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Die Zaliden sind ein Volk im Tartaros. Sie waren ursprünglich für die Bewachung der im Schacht eingeschlossenen Völker und die Kontrolle des Transportsystems verantwortlich. Im Jahr 2266 NGZ befanden sie sich in einem Konflikt mit den Kanequa, die ihnen die Herrschaft über das Transportsystem genommen hatten. (PR 3402)
Erscheinungsbild und Physiologie
Zaliden besitzen einen lang gestreckten Körper mit vier kräftigen Beinen, die in doppelten Paarzehen enden. Ihre Schultern befinden sich in einer Höhe von beinahe zwei Metern. Der Körper ist mit hellroten, chitinartigen Panzerplatten bedeckt, die sich über breiten Flanken gegeneinander verschieben können.
Anstelle eines herkömmlichen Kopfes tragen die Zaliden ein bewegliches Bündel aus Tentakeln. An deren Enden befinden sich Greifärmchen und Zangen, mit denen sie Gegenstände und Lebewesen untersuchen, festhalten und manipulieren können. Die Tentakel ermöglichen ihnen außerordentlich präzise Bewegungen und die Wahrnehmung feiner Oberflächenstrukturen.
Die Zaliden verfügen über eine ausgeprägte
taktile Wahrnehmung. Sie untersuchen ihre Umgebung und andere Lebewesen mit ihren Tentakeln und Greifarmen. Perry Rhodan vermutete deshalb, dass sie möglicherweise blind seien. Welche Sinne sie tatsächlich zur Orientierung verwenden, blieb ungeklärt.
Zaliden verständigen sich unter anderem durch das Aufeinanderschlagen ihrer Zangen. Dabei erzeugen sie unterschiedliche Klick-, Klack- und Rassellaute, die offenbar der Kommunikation und Orientierung dienen. Eine Verständigung mit den Translatoren der Terraner war zunächst nur eingeschränkt möglich. (PR 3402)
Gesellschaft und Kultur
Aufgabe als Wächterinnen
Nach Aussage der Zalidin Balard waren die Zaliden ursprünglich die Wächterinnen des Tartaros. Ihre Aufgabe bestand darin, die eingeschlossenen Völker zu beaufsichtigen und deren Flucht aus den jeweiligen Kavernen zu verhindern.
Die Heimat der Zaliden befand sich auf Schachttiefe 21. Sie bildete die letzte Bastion gegen mögliche Ausbrüche aus den darüberliegenden Schachttiefen.
Die Zaliden kontrollierten außerdem das Transportsystem des Tartaros. Nach Balards Darstellung verloren sie diese Kontrolle, als die Kanequa die bisherigen Koordinatensymbole durch geheime Runen ersetzten und sich des Nanomittersystems bemächtigten.
Trotz ihres Machtverlusts betrachteten sich die Zaliden weiterhin als die rechtmäßigen Wächterinnen des Schachts und hielten an ihrer Verantwortung fest.
Eine besondere Verpflichtung galt der Verhinderung des Erwachens von Dilial-Gor. Balard bezeichnete dies als die heiligste Aufgabe, die den Vorfahren der Zaliden übertragen worden sei und deren Erfüllung sie gelobt hätten. Wer ihnen diesen Auftrag erteilt hatte, blieb unbekannt. (PR 3402)
Gesellschaftliche Organisation
Die Zaliden verfügten über eine organisierte Führung und ein Rechtssystem. Im Jahr 2266 NGZ nahm Balard als sogenannte Wächterinnenstimme eine führende Stellung ein. Sie leitete Anhörungen in der Halle der Wahrheit in der Hauptstadt.
Die Zaliden verwendeten für ihre Rechtsprechung zeremonielle Abläufe. In der Halle der Wahrheit versammelten sie sich auf konzentrisch angeordneten Stufen um eine zentrale Arena. Die Verständigung erfolgte unter anderem durch Klick- und Rassellaute sowie durch rhythmische Schläge auf metallene Flächen.
Die Zaliden besaßen Gefängnisse, in denen sowohl Angehörige ihres eigenen Volkes als auch Kanequa festgehalten wurden. Im Oktober 2266 NGZ herrschten dort katastrophale Zustände. Unter den Gefangenen befanden sich schwer verletzte und verstümmelte Zaliden, denen teilweise Gliedmaßen oder sämtliche Tentakel fehlten. (PR 3402)
Militär und Kampftechnik
Die Kanequa bezeichneten die kämpfenden Zaliden als Kriegsfurien.
