Grizzard

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Unter dem Namen Grizzard wurde der Steinzeitmensch Upanak bekannt, der als Schläfer in den Glaspalästen auf Pthor in Tiefschlaf versetzt worden war. Nach seiner Wiedererweckung hatte er keinerlei Erinnerung mehr an sein Vorleben und kannte nicht einmal mehr seinen richtigen Namen. Er wurde zum Erzfeind S. M. Kennons, mit dem er unfreiwillig den Körper tauschte.

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Atlan 349 - Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG

Erscheinungsbild

Er war ein durchtrainierter sportlicher Mann von etwa 178 cm Körpergröße und etwa 20 Jahre alt, der unverkennbar Wikipedia-logo.pngindianische Gesichtszüge aufwies.

Charakterisierung

Freundschaft war für ihn das höchste Gut; es stand über jedem materiellen Besitz. Upanak hatte seinen Freunden stets bedingungslos vertraut und war nie enttäuscht worden. Daher war er auch bereit, sein Leben für seine Freunde zu opfern.

Geduld gehörte zu seinen Tugenden. Er konnte stundenlang regungslos warten wenn es darum ging, einem Wild oder einem Gegner aufzulauern.

Nach seiner Wiedererweckung war er tief verzweifelt, da er im Lebo Axton-Projektionskörper gefangen war, anstatt in seinem eigenen zu stecken. Anfänglicher Verzweiflung, die bis zum Selbstmordversuch führte, folgte intensiver Hass auf Kennon, der ihn allmählich innerlich auffraß. Schließlich war er sogar zum Verrat bereit, um seinen Originalkörper wieder zurückzubekommen. Danach verwirrte sich sein Geist immer mehr, bis er schließlich in Amok umkam.

Der Körper Grizzards hatte eine starke Allergie gegen alle Arten von Schlangen. Bei Berührung dauerte es nur wenige Minuten, bis die allergischen Reaktionen von Juckreiz und Ausschlag bis zur Atemnot und Herzrasen führte.

Der Name »Grizzard«

»Grizzard« war der Schriftzug auf Upanaks Tiefschlafkapsel. In Pthora ist dieser Begriff ein Symbolwort, das frei übersetzt soviel wie »Der, der für alle schläft« bedeutet. Da sich Upanak nach seiner Wiedererweckung auch nicht an seinen Namen erinnern konnte, wurde er in Folge mit »Grizzard« angesprochen und nahm diesen Namen auch an.

Geschichte

Upanak

Der steinzeitliche Jäger Upanak lebte um das Jahr 8000 v. Chr. im Wolkental, das sich vermutlich an der Küste Wikipedia-logo.pngNeu-Englands befand. Er heiratete Alga, die ihm ein Kind gebar. Danach wurde er von Häuptling Bersham ausgesandt, um die Länder im Süden zu erforschen. Dabei gelangte er vermutlich bis auf die Halbinsel Florida, wo er mehr als ein halbes Jahr bei einem Stamm lebte, von dem er viele Dinge erlernte. (Atlan 454)

Nach beinahe zwei Jahren kehrte er ins Wolkental zurück. Er suchte sofort Alga auf, die ein Baby in ihren Armen hielt, aber sehr abweisend war. Upanak erkannte rasch, dass das Kind zu jung war, um von ihm zu sein. Da wurde er auch schon vom Hünen Arz angegriffen, der ihn schon Jahre zuvor einmal aus Übermut verprügelt hatte. Er war Algas neuer Ehemann, und nur das Einschreiten Häuptling Bershams verhinderte, dass Arz ihm Böses antat. Es stellte sich rasch heraus, dass Bersham in seiner Abwesenheit intern stark in Bedrängnis gekommen war, weshalb er sich nun nicht mehr dazu bekennen wollte, ihn einst ausgesandt zu haben. Er bot ihm aber an, dass er in seinem Stamm neu aufgenommen werden würde, sollte er mit reicher Jagdbeute zurückkehren. (Atlan 454)

Als er an den Hügeln des Wolkentals jagte, brach ein heftiges Unwetter über ihn herein, gefolgt von Erdbeben. Nachdem sich die Naturgewalten beruhigt hatten, konnte er sein Dorf gar nicht mehr finden, da es von einem gewaltigen Wikipedia-logo.pngTsunami ebenso hinweggefegt worden war wie ein großer Teil des Tales.

Anmerkung: Diese Zerstörungen wurden durch das Auftauchen Pthors ausgelöst. 

Aber er fand ein Dorf, das von den Wassermassen verschont geblieben, aber bis auf ein paar Kinder unbewohnt war. Hier musste ein Monstrum gewütet haben, wie er noch keines zuvor gesehen hatte. Upanak verfolgte die Spuren und entdeckte die Bestie bald. Unter Einsatz seines Lebens konnte er sie töten. Nachdem er sich erholt hatte, trennte er einen Fuß ab und kehrte in das Dorf zurück, das er davor entdeckt hatte, und in dem sich nun viele Menschen befanden. Er behauptete, das Monster getötet zu haben, aber Häuptling Omka behauptete dies ebenfalls. Auch er hatte eine Jagdtrophäe, nämlich die Ohren. Die musste er abgeschnitten haben, als Upanak in der Nähe der Bestie geschlafen hatte. Es entbrannte ein Zweikampf, den er für sich entscheiden konnte. Fortan war er der neue Anführer dieses Stammes. (Atlan 454)

Doch schon bald tauchte ein Fremder auf, der auf der Suche nach der toten Bestie war. Upanak kämpfte gegen ihn, hatte aber nicht die geringste Chance gegen dessen Berserkerkräfte. Nach dem Kampf schlossen sie Freundschaft, und Upanak führte ihn zu jeder Stelle, an der der Kadaver lag. Er nannte sich Razamon, aber eine weitere Verständigung war nur durch Gesten möglich. Sein neuer Freund forderte ihn auf, dass sich sein neuer Stamm woanders ansiedeln sollte, da es hier für sie nicht sicher war. Er führte sie in ein entferntes Gebiet, und auf dem Weg dorthin fanden sie immer wieder Spuren gewaltiger Zerstörungen, verursacht durch unbekannte Bestien. Als sie das Zielgebiet erreicht hatten, verabschiedete sich Razamon wieder. Upanak stellte auf einem angrenzenden Hügel Telesham als Wache auf, und schon nach einigen Stunden gab dieser ein Warnsignal. Mehrere Bestien näherten sich dem erst im Entstehen begriffenen neuen Dorf. (Atlan 454)

