Ketzer der Tazolen

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 1968)
PR1968.jpg
© Pabel-Moewig Verlag KG
Innenillustration
Zyklus: MATERIA
Titel: Ketzer der Tazolen
Untertitel: Eine Reise in die Vergangenheit – und eine Jagd nach Elcoxol
Autor: Susan Schwartz
Titelbildzeichner: Alfred Kelsner
Innenillustrator: Alfred Kelsner (1 x)
Erstmals erschienen: Dienstag, 11. Mai 1999
Hauptpersonen: Vincent Garron, Vil an Desch, Mhogena, Ver to Nisch, Soe ra Lor
Handlungszeitraum: Januar 1291 NGZ
Handlungsort: Chearth
Report:

Ausgabe 304: Irrfahrt durch die Unendlichkeit – die Geschichte des Raumschiffs SOL – (Teil 7)

Computer: Elcoxol
Glossar: Dro ga Dremm / Ernst Ellert / Flares / Gaintanu / HEDU RU GIOR / Icchto / Kauhriom / Nachto / Porrista / Ramsoh / Thuraghur / Voighat / Yponiko / Xion
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Während auf Thagarum Vil an Desch zu seinen Göttern Gaintanu, Icchto, Nachto usw. betet, geschieht bei den Algiotischen Wanderern Bedenkliches. In den Schaltstationen der Planeten Huscoot und Thuraghur, die mit Khauriom ein gleichseitiges Dreieck mit einer Seitenlänge von 1,5 Lichtjahren bilden, erreichen sie eine Erhöhung der Pulsfrequenz Wlaschos auf 15,2373 pro Sekunde. Sofort wechseln drei Sonnenwürmer von Skoghal auf den Neutronenstern Arpako, wo sie Flare-Effekte auslösen.

Myles Kantor, Atlan und Dr. Julio Mangana versuchen, Vincent Garron zur Teilnahme an einem Angriff gegen die beiden Welten zu bewegen. Zum Entsetzen von Tuyula Azyk entzieht sich der Todesmutant diesem Wunsch und kehrt in sein Elysium zurück.

Indessen sucht Mhogena den Tazolen auf, der davon spricht, wieder Oberster Scoctore zu werden. An Desch vergleicht sich mit dem Erneuerer und Aufklärer Ver to Nisch, der auch als Ketzer galt:

Vor 2400 Jahren zog der junge Vertonir, dessen linker Arm verkrüppelt war, auf Tazolar im Hilor-System in der Galaxie Algion die Aufmerksamkeit des Scoctoren Tar ig Pal auf sich, weil er in Gebetstrance in einer alten Form des Tazolischen betete. Er erhielt eine gehobene Ausbildung und wurde als to Nisch zum Scoctoren.

Als solcher bereiste er Ansarubim, einen der beiden Kontinente Tazolars. Er verstand sich als Sprachrohr Theansus, Gott der alten Weisheit, und stieß mit 500 Jahren auf die Reste einer Mauer, die den Kontinent durchzog. Nach 100-jähriger Forschung entdeckte to Nisch eine Höhle mit bis zu 7000 Jahre alten Malereien. Dort fand er auch zwei 1500 Jahre alte Skelette weiblicher Tazolen, die sich innig umarmten. Dazu Aufzeichnungen der einstigen Herrscherin Soe ra Lor, in Alt-Tazolisch verfasst, die von einer matriarchalisch regierten Vergangenheit berichten.

