Der getäuschte Celista

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Überblick
Serie: Perry Rhodan Neo (Band 382)
Neo382.jpg
© Heinrich Bauer Verlag KG
Zyklus: Artefakte
Titel: Der getäuschte Celista
Autor: Ruben Wickenhäuser
Titelbildzeichner: Dirk Schulz / Horst Gotta
Erstmals erschienen: Freitag, 8. Mai 2026
Handlungszeitraum:    ... todo ...
Handlungsort:    ... todo ...
Zusätzliche Formate: E-Book, Hörbuch
Leseprobe: Leseprobe.png © Heinrich Bauer Verlag KG
Hörprobe: Hörprobe.png © Eins A Medien GmbH, Köln

Kurz­zusammen­fassung

Thora begibt sich nach Arkon, um nach Spuren der geheimnisvollen Flotte, die die TERRANIA II bei Palo umstellt hat, weiters nach den arkonidischen Wissenschaftlern, auf die sie im Ganulon der Kelosker gestoßen ist, und nach den Schuldigen des Massakers an der Mehandor-Karawane zu forschen. Dabei ist ihr Kontakt zum Präsidenten der Kristallrepublik, Varek Tolgan sehr hilfreich, der ihr seinen Berater Pero Yulaf, der Throa allerdings wegen ihrer Zugehörigkeit zum Adel verachtet, als Unterstützung zuteilt. Die Liefer- und Produktionsausfälle in der Republik werden durch die Mehandor zu sehr entgegenkommenden Preisen ausgeglichen, was für die Mehandor eher ungewöhnlich ist. Thora bekommt sogar Kontakt zum Haus der Kelche, der Vereinigung der Adelshäuser. Letztlich wird sie bei ihrer Ermittlungstätigkeit auf das Taschalon-System aufmerksam. Als sie zusammen mit Yulaf dorthin vorstoßen will, geraten sie in abweichende Verhältnisse des Raumes, sodass ihre Leka-Disk nicht mehr weiter kann, sie aber auch jede Orientierung verloren haben und so den Rückweg nicht mehr finden. Aus dieser aussichtslosen Situation werden sie von Dao-Lin-H'ay per distanzlosem Schritt gerettet.

Handlung

Menzun da Orcast betritt den Aller Khasurn, wie der Kristallpalast nun in den neuen Zeiten der Republik Arkon genannt wird, in dem die einstige Pracht durch banale Hologrammdekoration und billige Möbel ersetzt wurde. Er trägt die Kleidung eines Angehörigen des Hochadels, im Gegensatz zur lockeren Kleidung der anderen Besucher. Als ein Wachroboter plötzlich um sich schießt, wirft er drei Essoya zu Boden und bringt sie in Sicherheit. Sein Ziel ist der Lesesaal des Zentralspeichers, dort hofft er, belastendes Material gegen Varek Tolgan, den Präsidenten der Republik zu finden. Es ist dem Adel erfolgreich gelungen, die Warenwege innerhalb der Republik zu stören, doch nun sind die Mehandor eingesprungen und gleichen den Mangel zu vernünftigen Preisen aus. Was kann der Grund für eine derart atypische Freigiebigkeit sein, welches Geschäft hat Tolgan mit ihnen gemacht? Die Kennung, die man für einen Zugriff zu derartigen Informationen benötigt, hat Menzuns Organisation von einer Beamtin mit einer Schwäche für exquisite Weine und historische Gleitermodelle erhalten, Menzun gibt die Kennung ein und versucht sich einen Überblick über die aufscheinenden Warenströme zu verschaffen. Plötzlich betritt Pero Yulaf, der Sonderbeauftragte und Berater des Präsidenten und sein Ein-Mann-Geheimdienst, den Lesesaal betritt. Menzun ist klar, dass er sofort abbrechen und fliehen muss.

Thora spricht bei Varek Tolgan vor, zu dem sie ein gutes Verhältnis hat. Sie berichtet über die Begegnung mit der Geisterflotte, die als Teil der arkonidischen Flotte auftritt, obwohl sie nicht dazu gehört, dabei über mindestens 18 Schiffe verfügt, über die Begegnung mit arkonidischen Hyperphysikern im Granulon der Kelosker, und über das Massaker an dem Konvoi der Mehandor, das offenbar von arkonidischen Schiffen ausgeführt wurde. Tolgan hält diese Vorfälle für bedeutend, ruft seinen Berater Pero Yulaf und gibt ihm den Auftrag, Thora bei ihren Nachforschungen zu unterstützen.

