Aliken Hantoon

Aus Perrypedia
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Google translator: Translation from German to English.
Google translator: Překlad z němčiny do češtiny.
Google translator: Vertaling van het Duits naar het Nederlands.
Google translator: ドイツ語から日本語への翻訳
Google translator: Traduction de l'allemand vers le français.
Google translator: Tradução do alemão para o português.

Korporal Aliken Hantoon war eine Terranerin. Sie war eine Sensorsystemanalytikerin.

Erscheinungsbild

Sie war eine schlanke, durchtrainierte Frau mit schwarzem Haar und blauen Augen. Hantoon war im Jahre 3126 27 Jahre alt. (Polychora 1)

Geschichte

Im Dienst der Flotte

Im Jahre 3093 kehrten die Eltern der Terranerin von Chonosso auf die Erde zurück. In Sydney wurde Aliken Hantoon geboren. Mit 21 Jahren trat sie in den Dienst der Solaren Flotte ein und absolvierte ihre Ausbildung an Bord der MIRIAN. (Polychora 1)

Im Alter von 23 Jahren geriet sie mit der MIRIAN in eine Auseinandersetzung mit Raumschiffen des Carsualschen Bundes. Die besonderen Leistungen während dieses Vorfalles brachten ihr eine vorzeitige Beförderung ein. Mit 26 Jahren wurde sie auf die ANISAPH versetzt. (Polychora 1)

Hantoon gehörte dem technischen Dienst an Bord der ANISAPH an, wo sie für die Bedienung spezieller siganesischer Ortungstechnologie zuständig war. (Polychora 1)

Das misslungene Experiment

Am 3. September 3126 war Aliken Hantoon Mitglied eines Bergekommandos, das unter der Führung von Leutnant Vernil Grosz von der ANISAPH zur WAV-E übersetzte, um die Verhältnisse an Bord des Raumschiffes zu überprüfen. Die WAV-E meldete sich nach Beendigung eines Experimentes nicht mehr, in dessen Verlauf das Schiff um zwei Sekunden in die Zukunft versetzt worden war. (Polychora 1)

Atlan gehörte einem dieser Trupps als Beobachter an. Der Gruppe des Arkoniden hatte sich Harlon Darter angeschlossen. Zwei GLADIATOR-Roboter vom Typ TKR 3000-R4 mit speziellen Analysesystemen komplettierten den Trupp. (Polychora 1)

Da die angeflogene Schleuse der WAV-E auf funktechnisch erfolgte Öffnungsversuche nicht reagierte, machten sich die Männer bereit, sie manuell zu öffnen. Doch die plötzliche Ortung von energetischen Impulsen führte zum Auffahren des Schotts. Lebenszeichen an Bord der WAV-E wurden nicht festgestellt. Der dem Leutnant Vernil Grosz erteilte Befehl galt nicht dem Wohl der verschollenen Mannschaft der WAV-E, sondern der Sicherung des wichtigsten technischen Bauteiles des Experimentes, den nur Harlon Darter kannte. Dabei handelte es sich um einen experimentellen Miniatur-ATG. Zwischen zwei Maschinenblöcken wurde ein Schatten sichtbar, der in ein Aggregat eindrang, auf der anderen Seite wieder hervorkam, sich aufblähte, verblasste und auflöste. (Polychora 1)

Der von Leutnant Grosz geführte Erkundungstrupp traf auf einen Roboter, der die Frage nach dem Verbleib der Besatzung dahingehend beantwortete, dass sie einfach verschwunden war. (Polychora 1)

Inzwischen war es gelungen, die Bordsysteme der WAV-E von der ANISAPH aus zu kontrollieren. Die Aufzeichnungen der internen Schiffskameras wurden an die GLADIATOR-Roboter überspielt. Die Besatzungsmitglieder der WAV-E waren durchsichtig und ihre inneren Organe sichtbar geworden, ehe sie sich vollends aufgelöst hatten. Auch die Maschinenanlagen waren von dem Phänomen erfasst worden, hatten sich aber wieder stabilisiert. Harlon Darter hatte keine Erklärung für die Vorgänge. (Polychora 1)

