Der Lordadmiral und die Rivalen

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Überblick
Serie: Atlan-Heftserie (Band 141)
A141 1.JPG
© Heinrich Bauer Verlag KG
Innenillustrationen
Zyklus: Im Auftrag der Menschheit
Unterzyklus: Der zweite Atlan (Band 3/4)
Titel: Der Lordadmiral und die Rivalen
Untertitel: Duell in Quinto-Center – ein Zellaktivator wird geraubt
Autor: H. G. Francis
Titelbildzeichner: Johnny Bruck
Innenillustrator: Johnny Bruck (2 x)
Erstmals erschienen: 1974
Hauptpersonen: Atlan, Curs Broomer, Kalib Broltan, Chray, Friinkojes, Ronald Tekener
Handlungszeitraum: April 2843
Handlungsort: Quinto-Center
Zusätzliche Formate: E-Book

Kurz­zusammen­fassung

Atlan II wird nach Quinto-Center gebracht, wobei er sich körperlich allmählich in den jungen Atlan inklu­sive Extrasinn verwandelt. Dazu kommt ein Springer namens Kalib Broltan, der eigens einen terranischen Missionschef umbringt und bei seiner Verhaftung behauptet, ebenfalls Atlan zu sein. Broltan schmuggelt dabei den Siganesen Chray ein, den er über Implantate im Gehirn des Siganesen kontrollieren kann.

Broltan überredet Atlan II, dem richtigen Atlan den Zellaktivator zu stehlen. Tatsächlich können die beiden den richtigen Atlan überrumpeln. Mit der Drohung, den Zellaktivator zu vernichten, können sie freien Abzug mit einer Space-Jet erzwingen. Bei einem Zwischenstopp auf einem Planeten setzt sich Chray ab. Atlan II und Broltan, der den Zellaktivator trägt und dadurch allmählich stirbt, entfernen zwei Peilsender aus dem Schiff. Ronald Tekener hat allerdings die Sauerstoff-Vorräte des Schiffes stark begrenzt, so dass die Space-Jet bald eine bewohnte Welt anfliegen muss. Über dem Ziel-Planeten Karagam kommt es zum Kampf zwischen Atlan II und Broltan, der dabei stirbt. Atlan II kann die Space-Jet nicht fliegen und steht so vor einer Bruchlandung.

Handlung

Zum Gefolge des Patriarchen Broltanvor gehört auch Kalib Broltan. Er hält sich seit langem für etwas Besonderes, denn zum einen kann er seine Gedanken vor Telepathen verbergen, und zum anderen hat er sich den Siganesen Chray durch ein Gehirnimplantat gefügig gemacht. Nach den Ereignissen um den jungen Curs Broomer setzt Broltan einen neuen Coup in die Tat um.

Kalib Broltan macht sich in seinem Hotelzimmer in Apvron fertig, um auf den Chef der Handelsmission des Solaren Imperiums ein Attentat zu verüben. Sein Partner Chray versucht vergeblich, ihn davon abzubringen.

Nach dem Mord verlässt er seelenruhig das Hotel und begibt sich zu einem etwa 200 Meter entfernten Bürohochhaus, wo er einen Gleiter auswählt. Doch die Sicherheitsbeamten der Handelsmission sind auf ihn aufmerksam geworden und verfolgen ihn. Broltan sucht den Pelzhändler Kisch auf, paralysiert den alten Mann und verschwindet in einem unterirdischen Tunnel. Doch die Verfolger haben seinen Fluchtweg bald entdeckt. Es kommt zu einem Feuergefecht. Es gelingt dem Springer, den Tunnel unversehrt zu verlassen und sich einen Gleiter zu schnappen. Kalib Broltan fliegt in den Süden der Stadt und lässt den Gleiter nahe mehreren Wohngebäuden stehen. Nun hat er auch die Polizei am Hals. Im Schutz der Menschenmenge kehrt er zum Tatort zurück. Chray, in ein Deflektorfeld gehüllt, gesellt sich wieder zu ihm. Um die Aufmerksamkeit der USO auf sich zu ziehen, fliegt Broltan mit einem Robotgleiter aus der Stadt Apvron. Als er die Stadtgrenze überfliegt, steigen vier große Jagdgleiter auf. Broltan schießt zwei der Fahrzeuge ab. Die restlichen beiden Gleiter eröffnen das Feuer auf den Springer und treffen das Triebwerk der Maschine. Der USO-Spezialist Friinkojes nimmt Broltan fest. Der junge Springer behauptet, dass der Missionschef ein Spitzenagent von Imperator Orbanaschol III. gewesen ist. Aus diesem Grund hat ihn Broltan hingerichtet. Jetzt stellt Friinkojes die alles entscheidende und für den Plan Broltans wichtige Frage nach dessen Namen. Verächtlich hört der USO-Spezialist, dass er den Kristallprinzen von Arkon vor sich hat.