Aber auch ein seltsames Fluggerät mit Personen darin, die wie Razamon aussahen, tauchte auf. Upanak rief Razamons Namen, da er ihn zu erkennen glaubte. Da wurden die Fremden auf ihn aufmerksam und ließen sich durch ihn zu Razamon führen (was aufgrund des Spurenlesens bald erfolgen konnte). Aber sein Freund wurde gefangen, gefesselt und mit ihm abtransportiert. Man brachte beide in ein fremdartig aussehendes Lager. (Atlan 454)

Die ersten Versuche ihn zu verhören scheiterten. Aber nachdem er eine Wahrheitsdroge verabreicht bekommen hatte, verriet er alles was die Fremden von ihm wissen wollten. Nachdem die Wirkung der Droge abgeklungen war, gelang es Upanak ein Loch in sein Zelt zu machen und in jenes einzudringen, in dem Razamon gefangen gehalten wurde. Er versuchte seinen Freund zu überzeugen, dass alles nicht seine Schuld gewesen wäre, aber der ignorierte ihn. Aus gutem Grund, denn sie wurden abgehört, und schon bald nahmen ihn Technos erneut gefangen. Selbst die schlimmsten Drohungen nützten nichts, Upanak schwieg tagelang wie ein Grab und zeigte sich auch nicht einsichtig, als man ihm mit schrecklicher Bestrafung drohte. Schließlich meldeten sich die Herren der FESTUNG bei ihm und entschieden, dass er als Schläfer in einem Glaspalast in der Senke der verlorenen Seelen untergebracht werden solle, um später eine Galionsfigur zu werden. Und zwar im Schwarzen Palast, wo er »für alle schlafen« sollte. Sein Gedächtnis wurde gelöscht, und er in einer Tiefschlafkapsel mit der Aufschrift Grizzard für die nächsten Jahrtausende eingefroren. (Atlan 454)

Der Seelentausch

Seine Nische trug die Aufschrift »Grizzard« – der, der für alle schläft, was tatsächlich ein Symbolwort war. Denn als er von Kolphyr wiedererweckt wurde, wurden zeitgleich auch alle anderen Schläfer geweckt, was großes Chaos in der Senke auslöste. Vom Erweckungsprozess noch geschwächt und benommen, wurde er von Razamon in einen Torc geladen, mit dem die Gefährten in die FESTUNG gelangen wollten. (Atlan 349) Doch bereits nach kurzer Fahrt wurde sein Bewusstsein aus dem Körper geschleudert, und Grizzard fand sich im verwachsenen Körper Lebo Axtons wieder, der in der Feste Grool materialisiert war. Hier kümmerte sich der bereits ziemlich vereinsamte Caidon-Rov um den für ihn überaus interessanten Gast.

Grizzard (diesen Namen hatte er sich als seinen mutmaßlich eigenen gemerkt) sprach kein Wort Pthora und konnte sich dadurch auch nicht verständlich machen. Er wurde gepflegt, und schon nach geraumer Zeit fand ein erneuter Seelentausch statt – für wenige Augenblicke wurde er in seinen Originalkörper zurückversetzt. Dieser befand sich gerade in einer besonders brenzligen Situation; auf einer der zahlreichen Hängebrücken in der Berserkerstadt Kelschostra wurde er von einer Flugechse angegriffen. Da er unbewaffnet war, versuchte er, einen Waffenständer in größerer Entfernung zu erreichen. Doch bevor ihm das gelang, wurde er erneut in den Axton-Projektionskörper zurückgeschleudert – diesmal für lange Zeit. (Atlan 351)

Die Porquetor-Rüstung

Caidon-Rov bemühte sich mehr als fürsorglich um seinen neuen Gast und lehrte ihn täglich mehrere Stunden lang Pthora. Doch Grizzard wurde immer verzweifelter, da ihm sein neuer Körper eine große Last war und er sich in der völlig fremden Umgebung nicht zurechtfand. Schließlich begann er damit, sich selbst umbringen zu wollen. Seine Körperkräfte waren für viele Todesarten zu gering, und Caidon-Rov war zu wachsam, weshalb er sich selbst tödliche Fallen stellte, zum Beispiel mit einer hochgiftigen Spinne, die er aus ihrem Behälter frei ließ, damit sie ihn im Schlafe stach. Sein neuer Aufpasser hatte große Mühe, diese Versuche zu verhindern. Als er Grizzard eines Tages Bilder von Planeten zeigte, die von Pthor heimgesucht worden waren, befanden sich auch welche der missglückten Heimsuchung der Erde im Jahre 2648 darunter. Grizzard erkannte, dass die Terraner genauso aussahen, wie sein verlorener Originalkörper, und sein Lebenswille erwachte wieder. Er hatte die Hoffnung, eines Tages die Welt seiner Herkunft wieder zu finden und dorthin zurückzukehren. Von da an war er hochmotiviert und erlernte Pthora sehr schnell – sowie einige Dinge über Pthor, die ihm später noch hilfreich sein würden.

Eines Tages überfiel eine Gruppe von etwa 50 Dalazaaren die Feste, schlug Caidon-Rov nieder und wollte Grizzard entführen, da sie ihn für einen der gefallenen Herren der FESTUNG hielten, für dessen Auslieferung von den Odinssöhnen eine hohe Belohnung erwarteten. Auf der Flucht vor Ravaal und seinen Männern gelangte er in die oberste Kuppel der Feste, in der sich die sterbenden Überreste Porquetors befanden, sowie die Porquetor-Rüstung. Mit einem Trick konnte er die Angreifer in die Flucht treiben und Caidon-Rov retten. Aus Dank schlug der Verwalter der Feste Grizzard vor, dass die Rüstung sein neues Fortbewegungsmittel sein sollte. Der technisch hochbegabte Caidon-Rov baute sie so um, dass der Axton-Körper in einem sattelähnlichen Gebilde bequem sitzen konnte, eine schützende Ganzkörpermaske bekam (als Stoß-, Kälte- und Hitzeschutz) und von innen her gelenkt werden konnte. Nach einiger Zeit der Übung mit der Porquetor-Rüstung verließ Grizzard in einem günstigen Moment die Feste, denn er hatte längst gemerkt, dass Caidon-Rov ihn niemals freiwillig würde ziehen lassen. (Atlan 359)

