Vil an Desch

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Der Tazole Vil an Desch war Scoctore und Oberbefehlshaber der Algiotischen Wanderer. Da während seiner Geburt ein Gewitter getobt hatte, galt er als Inkarnation des tazolischen Blitzgottes Nachto. Der Kindername Vil an Deschs war »Vilandos«.

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Heft: PR 1969
© Heinrich Bauer Verlag KG
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Ronald Tekener, Vil an Desch,
Ganzetta

Heft: PR 1967 – Innenillustration
© Heinrich Bauer Verlag KG

Erscheinungsbild

Er war 1,62 m groß und wie alle Tazolen hager. Sein Schädel war, dem tazolischen Schönheitsideal entsprechend, nach hinten ausladend. Als er noch ein Kind und seine Knochen noch weich waren, wurde sein Kopf mit enggeschnürten Bändern in diese Form gepresst. (PR 1968)

Charakterisierung

Vil an Desch hielt sich tatsächlich für die Inkarnation Nachtos und forderte deswegen von allen Hochachtung und Gehorsam. Aus diesem Selbstbewusstsein heraus begründete sich seine Aura der Autorität. (PR 1958)

Geschichte

Kindheit

Vilandos wurde etwa 390 NGZ als Kind von armen Bauern auf der Pionierwelt Ruegor geboren. In der Nacht seiner Geburt tobte ein Sturm und seine Mutter starb bei der Geburt. Deswegen hielt ihn sein Vater für eine Inkarnation des Gottes Nachto. Gemäß dem Wunsch seiner Mutter hätte Vilandos eine religiöse Erziehung in einem Kloster erhalten müssen. Das berühmte Clannach-Kloster nahm aber schon lange keine Findelkinder mehr auf, zu groß war der Andrang. Deswegen kratzte Vilandos' Vater seine letzten Ersparnisse zusammen und brachte das Kind zur Riintonischen Mission auf Jangrun. Dort setzte er ihn vor der Mission aus und ging wieder. In Vilandos Körbchen befand sich ein Tonband mit der Botschaft: »Ich heiße Vilandos, ich bin eine Inkarnation des Nachto und verdiene eine strenge religiöse Erziehung.« (PR 1969)

Vilandos wurde von Bruder Gondanar großgezogen. Dieser achtete auf eine strenge, traditionsgemäße Erziehung. Vilandos bewies schon sehr früh großes Verständnis für die Religion und sein Geschick in Diskussionen. (PR 1969)

Als Spielgefährten hatte Vilandos nur die einheimischen Jangruner-Kinder, die ihm aber vorsichtig begegneten. Eines Tages fragte ein Jangruner-Mädchen, wie die Götter denn entscheiden würden, dass die Tazolen das auserwählte Volk wären. Vilandos war verunsichert und erklärte, die Besonderheiten wären innerlich. Das Mädchen forderte einen Beweis und daraufhin begann Vilandos, sie mit einem Messer aufzuschneiden. Er hörte erst auf, als die herbeigeeilten Jangruner-Erwachsenen ihn aufhielten. (PR 1969)

Bei dem Prozess führte der Missionsvorsteher Morfantinos den Vorsitz. Vilandos legte in seinem Plädoyer dar, nur auf eine religiöse Frage reagiert zu haben. Und er hätte auch den Unterschied zwischen den Tazolen und Jangrunern gefunden: Jangrunisches Blut ist grün, die Farbe der Verdammnis, tazolisches Blut dagegen rot. Die Jangruner seien damit ewig Verdammte. Morfantinos urteilte, Vilandos hätte nach religiösen Richtlinien gehandelt und dabei wichtige Erkenntnisse gewonnen. Er war frei, bei den Jangrunern galt er von da an aber als Monster. (PR 1969)

Im Alter von 13 Jahren erhielt Vilandos sein erstes Elcoxol-Bad. (PR 1969)

Ohne Kontakt mit den Jangrunern und ohne eine Aufgabe als dem Studieren alter Schriften, begann Vilandos sich zu langweilen. Er wollte unbedingt in die Welt hinausziehen und an der Seite der anderen Tazolen den Glauben verbreiten. (PR 1969)

Missionar

Im Alter von 20 Jahren wurde Vilandos als Pashanga, ein Geistlicher untersten Ranges, zur Prokiden-Welt Kylenad geschickt. Die Tazolen versuchten gerade den Planeten zu erobern und die Prokiden gewaltsam zu bekehren. Dies erwies sich wegen des Wüstenklimas als nahezu unmöglich für die feuchtigkeitsliebenden Tazolen. (PR 1969)

