Die Piraten der Mikrowelt

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 194)
A194 1.JPG
© Pabel-Moewig Verlag KG

 

Zyklus: Der Held von Arkon
Unterzyklus: Die Varganen (Band 21/47)
Titel: Die Piraten der Mikrowelt
Untertitel: Der Kristallprinz unter Plünderern – gefährliche Abenteuer im Land ohne Sonne
Autor: Hans Kneifel
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Erstmals erschienen: 1975
Hauptpersonen: Atlan, Gjeima, Darrnogh, Pverganth, Scaltok
Handlungszeitraum: 30. bis 32. Coroma 10.498 da Ark (8023 v. Chr.)
Handlungsort: Mikrokosmos
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Blauband 27

Kurz­zusammen­fassung

Der Bruzack fliegt eine große Strecke nach Süden. Atlans Steuerversuche zeigen nur, dass das Gerät zur Jagd auf große Tiere konstruiert worden ist. Schließlich führen seine Steuerversuche zum Absturz des Bruzacks.

Als Atlan und Gjeima sich in der neuen Gegend zurechtfinden, werden sie von Ballons angegriffen. Dabei handelt es sich um die Piraten aus der Hochebene Jansonthen, die seit zehn Generationen die Ballonfahrt beherrschen. Atlan und Gjeima werden für Barbaren aus dem Ruinenwald gehalten. Erst als Gjeima mit Steinwürfen einen Ballon zum Absturz bringt und Atlan zwei Insassen das Leben rettet, werden sie vom Anführer Darrnogh freundlich aufgenommen.

Die Piraten sind auf dem Weg zum Ruinenwald, um dort Artefakte der Somoren zu bergen. Dabei handelt es sich um eine raumfahrende Rasse, die früher auf dem Planeten gelebt hat. Atlan entdeckt in den Ruinen Zeichnungen zur Raumfahrt und ein Planetarium, das ihm zeigt, dass der Mikrokosmos ein eigenständiges Universum mit ganzen Galaxien darstellt.

Währenddessen zieht ein Orkan auf. Als die Piraten mit der Sicherung der Ballons beschäftigt sind, greifen die Barbaren an. In dem Kampf wird Gjeima getötet. Atlan vertraut sich alleine einem Ballon an, der vom Orkan weit weggetrieben wird. Erst in einem Gebirge stürzt er mit dem Ballon in einen Fluss.

Handlung

Atlan und Gjeima fliegen mit dem Bruzack nach Süden. Die Krothenbeeterin wird nicht müde, sich an den Kristallprinzen heranzumachen, der auf die Annäherungsversuche jedoch ablehnend reagiert. Mit etwa 200 Kilometern pro Stunde fliegt der Bruzack über eine Landschaft, in der Schnee und Eis immer mehr zurückweichen. Die Steppengebiete sind mit hüfthohem Gras bewachsen. Atlan betätigt wahllos einige Schalter und Hebel. Der Bruzack beginnt zu schlingern, behält aber die generelle Richtung nach Süden bei. Linsensysteme auf ausfahrbaren Rohren schieben sich aus dem Fahrzeug. Auf der Suche nach jagdbarem Wild bewegt sich der Bruzack selbständig über dem Gräsermeer dahin. Als eine riesige Echse entdeckt wird, gibt das Gefährt ein sirenenähnliches Heulen von sich. Die Teleskoplinsen werden eingezogen. Der Bruzack fliegt parallel zur flüchtenden Echse. Angriffen des Riesentiers weicht das Jagdfahrzeug geschickt aus. Zwei Waffenläufe werden ausgefahren. Eine große Anzahl von sich aufblähenden Kugelgeschossen wird abgefeuert. Die zerplatzenden Ballons überziehen die Echse mit einem trüben Film und lähmen das Tier, das zu Boden stürzt. Der Bruzack lässt erneut ein triumphierendes Sirenengeheul hören und nimmt seine wilde Fahrt gen Süden wieder auf.

Ein scheinbarer Defekt lässt den Bruzack hart auf den Boden aufschlagen. Das Jagdfahrzeug gewinnt wieder an Höhe, sackt erneut ab und schleudert durch das nun schon schulterhohe Gras. Bockend rast die Maschine mit wechselnder Geschwindigkeit weiter. Schließlich kracht der Bruzack endgültig auf den Boden. Explosionen zerreißen den Antrieb. Das Gras gerät in schwelenden Brand. Eine dicke Rauchsäule strebt in den Himmel. Atlan und Gjeima springen aus dem Wrack und entfernen sich rasch aus dem Gefahrenbereich. Immer neue Explosionen setzen den Bruzack in Brand.

Atlan und das Mädchen setzen ihren Weg zu Fuß fort. Über einer weiten Ebene tauchen am Himmel große buntbemalte Fesselballons mit unten hängenden Körben auf. In einer weit auseinandergezogenen Linie nähern sie sich dem Standort des Kristallprinzen. Die Krieger in den Körben schießen mit ihren Bögen Brandpfeile ab und setzen so das trockene Gras der Ebene in Brand. Die Flammen drohen, Atlan und Gjeima einzuschließen.