Während ihres Vordringens zu dem Mini-ATG der WAV-E kam es zu Auflösungserscheinungen der Korridorwand. Materie formte sich um, nahm eine andere Gestalt an oder verschwand ganz, um einige Zeit darauf wieder zu erscheinen. (Polychora 1)

Seltsame Umgebung

Das Team stieß auf eine Art Tür, die es im Aufbau dieses Schiffstyps eigentlich nicht hätte geben dürfen. Da die dahinterliegende Passage mit einer leichten Seitwärtsneigung zum ATG zu führen schien, wurde einer der Roboter vorausgeschickt. Mitten in dem stark gekrümmten Korridor änderte sich die Raumzeit. Die Luke war verschwunden und hatte einer massiven Wand Platz gemacht. Es blieb Atlan und seinen Kameraden nichts anderes übrig, als den Weg fortzusetzen. Der Korridor verformte sich zu einer Felsenhöhle mit einem kleinen See und einem Bachlauf. Sträucher säumten den Rand. Ein unübersichtliches Labyrinth von Höhlengängen hatte den Korridor abgelöst. Die Funkgeräte waren ausgefallen. Die Gruppe verließ die Höhle durch einen der zahlreichen Ausgänge und gelangte in einen weiteren Hohlraum, der mit bis zu hundert Meter hohen Bäumen bewachsen war und von einer Kunstsonne erhellt wurde. Der Durchmesser der Blase lag bei 40 Kilometern. Amphibienähnliche Intelligenzlebewesen bewohnten pilzähnliche Gewächse. Diese Wesen existierten auf einer anderen Realitätsebene. Die Hand von Leutnant Grosz glitt durch den Körper hindurch. Die Amphibien konnten Atlan und sein Team nicht wahrnehmen. Zerfallserscheinungen der Landschaft wurden beobachtet. Aus der sich bildenden weißen Masse entstanden neue Strukturen, die sich wieder zu der zuvor bestandenen Landschaft formten. Korporal Galverin Schmidt ging von einer Manipulation des Quantenschaums auf subatomarer Ebene aus. Untersuchungen sollten Klarheit bringen. (Polychora 1)

Harlon Darter fing ein schwaches Notsignal der Solaren Flotte auf, das eindeutig von der WAV-E stammte. Das eingebettete Zeitsignal nannte als Datum das Jahr 3378, also 252 Jahre in der Zukunft. Noch während die Teammitglieder über dieses unerklärliche Phänomen grübelten, tauchte Glimmer auf. Das Team vermied jeglichen Kontakt mit dem Phänomen, bis dieses sich zurückzog und verschwand. (Polychora 1)

Hohlsphären

Am Morgen des 4. September machte sich die Gruppe auf den Weg zur nächsten Blase, die durch einen hundert Meter durchmessenden Schacht erreicht wurde. Eine Welt aus blauem Eis empfing sie. Intelligente Flatterwesen bevölkerten diese Sphäre. Auch bei ihnen handelte es sich um »Schattenwesen«, die in ihrer eigenen Teilrealität lebten. Die Arche schien ein Konglomerat aus Miniaturuniversen zu sein, in denen zahllose Völker lebten ohne Auseinandersetzungen untereinander um Lebensräume. (Polychora 1)

Der zur nächsten Hohlsphäre führende Schacht war als Schleusensystem ausgelegt. Dort herrschte eine Methan-Ammoniak-Atmosphäre vor. Eine Wüstenlandschaft schien sich endlos zu erstrecken. Zonen der Auflösung waren vielfach zu erkennen. Allerdings bildeten sich aus dem Schaum nicht immer neue Formationen. Es schien sich um eine ältere Blase zu handeln. Die Arche dürfte im Laufe der Zeit zu komplex geworden sein, um sie vollständig kontrollieren zu können. Über Jahrmillionen könnten immer neue Blasen dazu gekommen sein, während andere vernachlässigt wurden. Die Blase, in der sich das Team aufhielt, war zum Untergang bestimmt. Aus dem Quantenschaum entstanden keine Neuerungen. (Polychora 1)

