Brazos Surfat

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Der Terraner Brazos Surfat war Unteroffizier der Solaren Flotte.

PR0251.jpg
Heft: PR 251
© Pabel-Moewig Verlag KG

Erscheinungsbild

Brazos Surfat war untersetzt, beleibt und hatte schon in frühen Jahren beinahe eine Vollglatze. Seine Auffassung von Sauberkeit und Korrektheit waren unterentwickelt, weshalb seine Uniform sowie seine Waffen meist nicht gepflegt waren.

Charakterisierung

Wegen kleinerer Vergehen und Nachlässigkeiten wurde Surfat sehr häufig vom Sergeanten zum Korporal degradiert. Dass er ein Alkoholproblem hatte, war seinen Vorgesetzten bekannt. Außerdem rauchte er gerne, und zwar vorwiegend Zigarren. Da er sich während seiner Einsätze – häufig unter Don Redhorse – des Öfteren besonders hervortat, wurde Brazos Surfat jedoch auch immer wieder befördert.

Surfat war ein bequemer Mensch, und jammerte gerne lautstark über kleinere und größere Misslichkeiten. Seit seiner Kindheit war ihm bewusst, dass er sich körperlich und geistig nur schwer auf abrupt wechselnde Situationen einstellen konnte. Wenn es auf ihn ankam, blieb er allerdings nicht untätig. Zudem erfand er während seiner Zeiten im Arrest gerne phantastische Geschichten, die er seinen Kameraden bei jeder Gelegenheit ausführlich erzählte. Lediglich Don Redhorse konnte ihn bremsen, was er in Notfällen auch tat.

Jüngere Kameraden nannte er gerne »Jüngelchen« und nahm sich ihrer fürsorglich an.

Anmerkung: Weshalb das Flottenoberkommando Brazos Surfat als Mitglied in die Elitemannschaft des Flottenflaggschiffes CREST III berief, ist unbekannt.

Bekannte Tarnidentitäten

  • Borg

Geschichte

Die frühen Jahre

Brazos Surfat war der Sohn eines polnischen Taschendiebs (den er niemals persönlich kennenlernte) und einer Französin, die unter Flugangst litt. Sie reiste hochschwanger per Schiff nach Amerika, wo sie ihre nächsten Jahre verbringen wollte. Noch an Bord des Schiffes wurde Brazos geboren. (PRTB 60, S. 29)

Im Jahre 2380 trat er in die Solare Flotte ein, und durchlief eine wechselhafte Karriere, aber stets im Range eines Unteroffiziers. Wegen zahlreicher Verfehlungen wurde er nämlich immer wieder degradiert, sodass er über den Rang eines Sergeanten nicht hinaus kam. (PRTB 60, S. 27-28)

Auch im Privatleben gab es Komplikationen. Im Jahre 2395 war er zweimal verheiratet, und schon das dritte Mal vom Sergeanten zum Korporal degradiert worden.

Anmerkung: Es geht nicht eindeutig hervor, ob er zweimal gleichzeitig legal war oder eine bzw. beide Ehen geschieden waren. Auf die Frage »Sind sie verheiratet?« antwortete er wörtlich mit »Zweimal. Zum Glück glaubt mir das niemand.« (PRTB 60, S. 29)

Machtspiele auf Celanese

2395 war es wieder einmal soweit; gegen den ohnehin schon zum Korporal degradierten Surfat liefen mehrere Disziplinarverfahren an Bord der CRUSADER. Vor allem mit Major Rome Cudy geriet er immer wieder aneinander. Leutnant Don Redhorse bekam zu dieser Zeit den Auftrag, auf der Kolonie Celanese nach dem Rechten zu sehen. Da auch er im Clinch mit Cudy lag, und rein zum Trotz suchte er sich Surfat als Begleiter aus. ,

Mit einem Beiboot landeten sie auf Celanese Island und ließen sich von Bürgermeister Barkin Kral einen Überblick über die Verhältnisse geben. Dabei begegnete ihnen auch die geheimnisvolle Diahann Uggam, eine Angestellte der Klinik, die ihnen scheinbar als Aufpasser mitgegeben worden war. Als sie schließlich die Klinik inspizierten wurde ihnen mitgeteilt, dass am Klinikgelände gelegentlich Schüsse gehört wurden. Dem Chef der Klinik, Groove Solomon, konnte aber nichts Unlauteres nachgewiesen werden.