Yulaf ist über den Auftrag nicht erfreut und hat vom ersten Augenblick eine Abneigung gegen Thora, weil sie zum Adel gehört. Trotzdem sucht er mit ihr das Zentralarchiv auf, wo er auf Menzun trifft, der aber entkommen kann. Eine Idee ist, dass die Geisterflotte in einer der offiziellen Werften heimlich erzeugt wurde. Yulaf und Thora besuchen daher einen Werftplanetoiden, der vom Kom'athor da Tai-Katsu geleitet wird. Der ist über die Idee, man könne heimlich zusätzliche Raumschiffe für eine Adelsfraktion produzieren, verärgert, weil er enorme Probleme hat, seine offiziellen Aufträge zu erfüllen. Diese Probleme werden nicht durch eingeschränkte Kapazitäten der Werft erzeugt, sondern durch die Zulieferung. Die wesentlichen Komponenten für den Zusammenbau eines Raumschiffes werden nachverfolgt, nicht aber Nebenkomponentetn, zB. irgendwelche Paneele, die aber ebenso notwendig sind. Und dadurch kommt es zu Verzögerungen.

Menzun trifft auf Mas'Mon ein und erstattet seinem Vorgesetzten Evko da Ordoba Bericht. Dieser meint, Menzun hätte versagt, was für seine Karriere nicht gut sei. Menzun hat aber mitbekommen, dass Thora nach einer Geisterflotte sucht, und fragt Evko, ob diese vom Haus der Kelche, also dem alten Adel, aufgestellt wurde. Evko ist beunruhigt, eine dritte Partei, zwischen der Republik und dem Haus der Kelche, wäre beunruhigend, und Menzun bietet sich an, Thora zu überwachen, ob sie etwas herausfindet.

Thora muss sich einen Auftrag von Präsident Tolgan holen, damit Pero bereit ist, die Suche nach verschwunden Hyperphysikern aufzunehmen. Die Physiker, die die Thora im Granulon getroffen hat, sind nicht verschwunden, sondern noch da, waren aber nie im Granulon. Also wurden dort falsche Namen verwendet. Aber es sind tatsächlich Wissenschaftler verschwunden, darunter die Hyperphysikerin Selera Kerlan. Pero und Thora suchen Cel Kerlan, ihren Ehegatten auf, der ihr Verschwinden gemeldet hat. Nach ihrem Verschwinden kam ein Trupp mit Ausweisen von ihrem Institut, hat die Wohnung durchsucht und alle Datenkristalle mitgenommen, auch solche, die an sich ihm gehörten. Danach befragen sie eine Nachbarin, eine ältere Dame, die beobachtet hat, dass Selera, bevor sie verschwunden ist, immer wieder Besuch hatte, immer wenn ihr Mann nicht zu Hause war, und am Tag ihres Verschwindens von einem Gleiter altmodischer Bauart abgeholt wurde, dessen Typ sie genaus sagen kann. Als sie den Wohntrichter verlassen, will sich Pero bei der städtischen Verkehrsüberwachung nach dem Gleiter erkundigen, als plötzlich aus mehreren Eingängen umliegender Gebäude Arkoniden auf sie zugehen und sie angreifen. Pero ist schnell außer Gefecht gesetzt, doch auch Thora hätte auf Dauer nicht durchgehalten, wenn nicht plötzlich ein junger Arkonide mit kraftverstärkender Ausrüstung aus der Höher herabgesprungen und in den Kampf eingegriffen hätte. So rettet Menzun da Orcast Thora und Pero. Thora verfolgt die beiden letzten Angreifer, die in eine Sackgasse spurlos verschwinden, und dann erfahren sie, dass auch die von Menzun ausgeschalteten Angreifer, die von der Stadtpolizei eingesammelt wurden, aus deren Gewahrsam verschwunden sind. Pero erkennt in Menzun seinen Widersacher im Zentralarchiv, doch Menzun meint, er wolle doch nicht den Mann verhaften lassen, der ihm gerade das Leben gerettet habe.

