Amoklauf der Wissenden

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 1370)
PR1370.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG
Zyklus: Tarkan
Titel: Amoklauf der Wissenden
Untertitel: Chaos in Ardustaar – die Esper versagen
Autor: Marianne Sydow
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck (1 x)
Erstmals erschienen: 1987
Hauptpersonen: Dao-Lin-H'ay, Nikki Frickel, Gucky, Sue-El-K'yon, Shu-Han-H'ay
Handlungszeitraum: August/September 447 NGZ
Handlungsort: Raknor-Nebel, Kartan, NARGA SANT
Computer: Termingeschäfte
Zusätzliche Formate: E-Book

Kurz­zusammen­fassung

Im Herbst des Jahres 447 NGZ beginnen die Esper der Ardustaar-Kartanin ihre Fähigkeiten zu verlieren, und die Paratau-Vorräte lösen sich allmählich auf. Ohne Wissen um den Zusammenhang zwischen der in diesem Zeitraum abklingenden Erhöhung der Psi-Konstante im Bereich des Kosmonukleotids DORIFER und der Wirkung des Parataus als Psichogon, treiben die Spekulation bezüglich der Ursachen wilde Blüten. Manche Ardustaar-Kartanin reden von einer Krankheit, die die Esper befallen habe, andere sprechen vom Angriff durch eine neue Waffe von Feinden der Kartanin.

Die vom Paratau abhängige Gesellschaft der Ardustaar-Kartanin steht vor enormen Umwälzungen und es droht ein Bürgerkrieg. Dennoch können sich die Hohen Frauen ohne den Rat durch die Stimme von Ardustaar nicht zum dringend notwendigen Handeln entschließen. Das änderte sich erst, als Gucky zunächst mit Shu-Han-H'ay und dann den anderen Hohen Frauen telepathischen Kontakt aufnimmt, sich als Stimme von Ardustaar ausgibt und damit für den notwendigen Anstoß sorgt, um die Hohen Frauen aus ihrer Untätigkeit zu reißen.

Dass die echte Stimme von Ardustaar schweigt liegt daran, dass an Bord der NARGA SANT inzwischen durch den Entzug des Parataus alle Voica bis auf Dao-Lin-H'ay dem Wahnsinn verfallen sind. Sie versuchen schließlich, die NARGA SANT in die Sonne Ctl zu steuern und damit sich selbst und das Raumschiff zu vernichten. Dao-Lin-H'ay und Oogh at Tarkan können das mit Unterstützung Guckys und Sue-El-K'yons verhindern. Die wahnsinnig gewordenen Voica können aber mit einem Beiboot fliehen und finden schließlich doch noch den Tod.

Handlung

An Bord der NARGA SANT folgt Dao-Lin-H'ay einem Alarm zur Kabine von Meihao-Vil-Voica. Die Wissende ist außer sich und behauptet, die Tränen N'jalas würden nicht mehr wirken. Dao-Lin-H'ay schenkt der alten Esperin keinen Glauben und lässt sie durch Roboter versorgen.

Danach sucht sie den Kommandoraum der Voica auf, in dem Informationen aus ganz Ardustaar zusammenlaufen. Sie erfährt, dass beinahe die gesamten im N'jala-System gelagerten Paratau-Vorräte unbrauchbar geworden sind. Außerdem haben viele der ESP-Schüler im System ihre Fähigkeiten verloren. Die Schuld wird neuen Trainingsmethoden der dortigen Protektorin und des ihr unterstellten Lehrpersonals gegeben.

Mit Sring-Hea-Voica, Que-Quanga-Voica und Dara-Ban erleiden weitere Wissende Zusammenbrüche bzw. hysterische Anfälle. Da die anderen Voica für diese Vorfälle nicht interessieren, muss sich Dao-Lin-H'ay alleine um die Kartanin kümmern. Unterdessen treffen immer neue Nachrichten aus ganz Ardustaar über Esper ein, die ihre Fähigkeiten verloren haben und Paratau-Lager, deren Inhalt sich ohne weitere Begleiterscheinungen auflöst. Ossa-Tai-T'uos behauptet in einer Nachrichtensendung, dass sei auf eine neue Waffe von Feinden der Kartanin zurückzuführen.

Schließlich versuchen die Voica, ohne Dao-Lin-H'ay einzubeziehen, mithilfe riesiger Mengen Parataus als Stimme von Ardustaar die Kartanin zum Kampf gegen alle Fremden aufzustacheln. Ihr Bemühen bleibt ohne Erfolg. Sie scheinen ihre Fähigkeiten als Esper verloren zu haben.