Die Krothenbeeterin erweist sich als vortreffliche Steinwerferin. Mit drei gezielten Würfen gelingt es Gjeima, die Hülle eines der zwölf Ballons aufzuschlitzen, so dass das Gas, das den Ballon in der Luft hält, langsam austreten kann. Das Luftfahrzeug nähert sich dem Erdboden so weit, dass Atlan in den Korb klettern kann. Es kommt zum Kampf zwischen Atlan und den beiden Männern im Korb. Der Arkonide und seine Begleiterin werden für Barbaren aus dem Ruinenwald gehalten, mit denen die Ballonfahrer immer wieder in Konflikt geraten. Das für den Flug notwendige Gas wird direkt an Bord durch einen chemischen Prozess mit einer sonderbaren Vorrichtung erzeugt und über einen dünnen Schlauch in den Ballon geleitet. Dieser Füllschlauch gerät in Brand. Die Flammen erreichen innerhalb kürzester Zeit den Ballon. Die durch den Riss entweichenden Gasmassen entzünden sich. Der Korb schlägt auf den Boden auf. Atlan rollt sich aus dem Korb. Rund um ihn sind Flammen. Der Kristallprinz packt einen der Männer und bringt ihn in Sicherheit. Den zweiten Mann trägt er sodann mit letzter Kraft aus der Flammenhölle. Dann bricht Atlan erschöpft zusammen.

Gjeima weckt mit einem feuchten Fell wieder seine Lebensgeister. Die Besatzungen der Ballons nähern sich. Atlan erzählt Darrnogh von Krothenbeet und dem Flug mit dem Bruzack. Auf die Frage nach Prinzessin Crysalgira und dem Maahk Grek 3 können Darrnogh und Pverganth keine Antwort geben. Gjeima und Atlan steigen zu Scaltok in einen Korb und starten mit den Ballons zum Ruinenwald.

Die Ballons der Piraten gehen in der Ruinenstadt vor Anker. Bei der Erkundung der Stadt entdeckt Atlan in einer Halle an den Wänden ein Relief, das Geschichten von Raumschiffen, Planeten, Monden und Raumfahrern erzählt. Die Jansonthener finden auch Depots mit seltsamen Geräten. Durch Zufall aktiviert Atlan die Beleuchtung, die noch immer funktioniert. Bei der Wanderung durch die Korridore entdeckt der Kristallprinz ein Lager voller Werkzeuge, ein lohnender Fund für die Piraten.

In einer weiteren halbkugelförmig gestalteten Halle ist Atlan überwältigt vom Anblick eines Planetariums. Kleine Leuchtmittel simulieren Galaxien, Sternhaufen, Nebel und ganze Milchstraßensysteme. Während Atlan in die Betrachtung versunken ist, beginnen die abgebildeten Sterne, intensiver zu strahlen. Überschlagblitze zucken durch die Halle und zerstören das Planetarium.

Darrnogh und seine Männer entdecken einen Sektor im unterirdischen Bereich der Ruinenstadt, in dem zahlreiche Quartiere eingerichtet sind. Bis auf Reste von Textilien ist hier aber für die Piraten nichts zu holen. Der Rückkehr zu den Ballons steht nichts mehr im Wege. Ein in der Zwischenzeit aufgekommener Gewittersturm zerrt an den Verankerungen der Ballons. Verzweifelt versuchen die Jansonthener, im strömenden Regen ihre Fahrzeuge zu erreichen und die wertvolle Beute zu verstauen. Doch ein Angriff der Barbaren macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Atlan kann eine Strickleiter erklimmen und klettert zum Korb empor. Gjeima ist dicht hinter ihm. Um sie herum kämpfen Barbaren und Jansonthener. Einige Ballons zerplatzen. Während sich Atlan ins Innere des Korbes zieht, bemerkt er, dass unter dem Ballon einige Barbaren aufgetaucht sind und mit ihren Armbrüsten nach oben zielen. Mit dem Schwert durchtrennt der Arkonide das Ankertau. Gjeima wird von einem Bolzen in den Hals getroffen. Das Mädchen verliert den Halt und schlägt tot auf dem Boden auf.

Der starke Wind treibt den Ballon über den Ruinenwald davon. Atlan bindet sich fest, um nicht über Bord zu gehen. Der Kristallprinz durchquert eine Nebelzone, einen Hagelsturm und einen Hurrikan. Als der Ballon endlich in ruhige Luftströmungen kommt, ist Atlan mit seinen Kräften am Ende. Auf seiner Flugroute erhebt sich ein Gebirge. Der Ballon kollidiert mit einer Felswand und zerplatzt. Der Korb rollt sich überschlagend einen steinigen Abhang hinunter und gelangt in einen reißenden Wildbach. Der Sturz über einen Wasserfall gibt dem Korb beinahe den Rest. Die wilde Fahrt geht weiter. Atlan ist gezwungen, auf eine günstige Gelegenheit in ruhigerem Fahrwasser zu warten, um den in Auflösung befindlichen Korb verlassen zu können. Der Extrasinn versucht, den total erschöpften Atlan vom Einschlafen abzuhalten, denn dies könnte den Tod bedeuten. Doch dem Kristallprinzen ist alles egal. Er will nur endlich Ruhe haben.