Im Kampf gingen die Zaliden koordiniert vor. Sie verständigten sich durch Klick- und Rassellaute und konnten größere Gegnergruppen systematisch einkreisen. Dabei ließen sie ihren Gegnern gezielt Fluchtwege offen.
Mit ihren beweglichen Tentakeln, Greifarmen und Zangen konnten sie Gegner untersuchen, entwaffnen und überwältigen. Sie unterschieden dabei offenbar zwischen bewaffneten Angreifern und wehrlosen Personen. Die Zaliden konnten Waffen aus den Händen ihrer Gegner reißen, diese mit ihren Greifarmen fesseln und durch gezielte Stöße außer Gefecht setzen.
Im Oktober 2266 NGZ griffen zahlreiche Zaliden eine bewaffnete Gruppe Kanequa an und überwältigten einen großen Teil ihrer Gegner, obwohl diese unter anderem Pfeil und Bogen sowie Greifstangen einsetzten. (PR 3402)
Lebensraum und Technik
Die Zaliden bewohnten ausgedehnte Plattformen an den Wänden der Kavernen des Tartaros. Perry Rhodan bezeichnete diese Strukturen aufgrund ihrer gewaltigen Ausmaße als Balkontinente. Einige erreichten die Größe terranischer Metropolen, andere besaßen kontinentale Ausmaße.
Die Hauptstadt der Zaliden befand sich auf einem besonders großen Balkontinent in Schachttiefe 21. Ihre Architektur war an die Körperform und Fortbewegung der Bewohner angepasst. Die überwiegend niedrigen, weitläufigen Gebäude waren durch Rampen, Plattformen und überdachte Höfe miteinander verbunden. Wasserbecken und ausgedehnte Sumpfgebiete prägten Teile der Umgebung.
Im Jahr 2266 NGZ war die Hauptstadt von schweren Zerstörungen gezeichnet. Zahlreiche Gebäude, Verkehrswege und technische Einrichtungen waren beschädigt und teilweise nur notdürftig wiederhergestellt worden. Nach Aussage der Zaliden waren die Kanequa dafür verantwortlich.
Die Zaliden verfügten über Flugschiffe mit lang gestrecktem Rumpf und beweglichen, flügelartigen Strukturen. Diese konnten sich während des Fluges verändern. Der Betrieb der Fluggeräte war durch begrenzte Energiereserven stark eingeschränkt. Eine Zalidin deutete gegenüber Perry Rhodan an, dass ihr Volk an dieser Situation nicht völlig unschuldig sei, erläuterte die Ursachen jedoch nicht näher.
Nach der Landung eines Flugschiffs untersuchten Zaliden dessen Rumpf und technische Einrichtungen mithilfe ihrer Greifarme und Zangen. (PR 3402)
Bekannte Zaliden
Geschichte
Die Zaliden waren ursprünglich die Wächterinnen des Tartaros und kontrollierten dessen Transportsystem. Nach Darstellung ihrer Wächterinnenstimme Balard verloren sie die Kontrolle, als die Kanequa die Koordinatensymbole des Nanomittersystems durch geheime Runen ersetzten. Trotz ihrer Entmachtung hielten die Zaliden an ihrem Auftrag fest, die eingeschlossenen Völker zu bewachen und das Erwachen Dilial-Gors zu verhindern. (PR 3402)
2266 NGZ
Im Oktober 2266 NGZ standen die Zaliden weiterhin im Konflikt mit den Kanequa. Bei einem Angriff auf deren Truppen befreiten sie Perry Rhodan und Anzu Gotjian aus der Gefangenschaft und brachten sie in ihre Hauptstadt auf Schachttiefe 21. Dort ließ Balard die beiden verhören, da sie ihre Behauptung, von außerhalb des Tartaros zu stammen, nicht glaubte.
Als der kanequaische Runenmacher Remmet-Pog gemeinsam mit Liam Barstow und Meghan Ontares in der Hauptstadt erschien, berichtete er von der geplanten Opferung Arion Mbingunis für Dilial-Gor. Da dessen Erwachen verhindert werden musste, zeichnete sich eine Zusammenarbeit zwischen Zaliden und Terranern ab. Balard gewährte Remmet-Pog vorläufiges Asyl und stellte ihm Zeichenmaterial zur Verfügung, ließ die Terraner jedoch weiterhin festsetzen. (PR 3402)