Die Kontrollinstanz der Blase ließ eine Quelle sowie Früchte auf Stauden entstehen, damit die Teammitglieder ihren Durst und Hunger stillen konnten. Um diesen Ort bildete sich eine Blase, die mit Atemluft gefüllt war und die Giftgasatmosphäre aussperrte. So konnten die Helme abgenommen werden. Plötzlich tauchte Glimmer auf. Die Wolke berührte eine Staude, die sich in leuchtenden Schaum verwandelte. Die Männer und Frauen versuchten, jeglichen Kontakt mit Glimmer zu vermeiden. Ein von Atlan abgefeuerter Desintegratorstrahl ließ die Wolke sich auflösen. (Polychora 1)

Auflösung

Am 5. September erreichte die Gruppe eine weitere Blase, die in Zwielicht getaucht war. Die Sonne war schwarz und wurde von einer goldenen Aureole umgeben. Sanft geschwungene Höhenzüge waren mit Bäumen bewachsen. Der Durchmesser der Blase lag bei 20 Kilometern. Wieder waren die bereits bekannten Auflösungserscheinungen und die Neubildungen zu beobachten. Diese Blase wurde von vogelartigen Intelligenzen bewohnt. Auch hier war eine Kontaktaufnahme unmöglich. Plötzlich begann sich die Umgebung aufzulösen. Alle Teammitglieder, auch Atlan, lösten sich einfach auf. (Polychora 1)

Am 6. September wurde das Team von den Systemen der Arche wiederhergestellt. Atlan und Schmidt berichteten von ihrem Eindruck, dass ein fremder Geist mit ihrem Bewusstsein in Kontakt getreten war. Korporal Hantoon ließ eine Rose auf ihrer Handfläche entstehen. (Polychora 1)

Käferalarm

Als die Gruppe ein Wasserloch erreichte, näherte sich ein riesiger, gepanzerter Käfer. Angen-Math war ein Wanderer, der sich schon seit sehr langer Zeit durch die unzähligen Blasen der Arche bewegte. Angen-Math berichtete von Menschen, denen er auf seinem Weg begegnet war. Obwohl das käferartige Wesen ebenfalls den verschobenen Völkern der Arche angehörte, hielt es sich anscheinend auf der gleichen Realitätsebene auf wie die Mitglieder des Teams, wodurch eine Verständigung ermöglicht wurde. Auch die von dem Wanderer entdeckten Menschen gehörten den Schattenwesen nicht an. Angen-Math berichtete über die Schaumphasentechnologie, die bestehende Gefahr für das Universum und das Wirken der Marodeure. Die Auflösungserscheinungen könnten die Ausdehnungen einer ganzen Galaxie umfassen. Korporal Galverin Schmidt gab eine Probe seiner neuen Fähigkeiten ab. Er erzeugte einen Riss im Boden, aus dem sich ein haushoher Felsblock emporschob und dann umfiel. (Polychora 1)

Glitzernder Tod

In der nächsten Blase, die ein Höhlensystem aufwies, tauchte Glitter auf und ließ tragende Felsnadeln zusammenstürzen. Harlon Darter wurde verschüttet. Schmidt und Hantoon schufen mit ihren neu gewonnenen Kräften eine Gasse, die frei von Staub und Steinbrocken war. Die Raumsoldaten befreiten den Siganesen und mussten sich vor Glitter zurückziehen. Korporal Schmidt und Korporal Hantoon wurden vom dem Glitter aufgelöst. (Polychora 1)

Zeitphänomene

Nach ihrer Auflösung durch den Glitter, fand sich Aliken Hantoon in einer Waldlandschaft wieder. Sie bemerkte, dass sie sich in einem Torus befand, der 122 Kilometer durchmaß und eine lichte Weite von rund 60 Kilometern aufwies. Galverin Schmidt, der aus einem Gebüsch trat, machte sie auf den gewaltigen Doppelkegelberg im Zentrum der Hohlsphäre aufmerksam. Schmidt, der sich für etwas Besonderes hielt, forderte sie auf, ihm zu folgen. Der Terraner fühlte sich als Auserwählter Polychoras. Um seiner Kollegin seine neugewonnenen Kräfte zu demonstrieren, ließ er das Wasser eines Flusslaufes zu einer hohen Säule auflaufen und dann wieder in sich zusammenstürzen. (Polychora 2)