Vilandos wurde zuerst an einer Artillerie-Stellung und dann in den hinteren Infanterie-Reihen eingesetzt. Bei einer besonders blutigen Schlacht stolperte er über einen tödlich verwundeten Prokiden: Er blutete rot! Die Prokiden waren also keine Verdammten, sondern konnten errettet werden, wenn sie nur den Glauben annehmen würden. Vilandos unterhielt sich mit kriegsgefangenen Prokiden, um mehr über ihre Mentalität zu erfahren. Einer stellte ihm eine wichtige Frage: (Zitat) »[...] Wenn unser eigener Gott bloß ein Götze sein soll, nenne mir einen Gott aus eurem Pantheon, der für uns Prokiden zuständig sein soll. [...]« (PR 1969)

Vilandos fand erst nach langer Überlegung eine Lösung, an der längst gearbeitet wurde. Tarimuhe, der Gott der Irrtümer, sollte der Gott der »verirrten« Prokiden sein und einige Tazolen waren bereits dabei, dies den Prokiden darzulegen. Vilandos fand es nur logisch, anzunehmen, dass die tazolischen Götter auch für andere Völker zuständig waren. (PR 1969)

In den folgenden Jahrzehnten war Vilandos noch auf vielen anderen Planeten tätig. Als Carista bekämpfte er auf Vooga die Götzen der Ruenderer. Als Rogore, im Alter von etwa 100 Jahren, versuchte er die Zyteker zu bekehren, was aber misslang. Er versuchte es, indem er das Pantheon der Tazolen an das kleinere Pantheon der Zyteker anglich, aber auch dies wollten sie nicht akzeptieren. So blieb nur eine militärische Lösung. (PR 1969)

Schließlich gab es von den obersten Scoctoren ausgehend eine Kampagne, Grün von der Farbe der Verdammnis zur Farbe der Fruchtbarkeit umzudeuten. Der Höhepunkt dieser Kampagne war, als Vilandos sich beim Volk der Jangruner entschuldigte. Er tat es aber nur um den Glauben zu verbreiten, nicht aus Schuldgefühl. (PR 1969)

Im Alter von 200 Jahren, also etwa 590 NGZ, wurde Vilandos die Scoctorenwürde angeboten, aber er lehnte ab. Auch das Angebot, mit nach Yeguenol zu fliegen, um Gaintanu zu befreien, lehnte er ab. Er hätte hier in Algion eine Aufgabe. (PR 1969)

Erst nachdem mit den Oschongen der letzte ernsthafte Gegner in Algion besiegt war, nahm Vilandos die Scoctorenwürde an und wurde zu Vil an Desch. (PR 1969)

Scoctore

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Mhogena und Vil an Desch
Heft: PR 1969 – Innenillustration
© Heinrich Bauer Verlag KG

Als Scoctore stieg Vil an Desch schnell zu hohen würden auf. Er beschäftigte sich hauptsächlich mit dem Gott Gaintanu und wurde ein starker Befürworter des Projekts, ihn mittels einer Kampfflotte zu befreien.

Vil an Desch erlebte auch 1271 NGZ das Erscheinen des vermeintlichen Gottes Xion (Shabazza) mit.

Als der Oberbefehlshaber der Algiotischen Wanderer, der Scoctore Nan er Ovan, starb, übernahm Vil an Desch das Amt. (PR 1968)

Als kühle Reserve für sich selbst, versteckte Vil an Desch auf Gantusch einen großen Vorrat Elcoxol. (PR 1968)

Im November 1290 NGZ war Vil an Desch der Befehlshaber der Algiotischen Wanderer in Chearth. Seine Aufgabe war die Öffnung des Sonnentresors, um die vermeintlich darin gefangene Gottheit Gaintanu zu befreien. Als ein Team bestehend aus Galaktikern, Gharrern und Wlatschiden zunächst die Kontrollstation des Sonnentresors auf Thagarum eroberte, konnte an Desch zum Pilzdom auf Thagarum fliehen. (PR 1955)

Als das Einsatzteam auch den Pilzdom zurückeroberte, fiel Vil an Desch ihnen in die Hände. Es gelang Mhogena, mittels Psi-Reflektion die Aggression an Deschs zu durchbrechen. Vil an Desch glaubte nun, dass der Sonnentresor die Sonnenwürmer enthielt und nicht das Gefängnis des Gottes Gaintanu war. Der Gott Xion hatte sich geirrt. (PR 1957, PR 1958)

