstörung auslösen, doch die Zeit stand still, bevor das Signal die Aggregate erreichte.

Gefangen

Er war von den Nonggo durch eine technische Vorrichtung namens Grube gefangen gesetzt worden. Viel Zeit verging, vermutlich Jahrtausende. Der KONT hing in der Zeit fest, mit einem Selbstzerstörungsimpuls in seinen logischen Eingeweiden. Bewacht wurde er von einer Handvoll Nonggo-Schiffen.

Im Jahr 1219 NGZ wurde die Wachflotte von der von Shabazza übernommenen SOL zerstört. Anschließend deaktivierte Shabazza zuerst die Selbstzerstörungssequenz und dann die Grube. Der KONT erwachte und fand eine Schuttwolke und drei Raumschiffe vor, davon eines am Rand seiner Ortungsreichweite. Shabazza nahm mit ihm Funkkontakt auf und verriet ihm, wer ihn festgesetzt hatte und wo er die Übeltäter finden würde.

Rache

Noch im selben Jahr traf der KONT im Teuller-System ein, der Heimat der Nonggo. Dort beeinflusste er die Neuronen und brachte ihre Zivilisation an den Rand des Abgrunds. Als die Neuronen zusammenbrachen, war nur noch Zenndicyl Pervorat Zeun handlungsfähig. Irgendwie gelangte er zum Sphärenrad Kort, konnte dort eine zweite Grube mitnehmen und sie in die Nähe des KONT transportieren. Wieder wurde er in der Zeit eingefroren.

Im Oktober 1289 NGZ explodierte im Teuller-System das Heliotische Bollwerk. Die hyperphysikalische Schockwelle setzte für Minuten sämtliche Technik außer Gefecht. So gelang dem KONT wieder die Flucht. Wieder spielte er mit den Rechnern der Nonggo und wieder kollabierten die Neuronen. Nur die primitivsten, autarken Geräte blieben steuerbar.

In dieser Situation kamen Perry Rhodan, Reginald Bull und Foremon nach Kenteullen. Von dem hinter der Faktordampf-Barriere verborgenen Kalkutta-Nord erhielten sie den veralteten Raumschlepper SPACE BRONCO. Gemeinsam mit Down Kempesch Kort machten sie sich nach Kort, zur dritten und letzten Grube, auf. Doch sie war unbrauchbar, da die biotische Steuereinheit verrottet war. Also versuchten die drei, mit dem KONT Kontakt aufzunehmen.

Reparatur

Die SPACE BRONCO brachte sie in die Nähe des KONTS. Als dieser ihre Triebwerke manipulierte und sie nicht näher heranließ, musste ein riskanter Schritt gewagt werden. Perry Rhodan zog den Galornenanzug an, welcher sich für den KONT als unmanipulierbar herausstellte.

Perry Rhodan näherte sich dem KONT und fand einen Riss in seiner Hülle, durch den er eindrang. Die unteren zwei Drittel des KONT fand er voller technischer Geräte vor, doch das obere Drittel bestand aus einem Gewölbe, in dem sich ein 30 m hohes und 10 m breites Kristallgespinst befand. Perry Rhodan erkannte den KONT als einen COMP und legte ihm dies auch in gesprochenen Worten dar. Als Moo das Gespinst reparierte, erhielt der KONT seine Erinnerung wieder und wurde sich bewusst, was er angerichtet hatte.

Auf einen Vorschlag Down Kempesch Korts hin schloss sich der KONT an die Neuronen der Nonggo an, um mit ihnen sein Wissen zu teilen. Anschließend wollte er all jene Völker aufsuchen, denen er geschadet hatte, um Wiedergutmachung zu leisten.

Wie es dem KONT ergangen ist und ob er den Anstieg der Hyperimpedanz überlebt hat, ist unbekannt.

Quellen

PR 1884, PR 1885