Nachdem er die Feste verlassen hatte, nahm er eine vor der Feste liegende Knolle einer Blauen Göttin an sich und flüchtete in den Blutdschungel. Hier geriet er in eine Falle der Paarlen, aus der ihn ein unsichtbarer Helfer befreite. Sein Weg führte ihn tiefer in den mörderischen Wald hinein, bis er die Stahlquelle fand, wo er eine lanzenartige Waffe fand. Erneut wurde er angegriffen, diesmal von einigen Dalazaaren, und wieder half ihm ein Unsichtbarer. Danach gelangte er an eine Lichtung, wo er wie unter hypnotischem Zwang die Knolle der Blauen Göttin fallen ließ und danach das Bewusstsein verlor. Während sich die gefährliche Pflanze binnen weniger Stunden zu einem vollständigen Lebenskreis, bestehend aus mehreren Blauen Göttinnen, auswuchs, hatte er einen seltsamen Traum, in dem er nach seinem sehnlichsten Wunsch gefragt wurde. Er hatte deren zwei: er wollte den unsichtbaren Helfer kennen lernen, und seinen Originalkörper wiederfinden. Als er erwachte, befand er sich im Zentrum des Kreises aus Blauen Göttinnen, die ihm jedoch bereitwillig eine Gasse nach draußen öffneten. Dort fand er Bördo, der ihm schon zweimal hilfreich beigestanden hatte. Von ihm erhielt er den Rat, sich nach Orxeya zu wenden, wo er am ehesten Hilfe bei seinem Versuch, den Originalkörper zu finden, erhalten würde. (Atlan 360)

Auf der Dimensionsschleppe

Als er die Stadt der Händler erreichte, entdeckte er mehrere Personen vor der Stadt, schlafend auf ihren Feldern. Als sich nach seinen Rufen niemand meldete, zertrümmerte er ein Stadttor und drang ein. Er fand alle Orxeyaner und Tiere aller Größenordnung schlafend vor. VONTHARA hatte sie alle in einen komatösen Schlaf versetzt, doch davon wusste Grizzard nichts. Als er Orxeya erforschte, hörte er ein Kichern, dann sah er einen eben in einem Haus ausbrechenden Brand. Es gelang ihm, alle Bewohner aus dem Haus zu tragen, als plötzlich – etwas entfernt – das nächste Gebäude zu brennen begann. Dann wurde er durch einen Skerzaalschuss zu Boden geschleudert. Er entwaffnete den Schützen, ein geistig zurückgebliebenes Mädchen, das über Parakräfte verfügte. Pama betrachtete alles als ein köstliches Spiel, ließ sich aber gern in es einbeziehen. So half sie mit, den Brand zu löschen.

Doch dann tauchten Flugroboter auf, die beide überwältigten und auf die Dimensionsschleppe in den Stützpunkt Bortolack brachten. Hier begegneten sie Atlan und Dorstellarain, und der Arkonide identifizierte seinen Körper als jenen Kennons. Mit Pamas Hilfe, die die Porquetor-Rüstung als »Eisenmann« tief in ihr Herz geschlossen hatte, gelang ihnen die Flucht aus dem Stützpunkt. Mit einen Schneekettenfahrzeug fuhren sie weiter Richtung Gynsaal, wo sie nach mehreren Stunden Wartezeit durch eine Strukturlücke im die Stadt umgebenden Schutzschirm schlüpfen konnten. (Atlan 369)

In Gynsaal fiel Dorstellarain sofort der auch hier vorhandenen VONTHARA-Strahlung zum Opfer; Grizzard legte ihn in einem leer stehenden Gebäudeteil ab. Aber schon kurz darauf wurden sie gefangen genommen. Pama wurde außer Gefecht gesetzt, Atlan und Grizzard hypnotisch beeinflusst. Im Glauben, all ihre Geheimnisse im Verhör verraten zu haben, suchten sie auf geradem Weg den Rückweg nach Pthor. Nicht ohne davor ein präpariertes Steuerelement für die Seele von Pthor an sich zu nehmen. Knapp bevor sie die Transmitterstation erreichten, siegte in Atlan die Verantwortung gegenüber dem hypnotischen Befehl; er weigerte sich, die Dimensionsschleppe zu verlassen ohne davor VONTHARA deaktiviert zu haben. Grizzard folgte ihm nur widerwillig; erst ein Hinweis auf seinen sehnlichsten Wunsch, seinen Originalkörper wiederzufinden, brachte ihn zum Einlenken. Die drei Gefährten erreichten das Zentrum von Gynsaal, wo die weißen Kodos mit den schwarzen Kodos kämpften und erfuhren von Welk, wo sich die VONTHARA-Anlage befand. Nachdem sie Welk deaktiviert hatte, zerstörte Grizzard die Steuerkonsole. Danach kehrten sie zur Transmitteranlage zurück und verließen die Dimensionsschleppe. (Atlan 370) Nach dem Marsch durch die Unterwelt von Pthor erreichten sie unweit der FESTUNG die Oberfläche. Grizzard trennte sich von Atlan, da ihm die Suche nach seinem Originalkörper wichtiger war als die Angelegenheiten des Arkoniden. Pama begleitete ihn dabei. (Atlan 372)

Anmerkung: Wann er sich von Pama trennte, ist nicht bekannt, doch schon bald setzte er seine Reise allein fort.