In den Wochen der Gefangenschaft starb er fast an Elcoxol-Entzug. Mit ein paar Myrden konnte ihm einmalig geholfen werden. Anschließend erklärte er sich bereit, sich für Reden zur Verfügung zu stellen, mit denen die Algiotischen Wanderer zur Umkehr überredet werden sollten. (PR 1966, PR 1967)

Im Januar 1291 NGZ bot der neue Oberbefehlshaber Dro ga Dremm Verhandlungen an Bord seines Elcoxol-Schiffes an. Die Galaktiker mussten darauf eingehen, denn Vil an Desch benötigte wieder Elcoxol. So ging ein 30-köpfiges Einsatzkommando mit Vil an Desch an Bord. Dro ga Dremm erklärte, vor den Verhandlungen käme ein rituelles Elcoxol-Bad. Es war kaum beendet, als er Vil an Desch zu töten versuchte. Er sollte wie ein Scoctore sterben und nicht wie ein »sabbernder Idiot«. Die Galaktiker retteten ihn knapp und setzten sich dann über einen mitgebrachten Transmitter ab. Vil an Desch war entsetzt über die Frechheit, ihn töten zu wollen. (PR 1967)

Durch das Elcoxol-Bad war Vil an Desch wieder gestärkt, machte jedoch klar, dass er regelmäßig mit der Droge versorgt werden müsse. Er eröffnete, er habe vor seiner Gefangennahme einen Elcoxol-Vorrat auf Gantusch versteckt. Der Vorrat konnte geborgen werden und die Versorgung von Vil an Desch mit Elcoxol war zunächst sicher gestellt. Während der Mission erzählte er die Geschichte des »Ketzers« Ver to Nisch. (PR 1968)

Auf der MERLIN wurde Vil an Desch ein Elcoxolbad eingerichtet und zufrieden berichtete er weiter von der Entwicklung seines Volkes. (PR 1969)

Als der Kommandant der MERLIN, Kalle Esprot, Vil an Desch aufforderte einigen mitgefangenen Tazolen sein Elcoxolbad zur Verfügung zu stellen, lehnte dieser rigoros ab. Vincent Garron, dessen Parafähigkeiten langsam wieder erwachten, beeinflusste daraufhin eigenmächtig den Scoctoren. Sofort zeigte sich an Desch mitleidsvoll und gab von seinem Elcoxol ab. Als er versuchte, seine Artgenossen von der Existenz der Guan a Var zu überzeugen und die Existenz der tazolischen Götter infrage stellte, wurde er angegriffen. Kalle Esprot konnte an Desch in letzter Sekunde retten. (PR 1984)

Am 17. April 1291 NGZ wurde der Netz-Neutralisators (Ne-Ne), der die algiotischen Psi-Reflektornetze neutralisieren sollte, fertiggestellt. Als Testgebiet wurde der Planet Lynkor im Vhaust-System gewählt. Hier hatten die Algioten ein Missionierungszentrum errichtet, um die ansässigen Wlatschiden zu ihrer Religion zu bekehren. Der Ne-Ne-Werfer schleuderte 60 Sender in einen Wikipedia-logo.pngOrbit um Lynkor. Gemeinsam setzten die anwesenden Gharrer ihre psi-reflektorischen Kräfte ein – und die Algioten hießen die Chearther willkommen und bekundeten, dass sie sich auf einem Irrweg befunden hatten. Die Wlatschiden jedoch, die in ihrem neuen Glauben an Algions Götter gefangen waren, bekämpften sich gegenseitig. Sowohl die Algioten als auch die Wlatschiden unterwarfen sich Vil an Desch und die Lage war unter Kontrolle. (PR 1990)

Als der Scoctore Corr re Venth zu der Erkenntnis kam, dass Dro ga Dremm nicht mehr primär an der Befreiung Gaintanus, sondern nur an der Eroberung Chearths interessiert war, setzte er auf Verhandlungen, um Vil an Desch frei zu bekommen. Gegen die Freilassung von Vil anDesch bot re Venth den Galaktikern an, mit seiner Flotte Chearth zu verlassen und so viele algiotische Schiffe wie möglich mitzunehmen. Der Handel kam zustande und ein Großteil der algiotischen Flotte schloss sich Corr re Venth und Vil an Desch an. (PR 1996, PR 1997)

Quellen

PR 1955, PR 1957, PR 1958, PR 1966, PR 1967, PR 1968, PR 1969, PR 1984, PR 1990, PR 1996, PR 1997