Der Todestest (Atlan 676)

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Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit dem Atlan-Heftroman Nr. 676 von Peter Terrid. Für den Atlan-Heftroman Nr. 29 von H. G. Francis, siehe: Der Todestest.
Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 676)
A676 1.JPG
© Heinrich Bauer Verlag KG
Innenillustration
Zyklus: Im Auftrag der Kosmokraten
Titel: Der Todestest
Untertitel: Im Rekrutenlager von Garzwon
Autor: Peter Terrid
Titelbildzeichner: Stuart Hughes
Innenillustrator: Christian Mögling
Erstmals erschienen: 1984
Hauptpersonen: Atlan, Pazzon, Kennennick, Schanarz, Warze, Einbein, Blackbox, Lockart, Colamm
Handlungszeitraum: Juni – Juli 3818
Handlungsort: Alkordoom, Garzwon
Risszeichnung: Kristallschiff des Gentile Kaz
(Abbildung) von Paul Delavier
Zusätzliche Formate: E-Book

Handlung

Auf Garzwon angekommen, finden sich Atlan und Pazzon inmitten einer aus dutzenden Völkern Alkordooms zusammengewürfelten Söldnertruppe. Hier sollen sie zu einer Elitetruppe namens Kristallkommando ausgebildet werden. Gleich zu Beginn zeigt sich, dass sie sich einigen Menschen verachtenden und obendrein tödlichen »Tests« unterziehen müssen. Der Ausbilder, ein Thater namens Kennennick, entspricht auch ganz den Erwartungen eines brutalen Schleifers.

Von Anfang an ist die Rivalität unter den rund 100 Söldnern groß. Jeder möchte zu den sieben gehören, die am Ende auserwählt werden. Der erste Test besteht darin, auf der lebensfeindlichen Welt ein bestimmtes Ziel in 40 km Entfernung zu erreichen, dort einen Safe zu öffnen und wieder ins Lager zurückzukehren. Dazu muss der zur Verfügung gestellte Proviant reichen. Der Sinn dieser Übung besteht darin, die Rekruten zu demütigen und einzuschüchtern, denn der Safe kann nur vom Ausbilder geöffnet werden, alle anderen bekommen einen schmerzhaften Schockertreffer. Aber Atlan schätzt die Situation richtig ein und zwingt Kennennick mit einer Waffe, den Safe zu öffnen. Damit zieht er sich seinen Hass zu, besteht aber gemeinsam mit dem ihn begleitenden Pazzon als Einziger die Übung ohne Schockertreffer.

Die nächste Übung ist mörderisch: Es soll eine von Robotern besetzte Festung eingenommen werden. Dazu müssen die ungleichen und untereinander rivalisierenden Lebewesen zusammenarbeiten. Aufgrund seiner Jahrtausende alten Erfahrung hat Atlan die beste Strategie; wesentlich unterstützt wird seine Planung durch ein wie eine organische Positronik arbeitendes Lebewesen namens Blackbox. Der Plan sieht vor, ein paar Rekruten mittels Gleitdrachen über die Festung zu bringen, das Tor zu sprengen, mittels eines umgebauten Gleiters erwärmten Sand in die Festung zu blasen, damit den Robotern die Infrarotortung erschwert wird und die Roboter hauptsächlich mit Thermogranaten und Robotergranaten zu bezwingen. Unter starken Verlusten gelingt dies, es überleben aber dreimal so viele Rekruten als von Kennennick vorhergesagt.

Bei dieser Übung werden die Gleiter unbrauchbar, eine Rückkehr zum Lager scheint nicht mehr möglich. Kennennick will in seiner bisher unbekannten Zentrale anrufen und um Abholung bitten. Das würde ein Scheitern des Unternehmens bedeuten, alle Rekruten inklusive Ausbilder würden damit als Gegner für andere Trainingslager eingesetzt werden – ein sicheres Todesurteil. Atlan überzeugt die anderen, dass man das Lager auch zu Fuß erreichen könne, selbst wenn die Vorräte nur für zwei Tage reichen, der Marsch aber fünf Tage dauern würde. Sie trinken den Saft aus Pflanzenwurzeln und essen diverses Kleingetier wie fingerlange Würmer, kleine Eidechsen, Früchte, Insekten etc. Der scheußlich riechende, aber schmeckende Eintopf wird von Atlan mittels einer Flasche Alkohol, die er Kennennick wegnimmt (der Ausbilder trinkt bei fast allen Gelegenheiten eine schnapsartige Flüssigkeit), in eine Delikatesse umgewandelt – ein Grund mehr, sich den Hass des Ausbilders zuzuziehen.