Duell der vertauschten Seelen

In der darauf folgenden Zeit konnte er seine Depressionen überwinden und fasste den Entschluss, den Seelentausch rückgängig zu machen. Die besten Chancen dazu sah er in der Senke der verlorenen Seelen, wo für ihn alles begonnen hatte. Als er knapp vor der Senke war, kam er in das Flüchtlingslager Goris, wo er sich zuerst stärken wollte. Doch die Bewohner konnten ihn gefangen nehmen und mit einem auch für die gigantischen Kräfte der Rüstung unzerreißbaren Stahlseil fesseln. Er wurde auf eine Tretscheibe gestellt und mit einer Stahlleine angebunden. Wenn er nicht wollte, dass er über die Scheibe geschleift wurde, musste er die Scheibe mit einer bestimmten Geschwindigkeit treten. Das tat er die darauf folgenden Stunden ohne Unterbrechung, denn die Bewohner von Goris erkannten nicht, dass in der Rüstung ein Lebewesen steckte, sie hielten ihn für einen Roboter oder ein übermächtiges Wesen. (Atlan 383)

Während er die Scheibe trat, hörte er die Stimme eines Wesens, das sich sehr über seine augenblickliche Lage amüsierte. Es wusste auch, dass es einen Seelentausch gegeben hatte, betonte aber, dass es dafür nicht verantwortlich sei. Dann konnte Grizzard in einem Moment, wo ihn niemand beobachtete, die Stahlleine zerreißen und seine Fesseln in der Glut einer Schmiede lösen. Sofort wurde er von den Dorfbewohnern umringt, unter ihnen entdeckte er auch Kennon in seinem Originalkörper, sowie das fremdartige Wesen, das sich Axik nannte. Zuerst stürzte er sich auf Axik und schleuderte ihn in ein offenes Feuer - der ehemalige Schläfer verging in einer Stichflamme und sonderte dabei eine psionische Schockwelle aus, die allen Anwesenden das Bewusstsein raubte. Bis auf Grizzard, der im mentalstabilisierten Körper von Kennon steckte, doch auch er büßte einiges an Reaktionsvermögen und Orientierungsfähigkeit ein. (Atlan 383)

Halb betäubt entdeckte er einen Wassertrog. Er verließ die Rüstung, um seinen immensen Durst zu stillen. Als er fertig war sah er, dass Kennon bereits zu sich gekommen war. Das Wettrennen, wer zuerst die Porquetor-Rüstung erreichte, gewann er nur mit einer List. Doch danach war er der Überlegene, und er wollte Kennon in eine todesähnliche Lage bringen. In der Hoffnung, dass in größter Todesfurcht dessen Seele in seinen Originalkörper zurückkehren würde, und dadurch mit ihm das gleiche geschah. Knapp außerhalb von Goris holte er Kennon ein, aber als er sich auf ihn stürzte, wurden sie beide von Thalia mit einer Waggu betäubt, die mit einem Zugor angereist war. Sie hatte den Auftrag erhalten, Grizzard in die FESTUNG zu bringen. (Atlan 383)

Als er wieder zu sich kam stellte Thalia klar, dass sie keine Feindseligkeiten zwischen den Kontrahenten dulden würde, bis sie in der FESTUNG waren. Da erfolgte ein Angriff von Lampras, die die Siedlung plündern wollten, und Grizzard griff auf der Seite der Lagerbewohner ein, wodurch er sich den Respekt der Bewohner zuzog. Da in einen unbeobachteten Moment Thalias Zugor zerlegt und die Einzelteile in Goris versteckt worden waren, mussten sie die Rückreise zu Fuß antreten. (Atlan 384)

Unterwegs wurden sie von einer Gruppe Piraten vom Regenfluss angegriffen, die Thalia und ihn gefangen nehmen konnten und mit sich nahmen. Kennon ließen sie zurück in dem Glauben, dass er tot sei. Die Piraten hatten einen Unterschlupf im sumpfigen Oberlauf des Regenflusses, wo sie ohne Furcht vor Entdeckung leben konnten. Als ihr Anführer Athephet die Rüstung mit einem brennenden Holzspan untersuchte, musste Grizzard ob des Rauches husten und verriet dadurch, dass er in der Rüstung steckte. Athephet zog ihn daraus hervor, und da er kaum 10 cm größer war als der Axton-Körper, kletterte er in die Rüstung und konnte sie nach geraumer Zeit halbwegs gut steuern. (Atlan 384)

Nun begann für Grizzard eine schwere Zeit; er musste von Treall, dem Vizeoberhaupt, aber auch anderen Piraten, zahlreiche Demütigungen hinnehmen, die ihn bis zur völligen körperlichen Erschöpfung brachten. Astrak bestimmte noch, dass er fortan als ihr Hofnarr leben und handeln müsste, was Grizzard notgedrungen mitmachen musste. Dann konnte er endlich die Rüstung erreichen, bei der sich schon Kennon und Thalia eingefunden hatten - dem USO-Spezialisten war es inzwischen gelungen, die Odinstochter zu befreien. Grizzard schlüpfte in die Rüstung, und als er sich erholt hatte, wollte er Kennon angreifen. Doch der überlistete ihn, indem er einen Schritt zur Seite machte, wodurch er - durch den eigenen Schwung getragen - aus der Hütte rannte, vor der sich schon viele Piraten eingefunden hatten. Nun wütete er unter ihnen und zahlte ihnen die davor erduldeten Demütigungen heim. Danach konnten sie entkommen und erreichten schließlich die FESTUNG. (Atlan 384)

Hier kam es zu einem Gespräch der beiden Todfeinde mit Atlan, und Kennon offenbarte dem Lordadmiral erstmals, wer er wirklich war. Er betonte auch, dass er den Seelentausch nicht willkürlich herbeigeführt hatte, ja, dass er anfangs sogar unbedingt wieder in seinen alten Körper zurück gewollt hatte. Da er selbst die Situation nicht verändern könne, sei ihm keine Schuld anzulasten. Grizzard musste also notgedrungen akzeptieren, dass sich an seinem vorläufigen Schicksal nichts ändern würde. Er täuschte vor, sich mit seiner Lage abgefunden zu haben, aber in Wirklichkeit steigerte sich sein ohnehin schon großer Hass auf Kennon ins Unermessliche. (Atlan 384)

Die nächste Zeit über blieben sowohl er als auch Kennon in der FESTUNG, immer überwacht durch einige Dellos, damit keine neuerlichen Kämpfe zwischen ihnen ausbrechen konnten. (Atlan 386)

In den folgenden Wochen stahl er sich aus der FESTUNG, um sich in der Senke der verlorenen Seelen eine kleine Streitmacht zusammen zu suchen, die ihm beim Kampf gegen Kennon helfen sollte. Dabei stieß er auf den ehemaligen Flusspiraten Strezzo, der ihn zu einer kleinen Insel innerhalb eines Sees am Rand der Senke begleitete, wo die parabegabten Mosoons lebten. Da Grizzard im mentalstabilisierten Kennon-Körper lebte, konnten ihn ihre suggestorischen Fähigkeiten nicht beeinflussen, und sie ordneten sich seinen Befehlen unter. Mit ihnen war es ihm einfach, gegen die Streitmacht zu siegen, welche Kennon inzwischen aufgestellt hatte. (Atlan 394)

