Lügen und Legenden

Aus Perrypedia
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Google translator: Translation from German to English.
Google translator: Překlad z němčiny do češtiny.
Google translator: Vertaling van het Duits naar het Nederlands.
Google translator: ドイツ語から日本語への翻訳
Google translator: Traduction de l'allemand vers le français.
Google translator: Tradução do alemão para o português.
Überblick
Serie: Perry Rhodan-Heftserie (Band 3395)
PR3395.jpg
© Heinrich Bauer Verlag KG
Innenillustration
Zyklus: PEGASOS
Titel: Lügen und Legenden
Untertitel: Katastrophe für die Portuu – das Ende einer Ära für den Sternwürfel
Autor: Kai Hirdt
Titelbildzeichner: Boris Vallejo /  Wikipedia-logo.png Julie Bell
Innenillustrator: Dominic Beyeler (1 x)
Erstmals erschienen: Freitag, 11. September 2026
Hauptpersonen: Reginald Bull, Meghan Ontares, Liam Barstow, Legende, Aelor und Foersh
Handlungszeitraum: bis 7. März 2257 NGZ
Handlungsort: Malora, PHOENIX, Sternwürfel, Lokale Gruppe
Risszeichnung: Space-Jet der CHONOSSO-Klasse
(Abbildung) von Johannes Fischer
Glossar: Ferne Stätten / Kelosker / TALIN
Besonderes:

Sonderbeitrag: »Eine Anmerkung von Markus Rohrwild«
(zum Titelbild)

Zusätzliche Formate: E-Book,
Hörbuch
Leseprobe: Leseprobe.png © Heinrich Bauer Verlag KG
Hörprobe: Hörprobe.png © Eins A Medien GmbH, Köln

Handlung

Die Portuu und die Trassenmacher innerhalb der Galaxie Malora befinden sich im Krieg. Die Portuu greifen dabei gezielt jene Trassenmacher an, die Anzeichen von Intelligenz zeigen.

Aelor und Kaelom, die zuvor fünf mit Bomben präparierte Container in einem Trassenmacher-Cluster zur Explosion gebracht und damit eine gerade möglich erscheinende Verständigung verhindert haben, versuchen sich Reginald Bulls Zugriff zu entziehen. An Bord des PHOENIX wollen sie das Raumschiff verlassen, werden jedoch von Sky in einer Bucht festgehalten. Beide zeigen sich weiterhin uneinsichtig. Bull lässt sie zunächst dort zurück und stellt eine Verbindung zu Dr. Liam Barstow im Sternwürfel her. Sie befindet sich in einem Labor im Inneren der Station 5-5-5 und informiert ihn darüber, dass die gesamte Technowolke eingetroffen ist und sich außerhalb des Malorischen Siegels befindet. Bull möchte sich zum Sternwürfel begeben, um mit ihr über etwas zu sprechen, das Sky nicht erfahren soll. Barstow lehnt jedoch ab, da sie an einer Möglichkeit arbeitet, Partikel des Eremiten aufzuspüren, und dafür den PHOENIX vor Ort benötigt.

Kurz darauf wird Alarm ausgelöst. Trassenmacher sind in die Bucht eingedrungen, in der Aelor und Kaelom festgehalten werden. Die beiden fliehen zunächst, unterstützen später jedoch Bull und Meghan Ontares dabei, die Trassenmacher mit Waffengewalt zu vernichten. Sky weigert sich anfangs, seine Roboter einzusetzen, da er die Trassenmacher als seine Kinder betrachtet. Erst Ontares kann ihn davon überzeugen einzugreifen. Gemeinsam gelingt es schließlich, die Angreifer zu beseitigen.

