Die Hades-Zone

Aus Perrypedia
(Weitergeleitet von Quelle:A336)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Google translator: Translation from German to English.
Google translator: Překlad z němčiny do češtiny.
Google translator: Vertaling van het Duits naar het Nederlands.
Google translator: ドイツ語から日本語への翻訳
Google translator: Traduction de l'allemand vers le français.
Google translator: Tradução do alemão para o português.
Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 336)
A336 1.JPG
© Pabel-Moewig Verlag KG
Innenillustration
Zyklus: König von Atlantis
Titel: Die Hades-Zone
Untertitel: Der Weg durch die tödliche Unterwelt von Atlantis
Autor: Hans Kneifel
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Horst Hoffmann (1 x)
Erstmals erschienen: 1978
Hauptpersonen: Atlan, Elkohr, Kortmikel, Urtyn, Larstropha
Handlungszeitraum: September 2648
Handlungsort: Pthor (Unterwelt von Pthor, Hades-Zone)
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Atlan ist von den Nobarcs in eine Höhle tief am Grund eines der Unergründlichen Seen verschleppt worden. Ohne das Goldene Vlies, einen Anzug der Vernichtung, wäre der Arkonide beim Transport ertrunken. Allerdings hat er durch einen KO-Schlag das Bewusstsein verloren und kommt nun in einem feuchten Gang zu sich. Nach kurzer Erkundung trifft er auf Elkohr, der ihn aus der Beutekammer der Nobarcs befreit und dahinter abgelegt hatte. Gemeinsam begeben sie sich durch das Labyrinth der unterirdischen Hallen, Korridore und Räume. Dabei erfährt er von Elkohrs Mission.

Einst hatten die Robotbürger von Wolterhaven errechnet, dass einige für die Steuerung des Dimensionsfahrstuhls wichtige Maschinen durch Verschleiß ausfallen könnten. Daher wurden nacheinander sechs Robotdiener ausgeschickt, aber keiner ist jemals wiedergekehrt. Deckenwiezel hat daraufhin den Spezialroboter Elkohr entworfen und mit diversen Sonderfunktionen ausgestattet. Gebaut wurde der wie ein Kind in einer silbernen Rüstung aussehende Elkohr erst später, nachdem Deckenwiezel Balduur zum Geschenk gemacht worden war.

Deckenwiezel hat jahrtausendealte Pläne der unterirdischen Anlagen in seinen Datenspeichern, aber inzwischen hat sich einiges verändert. Ein unüberschaubar großes Geflecht einer Schlingpflanze scheint große Teile des Gebiets zu durchziehen, dazu kommen noch jede Menge Stechinsekten, Fledermäuse und kleine Raubtiere mit scharfen Zähnen, denen sie sich erwehren müssen. In einzelnen Höhlen gibt es sogar unterirdische Seen. Auch exotische Tiere hat es in das Labyrinth verschlagen. Die Bewohner der Hades-Zone erweisen sich als äußerst feindselig. Um ihr Ziel zu erreichen, müssen sie die Hades-Zone durchqueren, doch schon der Weg dorthin ist ein Höllenmarsch, und der Zugang zu diesem Bereich schwer zu finden. An einer bestimmten Stelle werden die beiden ungleichen Abenteurer von einer Vielzahl Krebstermiten eingekesselt, so dass ihnen nur noch ein Weg durch einen schmalen Durchschlupf bleibt. Dahinter wird Atlan mental von einem monströsen Lebewesen angesprochen. Es erinnert entfernt an eine vier Meter große Krebstermite, nur ist ihr Körper so aufgequollen, dass sie sich mit ihren schmächtigen Beinen unmöglich mehr bewegen kann. Das Wesen bezeichnet sich als Larstropha, die Königin dieses Bereiches der Unterwelt. Sie ist blind und möchte die beiden Ankömmlinge mit ihren Fühlern ertasten; hinter ihr befindet sich der Zugang zur Hades-Zone. Atlan fallen mehrere Skelette auf, die sich um das monströse Insekt herum befinden, und ist gewarnt. Durch das Vlies und Elkohrs Fähigkeiten können sie Larstropha bezwingen und in den dahinter liegenden Gang eintreten. Die sie verfolgenden Krebstermiten – offenbar Larstrophas Nachkommen – können sie rasch abschütteln.