Doch Kennon konnte fliehen, und Grizzard verfolgte seine Spuren bis in ein geheimes Versteck. Doch auch von dort konnte Kennon entkommen, aber das nützte ihm nichts. Grizzard und die Mosoons stellten ihn am Waldrand, der den Regenfluss umgibt. Die Mosoons verehrten Schlangen als Götter, und im Zeichen größter Not präsentierte ihnen Kennon eine solche, worauf die an übergroße Hamster erinnernden Wesen die Flucht ergriffen. Nun kam Grizzard zugute, dass Kennon in seinem Originalkörper steckte, denn dieser war sehr stark auf Schlangen allergisch. Und binnen weniger Minuten bekam dieser darin Atemnot, und er musste die Schlange fallen lassen. (Atlan 394)

Die erneut zu ihm aufgeschlossenen Mosoons suggerierten Kennon danach ein, dass sein Leben absolut sinnlos wäre, um ihn aus Grizzards Körper zu vertreiben, aber sie scheiterten. Nun war Grizzard alles egal, er versuchte seinen Widersacher zu töten. Nur durch das Auftauchen Atlans konnte dies in letzter Sekunde verhindert werden. (Atlan 394)

Der Verräter

Über seinen Verbleib in den folgenden Monaten ist nichts bekannt. Jedenfalls war er in der FESTUNG zugegen, als der Kosmische Kundschafter Algonkin-Yatta auf Pthor landete, und für einen Vertreter der Mächte aus der Schwarze Schwarzen Galaxis gehalten wurde. Er behauptete ihm gegenüber, dass ein Verräter namens Kennon in der FESTUNG wäre, den man nur unschädlich machen könne, wenn man sein Bewusstsein in einen anderen Körper versetzen würde. Er selbst wäre bereit, dieses Opfer zu bringen. Außerdem wollte er noch über einige Geschehnisse berichten, welche die Vertreter des Dunklen Oheims sicher interessieren würden. Er war sehr enttäuscht, als Algonkin-Yatta an seinen Vorschlägen nicht interessiert war. (Atlan 416)

Schon kurz darauf erkannte er, dass Algonkin-Yatta gar nicht von den dunklen Mächten entsandt worden war, da deren echte Repräsentanten landeten. Also wandte er sich an deren Kommandanten Atzbäll, und berichtete ihm, dass der Mathoner, seine Partnerin Anlytha und Kennon durch den Tunnel der Heißen Wasser geflüchtet waren. Ihr Ziel, die Dunkle Stadt, könnten die Scuddamoren auch auf kürzerem Wege erreichen, und sie dort abfangen. Als Bedingung nannte er, dass die Scuddamoren halfen, den Seelentausch rückgängig zu machen. Atzbäll willigte ein (hatte aber nicht die Absicht, seinen Teil der Abmachung zu erfüllen), und Grizzard verriet seinen Widersacher. (Atlan 417)

Er war so fanatisch davon besessen, Kennon zu finden und zu töten, dass er zum wertvollen Gehilfen Atzbälls wurde. Er glaubte nicht daran, dass sein Todfeind mit Koy, Kolphyr und Fenrir ums Leben gekommen war, als die Große Barriere von Oth von drei Organschiffen bombardiert worden war. Atzbäll unterstellte ihm sogar einen Scuddamoren-Trupp für diesen Zweck. Grizzard war dabei kein Anhänger der Invasoren; deren Mentalität entsprach nicht unbedingt seiner Vorstellung von Moral. Aber um den Seelentausch rückgängig zu machen, war ihm jedes erdenkliche Mittel recht. (Atlan 424, S. 63)

Rückkehr in den eigenen Körper

Sosehr Grizzard auch suchte, er konnte Kennon nirgendwo finden. Eines Tages lernte er die schöne Enis kennen und verliebte sich in sie. Das Mädchen aus Moondrag wollte aber durch ihn vordringlich Karriere machen, wenngleich sie seine Persönlichkeit auch beeindruckend fand. Anfangs schickte er sie weg, aber dann verabredete er sich mit ihr, um gemeinsam zur FESTUNG zu reisen. Bei diesem Treffen kam Enis aber dahinter, was Grizzard unbedingt verbergen wollte. Der Axton-Projektionskörper begann zu verfaulen. Er hatte fortgeschrittene Wikipedia-logo.pngNekrose, durch die er mehrere Zähne und den Großteil seines Haupthaars verloren hatte. Seine Fingerspitzen und Zehen waren schwarz, und auch auf den Unterarmen breiteten sich dunkle Flecken aus. Angewidert suchte Enis das Weite. (Atlan 454)

Geschwächt brach Grizzard in der Porquetor-Rüstung zusammen, wodurch sie außer Kontrolle geriet. Sie richtete in den Gärten und an Nebengebäuden der FESTUNG Schaden an, bis sie schließlich stürzte und sich in den Boden grub. Erst der durch den zweiten Schwarzschock negativ gesinnte Copasallior konnte ihn wieder zu sich bringen. Grizzard flehte ihn um Hilfe an, denn nur noch Magier konnten seinen drohenden Tod abwenden. Das stieß so lange auf taube Ohren, bis Grizzard den Weltenmagier auf einen Gedanken brachte. Falls es den Magiern gelänge, ihn in seinen ursprünglichen Körper zurück zu transferieren, wäre er vermutlich in Atlans Nähe. Copasallior brachte ihn daher in die Große Barriere von Oth, wo zunächst Querllo den Zustand seines Gastkörpers stabilisierte. Glyndiszorn, der Welten- und der Lichtmagier trennten seine Seele von seinem Körper und schickten sie durch einen Dimensionstunnel auf die Reise zu einem unbekannten Ziel. (Atlan 454)

Bevor sein Bewusstsein die Reise antreten durfte forderte Copasallior von Grizzard, dass er Atlan töten müsse. Nach kurzem Zögern willigte er ein, da er überzeugt war, auch in seinem Originalkörper nur noch wenige Tage zu Leben zu haben. Da kam es auf einen Verrat oder Mord nicht mehr an. (Atlan 454)