Barstow untersucht unterdessen Roboterpartikel, erzielt zunächst jedoch keine brauchbaren Ergebnisse. Sie versucht über Uedim, den Kommandeur der Portuu-Flotte, eine Funkverbindung zur außerhalb Maloras befindlichen Technowolke zu erhalten. Uedim verweigert jedoch selbst die kleinste Öffnung des Malorischen Siegels, da der Eremit aus winzigen Robotern besteht, die eine solche Schwachstelle nutzen könnten. Daraufhin wendet sich Barstow an Legende. Er soll der Technowolke mehrere Fragen übermitteln: wie sich gegen den Willen der Portuu eine sechsdimensionale Verbindung herstellen lässt, wie festgestellt werden kann, ob die Trassenmacher tatsächlich beseelt sind, wie sie gegebenenfalls vernichtet werden können und wie sich Komponenten des Eremiten aufspüren lassen. Kurz darauf erscheint Admiralin Foersh, Oberbefehlshaberin der Sternenspitze und Militärgouverneurin des Sternwürfels. Sie fordert die Portuu auf, die Forschungsanlage zu verlassen, da diese die Zusammenarbeit aufgekündigt hätten. Barstow kann sie jedoch davon überzeugen, zunächst davon abzusehen.

Auf dem PHOENIX stellt sich heraus, dass nicht alle eingedrungenen Trassenmacher vernichtet worden sind. Siebzehn Exemplare haben überlebt und werden im Vakuum mit Traktorstrahlen fixiert. Bull vermutet, dass die Portuu sie eingeschleppt haben, kann dies jedoch nicht beweisen. Stattdessen will er Vertreter der verbündeten Gruppierungen zu einem Gespräch zusammenbringen, um eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. Aelor und Kaelom lehnen Gespräche mit Uedim allerdings ab und wollen den Konflikt militärisch lösen.

Um die Portuu dennoch an den Verhandlungstisch zu zwingen, beschließt Bull, ihnen zu demonstrieren, dass sie durch den Stellaren Hauch keineswegs so unangreifbar sind, wie sie glauben. Er lässt den siebzehn gefangenen Trassenmachern eine genau dosierte Menge Materie zukommen, woraufhin sie sich vermehren und ein achtzehntes Exemplar entsteht. Bull nimmt diesen zusätzlichen Trassenmacher an sich und springt mithilfe eines Pentaferers ins All. Dreißig Meter vor einem Portuu-Schiff materialisiert er erneut, schleudert den Trassenmacher gegen dessen Hülle und kehrt zum PHOENIX zurück.

Eine halbe Stunde später bewegen sich bereits mehr als 32.000 Trassenmacher über die Außenhülle des Portuu-Schiffs und beginnen, sie zu zerfressen. Bull bietet seine Hilfe an, wird jedoch abgewiesen. Stattdessen nehmen inzwischen eingetroffene Portuu-Schiffe den befallenen Raumer unter Feuer. Durch eine bereits entstandene Lücke im Stellaren Hauch kommt es dabei zu einer Explosion im Heck. Auch Bulls erneutes Hilfsangebot wird zurückgewiesen; Ersatzkörper seien bereits unterwegs. Bull gewinnt den Eindruck, dass unter den Portuu inzwischen Uneinigkeit herrscht.

Seine Demonstration erfüllt ihren Zweck. Die Portuu erklären sich nun zu Strategiegesprächen bereit. Aelor und Kaelom haben den PHOENIX inzwischen verlassen und befinden sich auf einem Portuu-Schiff. Dafür kommen Uedim und Foersh an Bord des PHOENIX. Uedim provoziert die Admiralin während der Unterredung so stark, dass Bull ihn schließlich des Schiffes verweist. Gleichzeitig kündigt er an, dass künftig jedes Portuu-Schiff von jeweils fünfzig Leun-Einheiten überwacht wird. Foersh verlässt den PHOENIX anschließend, um diese Überwachung zu organisieren.

