Haawer

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Die Haawer sind ein Intelligenzvolk in der Galaxie Xiinx-Markant. Aufgrund der Wirkung ihrer gefährlichsten Waffe wurden sie von den Solanern auch als Vereiser bezeichnet. (Atlan 603)

A604Illu.jpg
Vereiser
Atlan 604 - Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG

Erscheinungsbild

Die humanoiden Wesen ähneln terranischen Wikipedia-logo.pngSchimpansen. Sie werden durchschnittlich 1,50 Meter groß und sind am ganzen Körper dicht behaart. Auch das Gesicht ist vollständig behaart. Die Haarfarbe ist dunkelbraun bis schwarz. Die Innenflächen der Hände sind frei von Haaren. Haawer sind stämmig und haben muskulöse Gliedmaßen. Hände und Füße sind fünfgliedrig. Sie sind in der Regel unbekleidet, tragen aber Gürtel mit Ausrüstungsgegenständen und Waffen. Die Haawer haben ein Raubtiergebiss mit vier mächtigen Eckzähnen. Sie haben ausgeprägte Brauenwülste und eine fliehende Stirn. Haawerinnen sind etwas kleiner und zierlicher. Sie sind nur in ihren Jugendjahren schlank. Je nach dem Stadium der Schwangerschaft nimmt ihr Umfang zu. (Atlan 604)

Die Hirnzellen der Haawer weisen eine Besonderheit auf. In jeder Zelle befindet sich je ein zusätzliches Pseudo-Ribosom. Es handelt sich jedoch nicht um natürliche Zellorganellen, sondern um künstlich erzeugte Energiekörperchen. Sie sind doppelt so groß wie normale Ribosomen und üben einen hypnotischen Einfluss auf ihren Träger aus. Unter ihrem Einfluss werden die Haawer zu gnadenlosen Kämpfern, die sich gegen alle Fremden wenden. (Atlan 604)

Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Haawers beläuft sich auf 104 haawerische Jahre (circa 71 Jahre nach terranischer Zeitrechnung), Frauen haben eine etwas geringere Lebenserwartung. Im Gegensatz zu den Männern sind weibliche Haawer immer fruchtbar und auch fast immer schwanger. Die Schwangerschaft dauert 222 Tage. Bei den Geburten kommen auf 100 männliche 130 weibliche Haawer. Mehrlingsgeburten kommen niemals vor. Der Überschuss an weiblichen Haawern wird durch die Mehrfachehe wieder ausgeglichen. Bei den Haawern gibt es eine Art natürlicher Geburtenkontrolle, die nicht bewusst gesteuert werden kann und nach unbekannten Regeln abläuft. Nach der Zeugung können die Keimlinge zwischen dem 20. und 24. Schwangerschaftstag resorbiert werden. (Atlan 604)

Charakterisierung

Sie bestreiten ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch Beute, die sie bei Kämpfen gegen andere Völker machen. Reicht diese nicht aus, besorgen sie sich Rohstoffe von Planeten. (Atlan 604)

Das Zusammenleben der Haawer richtet sich nach ungeschriebenen Gesetzen. Sie leben in einer Ellenbogengesellschaft, in der sich nur die Tüchtigsten oder Aggressivsten durchsetzen. (Atlan 604)

Ruhm und Ehre sind für die Haawer extrem wichtig. Sie achten ihr eigenes Leben ebenso gering wie das von Fremden. Als Feigling zu gelten ist für einen Haawer das denkbar Schlimmste. Wie alle Bewohner Xiinx-Markants unterliegen sie dem Kampfzwang. Sie wenden sich jedoch nicht gegen andere Haawer, obwohl sie nicht in einem engen Staatenverbund leben, sondern in mehr oder weniger isolierten Sippen. Rivalitäten zwischen den einzelnen Sippen kommen jedoch vor, auch zwischen der Führung und Besatzung einzelner Raumschiffe kommt es oft zu Spannungen. Diese führen manchmal zu Zweikämpfen zwischen dem Kommandanten und einem Herausforderer. (Atlan 604)

Bekannte Haawer

Gesellschaft

Familienleben

Die Haawer haben keine Regierung und keinen gemeinsamen Führer. Sie leben in kleinen Familienverbänden oder Sippen. Ihre Raumschiffe sind ihr einziger Lebensraum, sie betrachten sie als Heimat. (Atlan 604)

Üblicherweise besteht eine Sippe aus der Besatzung eines einzigen Raumschiffes. Das Sippenoberhaupt ist gleichzeitig Kommandant des Schiffes. (Atlan 604)