Der Doppelkegelberg erzeugte in Aliken Hantoon ein Gefühl der Bedrohung. Galverin Schmidt sah Polychora gewissermaßen als sein Eigentum an, was bei Aliken Unbehagen auslöste. Noch bevor sie den Berg erreichten, entdeckten sie ein Dorf mit Menschen. Die beiden Terraner stellten fest, dass es sich bei den Einwohnern nicht um ein Schattenvolk handelte, sondern um Lebewesen, die sich auf der gleichen Realitätsebene aufhielten und eine Verständigung somit kein Problem darstellte. Diese Einwohner waren die verschwundene Besatzung der WAV-E. (Polychora 2)

Oberst Ernesto Kalafarr ließ ein Fest ausrichten und lud die Neuankömmlinge ein, sich der Dorfgemeinschaft anzuschließen. Schmidt schlug das Angebot jedoch höflich ab, war aber bereit, den Menschen in seinem Sinne zu helfen. Schmidt versuchte die Siedler von einem Umzug zum Kegelberg zu überzeugen. Doch Oberst Kalafarr und seine Leute sahen den Torus als ihre Heimat an und lehnten eine Veränderung ab. Polychora entwickelte sich zu Galverins Lieblingsthema, das er gerne mit Aliken Hantoon besprach. Diese hörte ihm zu, konnte aber Polychora nicht »singen hören«. Während der oft tagelangen Abwesenheit Schmidts, versuchte Aliken den Siedlern mit ihren Kräften zu helfen. Doch die Siedler wollten nicht, dass sie mithilfe der Schaumphasentechnologie Dinge aus dem Nichts erschuf. (Polychora 2)

Städteplanung

Nach vier Jahren war Galverin Schmidt ein Außenseiter. Er war Aliken Hantoon fremd geworden. Die Terranerin kam gegen seine große Liebe nicht an: Polychora. Eines Tages drängte er darauf, zum Kegelberg zu fliegen. Teils, um Ruhe zu haben, teils um ihre Neugier zu befriedigen, war sie einverstanden. Die Flanke des Berges war von Brücken, die Schluchten überspannten, Türmen mit Erkern und spitzen Dächern und Röhren bedeckt. Gewaltige Pfeiler stützten riesige Steinbalken, zwischen denen sich stählerne Treppen wanden, unzählige dünne Masten erhoben sich in die Luft. Schmidt plante, diese Stadt, geboren aus Schaumphasentechnologie, nach Aliken zu benennen. Er wollte die Stadt noch größer bauen, bis hinauf zur instabilen Zone und um den ganzen Berg herum. Aliken Hantoon wollte aber keine Stadt in der niemand leben wollte. Enttäuscht wendete sich Galverin Schmidt ab. Glitter entstand und begann die Strukturen der Stadt aufzulösen. Aliken flog zum Dorf zurück. (Polychora 2)

Sturmzeit

Nach drei Tagen kam Galverin, um sich bei ihr zu entschuldigen. Doch das Verhältnis war nicht mehr so vertraut wie vorher. Jahre vergingen, in denen sie sich nur selten sahen. Oberst Kalafarr kümmerte sich um die Frau wie ein Vater oder guter Freund. (Polychora 2)

Nachdem mehr als zehn Jahre vergangen waren, führte ein schwerer Tornado zur Zerstörung des Dorfes. Ungewöhnlich daran war, dass mangels gravierender Temperaturunterschiede im Torus heftige Stürme eigentlich nicht entstehen konnten. Drei Tote und zwei Vermisste waren zu beklagen. Die gesamte Umgebung war in ein Trümmerfeld verwandelt worden. (Polychora 2)