Der Arkonide und der Roboter gelangen in ein weiteres Höhlensystem voll mit den unterschiedlichsten Maschinen. Ein kleiner See mit einer Wassermaschine muss von ihnen durchschwommen werden, danach fällt etwas ins Wasser des Sees. Sie retten ein Lebewesen, das entfernt einer anderthalb Meter hohen Eule gleicht, vor dem Ertrinken. Nach relativ kurzer Zeit versteht Elkohr die Sprache des Fremden. Er nennt sich Kortmikel und gehört dem Volk der Brunker an, das auf dem Planeten Dellop lebt. Er selbst sei Dimensionsforscher und habe gerade ein Experiment durchgeführt, bei dem ein Dimensionsrüssel ihn in die Dimensionen hinausgerissen habe, worauf er hier gestrandet sei. Da er allein keine Chancen hat, in der feindlichen Umgebung zu überleben, nehmen ihn Atlan und Elkohr als Begleiter auf.

Schon bald erreichen sie das erste Zielgebiet Elkohrs, werden aber von ein paar Dutzend fahlweißer Wölfe angegriffen. Der wundersame Roboter setzt als Waffe eine unsichtbare schwebende Keule ein und zerschmettert damit einige Tiere, die sofort von ihren ausgehungerten Artgenossen zerfleischt werden. Als sich Elkohr an die Reparatur mehrere Schaltanlagen macht, taucht Urtyn, der Letzte der Zyklopen, auf und greift sie an. Atlan setzt sein Goldenes Vlies und Elkohr seine unsichtbare Keule ein, aber sie machen Urtyn damit nur wütender. Schließlich muss der silberne Robot seine Böse Stimme einsetzen, die Urtyn in große Panik versetzt und ihm eine unüberschaubare Zahl an imaginären Gegnern vorgaukelt. Nachdem es Atlan gelungen ist, ihm ein unterarmlanges Stück eines spitzen Steins ins Auge zu rammen, flüchtet der Zyklop endlich und tobt noch mehrere Stunden lang blind in der Unterwelt herum.

Nun kann Elkohr ungestört seine Reparaturen abschließen. Sie sind noch etwa zehn Kilometer Luftlinie vom Steuerzentrum Pthors entfernt und machen in einer gut getarnten, geheimen Erholungsanlage eine längere Pause, wo sie sich erfrischen und stärken können, ehe die gefahrvolle Reise weitergeht.

Anmerkungen

  • In Atlan 321 wurde Phynx als letzter der Zyklopen bezeichnet, als die Herren der FESTUNG die Berserker losschickten, um ihn aus der Burg der Zyklopen zu verjagen. Im vorliegenden Roman wird angedeutet, dass Urtyn schon vorher in die Unterwelt geflüchtet ist oder verbannt wurde. Hier könnte er in den Einflussbereich einer lebensverlängernden Strahlung geraten sein, was ihn zum Handlungszeitpunkt tatsächlich zum letzten noch lebenden Zyklopen gemacht haben würde.
  • Die Strahlung im Untergrund könnte noch andere Folgen auf Urtyn gehabt haben, denn mit fast sechs Metern Körpergröße war er etwa doppelt so hoch wie die Zyklopen Pthors normalerweise wurden. Auch sein Verstand dürfte sich etwas zurückgebildet haben. Wovon sich so ein riesiges Wesen über Jahrtausende hinweg ernähren konnte, wird nicht enträtselt.

Innenillustration