Dao-Lin-H'ay und Oogh at Tarkan beobachten das Geschehen heimlich. Der ehemalige Kommandant der NARGA SANT teilt Dao-Lin-H'ay mit, dass seiner Meinung nach mit dem Rückgang der Psi-Konstante auf deren ursprünglichen Wert, das Paratau seine Wirkung verliert. Dao-Lin-H'ay schenkt ihm zunächst keinen Glauben, da sie selbst weiterhin in der Lage ist, mithilfe des Parataus auf ihre Esper-Fähigkeiten zuzugreifen. Das Versagen der anderen Voica spricht aber eine klare Sprache. Dazu kommt eine Nachricht von Protektorin Gan-Lan-T'uos, in der sie berichtet, dass die Nocturnen nicht mehr weiter an der Entsorgung des Parataus interessiert sind und sowohl die Schiffe der Ardustaar-Kartanin als auch jene der Galaktiker angreifen.

Dao-Lin-H'ay ist entschlossen, den Hohen Frauen gegenüber in dieser Notsituation alle Karten offen auf den Tisch zu legen, alle bisher von den Voica gehüteten Geheimnisse über die Vergangenheit der Kartanin zu veraten. Doch das Sco-ta-ming stellt sich unter dem Einfluss der anderen Voica quer. Anstatt wie von Dao-Lin-H'ay gewünscht nach Kartan bricht das Schiff zu einem unbekannten Ort auf. Oogh at Tarkan vermutet, dass die Voica die Roboter von Ctl erreichen wollen, um mit deren Hilfe ihre Macht zu bewahren. Dao-Lin-H'ay und Oogh at Tarkan fliehen aus dem Bereich des Sco-ta-ming.

Auf Kartan versammeln sich derweil die sieben Hohen Frauen. Dei-Kiu-V'irn glaubt an eine Krankheit der Esper, die möglicherweise auch wieder vergeht. Foo-Hel-K'yon glaubt an einen Angriff der Maakar. Vin-Lin-G'ahd verdächtigt die Hauri. Na-Gyn-D'orja vermutet die Galaktiker als Ursache der sich häufenden Probleme. Shu-Han-H'ay versucht in dieser Situation als Stimme der Vernunft die Wogen zu glätten. Auf ihren Vorschlag hin versuchen die Hohen Frauen mithilfe von Paratau die Stimme von Ardustaar an zu rufen. Der Versuch misslingt und Shu-Han-H'ay erkennt, dass inzwischen auch sie ihre Fähigkeiten verloren hat.

Später trifft die SORONG bei Kartan ein. Neben der Stammbesatzung befinden sich auch Gucky, und Sue-El-K'yon an Bord. Der Mausbiber und die Kartanin suchen zusammen mit Nikki Frickel Shu-Han-H'ay auf. Auf dem Weg zum Stadthaus der Hohen Frau wird klar, dass die Ardustaar-Kartanin kurz vor einem Bürgerkrieg stehen. Bereits jetzt kommt es in To-zin-kartan zu gewaltsamen Ausschreitungen und proben vereinzelt Nicht-Esper den Aufstand gegen die ihrer Macht beraubten Esper.

Im Bemühen, den Kartanin beizustehen und Schlimmeres zu verhindern, teilen Gucky und Nikki Frickel Shu-Han-H'ay die wahren Hintergründe des Versagens der kartanischen Esper mit. Shu-Han-H'ay verspricht den Galaktikern, die Informationen an die anderen Hohen Frauen weiterzugeben. Als diese aber trotz der neuen Informationen untätig bleiben, wird Gucky erneut aktiv. Er nimmt beginnend mit Shu-Han-H'ay mit jeder der Hohen Frauen telepathischen Kontakt auf und gibt sich als Stimme von Ardustaar aus. Damit liefert er den entscheidenden Anstoß, um die Hohen Frauen zum dringend notwendigen Handeln zu bewegen.

An Bord der NARGA SANT sind Dao-Lin-H'ay und Oogh at Tarkan in den ehemaligen Lebensbereich der Nakken geflohen. Oogh at Tarkan hofft von hier aus, in die Steuerung des Schiffes eingreifen zu können. Da der Bereich den Vorstellungen der Nakken entsprechend konstruiert wurde, fällt es ihm aber schwer, die hierzu notwendigen technischen Gerätschaften zu bedienen.

Bei der Suche nach von Oogh at Tarkan benötigten Gegenständen, stößt Dao-Lin-H'ay außerhalb des Lebensbereichs der Nakken auf einen von den anderen Voica kontrollierten Roboter. Als sie sich weigert, mit ihm zu den anderen Voica zurückzukehren, eröffnet der Roboter das Feuer auf Dao-Lin-H'ay. Sie kann entkommen, doch der Roboter bleibt ihr auf der Spur. Nur mithilfe eines letzten Vorrats an Paratau und der ihr damit zur Verfügung stehenden telekinetischen Kräfte ist sie in der Lage, den Roboter zu vernichten. Ihre Esper-Fähigkeiten sind aber deutlich schwächer ausgeprägt als früher. Dennoch kann sie nach der Vernichtung des Roboters für kurze Zeit Nana-Bea-Voica mit ihren Psi-Fähigkeiten belauschen. Zu ihrem Schrecken erfährt Dao-Lin-H'ay, dass die Voica offensichtlich sich selbst und die NARGA SANT vernichten wollen.