Am nächsten Morgen tauchte Galverin Schmidt im Notlager auf. Er bot an, die Menschen zu seiner Stadt am Doppelkegelberg zu bringen. Ernesto Kalafarr erklärte sich einverstanden, zumal ausgeschickte Kundschafter meldeten, dass die beiden Nachbarsiedlungen ebenfalls zerstört worden waren. Ein langer Teck setzte sich in Bewegung. (Polychora 2)

Die Fünf

Die Stadt aus Eis und Stahl war noch imposanter als bei ihrem letzten Besuch. Die Siedler nahmen den unteren Teil der Stadt in Beschlag. Mittels der Schaumphasentechnologie waren die Quartiere eigentlich luxuriös ausgestattet. Schmidt wurde immer verschlossener. Eines Tages folgte Hantoon ihm zur Schnittstelle der Kegelberge, wo sie ein atemberaubendes Schauspiel von Blitzen, Feuerrädern und Irrlichtern in diesem Chaos aus Eis und Stahl erleben konnte. (Polychora 2)

Mehr als ein halbes Jahr später begannen die ersten Menschen zu verschwinden. Silana tar Kosh verschwand mit ihrem neugeborenen Sohn spurlos. Suchtrupps kehrten ohne Ergebnis in die Stadt zurück. Aliken Hantoon versuchte Galverin Schmidt um Hilfe zu bitten, konnte aber keinen Kontakt zu ihm herstellen. Tage später verschwanden ein Ertruser und ein bereits im Torus geborener Terraner. Eine neuerliche Suchaktion blieb wieder erfolglos. Oberst Kalafarr stellte eine Gruppe aus etwa 100 Personen zusammen, die sich anschickten, die Stadt zu verlassen. Doch unweit der letzten Häuser hinderte sie eine massive Barriere daran, die sich wie eine Kuppel um den Kegelberg gelegt hatte. Kalafarr ließ sich von Hantoon überreden, eine Expedition zum Berggipfel zu unterlassen, wo Schmidt zur Rede gestellt werden sollte. (Polychora 2)

Aliken Hantoon machte sich auf den Weg zu Galverin Schmidt. Der Terraner reagierte nicht auf ihre Funkanrufe, tauchte aber plötzlich neben ihr auf und führte sie in Richtung der Nahtstelle der beiden Berggipfel. In einem riesigen Felsendom, der sich tief in den Berg hinein erstreckte, fanden sich schwarze Obelisken. In einem der Säulen erblickte Aliken Silana tar Kosh, die in einer rötlichen Flüssigkeit schwamm. Schmidt erklärte, dass die Terranerin mit Polychora kommunizierte. Wie auch Persher Gust und Satran Kalandaar beherrschte sie die Schaumphasentechnologie. Aus diesem Grund hatte sie Schmidt zu sich geholt. Mit Aliken Hantoon zählten die Fünf zu den Auserwählten Polychoras. (Polychora 2)

Es kam zu einem Streit zwischen Aliken Hantoon und Galverin Schmidt. Die Terranerin wollte wissen, ob er für den Sturm verantwortlich war, der die Gestrandeten der WAV-E aus dem Dorf vertrieben hatte. Anstelle einer Antwort begann sich Schmidt zu verändern und lenkte Glitter auf Aliken Hantoon. Die Terranerin benötigte Monate, um sich von diesem Kontakt mit Polychora zu erholen. Galverin Schmidt zitierte die Fünf in seinen Eispalast, wo er sie aufforderte, ihre Fähigkeiten betreffend die Verwendung der Schaumphasentechnologie zu trainieren. Mit verschiedenen Aufgaben wurden sie in die unterschiedlichsten Teile der Stadt geschickt, um dort Umgestaltungen an den Bauwerken vorzunehmen. Die Kolonisten wurden von Schmidt unfreiwillig auf die verschiedenen Stadtteile verteilt. Leistete einer der Bewohner Widerstand, so verschwand er für einige Stunden und kehrte dann geläutert zurück. In diesen Zeiten entstand der Mythos von Atlan, der als Retter nach Polychora kommen würde. Auch Aliken Hantoon ertappte sich immer wieder dabei, diesem Wunsch nachzuhängen. Während eines seiner gefürchteten Wutausbrüche attackierte Schmidt Hantoon und begann sie am Hals zu würgen. Silana tar Kosh mischte sich ein und forderte Galverin Schmidt auf, von Hantoon abzulassen. Dabei bezeichnete sie ihn als Ungeheuer. Sie erzeugte eine Wolke Glitter und lenkte es auf Galverin. Dieser vergrößerte den Glitter, dessen Tentakelarme Kosh einhüllten und in ihren Körper eindrangen. Ihre Haut bildete riesige Blasen, die wieder in sich zusammenfielen, das Rückgrat und die Hüften deformierten sich, die Haare fielen ihr aus, die Haut im Gesicht wurde faltig und bildete Knoten und Wucherungen aus. Missbildungen an Schultern und Rücken wurden erkennbar. Als Silvana tar Kosh zusammenbrach, drehte sich Galverin Schmidt einfach um und ging weg. Seit diesem Tag sprach Silvana kein Wort mehr. (Polychora 2)