Die Reise dauerte eine undefinierbare Zeitspanne, und die gelöschten Erinnerungen an seine Vergangenheit als Upanak kamen wieder in sein Bewusstsein. Als er sein Ziel schließlich erreichte, wurde das Kennon-Bewusstsein nicht etwa aus dem Körper katapultiert. Beide Bewusstseine existierten mehrere Minuten gemeinsam, und es kam zum Gedankenaustausch zwischen den beiden Todfeinden. Beide hatten Verständnis für die Situation des jeweils anderen und schlossen Frieden miteinander. Grizzard unterrichtete Kennon über seine Erlebnisse als steinzeitlicher Jäger und informierte ihn über die aktuelle Situation auf dem unter der Herrschaft der Schwarzmagier stehenden Pthor. Dann glitt Kennons Bewusstsein davon. (Atlan 454)

Die Offenbarung

Grizzards Körper brach beim Seelentausch kurz zusammen, und Razamon half ihm wieder auf die Beine. Er befand sich gemeinsam mit seinem alten Freund auf dem Weltenfragment Dorkh, zwischen Hordenpferch und Titanenpfad auf der Suche nach Atlan. (Atlan 454) Doch er hatte Angst, sich ihm zu offenbaren, und schwieg daher. Razamon bemerkte zwar, dass der vermeintliche Kennon sich anders verhielt, kam aber lange nicht dahinter, dass er in Wirklichkeit Grizzard vor sich hatte. Und Grizzard selbst bekam von Tag zu Tag mehr Angst. Ursprünglich hatte er damit gerechnet, nur mehr wenige Tage zu leben. Aber seit er seinen erschöpften, aber ansonsten kerngesunden Original-Körper wieder spürte hatte er nur noch Angst, ihn endgültig zu verlieren. Er war überzeugt, dass ihn die Magier entweder sofort töten oder zumindest in den Lebo-Axton-Projektionskörper zurückversetzen würden, sollte er Atlan nicht schleunigst töten. (Atlan 458, Atlan 459)

Langsam griff Paranoia nach ihm; er begann auch Razamon die Schuld an seinem Schicksal zu geben, da er ohne die Abenteuer mit ihm auf der steinzeitlichen Erde niemals auf Pthor gekommen wäre, sondern irgendwann einen ehrenhaften Tod gefunden haben würde. Ohne all die Qualen, die er in den letzten Jahren hatte erleiden müssen. (Atlan 460)

Diese Gedanken rückten nach und nach ins Zentrum seines Handelns; alles andere wurde nebensächlich. Es begann harmlos, als sie nach langer Entbehrung eine Schlucht mit klarem Wasser fanden, und ihren Durst stillten. Zunächst wurden sie von Tiermenschen angegriffen, aber Razamon konnte die Situation entschärfen. Die Wilden nahmen sie vorübergehend in ihre Rotte auf und verehrten sie als wären sie Götter. Denn sie waren ihnen zivilisatorisch unendlich überlegen, die Tiermenschen kannten noch nicht einmal die Erzeugung von Feuer zur Nahrungszubereitung. Sie blieben einen Tag bei Katzenohr, Steinschwinge, Fellknie, Weißschulter, dem Dombler und den anderen, bevor sie eine günstige Gelegenheit zur Flucht nutzten. Sie hatten keine Lust, noch länger Entwicklungshelfe zu spielen. (Atlan 458)

Sie bewegten sich die Schlucht aufwärts, kamen durch nur schwer passierbares Gebiet und erreichten schließlich eine vor langem verlassene Felsenstadt, der Razamon den Namen Cibola gab. Als Razamon eine Höhle untersuchte, in der sich eine Botschaft von Lauder Vierkämpfer befand, konnte Grizzard der Versuchung nicht widerstehen. Er begab sich unbemerkt über den Eingang der Höhle und löste einen Felssturz aus, der den Höhleneingang völlig verdeckte. Zu seinem Unglück wurde er gleich danach von Katzenohr und ihrer Rotte entdeckt, die die Felsen in stundenlanger Arbeit wieder fortschafften. Razamon war unverletzt, hegte aber keinen Verdacht gegen seinen Gefährten. (Atlan 458)

Nachdem sie sich etwas später von ihren neuen Freunden getrennt hatten, kamen sie an den Rand der Todesrinne. Natürlich konnten sie den Bruen, die als Brückenwächter fungierten, die geforderte Summer von 6 Khams nicht bezahlen um den Rinnensteig passieren zu dürfen. Darum schlichen sie sich nachts auf diese gigantische Steinbrücke und versuchten sie im Dunkeln zu überqueren. Als sie etwa in der Hälfte angekommen waren, ereignete sich ein heftiges Erdbeben. Die Karawane vor ihnen, der sie sich unbemerkt genähert hatten, geriet ebenfalls in Schwierigkeiten. Einige Chreeans, eselgroße Reitechsen, drehten durch, und Grizzard konnte eine von ihnen einfangen. Er schwang sich auf den Rücken der Echse und ritt ohne sich umzusehen über den Rest der Brücke bis nach Turgan. (Atlan 459)

Grizzard hoffte zwar, dass Razamon beim Beben den Tod gefunden hatte, war sich dessen aber nicht sicher. Daher gab er den bestechlichen Stadtwachen sein geklautes Chreean und verlangte dafür, Razamon aus der Stadt zu werfen oder ihn zu töten, wenn sie seiner habhaft werden sollten. Dann mischte er sich unter die Bevölkerung, die zu dieser Zeit nicht nur aus Turganern, sondern allen möglichen Bewohnern des Weltenfragments bestand. Denn in einem Tag sollte hier ein großer Sklavenmarkt stattfinden. (Atlan 459)

