Die tödliche Erfindung

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1. Kurzgeschichten

Überblick
Serie: Perry Rhodan-Planetenromane (Band 99)
PR-TB-099.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Titel: Die tödliche Erfindung
Untertitel: Das Lebenswerk eines Wissenschaftlers wird zum Alptraum.
Autor: William Voltz
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: März 1972
Handlungszeitraum: zwischen ≈3200 und 3400 (siehe hier)
Zusätzliche Formate: Autoren­bibliothek 52

Handlung

Das Buch ist nicht datiert, spielt aber während der Epoche des Solaren Imperiums. Es schildert in mehreren Episoden die Geschichte einer besonderen Erfindung, des Mini-Starrions.

Prolog

Der alternde Wissenschaftler Eveno Starrion versucht, seine Erfindung der Regierung zu präsentieren. Es handelt sich um kleine tragbare Geräte, die ihren Nutzern ermöglichen, jederzeit in Dialog mit einer zentralen Positronik zu treten. So können sie Beratung und Informationen erhalten. Für den hohen Betrag von 20.000 Solar vermittelt ihm der Psi-Organisator Taynor einen Termin bei der Administration des Solaren Imperiums, indem er einen Beamten besticht. Starrions Tochter Payna ist fassungslos, dass ihr Vater fast seine gesamten Ersparnisse dafür aufwendet.

Starrion verbringt einige Tage als Gast der Regierung, während die Unterlagen und seine Erfindung geprüft werden. Dann eröffnet ihm Reginald Bull, dass die Regierung empfiehlt, die Erfindung an die Privatindustrie zu verkaufen. Starrion ist am Boden zerstört.

A und B

Zwei Angestellte der Firma CAR, A und B genannt, kämpfen um die Beförderung auf einen Direktorenposten. Beide setzen ohne Wissen ihres Kontrahenten einen Mini-Starrion als Hilfsmittel ein. Diese Geräte werden von der Whistler-Company vertrieben. Die Miete ist mit 200 Solar im Monat sehr hoch, aber A und B versprechen sich durch die Mini-Starrions die entscheidende Hilfe. Sie lassen sich sogar zu kriminellen Handlungen bewegen. Am Ende verlieren beide alles, denn der amtierende Direktor Revlon hatte ebenfalls einen Mini-Starrion, der ihm empfohlen hatte, die Bewerber zu testen – und sie haben versagt. A und B werden entlassen. Wütend zerstören sie ihre Geräte.

Leichenfledderer

Grant ist ein professioneller Leichenfledderer, der auf Friedhöfen in Gräber einbricht. Er hofft, noch nicht abgeschaltete Mini-Starrions zu finden, für die ein lukrativer Schwarzmarkt existiert. Eine Bande unter Führung eines Mannes namens Javolon rekrutiert Grant zu einem besonders lukrativen Unternehmen: Im Sektor Drammbon-Ranu entstand vor 300 Jahren eine terranische Kolonie, die eine Starrion-Zentrale besaß, später aber einem Unglück zum Opfer fiel. Der Kontakt ging verloren. Jetzt hat durch Zufall ein Raumfahrer den Planeten Maltan entdeckt, und auf ihm sicherlich eine halbe Million Skelette – alle mit vermutlich noch aktiven Mini-Starrions.

Die Expedition fliegt nach Maltan. Dort ist inzwischen Jezelfher, ein Wasserstoff atmender Mokrabase auf einem Forschungsflug, gelandet und hat die Skelette entdeckt. In Begleitung seiner Ammoniakmaus Pertakasa untersucht der Mokrabase die Reste der Kolonie und wundert sich über die seltsamen Geräte, die jedes Skelett bei sich trägt. Als die Terraner Jezelfhers Schiff entdecken, zerstören sie es mit einem Torpedo. Damit sieht Jezelfher sich dem sicheren Tod entgegengehen, denn seine Wasserstoffvorräte sind begrenzt.

