Wachfort Skarabäus

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Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 974)
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© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Zyklus: Die Kosmischen Burgen
Titel: Wachfort Skarabäus
Untertitel: Der Kampf der „Garbeschianer“ entbrennt – die Orbiter sind Zeugen
Autor: H. G. Francis
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Themistokles Kanellakis (2 x)
Erstmals erschienen: 1980
Hauptpersonen: Julian Tifflor, Jen Salik, Hargus Clarnd, Quiryleinen, Ingor Wells
Handlungszeitraum: Mitte September 3587
Handlungsort: Terra
Lexikon: Kobold / Modulations-Reflektor / Observer-I
Zusätzliche Formate: E-Book, enthalten in Silberband 115

Handlung

Die menschliche Besatzung des Wachforts SKARABÄUS steckt in der Klemme. Sie haben die Hauptpositronik und die 8000 Roboter in menschlicher Maske, die in dem Wachfort gelagert waren, zu Feinden der Menschen umprogrammiert, aber dann konnten sie sich nicht mehr rechtzeitig absetzen. Die kleine Gruppe um den Kommandanten Hargus Clarnd hat sich in dem leeren Lagerraum 12 versammelt, und besonders der Schwachstromtechniker Raylor Gust ist äußerst besorgt.

Hargus Clarnd hat diesen Lagerraum nicht ohne Grund ausgesucht: Während der Konzilsherrschaft hat er einen Einsatz geleitet, in dem annähernd perfekte Robotermasken benutzt wurden. Seitdem wird Hargus Clarnd von vielen »Der Eiserne« genannt. Und die Robotermasken befinden sich im Lagerraum 28 – genau unter dem Lagerraum 12. So schnell es geht, schafft die Gruppe mit Desintegratoren eine Öffnung durch den Boden zum Lagerraum 28 und beseitigt alle Spuren. Raylor Gust macht Schwierigkeiten. Er ist anscheinend der Lage nicht gewachsen.

Die Robotermasken werden gefunden, und alle legen ihre schweren Masken an, die zum Glück mit Antigrav ausgestattet sind. Gerade als Hargus Clarnd als letzter seinen Helm aufsetzen will, tritt ein Roboter in menschlicher Maske in den Lagerraum ein. Raylor Gust verliert beinahe das Gleichgewicht, was sie alle verraten hätte, doch Hargus Clarnd kann ihn gerade noch auffangen und dann im letzten Moment seinen Helm aufsetzen. Der Roboter entlarvt sie nicht.

Zur gleichen Zeit diskutieren Julian Tifflor und Jen Salik die Situation auf SKARABÄUS. Sie schicken eine Space-Jet mit Roboterbesatzung los, um der Besatzung zu helfen. Dann beginnt eine Parlamentssitzung, auf der Tifflor seines Amtes enthoben werden soll.

Clarnd und die Programmierspezialistin Sue Annelois brechen zur Zentrale von SKARABÄUS auf, um einen Funkspruch nach Imperium-Alpha abzusetzen. Das gelingt dank ihrer ausgezeichneten Masken, und dann geht es weiter zu der gerade angekommenen Space-Jet, wo sie eine Nachricht von der Erde lesen können, und schließlich gehen sie zurück nach Lagerhalle 28. Clarnds neuer Plan: Die Space-Jet mit Robotbesatzung soll benutzt werden, um von dem Wachfort zu entkommen.

Julian Tifflor weiß nun, dass die Umprogrammierung der Roboter auf SKARABÄUS gelungen ist, ruft Quiryleinen an und teilt ihm Jen Saliks Geschichte mit: Die Garbeschianer, so sagt er, haben sich in zwei Gruppen geteilt: Die traditionellen Garbeschianer, die immer noch Tod und Schrecken in der Galaxis verbreiten wollen, und die »guten« Garbeschianer, wie die, die auf der Erde leben. Eine Gruppe der »bösen« Garbeschianer soll sich im Solsystem befinden, und zwar eben auf dem Wachfort SKARABÄUS, und Tifflor bietet an, sie zu vernichten. Quiryleinen stimmt zu; er will aber genau überprüfen, was vorgeht – genau wie von Jen Salik geplant.

