Mann ohne Gedächtnis

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 359)
A359 1.JPG
© Pabel-Moewig Verlag KG
Innenillustration
Zyklus: König von Atlantis
Titel: Mann ohne Gedächtnis
Untertitel: Ein Totgeglaubter sinnt auf Rache
Autor: Horst Hoffmann
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Tais Teng (1 x)
Erstmals erschienen: 1978
Hauptpersonen: Grizzard, Sinclair Marout Kennon, Caidon-Rov, Ravaal, Porquetor
Handlungszeitraum: 2649
Handlungsort: Pthor (Feste Grool, Blutdschungel, Senke der verlorenen Seelen)
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Dieser Roman ist die Fortsetzung des Handlungsstranges der vertauschten Seelen, der zuletzt in Atlan 351 behandelt wurde.

*

Seit Wochen befindet sich Grizzard im Projektionskörper Lebo Axtons in der Feste Grool, wo sich Caidon-Rov, der Verwalter der Feste, sehr um ihn bemüht. Grizzard ist völlig verzweifelt und versucht mehrmals, sich das Leben zu nehmen. Caidon-Rov kann dies dank der zahlreichen Überwachungskameras immer im letzten Augenblick verhindern. Als es wieder einmal sehr kritisch um Grizzard steht – er hätte den letzten Selbstmordversuch fast nicht überlebt – versucht der Verwalter der Feste, ihn auf andere Gedanken zu bringen. Zusätzlich zum normalen Unterricht, der dem ehemaligen Schläfer das Erlernen der Sprache Pthora ermöglichen soll, zeigt er ihm auch Bilder von anderen Planeten. In der Feste gibt es nämlich ein umfangreiches Archiv, in dem sich dutzende Bilder von allen je von Pthor überfallenen Planeten befinden. Als Grizzard Bilder von der Erde der Gegenwart sieht, ist er fasziniert, denn die Bewohner gleichen dem Körper, den er früher hatte, aufs Haar. Sein Lebenswille erwacht wieder, und er kann es gar nicht mehr erwarten, weitere Bilder zu sehen und die für ihn fremde Sprache zu erlernen. Caidon-Rov ist mit dieser Situation sehr zufrieden, denn seit er der alleinige Herr der Feste ist, hat er den hier als Sklaven gehaltenen Technos freigestellt, zu gehen wohin sie wollen. Und die verbliebenen hat er nach und nach fort geschickt, so dass er jetzt mit seinem neuen Gesprächspartner ganz allein hier lebt.

Fast ganz allein, denn ein weiteres Wesen lebt noch in der Feste: Porquetor. Das verstoßene Mitglied der Herren der FESTUNG leidet an einer Krankheit und ist mehr tot als lebendig, aber diese Krankheit hat ihn psychisch mutieren lassen. Er ist zwar unfähig, sich zu bewegen oder zu sprechen, aber er kann völlig materielle Astralkörper entstehen lassen, hat also die Fähigkeit der Astral-Projektion. Und einer dieser Astralkörper spricht schon seit längerer Zeit zu einem ehrgeizigen Dalazaaren, dem Rebellen Ravaal. Es gelang ihm nicht, alle seiner Artgenossen aufzuwiegeln, daher wurde er mit einigen Anhängern verbannt. Im Blutdschungel gelang es seinen Getreuen, die Knolle einer Blauen Göttin zu erbeuten, die gefährlichste Pflanze des gesamten Gebiets, die er Caidon-Rov als Tauschobjekt anbietet. In seiner Einsamkeit hat der Hagere nämlich damit begonnen, gefährliche oder zumindest seltene Tier- und Pflanzenarten zu sammeln. Als Caidon-Rov das Tor der Feste öffnet, wird er niedergeschlagen und die Knolle neben ihm fallen gelassen. Die Dalazaaren stürmen und plündern die Feste und wollen in erster Linie Grizzard einfangen; Porquetor hat ihnen über einen seiner Astralkörper eingeredet, dass der Verwachsene ein ehemaliger Herr der FESTUNG ist. Durch ihn versprechen sie sich als Belohnung großen Reichtum von den Odinssöhnen, sowie den Besitz der Feste.