Als Ernesto Kalafarr von diesen Vorfällen hörte, begann er zu toben. Er warf Aliken Hantoon vor, nicht eingegriffen zu haben. Der ehemalige Oberst und seine engsten Vertrauten legten ihre Kampfanzüge an und bewaffneten sich mit Kombistrahlern. Aliken durfte nicht zum Gletscher mitkommen. Schmidt soll für seine Taten zur Rechenschaft gezogen werden. Kalafarr und seine Begleiter kehrte nie mehr zurück. (Polychora 2)

Die Fünf mussten zu Galverin Schmidt in den Eispalast übersiedeln. Der Kontakt mit den Siedlern beschränkte sich auf ein Minimum. Die Umsiedlungen beschränkten sich nun nicht mehr nur auf die einzelnen Bezirke der Stadt sondern wurden auch auf angrenzende Hohlsphären Polychoras ausgeweitet. Durch das Verschwinden Kalafarrs herrschte Angst unter den Siedlern und erstickte jeden Widerstand. Aliken Hantoon begann nun, sich intensiver mit Polychora zu beschäftigen. Sie vernahm ein kaum hörbares Flüstern sowie einen immer stärker wirkenden Sog, der versuchte, in ihr Bewusstsein einzudringen. Sie erkannte, dass Galverin durch die Umsiedlungen versuchte, die Zerfallserscheinungen in den Hohlsphären aufzuhalten. Der Terraner war auf der Suche nach einem Weg in das Normaluniversum. Allerdings war der Durchgang nur durch die Beherrschung der Schaumphasentechnologie zu durchschreiten. (Polychora 2)

Wiedersehen

Am 11. September traf Atlan Aliken Hantoon wieder, die vor fünf Tagen vermeintlich gestorben war. Die Frau gehörte zu den Fünf, den Herrschern über die Menschen in Polychora. Sie schien um 50 Jahre gealtert zu sein. Ihr ehemals schwarzes Haar wurde von grauen Strähnen durchzogen. Im schmalen Gewicht waren Falten zu erkennen. Unter der weiten, schwarzen Robe, die sie nun trug, verbarg sie ihren immer noch schlanken und durchtrainierten Körper. (Polychora 2)

Atlan fragte die Frau, wie lange sie bereits in der Stadt wäre. Als Antwort erhielt der Lordadmiral, dass sie und Galverin Schmidt vor rund 140 Jahren angekommen waren. Aliken Hantoon ließ einen Raum mit bequemen Sesseln, einem Tisch und einem Kamin entstehen, in dem ein offenes Feuer brannte. Nachdem sich alle gesetzt hatten, begann Hantoon ihre und Galverin Schmidts Geschichte zu erzählen. (Polychora 2)