Im Parlament gilt Helen Reijsbergen praktisch schon als Abstimmungssiegerin. Sie verlangt, dass Tifflor seinen Plan aufgibt, weil jedes Raumschiff für die Evakuierung der Erde gebraucht wird. Tifflor ist nicht bereit nachzugeben. Helen Reijsbergen hat damit ein Problem: Sie hat keine Ahnung, wie sie die von Tifflor geschaffene Situation korrigieren kann, nachdem sie die Wahl gewinnt. Andererseits kann sie den streng geheimen Plan auch nicht verraten. Ihre Rede im Parlament, die zur Absetzung Tifflors führen soll, kommt daher auch nicht gut an.

Der Angriff auf SKARABÄUS erfolgt wie geplant. Zuerst gelingt es SKARABÄUS, einige angreifende Schiffe zu vernichten – allesamt Schiffe mit Robotbesatzung, die bewusst geopfert werden, damit der Kampf echt aussieht, doch bald wird die Station schwer angeschlagen. Dann bemerkt Clarnd, dass es eine Kampfpause gibt. Diese Pause benutzt die menschliche Besatzung, um zerstörte Roboter zu beseitigen, die als Roboter erkennbar sind. Der Grund für die Kampfpause: Quiryleinen hat die Station angerufen und mit ihrer Vernichtung gedroht, falls sie nicht jede Kampfhandlung einstellt, und die Hauptpositronik hat nachgegeben und gleichzeitig mit Reparaturen begonnen. Ein Schiff der Orbiter legt an der Station an. Dann verschwindet Raylor Gust. Statt zu sterben, will er zu den Orbitern und den Plan der Menschen verraten. Hargus Clarnd folgt ihm zum Schiff der Orbiter, doch er wird von dem Orbiter Ingor Wells aufgehalten. Wells schaut sich an Bord des Wachforts um und entdeckt etliche wie menschliche Leichen aussehende Roboter. Doch seine Nerven sind nicht gut genug, sich die Körper genauer anzusehen. Kurz bevor er in sein Schiff zurückkehren kann, findet Raylor Gust ihn. Doch bevor er seinen Verrat ausführen kann, beginnt Hargus Clarnd einfach, Raylor Gust zu verprügeln. Ingor Wells hält das für ganz normales Verhalten von Garbeschianern und schöpft keinen Verdacht. Die Orbiter fliegen ab.

Der Waffenstillstand ist beendet, das Wachfort wird weiter beschossen und erhält weitere Zerstörungen, doch die Space-Jet ist von einem Traktorfeld gefangen. Die Angreifer müssen das Wachfort nun bald zerstören, sonst sieht der Kampf nicht echt aus. Um der Besatzung eine letzte Chance zur Flucht zu geben, geben die Angreifer den »Garbeschianern« fünf Minuten zur Kapitulation. Die Hauptpositronik fühlt sich nicht angesprochen, weil sie von Garbeschianern nichts weiß. Zwölf Sekunden vor Ablauf des Ultimatums können die überlebenden Besatzungsmitglieder fliehen, zwölf Sekunden später wird die Station restlos zerstört.

Im Parlament will der Politiker Hernan Heigh Frau Reijsbergen dazu bringen, Tifflors Plan öffentlich zu machen. Das ist ein Fehler. Als es zur Abstimmung kommt, stimmen drei der von Hernan Heigh bestochenen und erpressten Parlamentarier für Julian Tifflor, der mit einer Stimme Mehrheit im Amt bleibt.

Quiryleinen ist von den Vorgängen um das Fort beeindruckt. Ingor Wells teilt ihm mit, dass der Kampf eindeutig echt war. Noch einmal sollen einige Garbeschianer untersucht werden. Diesmal sucht Jen Salik die Menschen aus, die untersucht werden: Runny Yok Gillison, Alfred Trailcoat und einige andere, alles Menschen, die zwar keine Heiligen sind, aber im Grunde ordentliche Menschen sind: Die perfekten geläuterten Garbeschianer. Das Ultimatum der Orbiter wird um 30 Tage verlängert.

Innenillustrationen