An Bord des Kurierkreuzers der USO quälen Curs Broomer, der von der von Wissenschaftlern aus dem Volk der Skinen hergestellten Bewusstseinskopie des Kristallprinzen Atlan übernommen wurde, noch immer Zweifel, ob es nicht doch um ein gigantisches Täuschungsmanöver Orbanaschols III. handeln könnte.

Ein Springer betritt Broomers Kabine. Er stellt sich als »Atlan« vor. Broomer ist zunächst sprachlos, attackiert dann aber den angeblichen Atlan. Jeder der beiden jungen Männer behauptet, der echte und einzig wahre Atlan, der Kristallprinz des Großen Imperiums, zu sein. Sie müssen sich irgendwie arrangieren, denn beim bevorstehenden Flug nach Quinto-Center sind sie gezwungen, sich die Kabine zu teilen.

Kalib Broltan wird zu Untersuchungen zu Dr. Juan Perez gebracht. Der Kosmopsychologe ist überzeugt, nicht Atlan vor sich zu haben. Er vermutet, dass Broltan diese Rolle nur spielt, um sich einen unbekannten Vorteil zu verschaffen. Doch Broltan bleibt dabei, der echte Kristallprinz zu sein. Schließlich wird er in sein Quartier zurückgebracht.

In Quinto-Center erhalten die beiden Springer separate Unterkünfte. Kalib Broltan ist es von nun an gleichgültig, ob er als Atlan anerkannt werden würde oder nicht. Er ist seinem tatsächlichen Ziel einen Riesenschritt näher gekommen. Er will Lordadmiral Atlan den Zellaktivator stehlen!

Curs Broomer geht es nicht wirklich gut. Nach einer ausgiebigen Ruheperiode will er sich in der Hygienekabine seines Quartiers frisch machen. Im Sessel des Wohnsalons sitzt Lordadmiral Atlan. Broomer ist überrascht. Er versteht nicht ganz, was der Lordadmiral mit seinem Körper gemacht hat, da er um Jahre gealtert ist. Broomer stellt Atlan seine Sicht der Dinge dar. Demzufolge muss von den Schergen Orbanaschols III. eine Gehirntransplantation vorgenommen und sein Gehirn in den Körper eines jungen Springers implantiert worden sein. Der Körper soll sodann dem Lordadmiral zur Verfügung gestellt worden sein, in dem dann ein anderes Gehirn eingepflanzt wurde.

Lordadmiral Atlan beginnt allmählich, Curs Brommer zu glauben, dass er sich wirklich für den Kristallprinzen hält. Der Chef der USO zieht sich zurück und sucht die Unterkunft von Kalib Broltan auf. Beim Gespräch mit dem Springer stellt Lordadmiral Atlan offen fest, dass er Broltan nicht glaubt. Längere Beobachtungen haben ihn zu diesem Schluss gebracht.

Der Lordadmiral berät sich kurz darauf mit Ronald Tekener, seinem Stellvertreter. Er bittet Tekener, sich mit Broltan zu beschäftigen, während er selbst sich Broomer widmen will. Eingehende Untersuchungen der beiden Springer werden angeordnet. Es werden jedoch keine parapsychischen Fähigkeiten, keine versteckten Funkgeräte oder sonstiges festgestellt. Lediglich bei Curs Broomer fällt den Parapsychologen ein dem Logiksektor vergleichbarer Gehirnsektor auf.

Der Lordadmiral wird von Broomer mit geschichtlichen Details konfrontiert, die er selbst längst vergessen hat. Auf Broomers Frage, wie es dem Arkoniden gelungen sei, die Zeit zu überdauern, zeigt er ihm seinen Zellaktivator.