Demnach waren die Frauen in der tazolischen Frühzeit in der Minderheit, auch wenn doppelt so viele Mädchen wie Jungen geboren wurden. Deren Lebenserwartung wurde stark reduziert, weil viele Frauen bei einer Geburt starben. Zu der Zeit verehrten die Tazolen schon Icchto, den Gott des Himmels, Hilor, die Kraft der Wärme, Nachto, Gott des Feuers und Blitzes, Xion, Herr der Nacht und der Schatten usw. Trotz des Matriarchats war die einzige Göttin Ramsoh, zuständig für die Fruchtbarkeit und den Mond. Als deren Inkarnation wurde Syr, die erste weise Frau, betrachtet. Syr wiederum entdeckte, dass die Stoffwechsel fördernde Wirkung der Schlammbäder durch Kräuter und andere Zutaten erhöht wurde. Doch es zeigte sich, dass sich die Lebenserwartung der Frauen im Gegensatz zu den Männern nicht erhöhen ließ. Nach dem Tode Syrs zog ihre Tochter Gev nach Westen ins Landesinnere.

Die Tazolen wurden eines Tages sesshaft und gründeten Städte. Als die Hohepriesterin Isho, eine Nachfahrin Gevs, beschloss, dass Kif der Vater ihrer Kinder sein sollte, erschlug Gor, ihr zweiter Mann, die beiden. Die weise Frau Ifos sorgte dafür, dass Gor am Schandpfahl dem Tod durch Austrocknung preisgegeben wurde. Bestimmte Insekten jedoch verlängerten sein Leben, indem sie abgestorbene Haut entfernten und dem Körper eine Art Öl zuführten. Die Priesterinnen lernten in der Folge, die Myrden zu melken und aus deren Sekret durch Beimengung von Sograstermilch, Gobanblut und anderen pflanzlichen und tierischen Produkten Elcoxol zu bereiten, das den wöchentlichen Bädern beigefügt wurde.

Mehr und mehr Männer lehnten sich gegen die weibliche Vorherrschaft auf. Die Priesterinnen riegelten schließlich ihr Reich durch eine Mauer gegen die Freien Männer ab. Nach Jahrhunderten aber gelang es Herowott, als Frau verkleidet, die Priesterschule zu besuchen. Soe ra Lor enttarnte ihn, er konnte jedoch fliehen. Herowott kehrte mit einem Heer zurück und bot ihr die Ehe und die Zusammenlegung der beiden Reiche an. Soe ra Lor entschloss sich zur freiwilligen Machtübergabe und verschwand mit ihrer Geliebten Vor ri Nas nach Norden zu einem geheimen Unterschlupf. Hier stellte Soe ra Lor ihre Aufzeichnungen fertig. Soe ließ sich mit ihren Aufzeichnungen in einer Höhle einmauern und beging gemeinsam mit ihrer Lebensgefährtin Selbstmord. Die Vorherrschaft der Frauen endete, und das Zeitalter der Unterdrückung begann.

Die Entdeckung von to Nisch schockierte alle anderen Scoctoren derart, dass sie ihn durch Elcoxol-Entzug langsam töteten. Doch to Nisch hatte seine Ergebnisse sicher aufbewahrt und so ließen sich seine Erkenntnisse auf Dauer nicht verheimlichen

Der 5. Bote zeigt sich beeindruckt von der tazolischen Geschichte, und an Desch eröffnet, er habe vor seiner Gefangennahme einen Elcoxol-Vorrat auf Gantusch, dem vierten Planeten des Voighat-Systems und 45 Lichtjahre vom Sonnentresor entfernt, versteckt. Entsprechend startet Dao-Lin-H'ay mit dem VESTA-Kreuzer DOLAMO, Kommandantin Aranda Norrand, aus dem Modul VINAU zu dieser Wasserwelt. Sie wird von Mhogena und an Desch begleitet.

Gantusch war eine Welt der Cartagener, wurde aber von den Algioten verwüstet. Nahe eines Korallenriffes verbarg der Scoctore ein Beiboot, weshalb auch immer. Überlebende Cartagener hatten das Beiboot zwar mehrfach angegriffen, doch den 56 verplombten Elcoxol-Behältern war dabei nichts passiert. Sie werden am 25. Januar 1291 NGZ geborgen, und die DOLAMO kehrt unversehrt nach Thagarum zurück.

Innenillustration