Danach lässt Pero seine Verbindungen in die Bürokratie spielen, und so kommen sie sogar an den Kompetenzkreis, das höchsten Regierungsgremium der Republik, heran. Zuerst befragen sie den Ökonomiekurator des Kompetenzkreises, Haremon da Zoltral, der keine Finanzabflüsse identifizieren kann, die für die Ausrüstung der Geisterflotte notwendig wären und sie hinsichtlich der verschwundenen Wissenschaftlerin an die Primarchin der Wissenschaft Seralya Mirkath verweist, diese verweist sie an den Kommandanten Zereth Tal'Mordun, der für die Flotte zuständig ist, und dem die Idee, die Granuolen könnten sich öffnen, sehr beunruhigt ist. Er verweist sie weiter an den Vorsitzenden des Kontrollkreises, Arkon da Telsarym, der sie für Detailfragen zu Mecera Lythraan, die Auditrix der Staatmechanismen weiterschickt, die sie wiederum an Dareth Yon'Kal, den Evaluator der Makrostrategie weiterreicht. Danach sind sie mit dem Kontrollkreis durch, und es ist klar, dass sie eine andere Strategie benötigen. Thora will sich ans Haus der Kelche wenden. In Friedenszeiten spielt der Adel das Spiel der Kelche, bei dem sie sich gegenseitig umbringen, doch in Zeiten der Not, zum Beispiel jetzt, wo eine Republik ausgerufen wurde, schließen sie sich zum Haus der Kelche zusammen, um geschlossen dem gemeinsamen Feind entgegenzutreten. Und Thora macht Pero klar, dass sie ihn dorthin nicht mitnehmen kann und auch in keinem Fall über das berichten kann, was sie dort erlebt, denn dann wäre sie eine Verräterin, hätte keinerlei Kontakte mehr und sogar Attentäter auf den Fersen, die sie umbringen würden.

Der Weg zum Haus der Kelche kann nur über ihren eigen Khasurn führen. Und so spricht Thora mit Menzun bei Efkor da Zoltral vor, dem derzeitigen Oberhaupt des Hauses da Zoltral. Dieser befürchtet, dass Thora ihm seine Position streitig machen könnte und lehnt ihre Bitte ab. Daraufhin wendet sich Thora an Valara da Orbanaschol, die Vorsitzende des Erbkreises, und will als letzte Überlebende das Haus da Gonozal im Haus der Kelche repräsentieren. Sie kann nachweisen, dass Charron da Gonozal sie adoptiert hat, wird schließlich nach Mas'Mon mitgenommen und kann in der Versammlung des Hauses der Kelche sprechen. Zuerst gibt es eine Diskussion, da nur die Erste Sprecherin über die Tagesordnung entscheiden darf. Die erste Sprecherin ist die Älteste, und weil Thora vor über 300 Jahren geboren wurde, könnte eigentlich sie die Älteste sein. Doch sie ist bereit, auf diesen Status zu verzichten, wenn man ihr zugesteht, wann immer sie es will ihr Themen zu bringen. Und dann bekommt sie die Genehmigung, das Tha'Vay-Khelor-Archiv des Hauses der Kelche zu benutzen. Dabei muss sie Menzun begleiten.

Das Archiv gewährt Thora erst Zutritt, als es ihren Extrasinn feststellt. Und dann kommuniziert es aktiv mit dem Logiksektor. Es teilt sich ihr nicht mit Worten mit, sondern lässt sie die Auskünfte als innere Mentalprojektion erleben. Dabei ermöglicht ihr der Extrasinn, Resonanzfelder wahrzunehmen, die Personen ohne aktivierten Logiksektor verborgen bleiben. Ihr wird klar, dass die Schwierigkeiten in der Republik, der Dienst nach Vorschrift, die fehlgeleiteten Lieferungen etc. auf den Adel zurückzuführen sind. Sie ist auch gezwungen, diese Erkenntnisse auszusprechen. Das ist der Grund, dass jeder, der im Tha'Vay-Khelor-Archiv forscht, einen Begleiter dabeihaben muss, dass die anderen Khasurne Kontrolle darüber haben, was derjenige herausfindet. Doch Menzun hört gar nicht zu, sondern fragt ein eigenes Anliegen nach: Warum hat das Archiv mehrmals nach der Abstammung von Thora gefragt? Und er erfährt, dass sie nicht nur von Charron da Gonozal, sondern auch von Crest adoptiert wurde und eigentlich eine Essoya war. Die Abstammung, die Blutlinie ist für Menzun der Anker seiner Existenz. Plötzlich meint er, dass Thora sie alle betrogen hat und er die Verantwortung trägt, weil er sie in das Haus der Kelche eingeführt hat. Thora findet keine Hinweise auf eine Verschwörung der Mehandor oder die Geisterflotte, doch als sie das Archiv verlässt, hält ihr Menzun vor, dass sie eine Hochstaplerin sei. Und dann greift er an.