Bei den Haawern sind die Männer zuständig für alle technischen Belange, für die Schiffsführung, die Nahrungsbeschaffung und den Kampf. Die Frauen kümmern sich ausschließlich um den Nachwuchs. Ein Mann kann bis zu vier Frauen haben, die ihm Treue schwören müssen. Im Gegenzug ist er verpflichtet, sie zu versorgen. Wer sich das nicht leisten kann, muss sich mit weniger Frauen zufrieden geben oder bleibt Single. (Atlan 604)

Männliche Haawer sind nur zweimal pro Lebensjahr zeugungsfähig. Diese Phasen werden als Kreeoson bezeichnet. In dieser Fruchtbarkeitsphase, die zwei Tage andauert, sind die Männer fahrig, hektisch, unkonzentriert und aggressiv. Sie können ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen und ziehen sich zu ihren Frauen zurück, um diese zu begatten. (Atlan 604)

Die Hauptfrau bzw. Erste Frau eines Haawers muss immer seine leibliche Schwester sein. Intime Beziehungen zwischen ihnen sind nicht gestattet. Im Gegensatz zu den Nebenfrauen darf die Erste Frau beliebig viele Liebhaber haben und sich von diesen auch schwängern lassen. Kinder der Ersten Frau haben denselben Status wie leibliche Kinder ihres Gatten. Nimmt sich eine Nebenfrau einen Liebhaber, dann hat ihr Mann das Recht, die untreue Frau und ihren Geliebten zu töten. (Atlan 604)

Neugeborene werden drei Wochen lang gestillt. Sie kommen sofort in eine Art Kinderhort, wo sie bis zur Geschlechtsreife bleiben. Dort werden sie abwechselnd von allen weiblichen Sippenmitgliedern betreut und beginnen sofort damit, eine Rangordnung unter sich auszukämpfen. Das gilt sowohl für Jungen als auch für Mädchen.(Atlan 604)

Unverheiratete und verstoßene Frauen und Witwen dürfen nicht mit Männern schlafen. Sie und ihre Kinder werden von der Gemeinschaft versorgt. (Atlan 604)

Zeitrechnung

Ein haawerisches Jahr besteht aus neun Monaten zu 28 Tagen. Ein Tag ist 23,48 terranische Stunden lang. (Atlan 604)

Religion

Die Haawer verehren Janvrin, den sie nur unter dem Namen Arrbos kennen. Arrbos gilt als unüberwindlicher Kämpfer und ist deshalb das Vorbild aller Haawer. Lebensgroße Arrbos-Statuen aus Nickel sind in den Zentralen aller Haawer-Raumschiffe aufgestellt. Schwüre werden üblicherweise »beim heiligen Fell des Arrbos« geleistet. Nur Auserwählte dürfen das Fell des Arrbos – also die Statuen – berühren. Alle anderen und ihre Sippen würden von einem furchtbaren Fluch getroffen werden, sollten sie dies wagen. Soweit bekannt, hat es nie einen Auserwählten gegeben, dem dieses Privileg zuteil wurde. (Atlan 604)

Die Dunkelzone der Galaxie Xiinx-Markant gilt bei den Haawern als tabu. (Atlan 604)

Technik

Raumschiffe

Die Raumschiffe der Haawer sind zylinderförmig. Die Standardeinheiten sind 360 Meter lang bei einem Durchmesser von 110 Metern. Der Bug ist halbkugelförmig. Dort befinden sich diverse Anbauten für die Waffensysteme. Das Heck verjüngt sich trichterförmig zum Haupttriebwerk hin, um dieses sind vier Korrekturdüsen angeordnet. Diese Schiffe sind mit einem Hypervereiser und einer Thermo-Hochenergiekanone bewaffnet. Die Energieversorgung wird durch einen Kernfusionsreaktor sichergestellt. Die Standardeinheiten haben eine Beschleunigung von 580 km/s2, ihre Reichweite ist auf 80.000 Lichtjahre begrenzt. (Atlan 604)

Die Standardeinheiten haben als Beiboote ein ebenfalls zylinderförmiges, 55 Meter langes und 27 Meter durchmessendes Kleinraumschiff sowie zwei kleine Gleiter an Bord. Das Kleinraumschiff ist überlichtschnell und ebenfalls mit einem Hypervereiser ausgerüstet. (Atlan 604)

In einer Standardeinheit leben durchschnittlich 112 Haawer. (Atlan 604)