Sie berichtete vom Zusammentreffen mit der verschwundenen Besatzung der WAV-E und deren Leben in Polychora, sowie von Schmidts Anwandlungen, sich als Herrscher über die Arche aufzuschwingen. Als sie ihre Erzählungen beendete, berichtete die Terranerin noch, dass Galverin Schmidt den Übergang benutzt hatte. Atlan rief Leutnant Vernil Grosz und seine Männer zu sich. Harlon Darter wurde beauftragt, Angen-Math zu beobachten, der sich gleich nach der Ankunft aufmachte, um den Eispalast genauestens zu inspizieren. Grosz berichtete von einer Menge Glitter, das sich aggressiv verhielt. Außerdem hatten Sonden das Bild eines fremdartigen Raumschiffes eingefangen. Atlan wollte mit Aliken Hantoon zum Übergang aufbrechen. Im Zwiegespräch mit dem Logiksektor kam der Arkonide zu dem Schluss, dass nach den Schilderungen Aliken Hantoons Galverin Schmidt der Meinung war, Polychora durch den menschlichen Geist stabilisieren zu können. Da es in Polychora selbst nicht genügend Individuen gab, plante er, welche aus der Milchstraße zu holen, wo es Intelligenzwesen im Überfluss gab. Plötzlich erschien in der Wand aus Blitzen die beinahe vier Meter große Gestalt eines Haluters. Atlan erkannte in dem Riesen den Paladin-Roboter, der sich um Aliken Hantoon kümmern sollte. (Polychora 2)

Hilfe für die Menschen

Im Torus ließ Aliken Hantoon unter Verwendung der Schaumphasentechnologie für die dort versammelten, etwa 1000 Menschen Zelte und prasselnde Feuer entstehen. Der Durchgang in die Milchstraße war noch immer geschlossen. Der Kontakt zu Bep Faruss und den Spezialisten, die das fremde Schiff untersuchen sollten, war abgerissen. Nur Hantoon war in der Lage, mit ihren Kräften den Durchgang zu öffnen oder eine alternative Passage zu finden. Damika Milano versorgte die Terranerin mit warmen Getränken und Medikamenten, sodass sich Aliken Hantoon rasch erholte. Sie beschäftigte sich sofort mit der Abwehr von Glitter. Die Auseinandersetzungen zwischen den Erzeugnissen Galverin Schmidts und jenen Polychoras nahmen an Intensität zu. Das fremde Raumschiff griff ab und zu zugunsten der Menschen ein. Plötzlich näherte sich das Schiff dem Zeltlager im Eispalast und begann zu feuern. Der soeben im Torus angekommene Shift S-V-33 wurde schwer getroffen. Die drei verbliebenen Flugpanzer der Dreadful Three zogen sich in die benachbarte Sphäre zurück, in der sich Galverin Schmidts schwarzer Turm erhob. (Polychora 3)

Die TRÄNE EINES ERSCHRECKTEN SONNENAUFGANGS begann aus sich selbst heraus grüngelb zu leuchten. Eine sanfte und beruhigende Melodie ertönte. Die nervösen Menschen kamen zur Ruhe. Angen-Math verließ das Schiff und unterhielt sich mit Rulan Karkeron und Vernil Grosz. Damika Milano sprach für die Flüchtlinge und war bereit, das Angebot des Salipir anzunehmen und mit den Männern und Frauen an Bord der TRÄNE zu gehen. (Polychora 3)

An Bord der TRÄNE wollte Aliken Hantoon nach Silana tar Kosh, Persher Gust und Satran Kalandaar suchen. Die ruhiggestellten 1200 Flüchtlinge waren in rund 25 Räumen untergebracht. Hantoon hatte die Gesuchten schnell gefunden. Atlan bat Hantoon zu sich und zeigte ihr Galverin Schmidt, der von mehreren GLADIATOR-Robotern bewacht wurde. Der Terraner grinste Aliken an, die sich abwendete und den Raum verließ. Die TRÄNE erreichte den Torus. (Polychora 3)