Kalib Broltan hat die eingehende Befragung durch Ronald Tekener nicht lange durchgehalten. Er hat zugegeben, dass er keineswegs der junge Atlan ist, sondern ein ganz normaler Springer, der sich gewisse finanzielle Vorteile versprach. Nachdem Tekener ihn verlassen hat, wird Broltan von Chray aufgesucht, der es endlich geschafft hat, trotz der vielfältigen Sicherheitseinrichtungen Quinto-Centers zu ihm vorzudringen. Er teilt seinem Herrn mit, dass für den nächsten Tag eine Abschiebung nach Suskor geplant ist.

Mit Hilfe des Siganesen gelingt es ihm, in Broomers Kabine einzudringen, der immer mehr seinem Original ähnelt. Die Haare sind schon fast weiß, die Augen albinotisch rot. Auch ist das Gesicht deutlich schmaler geworden. Broltan verunsichert Broomer, indem er ihm erzählt, dass der Lordadmiral Atlan ihn nicht am Leben lassen kann. Kalib Broltan will mit Broomer ein Raumschiff kapern um von Quinto-Center zu entkommen. Zudem lenkt er das Augenmerk Broomers auf Atlans Zellaktivator.

Ronald Tekener ist dahintergekommen, dass Kalib Broltan nicht allein ist. Ein Siganese, der sich meist im Schutz eines Deflektorfeldes aufhält, ist geortet worden. Damit hält es Tekener nicht für ratsam, den Springer einfach abzuschieben, da er die Koordinaten von Quinto-Center in Erfahrung gebracht haben könnte. Diese Theorie ist zwar unwahrscheinlich, aber ein Restrisiko bleibt dennoch. Die zweite, noch unwahrscheinlicher klingende Möglichkeit wäre, dass es Kalib Broltan auf Atlans Zellaktivator abgesehen haben könnte.

Trotzdem stattet Lordadmiral Atlan Broomer-Atlan einen neuerlichen Besuch ab. Als Begleitung hat er einen Medoroboter bei sich. Die Metamorphose des jungen Springers ist äußerlich beinahe beendet. Er sieht aus wie der Kristallprinz in einem Alter von 17 Jahren. Broomer-Atlan stürzt sich auf den USO-Chef, der zu Boden stürzt. Es kommt zu einem harten Kampf. Kalib Broltan greift in die Auseinandersetzung ein und reißt Atlan das Hemd auf, um den Zellaktivator an sich zu bringen. Doch der Lordadmiral hat das Gerät vorsorglich abgelegt. Tekener stürmt in die Kabine, greift aber nicht ein, da Broltan dem Lordadmiral mit einer Hand die Kehle langsam zudrückt, während er in der anderen Hand eine selbstgebastelte Bombe hält. Der Springer fordert vom »Smiler« die Übergabe des Zellaktivators, andernfalls würde er die 62 Stunden absitzen, die Atlan höchstens von seinem lebenserhaltenden Gerät getrennt sein darf. Tekener verlässt die Kabine.

Acht Stunden später kehrt er mit einem eiförmigen Gegenstand zurück. Kalib Broltan nimmt den Zellaktivator an sich, lässt Lordadmiral Atlan jedoch noch nicht gehen, da es sich ja um eine Attrappe handeln könnte. Doch Atlan verlässt mit Tekener die Kabine Broltans, der verlangt, eine Korvette bereitzustellen.

Atlan genehmigt eine Space-Jet. Ronald Tekener holt die beiden Männer aus ihrer Unterkunft ab. Auf dem Weg zum Raumschiff versucht ein in einem Deflektorschirm gehüllter siganesischer USO-Spezialist einzugreifen. Doch er wird von Chray, der in einer Brusttasche der Kombination Broltans sitzt, erschossen. Nach diesem Zwischenfall erreichen die Springer unangefochten den Hangar mit der wartenden Space-Jet. Broltan verlangt von Tekener die Koordinaten eines Sonnensystems, das in Reichweite der Jet liegt. Dann startet die Space-Jet.

Langsam kehren Lordadmiral Atlans Erinnerungen an seine Jugendzeit zurück. Begriffe wie beispielsweise Tsopan tauchen aus dem Dunkel seines Gedächtnisses auf. Er erzählt Tekener von dem seltsamen Volk der Skinen, das von ihm eine Kopie seines Bewusstseins hergestellt hat. Ein schnelles Schiff wird nach Tsopan geschickt, doch diese Welt kreist nur mehr in Form eines Trümmerrings um ihre Sonne.