Barstow untersucht währenddessen die Ortungsdaten des PHOENIX über die Bewegungen der Trassenmacher. Dabei fallen ihr mehrere Kristallisationspunkte auf, als könnten einzelne Teile des Eremiten die Roboter koordinieren. Bereits zuvor hat sie das birnenförmige Gerät untersucht, das der Eremit an Legendes Kopf befestigt hatte. Es verwendet dieselbe Hybit-Technologie wie die Trassenmacher und Eremitenpartikel. Diese beruht auf einem Kohlenstoffisotop und ermöglicht es den Trassenmachern, ihren Programmcode mit nur wenigen Molekülen zu speichern. Die Anordnung der Komponenten des Geräts entspricht weitgehend Legendes Blockademodul und steht mit siebendimensionaler Kommunikation in Zusammenhang.

Barstow vermutet daher, dass die Technik nicht nur zur Blockade, sondern auch zum Senden und Empfangen geeignet ist. Da selbst höherdimensionale Vorgänge indirekte Spuren in niedrigeren Dimensionen hinterlassen können, untersucht sie, ob sich auch die siebendimensionale Kommunikation über solche Auswirkungen orten lässt. Über Legende erhält sie schließlich Daten der Technowolke. Demnach erzeugt die Befehlsübermittlung einen sechsdimensionalen Effekt, der wiederum eine fünfdimensionale Signatur hinterlässt. Damit lässt sich der Signalgeber zunächst nur innerhalb einer Raumkugel von etwa hundert Metern Durchmesser lokalisieren. Barstow gelingt es jedoch mit geringem Aufwand, die Ortungsgenauigkeit auf etwa zwanzig Meter zu verbessern. Dass ihr dies innerhalb weniger Minuten gelingt, obwohl die von der Technowolke gelieferten Daten keine entsprechend präzise Lösung enthalten, verstärkt ihr Misstrauen gegenüber Legende.

Der PHOENIX beginnt auf Grundlage dieser Erkenntnisse mit der Suche nach Eremitenpartikeln in jener Raumregion, in der die Trassenmacher zuvor einen gigantischen PHOENIX nachgebildet haben. Gleichzeitig setzen die Portuu ihren Vernichtungsfeldzug gegen die intelligent erscheinenden Trassenmacher fort. Die Leun versuchen dies zu verhindern. Da sie die durch den Stellaren Hauch geschützten Portuu-Schiffe nicht direkt angreifen können, mischen sie mithilfe von Traktorstrahlen große Mengen nicht intelligenter Trassenmacher unter die Zielgruppen. Dadurch verlieren die Portuu ihre Ziele und weichen schließlich in andere Regionen aus.

Barstows Misstrauen gegenüber Legende wächst weiter. Sie wertet die archivierten Lichtsignale der Technowolke aus und entdeckt, dass Legende Informationen bewusst zurückgehalten hat. Eine von ihm erst später übermittelte Passage war bereits lange zuvor eingegangen. Mithilfe dieses Abschnitts kann Barstow weitere Nachrichten entschlüsseln und stellt fest, dass die Technowolke schon Stunden zuvor eine detaillierte Anleitung geschickt hat, mit der sich das Malorische Siegel öffnen lässt.

Barstow informiert heimlich Foersh. Für einen Versuch, das Siegel zu überwinden, benötigt sie die Sternenspitzenflotte und sechs Gravitationsbrecher. Zur Absicherung befinden sich mehrere Leun-Leibwächter sowie Foersh in ihrem Labor, als Barstow Legende direkt konfrontiert und erklärt, sie werde ihm bei der Öffnung des Siegels helfen. Legende erkennt die vorbereitete Versuchsanordnung sofort und warnt davor. Das Verfahren würde tatsächlich funktionieren, jedoch nicht nur den Stellaren Hauch des Malorischen Siegels auflösen. Es würde eine Kettenreaktion auslösen, durch die sämtlicher Stellarer Hauch betroffen wäre. Legende erklärt, er habe die Information deshalb zurückgehalten.