Aliken Hantoon forderte Atlan auf, Galverin Schmidt im Torus zurückzulassen, doch der Arkonide war dagegen. Er wollte von Schmidt mehr über die Schaumphasentechnologie erfahren und ihn nach der Rückkehr in die Milchstraße seiner gerechten Strafe vor einem ordentlichen Gericht zuführen. Hantoon sollte einige Personen finden, die mit der Schaumphasentechnologie umgehen konnten und Schmidt überwachten. Der Lordadmiral rechnete beim Versuch, aus Polychora zu entkommen, mit einem verzweifelten Akt Schmidts. (Polychora 3)

Unter fremden Sternen

Durch eine Manipulation des Übergangs nach Polychora landete die TRÄNE in der Galaxie Finsternis. Schmidt konnte aus seinem Gefängnis entkommen. Er wollte zu Aliken Hantoon. Auf seinem Weg durch das Schiff nahm er kurzzeitig Silana tar Kosh, Satran Kalandaar und Persher Gust als Geiseln. Galverin Schmidt ließ einen Tunnel quer durch das Raumschiff entstehen, der direkt zum kollabierenden Durchgang reichte und der TRÄNE anscheinend große Schmerzen zufügte. Aliken Hantoon versuchte den Tunnel zu verschließen. Hantoon begab sich im Tausch gegen Kosh in die Gewalt des Ex-Korporals. Aliken hinderte ihn mit ihren erstarkten Kräften, den Tunnel aufrechtzuerhalten. Sie stieß sich von ihm ab. Galverin drang in den Durchgang ein. Die Passage zurück nach Polychora schloss sich. (Polychora 3)

Die schwer verletzte June McCarthy wurde von Aliken Hantoon mittels ihrer Kräfte gerettet. Atlan bat Aliken Hantoon, die er nun direkt duzte, ihm zu helfen, eine Art Beziehung zur TRÄNE aufzubauen, um das Vertrauen des Schiffes zu gewinnen. In einem langen Gespräch, bei dem Aliken als Mittlerin fungierte, entstand gegenseitiges Verständnis, auch zu Angen-Math. Am 20. September verkündete Angen-Math die Lokalisierung der Milchstraße. Der Flug würde die NEITH an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit bringen. Angen-Math würde sich vollständig in das Schiff integrieren müssen, wodurch es keinen Kontakt mehr zwischen der NEITH und ihren Passagieren geben würde. Unzählige Systeme könnten auf die Menschen reagieren und deren Verhalten als Angriff deuten. Aliken Hantoon sollte als menschliche Kontakterin fungieren, da ihr die NEITH vertraute. (Polychora 3)

Rückkehr in die Heimat

Während der ersten beiden Etappen brachen bei jenen Passagieren, die mit Schaumphasentechnologie in Berührung gekommen waren, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen auf. Angen-Math vermutete als Ursache Schäden am Antrieb. Um das Leben der unter den Symptomen leidenden Flüchtlinge nicht zu gefährden, wurde auf dem Planeten Zuflucht eine Kolonie gegründet. Am 18. Januar 3127 gingen das Thunderbolt-Team, Harlon Darter, Rulan Karkeron, Vernil Grosz, Ganus a That, acht Mitglieder der Abteilung A912, drei Soldaten aus der Truppe von Leutnant Grosz sowie 20 Angehörige der Dreadful Three und Aliken Hantoon an Bord der NEITH. Dazu kamen 166 Menschen aus Polychora, die den Weg in die Milchstraße mitgehen wollten. (Polychora 3)

Am 30. März 3127 zeigten sich die Abnützungserscheinungen der NEITH immer deutlicher. Die elf Menschen aus Polychora, die in ihren Körpern Elemente aus Schaumphasentechnologie eingepflanzt hatten, begannen ins Koma zu fallen beziehungsweise zu sterben. Nach etwa einem Monat Flug war der Letzte von ihnen tot. Aliken Hantoon litt zunehmend unter dem sich verschlechternden Zustand der NEITH und der Ungewissheit, ob Galverin Schmidt noch am Leben war. Die NEITH erreichte am 22. Juli 3127 die Randgebiete der Milchstraße. Am 30. Juli verließen die Menschen die NEITH und gingen an Bord der VESPER. (Polychora 3)

Quellen

Polychora 1, Polychora 2, Polychora 3