Die Planungen der USO schreiten voran. Noch vor dem Abflug der Space-Jet mit Kalib Broltan und Curs Broomer an Bord ist eine Korvette in jenes System geschickt worden, dessen Koordinaten der Lordadmiral dem Springer genannt hat. Eine zweite Korvette ist startbereit, um dem Chef der USO die Verfolgung der Jet zu ermöglichen.

Die Space-Jet erreicht die weiße Zwergsonne Eidre. Broomer-Atlan macht Broltan auf den Umstand aufmerksam, dass es ihm seltsam erscheint, dass es Atlan in den 10.000 Jahren seines Lebens gelungen ist, den Zellaktivator zu behalten. Die Vermutung liegt nahe, dass das Gerät speziell auf den Arkoniden abgestimmt ist. Kalib Broltan reagiert hysterisch auf diese Frage. Er glaubt nicht an dieses in der Milchstraße kursierende Gerücht und legt den Zellaktivator an.

Broltan, Broomer und der Siganese Chray machen sich auf die Suche nach einem in der Space-Jet vermuteten Peilsender. Um auch die Außenhaut des Schiffes untersuchen zu können, landen sie auf einem Planeten der Zwergsonne, Broltan verlässt das Schiff. Broomer-Atlan bleibt unter Aufsicht Chrays an Bord. Trotzdem legt er einen Schutzanzug an und betritt ebenfalls die Planetenoberfläche. Durch ein Gefühl gewarnt, versucht Broomer wieder in die Jet zu kommen. Chray kommt ihm entgegen und schießt mit seinem Strahler knapp am Kopf Broomers vorbei. Dieser schlägt nach dem Siganesen und schleudert ihn weg. Chray versucht vom Schiff weg zu kommen. Broltan wird darauf aufmerksam und fördert ein kleines Gerät aus seiner Tasche zu Tage. Nun wird offenbar, dass der Siganese durch positronische Bauelemente, die in sein Gehirn eingepflanzt sind, von Kalib Broltan gesteuert werden kann. Broomer schlägt dem Springer das Gerät aus der Hand und droht mit seiner Zerstörung. Dem geistig versklavten Siganesen soll die Freiheit geschenkt werden. Broltan findet den Peilsender. Nun kann der Flug fortgesetzt werden. Chray bleibt auf dem Planeten zurück.

Kalib Broltan erweckt keinen gesundheitlich guten Eindruck. Anscheinend verträgt er den Zellaktivator des Lordadmirals nicht. Zudem werden die Umweltbedingungen an Bord immer schlechter. Das ist auf Manipulationen der USO an der Sauerstoffanlage zurückzuführen. Broltan ist gezwungen, Kurs auf das nahe gelegene Effnoy-System zu nehmen. Der Springer, dessen Haut sich bereits schwarz zu verfärben beginnt, versucht Broomer-Atlan mit einer Stahlstange zu töten. Er verfehlt ihn jedoch und der Stab bohrt sich Curs in die rechte Schulter. Es kommt zu einem heftigen Kampf. Broomer reißt die Kette mit dem Zellaktivator an sich. Broltan versucht, das lebensverlängernde Gerät zurückzubekommen, strauchelt aber geschwächt und stürzt in den Stahlstab. Kalib Broltan ist auf der Stelle tot.

Broomer ist nun vor das Problem gestellt, die Space-Jet nach Karagam zu fliegen und dort zu landen, obwohl die Technik des Schiffes für ihn unbekannt ist. Während des Anflugs erkennt Broomer-Atlan ein von Karagam startendes Raumschiff der Maahks, der Todfeinde der Arkoniden zu Zeiten des jungen Kristallprinzen.

Schweißgebadet bringt Broomer-Atlan die Space-Jet auf Kurs zum Raumhafen des Planeten. Über Funk bittet er um Hilfe bei der Steuerung des Schiffes. Doch der Gesprächspartner der Raumhafenkontrolle hat kein Verständnis für solche schlechten Scherze des Lordadmirals. Broomers Aussehen hat sich schon so stark verändert, dass er dem alten Arkoniden beinahe gleicht. So ist Broomer-Atlan auf sich allein gestellt.

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