Während der PHOENIX seine Suche fortsetzt, fällt auf, dass die Portuu gezielt jene Positionen anfliegen, an denen das Schiff nach Partikeln des Eremiten sucht. An einer dieser Stellen wird tatsächlich ein solcher Partikel entdeckt. Die Portuu greifen die Position sofort an, doch Sky reagiert schneller und versetzt mithilfe des Fiktivtransmitters sowohl den Eremitenpartikel als auch mehr als 70.000 Trassenmacher an Bord des PHOENIX.

Barstow bringt Foersh zunächst dazu, den geplanten Versuch am Malorischen Siegel nicht durchzuführen. Durch ihre bisherigen Untersuchungen ist sie inzwischen in der Lage, auch ohne Legendes Hilfe mit der Technowolke zu kommunizieren. Auf diesem Weg will sie herausfinden, ob sich der Stellare Hauch vor der Vernichtung bewahren lässt. Kurz darauf stellt Barstow fest, dass Legende sämtliche Protokolle darüber gelöscht hat, wie die Kommunikation mit der Technowolke funktioniert. Gleichzeitig greifen Portuu-Schiffe die Leun-Einheiten am Malorischen Siegel an und zerstören zwei kleinere Einheiten. Foersh verliert daraufhin die Geduld und befiehlt, das Siegel zu öffnen. Allerdings hat Legende auch die Positionsdaten der beteiligten Schiffe verändert.

Bull trifft ein und wird über die Entwicklung informiert. Kurz darauf meldet sich Sky: Ihm ist es gelungen, eine Nachricht der Technowolke zu entschlüsseln. Demnach hat Legende mit seiner Warnung die Wahrheit gesagt. Der Stellare Hauch würde durch das Verfahren vernichtet werden, und dies ließe sich nicht verhindern.

Bull beobachtet, wie Barstow den eingefangenen Eremitenpartikel untersucht. Legende steht reglos daneben und wird von Leun bewacht. Gleichzeitig experimentieren die Portuu weiterhin mit Trassenmachern. Diese formen zunächst einen Kopf Reginald Bulls und anschließend ein Relief mit der Botschaft »Hilf uns«. Danach bilden sie den PHOENIX und die Worte »Hilf uns, Vater« nach.

Sky holt Bull per Fiktivtransmitter zurück auf den PHOENIX und informiert ihn über einen Notruf von einem Portuu-Schiff. Demnach haben Aelor, Kaelom und Uedim den Verstand verloren und wollen alles vernichten, was ihrer Auslöschung der Trassenmacher im Weg steht. Der Informant erklärt, er könne helfen, sie aufzuhalten, wenn Bull ihn aus dem Schiff herausholt. Dazu soll der Permit eines Portuu-Wissenschaftlers genutzt werden. Haenkor identifiziert den Informanten als Tolmar, einen der besten Wissenschaftler seines Volkes, und übergibt Bull einen Code zum Öffnen eines Hangars.

Wenig später materialisiert Bull auf der Außenhülle des betreffenden Portuu-Schiffes. Er dringt unbemerkt ein und erreicht die Kabine Tolmars. Erst danach wird Alarm ausgelöst. Bull und der vermeintliche Informant schaffen es jedoch rechtzeitig in einen anderen Hangar. Sobald sich dessen Schleuse öffnet, versetzt Sky beide mithilfe des Fiktivtransmitters auf den PHOENIX.