Oogh at Tarkans Bemühungen, Einfluss auf den Kurs der NARGA SANT zu nehmen, schlagen fehl. Als das Schiff das System der Sonne Ctl erreicht, befiehlt Nana-Bea-Voica dem Sco-ta-ming, in die Sonne zu fliegen. Das Sco-ta-ming versucht nun einen Weg zu finden, um die Ausführung des Befehls zumindest hinauszuzögern. Dabei verrät es, dass Dao-Lin-H'ay anders als von den Voica angenommen die Auseinandersetzung mit dem Roboter überlebt hat. Oogh at Tarkan und Dao-Lin-H'ay müssen erneut fliehen.

Diesmal machen sie sich auf den Weg zurück zum Sco-ta-ming. Oogh at Tarkan will die Voica außer Gefecht setzen. Er hofft darauf, dann das Sco-ta-ming davon überzeugen zu können, dass die Voica nicht mehr zurechnungsfähig sind. Der Rechner der NARGA SANT ist davon nämlich trotz allem immer noch nicht überzeugt.

Es gelingt Oogh at Tarkan und Dao-Lin-H'ay ihnen von den Voica entgegengeschickten Robotern zu entkommen und zunächst unbemerkt in das Sco-ta-ming vorzudringen. Hier empfangen sie einen Funkspruch Nikki Frickels, die inzwischen auf der Suche nach der NARGA SANT mit der SORONG den Raknor-Nebel erreicht hat. Dao-Lin-H'ay gelingt es, eine kurze Antwort mit den Koordinaten der NARGA SANT zu senden. Dabei wird sie aber von Dara-Ban ertappt, die die anderen Voica zu Hilfe ruft.

Es kommt zum Kampf, den Oogh at Tarkan und Dao-Lin-H'ay Dank des rechtzeitigen Erscheinens der SORONG und dem beherzten Eingreifen von Gucky und Sue-El-K'yon für sich entscheiden können. Die Voica ziehen sich in einen Beiboothangar zurück. Das Sco-ta-ming nimmt von ihnen keine Befehle mehr an.

Dao-Lin-H'ay entschließt sich, mit der NARGA SANT zunächst im Raknor-Nebel zu bleiben. Sie will die Roboter von Ctl zur Unterstützung ihres Volkes einsetzen. Auch will sie nun allen Kartanin die gesamte Wahrheit offenlegen. Sue-El-K'yon lässt sich von Dao-Lin-H'ay davon überzeugen, dass es an der Zeit ist, ihre Reise mit Gucky zu beenden und zu den Kartanin zurückzukehren.

Als die SORONG sich zwei Tage später anschickt, den Raknor-Nebel wieder zu verlassen, gelingt es den siebzehn alten Voica, eines der Beiboote zu starten. Dao-Lin-H'ay lässt dies aus Respekt vor den Wissenden zu. Mit ihren Esper-Fähigkeiten, die wie sie inzwischen weiß bei ihr auch ohne Paratau funktionieren, verfolgt sie den Flug der anderen Wissenden. So erlebt sie mit, wie die alten Kartanin schließlich glücklich darüber, das sie das Ende ihres langen Weges erreicht haben, den Tod finden.

Anmerkungen

  • In PR 1345 wurde angedeutet, die Voica seien echte Esper, die auch ohne Paratau auskommen. Dem wird nun in dem vorliegenden Roman widersprochen. Hier verlieren alle Voica bis auf Dao-Lin-H'ay ihre Fähigkeiten, nachdem das Paratau seine Eigenschaft als Psichogon einbüßt.
  • Die einzige explizite Zeitangabe im Roman bezieht sich auf den Abflug der SORONG von X-DOOR Anfang September (S. 19). Daraus lässt sich schließen, dass die Handlung wohl August/September 447 NGZ angesiedelt ist.
  • Oogh at Tarkan wird mehrfach (z. B. auf S. 54 und S. 55) als »Tarkanin« bezeichnet. Vermutlich handelt es sich hierbei um einen Tippfehler und es sollte »Kartanin« heißen. Vielleicht sollte damit aber auch unterstrichen werden, dass er ein Kartanin aus Tarkan war.
  • Der Roman lässt offen, wie genau die Voica den Tod finden. In PR 1371, S. 23 erfährt man, dass sie sich mit dem Beiboot in die Sonne Ctl gestürzt haben.

Innenillustration