Grizzard hat den Angriff aus dem Kontrollzentrum der Feste mit verfolgt und will sich verstecken, aber die Verfolger sind ihm dicht auf den Fersen. Nur ganz knapp kann er sich in die oberste Kugel flüchten, die zu betreten ihm Caidon-Rov streng verboten hat; denn dort befinden sich die Überreste Porquetors. Seine Verfolger können das Schott dieser Kugel nicht überwinden, legen sich aber auf die Lauer. Erst als er über eine Lautsprecheranlage auf die Dalazaaren einredet, verlieren sie die Nerven und fliehen, denn diese Stimme ist eindeutig jene Porquetors. Inzwischen erwacht Caidon-Rov und erkennt, dass er sich inmitten der rasend schnell gewachsenen Blauen Göttin befindet. Diese Pflanze dehnt sich über mehr als zehn Meter aus und ernährt sich ausschließlich aus Fleisch. Obwohl er längst tot sein müsste, lebt er noch. Nicht nur das, die Pflanze öffnet ihm sogar eine Gasse in ihrem Netz aus Blättern und Fangfäden, so dass er in die Feste zurückkehren kann. Er kommt gerade noch rechtzeitig, um zu verhindern, dass der in Porquetors Bann stehende Grizzard sich mit dessen Überresten vermischen kann. Da erscheinen zwei Hünen, die einander mit Schwertern bekämpfen – Astralkörper Porquetors. Grizzard flieht, Caidon-Rov verliert vor Entsetzen das Bewusstsein. Auf seiner Flucht entdeckt Grizzard Schleif- und Fußspuren, die von Ravaal stammen. Der Dalazaare hat die Porquetor-Rüstung gefunden und will sie zu seinen Artgenossen bringen, um den Tod des schrecklichen Tyrannen zu beweisen. Aber Grizzard erwischt ihn vorher, und da kommt dem Verwachsenen die tief verwurzelte Furcht aller Pthorer vor den Herren der FESTUNG zugute. Ravaal, der Grizzard für eines dieser übermächtigen Wesen hält, rennt kopflos aus der Feste hinaus, direkt in die Blaue Göttin hinein, die ihn in Sekundenschnelle verschluckt.

Caidon-Rov macht Grizzard danach das Angebot, ihm die Rüstung zu schenken. Der technisch begabte Herr der Feste baut binnen weniger Tage die Rüstung so um, dass der Verwachsene auf einer Art Sattel bequem in der Rüstung sitzen und sie per Fernsteuerung bewegen kann. Außerdem wird er durch eine Nahrungsmittelautomatik versorgt, die ihn für längere Zeit völlig autonom macht. Danach erfolgt das Bewegungstraining, denn es ist für den Schläfer schwieriger als gedacht, die Rüstung perfekt zu beherrschen. Bei einem dieser Versuche greifen alle Astralkörper, die Porquetor erzeugt hatte, an und versuchen, die beiden zu töten. Caidon-Rov wird niedergeschlagen, aber Grizzard kann Dank der Rüstung alle Angreifer vernichten. Kurz danach stirbt auch der letzte Rest von Porquetor endgültig – zu groß war die Anstrengung des erfolglosen Angriffes. Grizzard nutzt die Gunst der Stunde, um die Feste zu verlassen, denn sein vermeintlicher Freund Caidon-Rov ist psychisch schwer angeschlagen. Er möchte um jeden Preis jemanden bei sich haben, der ihm Gesellschaft leistet, und wenn er nicht freiwillig bleibt, würde er ihn auch als Gefangenen halten.

Als Grizzard die Feste verlassen möchte, schließt der gerade wieder zu sich gekommene Verwalter das einzige Tor und befiehlt ihm die Umkehr. Aber Grizzard seilt sich über die Mauer der Feste ab, was nicht nur von den Dalazaaren mit Furcht beobachtet wird, auch zwei andere Personen sind Zeugen dieses Vorgangs: Atlan und Feigling, die nach langer Wanderung endlich die Feste erreicht haben.

Während dieser Ereignisse hat der aus der Berserkerstadt Kelschostra kommende Kennon (im originalen Körper Grizzards) die Senke der verlorenen Seelen erreicht, an deren Rand er von zwei raubkatzenähnlichen Wesen angegriffen wird. Er kann sich in diesem Kampf knapp behaupten und wird von Dellos, die ihm zu Hilfe eilen, in die Senke in eines der hastig errichteten Auffanglager gebracht. Ursprünglich wollte er seinen Axton-Projektionskörper wieder finden, aber langsam findet er Gefallen an seiner neuen Existenz.

Innenillustration