Nach weiteren, nicht näher beschriebenen Tests kommt nun die Pilotenausbildung dran. In einem Simulator werden diverse Flugmanöver geübt, später kommen Kampfmanöver hinzu. Dabei erhält der Pilot bei erhaltenen Treffern des Kampfschiffes zuerst harmlose Stromstöße, die sich von Treffer zu Treffer verstärken. Sichtlich beeindruckt, sind die Pilotenanwärter ab nun vorsichtiger. Atlan besteigt gemeinsam mit dem völlig betrunkenen Kennennick den Simulator. Sofort merken sie, dass das Simulationsprogramm manipuliert wurde, es werden von Anfang an Stromstöße höchster Intensität abgegeben, die bei einem Volltreffer des Kampfschiffes unweigerlich tödlich sein müssen. Dabei wird nicht nur die aktuelle Trainingssequenz abgespielt, sondern das gesamte mögliche Trainingsprogramm, inklusive finalem Angriff auf ein stark verteidigtes Ziel. So weit sei bisher noch keiner gekommen. Atlan, der nicht möchte, dass Kennennick etwas von seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten bemerkt, betäubt den Ausbilder mit einem Dagorgriff und kann dank seines Extrasinns das Trainingsprogramm erfolgreich bestehen.

Anmerkung: Durch Vorträge zum Pilotentraining gelingt es Atlan, Alkordoom als die 235 Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie NGC 1265 zu identifizieren.

Zur Feier dieses Tages gibt es uneingeschränkte Rationen sowie Alkohol in Massen. Scheinbar alle betrinken sich bis zur Bewusstlosigkeit. Atlan hatte sich verstellt, um einen zuvor auf einer Landkarte eingezeichneten Meteoritenkrater zu untersuchen. Als er sich dorthin begeben will, merkt er, dass sich sein größter Rivale und mutmaßlicher Attentäter beim Flugsimulator, auch dorthin aufmacht. Er schleicht sich unbemerkt in seinen Gleiter und folgt ihm zum Krater, der sich als getarnter Mini-Raumhafen entpuppt. Dort kann Atlan den Täter stellen, tötet ihn aber aus Versehen. Auch Kennennick ist den beiden gefolgt, stellt Atlan zum Kampf, verliert diesen aber. Atlan fliegt mit ihm zum Lager zurück, während auf dem Raumhafen das Kristallschiff des Gentile Kaz landet.

Am nächsten Morgen gibt Kennennick bekannt, wer die sieben Piloten sein werden – Atlan und Pazzon sind mit dabei. Die sieben Piloten nehmen gemeinsam mit Kennennick Kurs auf Lummensand, um einen ganz besonderen Kristall zu stehlen.

Anmerkungen

  • Als die Festung gestürmt werden sollte, war ein wichtiger Teil des Plans, dass ein umgebauter Gleiter erwärmten Sand in die Festung bläst. Der Sand sollte exakt Körpertemperatur haben, damit die Roboter mit ihrer Infrarotortung nichts mehr anfangen konnten. Da mehrere Dutzend verschiedene Lebewesen an diesem Test teilnahmen, muss bezweifelt werden, dass alle die gleiche Körpertemperatur hatten.
  • Ein weiterer Punkt beim Sturm auf die Festung war, dass der eigentliche Angriff exakt zum Zeitpunkt der Wachablöse stattfand. Die Frage ist nur, warum es bei der ausschließlich robotischen Bewachung überhaupt eine Wachablöse geben musste. Roboter werden nicht müde.

Innenillustration