Bekannte Raumschiffe

Darstellung

Risszeichnung: »Raumschiff der Vereiser« von Günter Rensch, Text: Peter Griese

Waffen

Die Haawer benutzen neben vergleichsweise schwachen Thermo-Hochenergiegeschützen und ebenfalls schwachen Energieschutzschirmen eine Waffe, die von den Solanern als Hypervereiser bezeichnet wurde. Diese Geschütze erzeugen im Zielgebiet ein Energiefeld, das die Temperatur sämtlicher Materie schlagartig auf den absoluten Nullpunkt absenkt. Das Material wird dadurch supraleitend, so dass alle Strom führenden Anlagen verrückt spielen und beschädigt oder zerstört werden. Auch die Wirkung von Hyperenergie wird grotesk verzerrt. Materie entstofflicht, die Kristallstruktur von Stahl wird verändert, so dass selbst massive Wände zerbröckeln. Die Waffenwirkung des Hypervereisers ist weder sichtbar noch messbar. Sie durchdringt Paratron- und HÜ-Schirme mühelos und bedeutet für alle getroffenen Lebewesen den sofortigen Tod. Die Waffe kann allerdings nur auf relativ geringe Distanz eingesetzt werden. (Atlan 603)

Geschichte

Legenden zufolge haben die Haawer irgendwann in ihrer Vergangenheit auf einem Planeten gelebt. Die galaktische Position dieses Planeten ist aber nicht bekannt. Die Haawer sollen früher friedliche Forscher gewesen sein. (Atlan 603)

Die Haawer lebten lange Zeit in Angst vor den Ardslys. Dieses Volk soll die Sonne des haawerischen Heimatsystems vor Urzeiten zur Nova angeregt haben. Nur durch die Entwicklung des Hypervereisers habe die Sonne gerettet werden können. Erst viel später stellte sich heraus, dass sich dies nie ereignet hatte. Tatsächlich gab es bei den Ardslys ganz ähnliche (unwahre) Legenden, denen zufolge die Haawer den Planeten Ardsly-Fandahar mit den Hypervereiser-Waffen in eine Eiswelt verwandelt hätten. (Atlan 612)

Zwei bis drei Generationen vor 3807 kam es zum ersten und einzigen Kontakt der Haawer mit Janvrin, der bei ihnen unter dem Namen »Arrbos« zu einer mythischen, verehrungswürdigen Gestalt wurde. Vermutlich wurden sie spätestens zu diesem Zeitpunkt im Sinne von Hidden-X beziehungsweise Anti-ES beeinflusst und unterlagen seitdem dem Kampfzwang, so dass sich ihre Lebensweise änderte. (Atlan 604)

Am 28. Oktober 3807 griffen die Vereiser mit vierzig Raumschiffen die SOL und einige von ihr ausgeschleuste Kreuzer an. Die ULTRAHEXE wurde durch den Einsatz des Hypervereisers vernichtet. Ein anderer Kreuzer barg die Besatzung, die rechtzeitig mit Space-Jets ausgestiegen war, und vernichtete ein Vereiser-Schiff. Hage Nockemann, Argan U, Blödel und Wuschel, die zur Besatzung der ULTRAHEXE gehörten, wurden von den Vereisern entführt. (Atlan 603)

Die Solaner entwickelten den Neutralpolator, heilten Glogg damit vom Kampfzwang und flohen mit seiner Hilfe. Sie kaperten das Beiboot ZACK und brachten sich in der Dunkelzone Xiinx-Markants in Sicherheit. Glogg begleitete die Solaner auch weiterhin. (Atlan 604)

Ende November 3807 flogen mindestens zwei Haawerschiffe zum Rand des Staubmantels. Dort war TAUPRIN erschienen und hatte einen ständig wiederholten Funkruf ausgestrahlt, der eigentlich an Atlan gerichtet war. Nach und nach erschienen mehr als 2000 Schiffe verschiedener Völker am Standort TAUPRINS, darunter auch vier Schiffe der Ardslys. Es kam sofort zu Auseinandersetzungen. Durch die Begegnung Grrolphs mit dem Ardsly Urselphyn änderte alles. Als die beiden Wesen Körperkontakt bekamen, wurde der Kampfzwang bei ihnen neutralisiert. Es gelang ihnen, die Besatzungen ihrer jeweiligen Raumschiffe ebenfalls entsprechend zu behandeln. Gemeinsam mit Ta Ch'u vernichteten sie ein in der Nähe befindliches Mental-Relais und flogen nach Ardsly-Fandahar. Durch Beschuss mit einem umgepolten Hypervereiser konnte die sich abkühlende Sonne dieses Systems wieder aufgeheizt werden. Somit war der Grundstein für ein friedliches Zusammenleben beider Völker gelegt. (Atlan 612)

Quellen

Atlan 603, Atlan 604, Atlan 612