Währenddessen kommt es bei der Untersuchung des Eremitenpartikels zu einem Zwischenfall. Einige der gefangenen Trassenmacher brechen aus und versuchen, den Partikel zu befreien. Barstow und die anwesenden Wachen verhindern dies. Barstow verbindet daraufhin den Eremitenpartikel mit dem birnenförmigen Blockadegerät und unterbricht dessen siebendimensionale Steuersignale. Daraufhin bewegen sich die gefangenen Trassenmacher zwar weiter, jedoch nicht mehr zielgerichtet. Barstow schließt daraus, dass die vermeintlich intelligenten Trassenmacher vom Eremiten ferngesteuert und koordiniert worden sind. Skys Programmcode hatte demnach nicht ausgereicht, um ihnen tatsächlich Intelligenz oder Bewusstsein zu verleihen; möglicherweise sollte lediglich der Eindruck entstehen, sie seien intelligent geworden. Damit entfällt der unmittelbare Anlass für den Konflikt zwischen Portuu und Leun über den Umgang mit den vermeintlich intelligenten Trassenmachern.

Bull bringt den vermeintlichen Tolmar in das Labor von Station 5-5-5. Dort erkennt Haenkor an dessen Bewegungen, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Der Mann entpuppt sich als Aelor. Der Portuu hat sich vorübergehend Tolmars Wirtskörper angeeignet, um unbemerkt in den Sternwürfel zu gelangen. Er entreißt einem Leun die Waffe und zerstört den eingefangenen Eremitenpartikel. Dabei tötet er einen Zha-Leun-Wächter. Aelor erklärt, Tolmar werde einen neuen Körper erhalten; er habe dessen Körper lediglich für sein Eindringen benutzt. Für Foersh ist damit eine Grenze überschritten. Sie erklärt Aelor, dass weder die Körper noch die Schiffe der Portuu unzerstörbar seien. Bull erkennt die drohende Eskalation und verlangt von Barstow zu erfahren, wie sich die Trassenmacher ausschalten lassen und wie sie Malora verlassen können.

Bull zieht sich gemeinsam mit Barstow, Aelor und Legende in die Lounge des PHOENIX zurück. Dabei hält er die Mündung eines Strahlers auf Aelors Hinterkopf, wo sich der Portuu in seinem Wirtskörper befindet. Auch Barstow hält eine Hand am Griff ihrer Waffe, da ihr Misstrauen gegenüber Legende inzwischen ebenso groß ist.

Was sie inzwischen von der Technowolke erfahren hat, verändert die Lage grundlegend. Das übermittelte Verfahren dient nicht der Öffnung des Malorischen Siegels. Es löst vielmehr das Quant Psi-Materie im Steuerzentrum der Trassenmacher auf und vernichtet dadurch sämtliche Trassenmacher im Universum. Gleichzeitig wird unweigerlich der Stellare Hauch universumsweit aufgelöst. Damit wäre die bisherige Portuu-Zivilisation als raumfahrendes Volk beendet. Insbesondere die Portuu auf ihren mit Stellarem Hauch geschützten Schiffen wären unmittelbar bedroht, während auch die auf Planeten lebenden Portuu ihren Schutz und ihre Machtgrundlage verlieren würden.

Währenddessen eskaliert der Konflikt zwischen Leun und Portuu weiter. Die Leun schleudern mithilfe von Traktorstrahlen Trassenmacher gegen die Portuu-Schiffe. Die Portuu versuchen sich zu retten, indem sie Leun-Schiffe rammen. In den entstehenden Explosionen werden die auf ihren Hüllen befindlichen Trassenmacher vernichtet, doch unmittelbar danach bringen die Leun weitere von ihnen auf. Schließlich wechseln die Portuu in den Hyperraum und dringen in den Sternwürfel ein. Dort setzen sie Trassenmacher auf fast allen Planeten und Monden aus, wo deren Vermehrung beginnt. Der Sternwürfel, Lebensraum von Milliarden Leun, steht damit vor der Vernichtung.