Beim Verlassen der Klinik berichtete ihnen Uggam, dass in der Klinik eine private Kampftruppe Solomons ausgebildet wurden, die Praktizierenden Mediziner (PM). Und soeben sei der Einsatzbefehl an alle ergangen, da die Siedlung auf Celanese Island von der einheimischen Bevölkerung, den Inkheads, vom Festland aus angegriffen würde. Der Befehl lautete, sie alle zu töten. Redhorse und Surfat eilten zu ihrer Space-Jet und flogen an die Küste, an der soeben dutzende Kanus landeten. Sie versuchten, die Angreifer zur Umkehr zu bewegen, wurden aber nach einem kleinen Scharmützel gefangen genommen und in den Kanus zum Kontinent gebracht.

In einem Dorf der Einheimischen blieben sie stundenlang gefesselt, bis man sie auf den Hauptplatz brachte. Hier präsentierte sich der Gataser Velarc als Gottheit der Inkheads, der den Tod der beiden Flottenangehörigen verlangte. Redhorse konnte den Häuptling Quelcko zu einem Zweikampf mit Keulen herausfordern und diesen zu gewinnen, wodurch sie zu Ehrengästen wurden. Solomon ließ Velarc daraufhin durch seinen Handlanger Setkor erschießen, was zum Aufruhr gegen alle Fremden führte. Auf der Flucht kam es zum Kampf mit Solomon, Setkor und Uggam. Wenig später stießen sie auf weitere Praktizierende Mediziner und konnten mit dem Bluff, die Solare Flotte sei bereits verständigt worden, weitere Kampfhandlungen verhindern. Die PM ergaben sich, allein schon weil Solomon inzwischen von den Einheimischen getötet worden war.

Redhorse und Surfat erstatteten Major Cudy Bericht. Es wurden umgehend zwei Raumschiffe zur Untersuchung der Verhältnisse nach Celanese geschickt. Als Belohnung für die hervorragende Bewältigung ihrer Aufgabe wurde Redhorse befördert und für die Versetzung auf ein größeres Schiff vorgeschlagen. Die Disziplinarverfahren gegen Surfat wurden fallen gelassen, und er wurde erneut zum Sergeant ernannt. (PR-TB 60)

Weitere Einsätze

Surfat nahm noch nachweislich an folgenden Einsätzen teil:

  1. An der Beisetzung einer Posbi-Mutter
  2. An der Bestimmung der Fähigkeiten eines paranormal begabten Stehgeigers
  3. An der Entdeckung des Gleam-Systems unter dem Kommando von Don Redhorse
  4. An der Auseinandersetzung mit den Biospaltern auf KA-preiswert; dabei wird er durch einen Schuss verletzt. (PR 251)
  5. Am Enterkommando der KC-1 (CREST III), das am 23. April 2404 die SUSAMA aufbringen soll. (PR 262)
  6. An dem Kampf gegen einen Meister der Insel auf der eiszeitlichen Erde
  7. An der Geheimmission als angeblicher Alarer Borg auf Lemuria
  8. An der Entdeckung des Weltraumbahnhofs Forril-Station (PR 292)

Bei seiner letzten Mission im Jahr 2406 starb Surfat in einem Wazala-Kampf gegen einen Forril. Er trat im letzten Ausscheidungskampf an Stelle von Don Redhorse gegen einen deutlich überlegenen Gegner an, um dem in einem früheren Kampf verletzten Major Zeit für eine Genesungspause und damit eine Chance in der Endrunde zu verschaffen.

Wider Erwarten gelang es Surfat, seinen Gegner zu besiegen. Während des Kampfes erlitt er aber so schwere Verletzungen, dass er kurz darauf im Beisein Redhorses starb. Mit seinem Opfergang verhalf er der Mission zum Erfolg. Die Forrils trennten seinen Kopf ab und mumifizierten diesen. Er erhielt seine letzte Ruhestätte in der Halle der toten Halbväter.

Ehrung

Zu Brazo Surfats Gedenken wurde in den zwanziger Jahren des 13. Jahrhunderts NGZ ein neu angelegter Raumhafen Terranias »Point Surfat« getauft. (PR 2438)

Quellen