Am Tag des Sklavenmarktes mischte er sich unauffällig unter die potentiellen Käufer, und entdeckte tatsächlich Atlan. Und zwar angekettet an einen Pfahl, zum Verkauf freigegeben. Mehrmals war es Grizzard so, als hätte ihn Atlan erspäht, aber er versteckte sich sofort in der Masse. In der Nacht streifte er durch die Stadt, in der mächtig gefeiert wurde. Entweder hatten Sklavenkäufer ein Schnäppchen gemacht, oder Sklavenverkäufer einen guten Preis erzielt. So geriet er an ein paar Echsenwesen, die schon angeheitert waren, und ihn in ihre Mitte nahmen. Harkh nötigte Grizzard, mit ihnen zu feiern, und mit jedem Krug Wein wurde dessen Verstand benebelter, aber seine Gefühle klarer. Er hatte tatsächlich keine andere Wahl, als den König von Atlantis zu meucheln. Er stahl sich davon, suchte Atlan am Sklavenmarkt, den zu betreten in der Nacht fast allen Nicht-Sklaven verboten war. Grizzard hob sein Messer und stach auf den schlafenden Arkoniden ein. (Atlan 460)

Atlan hatte aber nicht geschlafen, sich im entscheidenden Moment zur Seite gedreht, Grizzard sofort überwältigt und am Boden fixiert. Der Unsterbliche erkannte, dass nicht mehr Kennon, sondern wohl Grizzard im Grizzard-Körper stecken musste. Als er den ehemaligen Steinzeitjäger damit konfrontierte, begann dieser unaufhaltsam zu weinen und erzählte Teile aus seiner Vergangenheit. Durch den Lärm alarmiert, kam ein Sklavenhändler herbei und kettete kurzerhand auch Grizzard an den Pfahl, um ihn als Sklaven zu verkaufen. Kurz bevor die Dämmerung hereinbrach, brachten einige Anhänger des Priesters Man'Dhu'Ro auch noch Razamon. Auch der Berserker wurde an ihren Pfahl angebunden, um am nächsten Morgen verkauft zu werden. (Atlan 460)

Die Sektenanhänger hatten aber keine Ahnung von Razamons Berserkerkraft. Denn als die drei Gefährten wieder allein waren, sprengte Razamon zuerst seine Kette und dann die Atlans. Als er Grizzard töten wollte, schritt Atlan ein. Er offenbarte dem Knyr, dass er nicht mehr Kennon, sondern Grizzard vor sich hatte. Nun begann Grizzard erneut zu weinen und berichtete aus seiner Vergangenheit als Upanak. Auch Razamon konnte sich zumindest teilweise wieder an diese Geschehnisse erinnern, ungeachtet dass auch sein Gedächtnis vor rund 10.650 Jahren gelöscht worden war. Upanak bat Razamon herzerweichend um Verzeihung, und wurde nun ebenfalls von seinen Ketten befreit. (Atlan 460)

Zusammen mit sechs Narren, deren Anführer Seyfft Atlan schon mehrmals unbemerkt geholfen hatte, begaben sie sich zu einer Herberge, in der der Techno Konterfert nächtigte. Das war ein Abgesandter der SCHLOSSHERREN, der sich sehr ungeschickt angestellt hatte, und sich daher in einer Art inoffiziellen Hausarrest befand. Atlan und Razamon nötigten ihn, mit seinem Zugor Richtung SCHLOSS zu starten, die drei wiedervereinten Gefährten mitzunehmen, und die sechs Narren unterwegs abzusetzen. Grizzard war währen dieser Geschehnisse meist passiv bis apathisch. (Atlan 460)

Das Ende der SCHLOSSHERREN

Der Zugor erreichte die einzige Passage, mit der man den Schutzschirm überwinden konnte, der das SCHLOSS seit Äonen schützte. Davor warteten tausende Dorkher auf Einlass und waren entsprechend übel gelaunt. Durch undiplomatisches Verhalten Konterferts wurden die drei Gefährten und der Techno mit faulem Obst und Gemüse sowie Steinen beworfen. Nur die Tatsache, dass der Zugang zum SCHLOSS plötzlich geöffnet wurde, rettete sie vor der Steinigung. Im Tunnel kam es erneut zu Tumulten, und als sie das Tor passiert hatten, führte der im Sterben liegende Tormagier Xerylh absichtlich das große Chaos herbei, indem er das Tor für alle weit öffnete. Tausende strömten herein und entluden ihren Zorn an der Einrichtung und den Technos. (Atlan 463)

Mit einem anderen Zugor brachte Konterfert seine drei Schützlinge in die DANTA, eines der fünf großen Raumschiffe der Schlossanlage. Sie staunten nicht schlecht, als sie dem SCHLOSSHERREN Danta-Pyrt vorgeführt wurden; es handelte sich um einen Uleb. Natürlich hatte Grizzard noch nie von diesem Volk gehört, aber Atlan klärte seine Begleiter darüber auf. (Atlan 463) Danta-Pyrt geriet bei ihrem Anblick in Panik und ließ sie in einer Zelle einsperren. Grizzard ließ alles apathisch über sich ergehen, und nahm auch ihre Befreiung nur verschwommen war. Auch dass sich ihnen die beiden Magier Asparg und Fiothra anschlossen und alle fünf Uleb von Mord-Chreeans zerfleischt worden waren, berührte ihn nur noch am Rande. Er verlor immer mehr den Willen, aktiv zu sein. (Atlan 464)

Als sie sich mit den beiden Magiern sowie sieben Kemmas aufmachten, die Seele von Dorkh zu suchen, kehrte vorübergehend der Lebensfunke in ihn zurück. Es gelang ihm sogar, Fiothra und Asparg vor dem Tod zu retten; von den sieben Kemmas verlor aber einer nach dem anderen das Leben. Als Atlan und Razamon von den übrigen getrennt wurden, übernahm Grizzard sogar die Führung und brachte Fiothra, Asparg und Zerik zurück zum Fuß der Pyramide, die im Innern der Kristallkuppel des SCHLOSSES stand. Von Zerik erfuhr er, dass der Kemma nun am Ziel angelangt sei und durch ihre Hilfe der Dunkle Oheim wieder Einfluss auf die Steuerung von Dorkh gewonnen hatte. Schließlich fanden sie mit ihren beiden Gefährten zusammen und kehrten ohne den Kemma wieder an die Oberfläche zurück. (Atlan 468)