Barstow erkennt, dass nur noch zwei Möglichkeiten bleiben: Wird das Verfahren eingesetzt, werden sämtliche Trassenmacher vernichtet und zugleich die Portuu ausgelöscht. Unterbleibt der Einsatz, sind die Leun todgeweiht. Legende erklärt zusätzlich, dass der hyperphysikalische Effekt nicht nur die Trassenmacher und den Stellaren Hauch betrifft. Auch die Technowolke würde vernichtet, da alle drei fest miteinander verknüpft sind. Damit würde auch Legende sterben. Barstow zweifelt zunächst an dieser Aussage, da die Technowolke kaum selbst einen Plan übermittelt hätte, der zu ihrer Vernichtung führt.

Nach kurzer Beratung entscheidet sich Barstow dennoch für den Einsatz des Verfahrens. Sky übermittelt die korrekten Pläne an die Sternenspitze. Foersh reagiert sofort und lässt ihre Schiffe sowie die sechs Gravitationsbrecher die vorbereiteten Positionen einnehmen. Das Malorische Siegel öffnet sich. An Legendes Verhalten erkennen die Anwesenden, dass seine Verbindung zur Technowolke wiederhergestellt ist. Diese bestätigt, dass Legende hinsichtlich ihres möglichen Todes nicht gelogen hat. Legende selbst erklärt, nach Jahrmillionen die Sterblichkeit kennenlernen zu wollen; sein Tod sei für ihn ein folgerichtiger Schritt.

Während neu eingetroffene Portuu-Schiffe die Leun angreifen, um deren Formationen zur Erzeugung der benötigten Hyperwellen aufzulösen, verlangt Bull von Legende die vollständige Wahrheit. Legende erklärt, dass die Steuereinheiten der Trassenmacher eine winzige Spur instabiler Psi-Materie enthalten. Um sämtliche Trassenmacher zu vernichten, muss diese flächendeckend zur Auflösung gebracht werden. Dies gelingt nur über eine komplexe Kettenreaktion.

Ausgangspunkt ist der Stellare Hauch, eine ungewöhnlich stabile Variante von Psi-Materie. Die Strahlung der Leun-Schiffe versetzt zunächst das Malorische Siegel und anschließend die gesamte galaxisgroße Hülle aus Stellarem Hauch um Malora in Schwingung. Platzt diese Blase, entsteht eine Trägerwelle, die sich über das gesamte Universum ausbreitet und sämtlichen Stellaren Hauch in die sechste und siebte Dimension deflagrieren lässt. Damit diese Wirkung auf die Psi-Materie der Trassenmacher übergreift, ist zusätzlich ein hyperphysikalischer Reaktant erforderlich, der die Schwingung minimal anpasst und sich dabei unwiderruflich verbraucht. Legende ist dieser Reaktant.

Die Technowolke ergänzt jedoch eine entscheidende Information, die Legende verschwiegen hat: Die Deflagration des Stellaren Hauchs erfolgt nicht augenblicklich, sondern benötigt rund fünfhundert Jahre. Damit wäre zwar weiterhin das Ende der heutigen Portuu-Kultur besiegelt, dem Volk bliebe jedoch Zeit, sich auf die Veränderungen einzustellen. Aelor will mit den Verantwortlichen seines Volkes sprechen und sie dazu bringen, diese Erkenntnisse zu berücksichtigen. Er appelliert an Uedim und Auluot, den Anführer der inzwischen eingetroffenen Verstärkung. Beide erklären zunächst, seine Argumente prüfen zu wollen.

Wenig später schließen die Portuu das Malorische Siegel jedoch erneut, indem sie eine neue Schicht Stellaren Hauchs darüberlegen. Gleichzeitig greifen sie die Sternenspitze wieder an. Durch einen kurzzeitigen Bruch im Siegel lässt Bull mithilfe des Fiktivtransmitters rund dreihundert Kubikmeter der Technowolke nach Malora holen. Dieser Teil der Wolke entwickelt einen neuen Plan. Da für eine direkte Öffnung des Siegels inzwischen zu wenige Leun-Schiffe übrig sind, soll stattdessen ein Portuu-Schiff selbst in Resonanz versetzt werden, von dem aus die Wirkung auf das Siegel überspringt.