Während Grant und die anderen beginnen, die Skelette zu fleddern und die über 200.000 Mini-Starrions in das Schiff zu bringen, erreicht Jezelfher mit letzter Kraft die Starrion-Zentrale. Sterbend schaltet er sie aus, um den toten Kolonisten die ewige Ruhe zu geben. Damit sind alle Mini-Starrions wertlos. Grant wird angesichts dieser Entdeckung wahnsinnig und ins Weltall geworfen. Die Verbrecher haben keine Beute gemacht.

Herr der Zentrale

Auf dem Planeten Tolsan II ist in lebensfeindlicher Umgebung eine Kolonie entstanden. Diese beschränkt sich auf eine einzige Kuppel mit strenger Geburtenkontrolle, denn die Mini-Starrions der Kolonisten raten stets zur Vorsicht und gegen eine Ausdehnung der Kolonie. Nur ein einziger Mann, Dragan, lebt seit Jahren als Einsiedler außerhalb der Kuppel.

Als durch einen Unglücksfall die Energieversorgung der Kolonie weitgehend zusammenbricht, kann die Starrion-Zentrale nicht länger betrieben werden. Die Kolonisten sind ohne ihre ständigen Assistenten hilflos, Panik droht. Ein Notruf an das Imperium soll aber auf jeden Fall vermieden werden, denn keiner will, dass man die Abhängigkeit von den Geräten und die Fehlentwicklung der Kolonie bemerkt. Der Kuppelmehjor Bestban bricht auf, um Dragan zu suchen. Er hat Erfolg, stirbt aber nach einem Gespräch. Dragan kehrt zur Kuppel zurück, wo er die Funktion der Starrion-Zentrale einnimmt.

Träume sind Schäume

Auf der Erde sind zahlreiche Mini-Starrions mit 46 Zentralen in Betrieb. Eines Tages befragt in Johannesburg, Südafrika, ein Mann namens Grunda Erben, den seine Freundin verlassen hat, den Mini-Starrion von Coalen Lintoner, wie man jemanden »totträumen« kann. Die Zentrale kann keine Antwort geben, aber die Frage löst eine verhängnisvolle Fehlentwicklung aus. Eine Zentrale nach der anderen versucht zu ergründen, was Träume sind, gibt nur noch unbrauchbare Auskünfte und muss schließlich abgeschaltet werden. Es droht eine Krise, denn zahllose Menschen sind Starrion-Nutzer. Galbraith Deighton und Perry Rhodan richten einen Krisenstab ein. Schließlich gelingt es, die Ursache festzustellen. Da aber zugleich bemerkt wurde, dass Whistler gegen terranische Gesetze verstoßen hat, sollen die Starrion-Zentralen abgeschaltet werden. Angesichts einer steigenden Selbstmordrate unter den Nutzern modifiziert Rhodan diese Entscheidung. Die Nutzer werden zukünftig von Positroniken der Regierung beraten, zugleich aber dürfen keine neuen Mini-Starrions mehr verkauft werden.

Kinderspielzeug

Eine Gruppe Kinder findet in einem Park einen defekten Mini-Starrion, lässt ihn aber, da es sich um wertlosen Schrott handelt, liegen.

Anmerkungen

  • Die Datierung stammt von der Archiv-CD1.
  • Die offensichtlichen Parallelen, mit der seit Beginn des 21. Jahrhunderts die Menschheit zuerst Mobiltelefone und schließlich internetfähige Smartphones nutzt, konnte William Voltz Jahre vor der Schaffung des Internets nicht erahnen. Umso faszinierender und auch erschreckender ist die zunehmende, in den Kurzgeschichten vorweggenommene und treffend dargestellte Abhängigkeit der realen Menschen von diesen Kommunikationsmöglichkeiten zu bewerten.

Personenregister

Eveno Starrion Ein Erfinder
Taynor Psi-Organisator
Payna Tochter von Enevo Starrion
Revlon Direktor der Firma CAR
Grant Leichenfledderer
Javolon Kopf einer Verbrecherbande
Jezelfher Ein Mokrabase
Dragan Einsiedler auf Tolsan II
Bestban Kuppelmehjor auf Tolsan II
Grunda Erben Von seiner Freundin verlassen
Coalen Lintoner Besitzer eines Mini-Starrions
Galbraith Deighton Chef der Solaren Abwehr
Perry Rhodan Großadministrator des Solaren Imperiums