Das Ende des SCHLOSSES

Die fünf Gefährten sahen die einzige Chance, von Dorkh zu entkommen darin, eines der fünf kleinen Raumschiffe der Schlossanlage wieder flott zu machen. Als sie sie untersuchten, stießen sie in der TZAIR auf sechs gefangene Gassuaren, die sich als Piraten ausgaben. Ohne dass dies jemand bemerkte, übten die Fremden einen mentalen Einfluss auf sie alle aus. Als sie das erkannten, bewachte jeder von ihnen eines der kleinen Raumschiffe. Grizzard die TZAIR, da ihm seine Gefährten keine größeren Anstrengungen mehr zutrauten. Sie alle wurden nacheinander auf mentale Art K.O. geschlagen, und die Gassuaren besorgten sich aus jedem der fünf Schiffe Geräte, um sie schließlich zusammenzusetzen und in der Kristallkuppel zu aktivieren. (Atlan 469)

Dadurch brach die Apokalypse über das SCHLOSS aus. Mentale Impulse beeinflussten alle Lebewesen im Umkreis mehrerer Kilometer und lockten sie zur Kristallkuppel. Auf dem Weg dorthin wurde Grizzard jedoch abgelenkt; ein Dorkher namens Zyffhan bat darum ihm zu helfen, einen Kristall aus einer Felswand zu schlagen. Sofort wurde Grizzard vom Kristall angelockt, und als sie ihre Arbeit vollbracht hatten, nahm der Indianer den Kristall an sich. Er vernahm Stimmen aus dem Stein, die ihn beruhigten. Aber sobald er die Höhle verlassen hatte, geriet er erneut in den mentalen Bann aus der Kristallkuppel und marschierte zu ihr. Quasi in letzter Minute wurde er (gegen seinen Willen) von Atlan und Razamon gerettet und in die TZAIR gebracht. (Atlan 469) Nun brach das wahre Verderben über sie herein; alle vor der Kuppel wartenden traten ein, und zerfleischten sich dann gegenseitig, bis alle tot waren. Nur Yhm'Dheer, der Anführer der Gassuaren, konnte diesem Gemetzel entkommen. (Atlan 470)

Während sich Atlan und Razamon zur Verfolgung des angeblichen Piraten anschickten, blieb Grizzard in der TZAIR zurück, den Kristall umklammernd. Sein Versuch, diesen Atlan zu überreichen, scheiterte zunächst, da der Unsterbliche dachte, wenn er Grizzard dieses beruhigende Element nehmen würde, bedeutete das dessen Tod, oder Grizzard würde zumindest völlig in den Wahnsinn übergleiten. Schließlich willigte der König von Atlantis doch noch ein; im Kristall hatte sich der Körperlose Lay'Tol'Esh manifestiert, und dieser verschaffte den Gefährten alsbald einen Aufschub, der ihnen vermutlich das Leben rettete. (Atlan 470)

Nach kurzer Zeit brachte Atlan den paralysierten Razamon zu Grizzard ins Raumschiff zurück. Als die verderblichen Impulse aus der Kristallkuppel erneut über sie hereinbrachen versuchte Grizzard den Berserker wachzurütteln, scheiterte aber. Schließlich konnte er sich nicht mehr länger dagegen wehren; er nahm sich ein Werkzeug und schmetterte es auf Razamons Kopf herab. In dem Moment erwachte der Berserker aus seinem Zustand und überwältigte den hysterischen Indianer. Gemeinsam mit Atlan, der inzwischen Yhm'Dheer gefangen genommen hatte, flüchteten sie zum einzigen Ausgang aus dem SCHLOSS, vor dem Asparg und Fiothra schon auf sie warteten (dies gelang nur, da Lay'Tol'Esh eingegriffen hatte). Aber erst als es in der Kristallkuppel zu einem großen Energieausbruch kam, bei dem alle 10 Raumschiffe der Schlossanlage zerstört wurden, stürzte auch der Schutzschirm in sich zusammen, und die Gefährten konnten aus dem ehemaligen SCHLOSS flüchten. (Atlan 470)

Grizzards Ende

Atlan, Razamon, Asparg, Fiothra und Grizzard verfolgten den Gassuaren Yhm'Dheer, der sich kurz vor der Explosion hatte befreien können. Als sie ihm nach Norden folgten, wurden sie bei jeder Gelegenheit von allerlei wütendem Getier angegriffen; von Insekten bis zu Kleingetier war alles dabei. Immer mehr verlor der ehemalige Steinzeitjäger die Beherrschung über sich selbst, und griff in seiner Panik selbst seine Gefährten an, denen es immer schwerer fiel, ihn zu beruhigen. (Atlan 471)

Schließlich erreichten sie den Wald von Fryg und überquerten den Singenden Fluss. Sie entdeckten das inzwischen zerstörte Raumschiff, mit dem die sechs Gassuaren nach Dorkh gekommen waren. Sie waren natürlich keine Piraten gewesen, sondern Agenten des Neffen Germen Zurm, und hatten den Auftrag herauszufinden, warum das Weltenfragment im Terfen-Revier festsaß. Als ihnen Yhm'Dheer alles erzählt hatte was sie wissen wollten, sah er keinen weiteren Sinn mehr in seiner Existenz und riss sich seinen (organischen) Helm vom Kopf, worauf er binnen Sekunden verstarb. Der Helm rollte auf Grizzard zu, der ihn sofort an sich nahm. Er hatte längst erkannt, dass all die Attacken durch wütende Tiere den Gassuaren verschont hatten. Grizzards Meinung nach hatte ihn dieser Helm beschützt, und da er seit vielen Tagen in ständiger Furcht hatte leben müssen, versprach er sich davon ebenfalls Schutz. Atlan wollte den Helm zuerst untersuchen, aber Grizzard lief einige Schritte davon und setzte ihn sich auf. Es dauerte nur wenige Augenblicke, bis er dadurch den Tod fand. (Atlan 471)

Seine vier Gefährten fanden keine Zeit mehr, um Grizzards Leichnam zu vergraben; sie ließen ihn so wie er war im Wald von Fryg zurück. (Atlan 471)

Quellen

Atlan 349, Atlan 351, Atlan 359, Atlan 360, Atlan 369, Atlan 370, Atlan 372, Atlan 383, Atlan 384, Atlan 386, Atlan 394, Atlan 416, Atlan 417, Atlan 424, Atlan 454, Atlan 458, Atlan 459, Atlan 460, Atlan 463, Atlan 464, Atlan 468, Atlan 469, Atlan 470, Atlan 471