Aelor bestimmt dafür Auluots riesiges Flaggschiff, von dem aus der Angriff auf die Leun kommandiert wird. Ausgerechnet dieses Schiff soll zum Resonanzträger werden. Der PHOENIX und 87 Leun-Schiffe schließen das Flaggschiff ein und versetzen dessen Rumpf in Schwingung. Legende erklärt, er werde ihnen einen Weg bahnen. Der Sternwürfel werde noch ein letztes Mal springen; danach seien seine Aggregate ausgebrannt. Sie würden jedoch dort ankommen, wo sie gebraucht würden.

Der PHOENIX wechselt gemeinsam mit dem Sternwürfel erneut den Standort. Die Orter registrieren ein starkes Pulsieren im Hyperraum, und Foersh ruft sämtliche Schiffe zurück.

7. März 2257 NGZ: Der erwartete Transitionsschock bleibt aus. Als die Ortungssysteme wieder klare Daten liefern, befindet sich der Sternwürfel im Leerraum zwischen mehreren Spiralgalaxien. Keine von ihnen ist näher als eine Million Lichtjahre entfernt. Hinter dem Sternwürfel klafft ein 9 × 9 Lichtjahre großer Riss im Raum.

Bull erkennt anhand der Ortungsdaten außerdem, dass der Sternwürfel wieder vollständig ist. Er umfasst erneut 9 × 9 × 9 Sonnen, mit Ausnahme der exakten Mitte, an deren Stelle sich Station 5-5-5 befindet.

Sky identifiziert die bekannten Galaxien der Umgebung und stellt fest, dass sie die Lokale Gruppe erreicht haben. Barstow erkennt, dass der Sternwürfel im Zentrum zwischen mehreren Mitgliedsgalaxien Elysions erschienen ist. Sie erklärt Foersh, dass Elysion bislang auf einer mobilen Plattform in der Milchstraße tagt, dies jedoch immer nur als Behelfslösung gedacht war. Der Sternwürfel bietet nun neutralen Boden ohne historische Bündnisverpflichtungen oder Feindschaften gegenüber einem Mitglied. Barstow schlägt den Leun vor, sich Elysion anzuschließen und den Sternwürfel zugleich als neuen zentralen Treffpunkt des Bündnisses zur Verfügung zu stellen. Foersh erklärt, darüber nachdenken zu wollen.

Weitere Ortungen ergeben, dass während des Transfers rund ein halbes Jahr vergangen ist. Da weder die Transitionen des Sternwürfels noch seine Triebwerke eine solche Reise erklären können, richtet sich die Aufmerksamkeit auf den Riss im Raum. Mehrere Sonden werden hineingeschickt. Fast alle werden zerstört, lediglich eine kehrt zurück. Ihre Ortungsdaten und aufgezeichneten Funksprüche zeigen, dass der Riss nicht nach Malora zurückführt. Sternkonstellationen und das empfangene Handelsidiom deuten vielmehr darauf hin, dass er in die Fernen Stätten führt, die Mächtigkeitsballung der Superintelligenz TALIN, des abgespaltenen Bruders von ES. Zu dieser Raumregion besteht seit Jahrhunderten kein Kontakt mehr.

Der bisherige Legende leidet unter der völligen Stille nach dem Verlust seiner Verbindung zur Technowolke. Er beklagt das unwiederbringlich verlorene Wissen und weiß nicht mehr, wer er ohne die Wolke ist. Schließlich erklärt er, nicht länger Legende zu sein. Sky rät ihm, sich Zeit zu nehmen, um sich selbst neu zu finden und mit einem neuen Namen zu beginnen. Er verweist auf seine eigene Vergangenheit: Einst war er Phoenix, bevor er zu Sky wurde. Der nun Namenlose nimmt diesen Rat an und beschließt, sich die dafür notwendige Zeit zu geben.

Innenillustration