Yulaf hat inzwischen versucht, mit seiner Assistentin Celis'Eyr die Aktivitäten der Mehandor zu durchleuchten. Er lässt sich eine Karte der Republik projizieren, und legt eine Darstellung der Dichte der Meldungen darüber, die die Mehandor über ihre Aktivitäten hinterlegen. Dabei ergeben sich Bereiche mit hoher Meldungsdichte, aber auch solche, aus denen überhaupt nichts kommt, blinde Flecken. Er beschließt, sich diese Flecken anzusehen, und muss dafür ein Raumschiff requirieren. Es macht ihm ein besonderes Vergnügen, dabei die Leka-Disk von Thora, von der er sich gedemütigt fühlt, auszuwählen. Thora hat Menzun eigentlich gemocht und wird von seinem plötzlichen Hass vollkommen überrascht. Sie flieht zum Raumhafen, um sich dort mit ihrer Leka-Disk aus dem Staub zu machen, mit Menzun dicht auf den Fersen. Dass ihr Schiff nicht mehr da ist, kommt für sie vollkommen überraschend. Sie schickt einen Funkspruch ab, in dem sie dem Dieb eine ordentliche Belohnung verspricht, wenn er ihr die Disk sofort zurückbringt. Dann meldet sich Pero Yulaf höhnisch, dass er das Schiff ordnungsgemäß requiriert hat. Thora gibt durch, dass ihr Leben in Gefahr ist, Menzun sie töten will, und weil Pero, der gegen den Adel generell Vorbehalte hat, Menzun noch mehr hasst als Thora, rettet er sie. Menzun nimmt sofort die Verfolgung auf, schafft es sogar, ihnen bei der ersten Transition zu folgen, doch nach der zweiten verliert er ihre Spur.

Nachdem sie an Bord ihrer Disk ist, zieht Thora das Kommando wieder an sich. Peor zeigt ihr die Karte mit den blinden Flecken, Thora legt aus der Erinnerung des Extrasinnes die Mehandor-Routen, die sie aus dem Tha'Vay-Khelor-Archiv entnommen hat, darüber, und dabei fällt auf, dass es einen Bereich gibt, aus dem nicht nur keine Meldungen kommen, sondern in den auch keine offiziellen Mehandor-Routen hineinführen. Dieser Bereich ist das Taschalon-System, in dem sich ein einzelner Planet, Zhalur'Kamon befindet, was man nur aus älteren Datensätzen weiß. So springen sie dorthin, um nachzusehen.

Sie werden von einer Funkboje der Mehandor empfangen, die sie vor auffordert, sich dem System fernzuhalten. Dann nimmt sogar eine Walze der Mehandor mit ihnen Kontakt auf und fordert sie auf, abzudrehen. Trotzdem fliegen Thora und Yulaf weiter, bemerken dann aber, dass sich die Raum-Zeit verändert und sie nicht mehr weiterkommen. Thora will umkehren, bemerkt aber plötzlich, dass sie nicht mehr feststellen kann, in welche Richtung es zurück geht. Es bleibt ihnen nur übrig einen Notruf auszusenden. Und der wir ausgerechnet von Menzun aufgefangen.

Menzun springt in die Nähe des Systems, sein Auftauchen zeigt Throa die Richtung, in die sie die Leka-Disk steuern muss. Als sie sich Menzuns Schiff nähern, gibt er sich zu erkennen und kündigt der verhassten Essoya ihr Ende an. Seine Waffen sind bereits aktiviert, Thora versucht verzweifelt, die Waffen der Leka-Disk auch hochzufahren, als plötzlich Dao-Lin-H'ay per distanzlosem Schritt erscheint. Sie warnt Thora, keinesfalls auszulösen und nimmt sie und Pero Yulaf auf einem weiteren Schritt mit aus der Gefahrenzone. Vorher schicken die drei eine Warnung an Menzun, er ignoriert sie und schießt. Der Energiestrahl zerfasert, einige Fasern kehren zu seine Schiff zurück, andere hüllen die Disk ein, er sieht Thoras Disk zerplatzen und stirbt mit der Genugtuung, die verhasste Essoya und Betrügerin getötet zu haben.